Traue Niemals Einem Drachen

GeschichteMystery, Fantasy / P18 Slash
Jared Padalecki Jensen Ackles OC (Own Character)
26.03.2020
30.07.2020
13
42.030
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08.04.2020 2.826
 
Jared erwachte mit leichten Kopfschmerzen, geweckt von warmen Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht. Er fühlte sich etwas benommen, aber interessanterweise tat ihm sonst nichts weh. Das Letzte woran er sich entsinnen konnte war, dass er aus dem Kerker gestürmt war und gesehen hatte, wie die Leute panisch schreiend durcheinander liefen und die Siedlung von Felsbrocken so groß wie manch ein Mann beschossen wurde. Durch ein klaffendes Loch in der Stadtmauer erblickte Jared überdimensionale Steinschleudern die unermüdlich ein Geschoss nach dem anderen abschossen, und er wusste, er musste raus aus der Stadt.

Einen momentlang hatte er überlegt, Zuflucht in Scales Zelle zu suchen, da sie teilweise unterirdisch lag und Mauern hatte, die dick genug waren um den Kräften eines Drachen zu widerstehen. Dann hatte er an seinenVater gedacht, die einzige Familie, die er noch hatte, und bahnte sich seinen Weg durch menschliche und steinerne Hindernisse, um ihn zu finden.

Jemand hatte seinen Namen gerufen, und er hatte aufgesehen und einige seiner Freunde durch ein Loch in der Stadtmauer entkommen sehen. Jared war klar geworden, dass eine Flucht der einzige Weg zu sein schien, dem Massaker zu entkommen, besonders, da er einige wie Soldaten gekleidete Fremde gesehen hatte, die jeden gefangen nahmen, der sich bewegte. Also hatte er umgedreht und war seinen Freunden gefolgt. Er war allerdings noch nicht weit gekommen als ein Zischen in der Luft die einzige Warnung vor dem faustgroßen, steinernen Geschoss gewesen war, das genau auf ihn zukam. Es hatte ihn genau an der Stirn erwischt, und Jared war zu Boden gestürzt. Das Letzte, was er gepürt hatte bevor ihm schwarz vor Augen wurde, war ein Rinnsal seines warmen Blutes, das über seine Wangen lief.

Jared blinzelte und stützte sich auf einen Ellbogen, um mit der freien Hand vorsichtig sein Gesicht abzutasten, da, wo der Steinbrocken ihn getroffen hatte. Er fühlte kein Blut, keine Wunde, die vor Kurzem noch klaffte. Über seiner Augenbraue befand sich lediglich eine leicht geschwollene, frisch verheilte Narbe, die ihm bestätigte, dass er sich den Angriff nicht eingebildet hatte. Wenn aber seine Verletzung schon vernarbt war, wie lange war er dann bewusstlos gewesen? So wie sein Kopf schmerzte, konnte es nicht lange her sein. Es machte irgendwie keinen Sinn.

Jared setzte sich auf und sah sich um. Er hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wo er war, geschweige denn, wie er hier hingekommen war. Die Landschaft erschien ihm nicht gänzlich unbekannt, obwohl er sie nur leicht verschwommen wahrnahm, was wiederum dem fortgeschrittenen Heilungsprozess seiner Wunde widersprach. Jared erkannte, dass er auf einem Bett aus Laub und Gräsern, die mit den Überresten eines Shirts bedeckt waren, gelegen hatte. Sein Lager befand sich in einer Ausbuchtung im Felsen, ähnlich einer Höhle.

Als er sich langsam aufgerichtet hatte, nahm Jareds Nase den Geruch von gegrilltem Fleisch wahr. Sein Magen knurrte, und Jared beschloss, seiner Nase zu folgen. Der Rauch kam von außerhalb der Höhle und als Jared heraustrat, suchte seine Hand nach Halt am Felsen.

Ein paar Schritte vor ihm hockte ein junger Mann, nicht viel älter als er selber, falls er sich nicht täuschte, vor einem Feuer und briet ein Stück Fleisch, das er auf einen Stock gespießt hatte. Jared blinzelte und betrachtete den Fremden. Er hatte goldbraunes, kurzes Haar, das in alle Richtungen abstand ohne unordentlich zu wirken. Sein Gesicht war mit Sommersprossen übersäht, die perfekt zu seiner restlichen Erscheinung passten. Sein Gesicht war nicht zu kantig, nicht zu rund, mit einer fein definierten Kiefer-Kinn-Partie. Über den Großteil des Kinns lief eine Narbe, die nicht neu zu sein schien. Als Jared seinen Blick anhob, sah er in leuchtend grüne Augen. Er kannte diesen Mann nicht, obwohl er jeden aus seiner kleinen Stadt kannte, und diese Tatsache erfüllte ihn mit Verwirrung.

"Wer... äh...", krächzte Jared und räusperte sich. "Wer bist du?"

Anstelle einer Antwort nahm der Fremde ein Stück des schon gegarten Fleisches und bot es ihm an. Es roch köstlich und Jared lief das Wasser im Munde zusammen. Er war richtig hungrig, aber er erlaubte sich selber noch nicht, dem Fremden zu trauen. Er schluckte und ignorierte das Angebot.

"Hast du einen Namen? Warum haben deine Leute Rocastle angegriffen? Was ist meinen Freunden passiert?"

Der Fremde zog das Fleisch - dem Aussehen nach Hühnchen - wieder zu sich und sah ihn fragend an.

"Rocastle?"

Seine Stimme klang rau, als ob sie lange Zeit nicht benutzt worden wäre. Und dennoch war sie wohlklingend.

"Komm schon, die Stadt wo ich lebe. Oder gelebt habe. Ich bezweifle, dass ihr irgendwas habt stehen lassen, oder? Was war es, das ihr aus James' Burrow haben wolltet?"

Der Fremde starrte einen Moment vor sich hin und schüttelte dann vorsichtig den Kopf.

"Ich bin nicht aus James' Burrow." , antwortete er dann und nahm einen Bissen vom Hühnchen.

Jared runzelte die Stirn. Wenn der Mann die Wahrheit sprach und nicht zu den Angreifern gehörte, woher stammte er dann? Er war definitiv nicht aus Rocastle, da war Jared sich sicher. Er kannte dort jeden und diesen Mann hatte er noch nie gesehen. An diese markanten, anziehenden Züge würde er sich erinnern. Jared beschloss, einen anderen Weg einzuschlagen.

"Wie bin ich hier hingekommen? Und wann?"

Der dunkelhaarige Mann kaute zuende und schluckte dann.

"Ich hab dich getragen. Gestern."

"Du hast mich getragen.", wiederholte Jared und betrachtete den Fremden von oben bis unten. Er war keinesfalls ein kleiner Mann, obwohl er etwas mager war, aber Jared wusste, dass seine 1,94m große, muskulöse Statur für einen Mann nicht leicht zu tragen war. Und da er kaum wusste, wo er sich befand, bedeutete es, dass der Mann ihn eine ganze Weile getragen haben musste. Der Fremde starrte ihn nur ausdrucklos an und nahm einen weiteren Bissen von seinem Hühnchen. Jareds Magen meldete sich wieder. Wortlos bot ihm der Mann erneut ein Stück Fleisch an, und diesmal akzeptierte Jared es.

Er nahm ein paar Bissen und zwang sich dazu, es ordentlich zu kauen und nicht wie ein Wolf herunter zu schlingen. Seine Gedanken drehten sich während des ganzen Mahls um die Worte des Fremden. Plötzlich hielt Jared mitten im Kauen inne. Dann drehte er abrupt seinen Kopf zu dem Fremden und sah ihn durchdringend an.

"Gestern?"

Grüne Augen lösten ihren Blick von den Flammen und der Mann zuckte mit den Schultern.

"Ja."

"Nein, das... das kann nicht stimmen." Jared legte seine Stirn in Falten. Wie zuvor sah der Fremde ihn fragend an. "Ich bin verwundet worden, eine Platzwunde, auf meiner Stirn. Ich... ich kann mich daran erinnern, dass ich geblutet habe. Ich müsste eine Wunde haben, vielleicht gerade mal verkrustet, aber..." Seine Finger glitten über die frische Narbe. "Das hier fühlt sich an, als ob es eine Woche alt ist. Du kannst mich nicht gestern erst hierhin getragen haben."

"Hab ich aber.", beharrte der Andere mit erneutem Achselzucken.

"Wie? Ich meine..., wie erklärt sich das dann? Das kann nicht möglich sein."

"Ich hatte etwas Drachenblut.", war die Erklärung des Fremden.

"Drachenblut.", echote Jared. Das würde die fortgeschrittene Heilung erklären. Aber woher hatte er das? Der Mann schien seine Frage zu erahnen.

"Einer der Toten hatte ein kleines Fläschchen damit. Ich habe nach einer Waffe gesucht."

"Ah, okay." Jared nickte. "Warte, heißt das, du warst während des Angriffs da?"

"Ich bin nicht aus James' Burrow.", wiederholte der Mann.

"Bist du aus der Ebene?"

Jareds Gegenüber zog eine Augenbraue hoch.

"Na, die Ebene, zwischen den Königreichen?"

Der Mann zögerte einen Augenblick und nickte dann.

"Ja. Ich sah, was passiert ist. Ich wollte helfen."

"Okay. Und warum hast du mich hierher gebracht?"

"Sie haben alle abgeschlachtet. Ich habe dich gerettet. Ist es wichtig, weshalb?"

"Für mich schon.", erwiderte Jared.

Der andere Mann erhob sich und trat an den Rand der Klippe, auf der sie sich befanden und blickte hinab. Jareds Blick blieb auf seine breiten Schultern geheftet.

"Du brauchtest Hilfe."

Jared stieß die Luft geräuschvoll aus, was ihm einen neugierigen Blick des Anderen bescherte. Das Ganze frustrierte ihn etwas. Was war passiert? Warum wurden sie angegriffen? Wer war der Mann, der ihn gerettet hatte? Warum hatte er ihn gerettet? Warum ihn und nicht irgendjemand anderen? Und warum behandelte der Mann Worte als seien sie Giftschlangen? Des weiteren quälte Jared die Frage, was jetzt aus seiner Heimat werden würde. Gab es Überlebende? Hatten die Leute aus James' Burrow alle getötet, die sie nicht gefangen genommen hatten? Jared wusste, er musste es mit eigenen Augen sehen.

"Ich werde zurück gehen. Sehen, ob ich meinen Vater finden kann. Und meine Freunde." Er nahm einen weiteren Bissen des köstlichen Hühnchens.

Der Fremde legte den Kopf schief und runzelte missbilligend die Stirn. Jared sah ihn an und schluckte.

"Kommst du mit?"

Der Fremde legte den Stock mit dem Hühnchen ab, damit Jared es nehmen konnte und ging ein paar Schritte zur Seite. Jared sah ihm nach, nicht sicher was es bedeutete. Doch der Mann zuckte nur mit den Schultern. Jared seufzte.

"Ich nehme an, das heißt nein."

"Ich hab keinen Grund dazu.", erwiderte sein Retter ruhig.

"Ja. Genauso wie du keinen Grund dazu hast, mir deinen Namen zu verraten, eh?"

Jared erhob sich und blickte in die Richtung in der er am Horizont seine Heimat vermutete. Wie weit hatte der Mann ihn getragen? Sein Entschluss stand fest. Er war dankbar für die Rettung, aber er musste sehen, was geschehen war. Welches Schicksal sein Vater und seine Freunde erlitten hatten. Und Scales. War der Drache noch eingesperrt? Verwundet? Getötet? Entkommen?

"Okay.", sagte er und wand sich dem Fremden wieder zu. "Vielen Dank für deine Hilfe und dass du mich gerettet hast."

Jared begann den steinigen Abstieg. Nach ein paar Schritten hörte er die Stimme des Fremden.

"Jensen."

Jared hielt inne und drehte sich um. "Was?"

"Mein Name ist Jensen.", war die Antwort. Und dann setzte Jensen sich im Schneidersitz ans Feuer und schürte es. Jared zögerte einen Moment.

"Okay." Er nickte und ging weiter. Er war sich nicht sicher warum er fast erwartete, dass Jensen ihn zurückrief oder sich ihm anschloss. Aber als er nach ein paar weiteren Schritten einen Blick über seine Schulter warf, war Jensen weiterhin auf das Feuer konzentriert.



***



Nachdem Jared zwei Stunden lang gegangen war, begann er langsam, seine Umgebung zu erkennen. Die Mauern seines Heimatortes waren nun nicht mehr weit entfernt. Der kleine Funken Hoffnung, der sich in seinem Inneren entfachte, erlosch einen Augenblick später, als Jared über die erste Leiche stolperte.

Es war ein Mann mittleren Alters, der auf den Feldern arbeitete, wie Jared wusste, und ihn mit leerem Blick anstarrte. Seine Brust war blutrot gefärbt durch einen Schnitt durch seine Kehle. Jared konnte seinen Blick erst nicht abwenden und dann rebellierte sein Magen. Er drehte sich zur Seite und erbrach sämtlichen Mageninhalt und sein Kopf schien auf seinen Schultern zu schwimmen.

Tief in seinem Inneren wusste Jared, dass Jensen die Wahrheit gesagt hatte, und dass er noch viele Leichen wie diese auf dem Weg nach Rocastle sehen würde. Aber so sehr er sich umdrehen und wegrennen wollte, wusste Jared, dass er herausfinden musste, was seinem Vater widerfahren war. Und wo der Drache war. Er wischte sich den Mund mit dem Ärmel ab und marschierte los. Er verharrte nur lang genug bei den Leichen um festzustellen, ob es sich um seinen Vater handelte.

Eine Stunde später sank er erschöpft und niedergeschlagen auf den Ruinen von Scales Verlies zusammen. Er hatte seinen Vater nicht ausfindig machen können, was an sich nicht viel hieß. Kein Stein stand mehr auf dem anderen und er konnte sehr gut irgendwo verschüttet sein. Ein paar seiner Freunde hatte er gefunden, allesamt verstümmelt und definitiv tot. Bei einem Toten hatte er ein verziertes Messer gefunden und es an sich genommen.

Das Verlies selber war ein Rätsel für Jared. Der eigentliche Zugang war verschüttet und der Raum selber war beschädigt. Eine Seitenwand hatte im oberirdisch liegenden Teil ein Loch, welches allerdings bei Weitem nicht groß genug war, dass Scales sich hätte hinauszwängen können. Und dennoch fehlte von dem Wesen jede Spur. Jared hoffte, dass es bedeutete, dass der Drache sich befreien konnte und nicht ein Gefangener von James' Burrow war.



***



Jensen beobachtete aus den Augenwinkeln, wie Jared seines Wegs ging. Wenn der Mensch das Bedürfnis verspürte, an den Ort der Zerstörung zurückzukehren, dann war das seine Sache. Es ging ihn nichts an. Er selber empfand kein Verlangen nach menschlicher Gesellschaft. Jareds Anfrage nach Begleitung stellte keine Versuchung dar. Jensen wusste allerdings, dass er in seiner Menschenform bleiben musste, denn im Drachenreich wurde er offensichtlich weder vermisst noch herbeigesehnt.

Eine Stunde nachdem Jared gegangen war entschied Jensen sich dazu eine Menschensiedlung zu finden und sie aus der Ferne zu beobachten. Sein einziges Wissen über Menschen und ihr Verhalten kam von seinen Wächtern. So sehr er auch entschlossen war sich separat zu halten, war ihm klar, dass er ab und zu mit den Menschen kommunizieren musste um zum Beispiel an Werkzeug, Kleidung oder Nahrung zu kommen. Da er wusste, in welche Richtung Jared gegangen war, folgte er ihm in sicherem Abstand. Falls es einen Menschen gab, der ihm nichts Böses wollte, war es Jared.

Jensen stellte fest, dass es sich ohne das extra Gewicht eines besinnunglosen Menschen wesentlich leichter ging und trotz der jahrelangen Unterbringung auf engstem Raum erinnerten sich seine Muskeln daran, unermüdlich zu arbeiten, wobei es ganz egal war, dass es jetzt in menschlicher Form geschah. Er hatte Jared zu den Klippen gebracht, weil er wusste, dass dort Höhlen sein mussten, und die brauchte er, um sich wohl zu fühlen. Jensen hatte am Tag zuvor kaum gemerkt, welche Distanz er zurückgelegt hatte. Jetzt, nach ungefähr der Hälfte der Strecke, wechselte er vom Laufschritt ins normale Gehen, da er damit rechnen musste, dem ein oder anderen Menschen zu begegnen.

Womit er nicht gerechnet hatte, war Jared so bald wiederzusehen. Kaum fünf Minuten nachdem er seine Gangart gewechselt hatte, hörte er vor sich Schritte und wusste einen Augenblick lang nicht, ob er stehen bleiben sollte oder sich besser versteckte. Dann erkannte er den dunklen Haarschopf inmitten der Felsbrocken entlang des Weges und entspannte sich.

Als Jared Jensen erblickte, blieb er zunächst stehen. Dann schüttelte er wütend den Kopf und stürmte auf den anderen Mann zu.

"Was zum Teufel haben diese Heiden mit meinen Freunden gemacht? Sie haben sie praktisch abgeschlachtet!"

Jared stand dicht vor Jensen, schwer atmend vor Wut und Trauer.

"Wie ich gesagt habe.", erwiderte Jensen ruhig und trat einen Schritt zurück. Jared lachte traurig.

"Ja. Hast du. Ich... kann nur nicht glauben, dass es Menschen waren, die das getan haben." Er ging vor Jensen auf und ab und blieb endlich wieder stehen. "Du weißt nicht zufällig, was aus dem Drachen geworden ist?"

"Aus dem Drachen?" Jensen erstarrte für einen kurzen Moment.

"Ja. Es gab einen großen, schwarzen Drachen in einem Verlies. Mit silbrig schimmernden Schuppen und grünen Augen. Sein Raum ist beschädigt, aber ich weiß nicht, wie er da raus gekommen ist. Oder wie er daraus geholt wurde. Oh Mann, ich hoffe, diese... Menschen haben ihn nicht in die Finger gekriegt." Jared raufte sich die Haare.

"Ich habe keinen Drachen gesehen.", erklärte Jensen aufrichtig.

"Ich... denke, das ist gut. Hör mal, ich weiß, dass du nicht gerne redest, aber hier in Rocastle ist nichts mehr zu tun. Nichts, was man retten könnte. Ich werde nach Rothír's Creek gehen und sehen, ob ich mich der Gemeinschaft anschließen kann. Was wirst du tun?"

Jensen klimperte mit den Augen. Er hatte keinen Schimmer wo sich der Ort, den Jared benannte, befand. Aber wo auch immer er war, Jensen war noch nicht bereit dazu, sich unter Menschen zu mischen.

"Ich werde wieder in die Ebene gehen.", meinte er, froh, dass er sich daran erinnerte wo Jared glaubte, das er herkam.

"Oh.", brummte Jared und klang etwas enttäuscht, auch wenn es ihn nicht überraschte. "Okay. Ich denke, unsere Wege trennen sich dann jetzt. Ich danke dir nochmal dafür, dass du mich gerettet hast. Ich bin sicher, wenn du mich nicht in die Höhle getragen hättest, wäre ich jetzt auch so ein schrecklich zugerichteter Leichnam. Pass auf dich auf, Jensen."

Jared nickte ihm zu und machte sich dann auf den Weg ins Landesinnere, und ließ seine zerstörte Heimat und den Weg zur Höhle in seinem Rücken. Jensen ließ Jared eine Weile laufen, bevor er ihm langsam nachging. Er konnte problemlos außer Sichtweite bleiben. Die geruchsempfindlichen Drüsen seiner Drachenzunge waren auch in Menschenform aktiv. Er würde wissen, wenn Jared die Richtung änderte. Letzendlich befeuchtete er seine Lippen mit der Zunge und ging los.
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