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Von Verführern und Verführten

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
Harry Potter Severus Snape
26.03.2020
27.04.2020
11
37.704
198
Alle Kapitel
330 Reviews
Dieses Kapitel
34 Reviews
 
 
26.03.2020 7.476
 
Titel: Von Verführern und Verführten

Genre: Erotik, Humor, Romanze

Anmerkung: Nachdem meine letzte Geschichte mit P12-Slash eine echte Lemon-Durststrecke war, kommt jetzt das Gegenteil. xD Es beginnt recht ungewöhnlich, da es erst einmal eine Menge Sex gibt und die Gefühle später kommen. :-D Also: Einfach genießen! ;-)
Und da ich das erste Kapitel nicht in der Mitte teilen wollte, hat dies richtig viele Wörter. Aber ich kenne ja meine Armee: Die mögen es gerne viel, heftig und oft. xD

Warnung: Sex! Viel Sex! Sehr viel Sex! Wer also keinen Bock auf Ständer hat, sollte wieder gehen. (Entschuldigt! Aber wann kann man so einen Satz schon mal schreiben?! ;-))

Und nun wünsche ich euch heiße Unterhaltung mit KrissyNightwishs Rezept gegen Ödnis und triste Stimmung! :-D


Kapitel 1: Kommen und Gehen

02. Januar
Wieder einer Mehr
Harry Potter, der Bezwinger Voldemorts, heißester Quidditchspieler der Saison hat auch in diesem Jahr wieder eine Spur der gebrochenen Herzen hinter sich gelassen. Und obwohl jede und jeder zurückbleibt, sprechen sie doch alle in den höchsten Tönen von Potenz-Potter. Seine Fähigkeiten im Bett müssen wirklich herausragend sein, haben wir doch noch nie ein negatives Wort über ihn gehört.

Auch seine letzte Eroberung, Miss Jones, äußerte sich durchweg begeistert. "Er ist der Traum eines jeden Zauberers, einer jeden Hexe. Aufmerksam, charmant, humorvoll und stark. Zeit mit ihm zu verbringen ist wie ein Traum und schließlich mit ihm im Bett zu landen, ist als würde der Traum weitergehen. Noch nie in meinem Leben bin ich einem solchen Mann begegnet. Er weiß, was er will und geht total auf sein Gegenüber ein. Ein Traum. Ich würde ihn heiraten - und zwar sofort."

15. August
Harry Potter beendet seine Quidditch-Karriere
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, nachdem er das dritte Jahr in Folge mit seinem Team die Britischen Meisterschaften und dann dieses Jahr mit der englischen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewonnen hat, gab Harry Potter gestern Abend bekannt, dass er seine Profikarriere als Quidditchspieler beendet. Er wurde mit "Aufhören, wenn es am schönsten ist" zitiert. Obwohl erst 27 Jahre alt, sieht unser aller Liebling keine Zukunft für sich im Profisport. Auf die Frage, was er nun tun möchte, antwortete der heißeste Junggeselle der letzten Jahre: "Erst einmal nichts. Ich möchte mich vom Leben treiben lassen und schauen, wohin es mich führt." Wir dürfen also gespannt sein, was wir in den nächsten Wochen und Monaten von Harry Potter zu sehen kriegen.

01. November
Ruhe vor dem Sturm?
Nicht wenigen Lesern fiel auf, dass Harry Potter, Bezwinger von Voldemort, Quidditchstar und Playboy, seit seinem Ausstieg aus dem Profisport nicht mehr im Londoner-Nachtclubleben gesehen wurde. Weder in den einschlägigen Tanzclubs der Zauberer- noch der Muggelwelt wurde er beobachtet. Dies hat nicht nur eine Stimme zu der Annahme verleitet, dass unser aller Held vielleicht endlich den oder die Richtige getroffen hat und eine geheime Beziehung pflegt. Sollte es nach der gescheiterten Ehe mit Miss Ginny Weasley und den vielen One-Night-Stands nun endlich wieder eine Konstante in Harry Potters Leben geben? Können wir uns vielleicht auf eine erneute Traumhochzeit freuen? Wir werden für Sie dranbleiben, lieber Leser.


31. Dezember
Eine enge schwarze Hose, ein dunkelgraues Hemd und einen strahlenden grünen Umhang, der seine Figur umschmeichelte und seine Augen zum Leuchten brachte. Nicht nur ein Kopf drehte sich nach ihm um, als Harry Potter an diesem Abend den Silvesterball in Hogwarts betrat. Er trug keine Brille mehr, sein Haar war etwas länger und seine Lippen umspielte ein sanftes, charmantes Lächeln, während seine Haltung Selbstbewusstsein und Stärke ausstrahlte. Harry Potter war ein Blickfang und eine Augenweide. Jeder konnte das sehen.

Kaum hatte er den Saal betreten, kamen vier Personen auf ihn zu. Harry lächelte ihnen entgegen. Ginny trat zu ihm, sie küssten sich rechts und links auf die Wange. "Heute ganz ohne Begleitung?", neckte sie ihn. "Du doch auch", gab er grinsend zurück. Ihre knapp zweijährige Ehe lag nun schon sieben Jahre zurück, doch waren sie einander noch immer freundschaftlich verbunden.

Harrys Blick glitt zu Ginnys Freunden. "Sam", rief er überschwänglich. "Immer wieder eine Freude!" Der Braunhaarige schüttelte Harrys Hand und küsste ihn auf die Wange. "Ich erinnere mich genau", raunte dieser ihm zu. "Das hoffe ich doch", gab Harry selbstbewusst zurück.

Sue und Wilma begrüßte er ebenso freundlich, hatte er doch einst einen sehr heißen Dreier mit beiden gehabt. "Was geht so bei dir?", fragte Sue mit einem verführerischen Lächeln. "Bist du für eine Neuauflage zu haben?" Harry erwiderte charmant: "Du weißt doch: Der Reiz liegt im Neuen.“ Sue seufzte. "Und genau diese Einstellung macht dich umso begehrenswerter."

Harry grinste sie nur an und griff dann auch einem Glas Champagner. Er hatte kein Interesse Sue auf die Nase zu binden, dass er nun seit einigen Wochen schon abstinent lebte. So viele Jahre er alles und jeden flach gelegt hatte, so wenig reizvoll erschien es ihm Moment. Flirten, Doppeldeutigkeiten waren willkommen, aber alles andere ließ er nicht mehr zu - zumal es niemanden gab, der wirklich sein Interesse erregte. "Da sind Lavender und Clark", unterbrach Ginny seine Gedanken. "Ich sage kurz Hi." Harry nickte und leerte seinen Champagner. Er brauchte definitiv etwas Stärkeres.

Sein Blick glitt durch die Große Halle. Es war so lange her, dass er das letzte Mal hier gewesen war. Minerva hatte ihn gebeten zum Silvesterball nach Hogwarts zu kommen und da er dieses Jahr zum ersten Mal nichts anderes vorhatte, hatte er zugesagt. Die Halle funkelte nur so vor Lichtern, war angefüllt mit dem fröhlichen Geschwätz von einigen aktuellen und noch mehr ehemaligen Schülern.

Dann sah Harry die Bar und steuerte darauf zu. "Hi Harry!" Nicht nur einmal wurde er mit einem süßen Lächeln oder einem wollüstigen Blick bedacht. Harry erwiderte das Interesse mit Humor, ließ sich jedoch von seinem Ziel nicht abbringen. "Whiskey! Den besten, den du hast", rief er dem Barkeeper zu, dessen Augen ihn von oben bis unten musterten. Harry schmunzelte. Er hatte ihn vor einigen Jahren gevögelt, eine heiße Nummer in einem Besenschrank.

Das Klirren des abgestellten Glases ließ ihn ins Jetzt zurückkehren und mit einem Zwinkern wandte er sich ab, genoss stillschweigend seinen Drink. "Harry, wie schön, dass du kommen konntest." Minerva trat zu ihm und schüttelte ihm die Hand. Harry sah sie ehrlich erfreut an. Zumal sie auch eine der wenigen war, mit denen er nicht geschlafen hatte. Von seinen ehemaligen Lehrern hatte er mit Sinistra und Raue-Pritsche mal ein paar heiße Stunden verbracht. Er schmunzelte kurz, als er daran zurückdachte, wie lautstark Wilhelmina ihre Begeisterung kundgetan hatte.

"Ich bin der Einladung sehr gerne gefolgt“ erwiderte er charmant. "Besser als die Feier im Ministerium, nehme ich an?", raunte Minerva verschwörerisch. Harry gluckste in seinen Drink. Von denen hatte er in der Tat auch eine Einladung bekommen. Nichts lag ihm ferner als dort seinen Silvesterabend zu verbringen. "Allerdings!" Sie lächelten sich an, dann wurde Minerva auch schon wieder von jemand anderen in Anspruch genommen.

Harry leerte seinen Whiskey und ließ dann den Blick durch den Raum gleiten. Die Große Halle war einfach wunderbar geeignet für solche Festivitäten. Strahlend schön dekoriert, glitzernde Kerzen schwebten über ihren Köpfen. Harry nahm die ganze Atmosphäre in sich auf. Und dann natürlich noch die ausgelassenen Gäste. Hogwarts schien für die meisten ein Ort der Freude und der guten Erinnerungen zu sein.

Prompt blieb sein Blick an einer griesgrämigen Gestalt hängen, die er seit zehn Jahren nicht mehr erblickt hatte. So schwarz wie eh und je: Severus Snape mit einer finsteren Miene, der in der anderen Ecke des Raumes stand und mit seinem Blick Dolche zu schießen schien. Der Mann strahlte noch immer eine so dunkle Bedrohung aus wie zu seiner Schulzeit. Doch bemerkte Harry, dass eine ganz andere Art von Schauer über seinen Rücken lief als früher. Snape war älter geworden. Sein Haar war eine Spur länger, was ihm gut stand. Er sah gesünder aus als früher. Noch immer hochgewachsen und schlank. Snape war für 47 gut in Schuss. Und auch wenn er nicht attraktiv war, reagierte Harry auf den Anblick seines ehemaligen Lehrers.

Wie auch schon vor all den Jahren schien Snape zu spüren, wenn er beobachtet wurde. Stechend schwarze Augen richteten sich auf ihn. Und Harry wusste nur eines: Er wollte ihn.

Snape war einer der wenigen, die er noch nicht gehabt hatte und die Aussicht darauf, diese harte Nuss zu knacken und seinen ehemaligen Lehrer zu verführen, war äußerst reizvoll. Zum ersten Mal seit Monaten spürte er Leidenschaft durch seine Adern wallen. Snapes Augenbrauen hoben sich skeptisch, nur um dann den Blick abzuwenden. Ja, er würde Snape kriegen. Endlich mal eine Herausforderung. Wie lange war es schon her, dass er mal jemanden hatte überzeugen müssen, mit ihm zu schlafen? Harry konnte sich nicht mehr erinnern.

Mit einem koketten Lächeln näherte er sich Snape, der keine Wahl hatte, als ihn anzusehen, als Harry sich direkt vor ihn schob. "Professor Snape!", grüßte er ihn höflich und richtete seine strahlenden Augen und sein verführerisches Lächeln auf seinen ehemaligen Lehrer. Dieser blickte unbeeindruckt zurück.

"Mister Potter", raunte Snape. "Unsere so wohlbekannte Berühmtheit." Seine Stimme war so ölig wie am ersten Tag, als Harry sie gehört hatte, und doch war seine Reaktion nun eine ganz andere darauf. Das Prickeln der Erregung fuhr durch seinen Körper. "Ich freue mich auch, Sie wiederzusehen, Sir", erwiderte er.

"Und womit wird mir diese Ehre zuteil?", fragte Snape sarkastisch.

"Jagdfieber", gab Harry seelenruhig zurück. Er wollte Snape direkt mal aus der Reserve locken und schauen, wie dieser reagierte. Für den Bruchteil einer Sekunde war Unglauben in den schwarzen Augen zu erkennen, dann war die Maske der Undurchdringlichkeit wieder an Ort und Stelle.

"Machen Sie mich an, Mister Potter?", fragte er dunkel drohend. Harrys Grinsen wurde breiter. "Sie waren schon immer ein Mann mit einem schnellen Verstand", gab Harry eindeutig flirtend zurück.

Snape schnaubte doch tatsächlich. "Glauben Sie mir, ich habe keinerlei Interesse Teil Ihrer illustren Reihe an Geliebten zu werden. Eine Anzahl, die sicherlich eine hohe hundertstellige Zahl erreicht hat." Snape schob sich an Harry vorbei. "Versuchen Sie es bei Ihren armseligen Groupies." Und mit diesen Worten verschwand Snape in der Menge. Harry sah ihm hinterher. Herausforderung angenommen.

Nach einem ausladenden Abendessen, was halbwegs amüsant gewesen war, da er zwischen dem Leiter für magische Strafverfolgung und dem Vorsitzenden der Abteilung für internationalen Muggelsport gesessen hatte (beides Männer, die seinen Schwanz zu unterschiedlichen Gelegenheiten gelutscht hatten), versuchte er den Grund seines inneren Kribbelns ausfindig zu machen.

Er musste nur wenige Schritte gehen, um Snape zu entdecken. Dieser stand gerade bei Minerva und wechselte einige Worte mit seiner Vorgesetzten. Harry ging selbstbewusst zu beiden hin, als er auch schon seinen Namen hörte. "Also bitte, Minerva", empörte sich Snape. "Jeder weiß, dass Potter eine Armee von Ex-Liebhabern hat."

"Sie haben von meinem Ruf gehört?", drängte sich Harry amüsiert in die Unterhaltung. Minerva sah von einem zum anderen. "Ich lasse euch allein." Snape verdrehte die Augen, während beide für einen Moment einer etwas zu vergnügten Minerva nachsahen, wie sie in der Menge verschwand.

"Es stimmt übrigens", beantwortete Harry selbstbewusst die Frage, die nie gestellt worden war. Sie wandten sich wieder einander zu. "Ich bin so gut. Jeder, der mit mir im Bett war, verliebt sich in mich oder will mich ganz für sich alleine habe."

"Maßlose Selbstüberschätzung ist wenig attraktiv", ätzte Snape. "Angst, dass es Ihnen ebenso geht?", schoss Harry zurück. "Ich bezweifle, dass mich der Austausch von Körperflüssigkeiten so verzücken könnte." Harry schmunzelte. "Sie sollten es ausprobieren, um ganz sicher zu gehen. Aber sagen Sie mir nachher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt."

Dann beugte sich Harry ein Stück nach vorne. "Und es ist durchaus keine Selbstüberschätzung, sondern die genaue Erhebung empirischer Daten über Jahre hinweg."

Snape hob fragend eine Augenbraue. "Versuchen Sie mich mit Wissenschaftlichkeit zu beeindrucken?" "Funktioniert es?", schoss Harry schlagfertig zurück. Da schien doch tatsächlich der Hauch einen Schmunzelns in Snapes Augen zu treten.

Dann trat Snape einen Schritt auf ihn zu. "Haben Sie denn überhaupt eine Ahnung, worauf Sie sich da einlassen?" "Ich versuche es gerade herauszufinden."

"Noch immer mit dem Kopf voran?", spottete Snape. Harry schmunzelte und erwiderte dann: "Bisher hat sich niemand darüber beschwert, wenn ich mit mit meinem Kopf voran irgendwo eingedrungen bin."

"Sie spielen mit dem Feuer, Mister Potter." Snapes Worte waren Drohung und Warnung zugleich. Doch Harry ließ sich nicht einschüchtern. „Sie haben doch bestimmt eine Heilsalbe da, falls ich mich verbrennen sollte. Ansonsten-" Er trat an Snape heran, so nah, dass er die kommenden Worte in Snapes Nacken hauchte. "soll auch pusten helfen. Können Sie pusten, Professor?" Grinsend sah ihm Harry ins Gesicht, ihre feurigen Blicke hielten sich fest. Da war definitiv etwas zwischen ihnen, Leidenschaft brannte in beiden Blicken.

Dann spitzte Snape plötzlich die Lippen und pustete ihm ins Gesicht. Harrys Pony wirbelte leicht durcheinander. "Hat es geholfen?", fragte Snape mit ätzendem Ton, drehte sich mit einem süffisanten Grinsen um und ließ Harry einfach in der Menge stehen. Harry biss sich auf die Lippe. Verdammt. Das war heiß.

Etliche alkoholische Getränke später wusste Harry ganz sicher, dass er alles tun würde, um Snape zu kriegen. So berauscht hatte er sich schon lange nicht mehr gefühlt und er wusste, dass es nicht nur am Alkohol lag.

Die zwölf Glockenschläge waren gerade verklungen, das neue Jahr wurde mit einem riesigen Feuerwerk eingeläutet, das sowohl von draußen als auch von drinnen durch die Decke zu beobachten war. Doch Harrys Aufmerksamkeit lag auf der dunklen Gestalt, die den Moment nutzte, um sich vermeintlich ungesehen aus der Großen Halle entfernen zu können. Das war seine Chance. Harry folgte dem anderen lautlos, schlich hinter ihm her in den Kerker. Würde er gleich Snapes Quartier sehen?

Er bog um eine Ecke, nur um in feurige Augen und einen Zauberstab zu gucken, der sich im nächsten Moment in seine Kehle bohrte. "Sie müssen wahnsinnig sein, sich an einen ehemaligen Todesser heranzuschleichen." "Oder einfach sehr mutig", gab Harry zurück.

"Eher töricht." "Vielmehr verlangend", hauchte Harry ihm entgegen.

Bei diesem Wort hielt Snape inne und sah ihm direkt in die Augen. "Sie wollen das wirklich." "Ja", entgegnete Harry schlicht. Warum sollte er mit seinem Interesse hinterm Berg halten?

Snape senkte seinen Zauberstab und sagte dann nüchtern: "Ich habe nicht vor, Ihre nächste Eroberung zu werden." "Angst?", provozierte Harry. Snape hob unbeeindruckt die Augenbrauen und so fuhr Harry fort: "Sie haben von meinem Ruf gehört. Von daher kann ich Sie nur warnen, sollten Sie es in Betracht ziehen. Laufen Sie, Professor. Laufen Sie."

Snapes Augen durchbohrten ihn und Harry konnte nicht abschätzen, was er als nächstes tun würde. Es war so aufregend wie es prickelnd war. Etwas schien sich in den schwarzen Augen verändern, denn plötzlich raunte sein Gegenüber: "Angenommen ich würde es in Betracht ziehen, haben wir ein Problem." So schnell wie er seinen Zauberstab gezogen hatte, so schnell hatte er Harry nun herumgewirbelt und presste ihn mit dem Gesicht ins kalte Mauerwerk. "Ich bin ausschließlich aktiv. Und wenn man den Gerüchten glauben darf, Sie auch. Also, Mister Potter, stehen die Chancen für eine Zusammenkunft eher gering."

Harry schmunzelte, dann drehte er sich um, sah seinem ehemaligen Lehrer direkt in die Augen. "Das haben Sie richtig gehört, Sir. Daher schlage ich Folgendes vor: Wir wechseln uns ab." Snapes Augen weiteten sich. "Und ich bin gerne bereit anzufangen." Um seine Worte zu verdeutlichen, drehte Harry sich wieder um und rieb sein Gesäß an Snapes Körpermitte.

Dieser kam ganz nah an ihn heran, presste ihn mit seinem Körper an die Wand, sie berührten sich von Brust bis Beine. "Und Sie glauben, dass ich mein Wort halte?", fragte Snape spöttisch. "Ja." In ihrer ganzen Konversation hatte Harry noch nie so ernst geklungen und es fiel auch Snape auf. Die Tatsache, dass Harry Snape wirklich vertraute, war in diesem Moment offensichtlich. Unscheinbar und doch von so großer Bedeutung.

"Sie haben keine Ahnung, worauf Sie sich da einlassen", raunte Snape in seinen Nacken. Harry drehte sich um. "Sie auch nicht." Amüsiertes Funkeln war in beiden Augen zu sehen, die Herausforderung loderte in ihnen und das Fieber der Jagd hatte sie ergriffen.

Snape schwang seinen Zauberstab und im nächsten Moment fühlte Harry das Prickeln eines Zaubers auf seiner Haut. Fragend sah er Snape an. Dieser blickte unbeeindruckt zurück. "Ich will nur sichergehen, dass Sie nicht irgendwelche Krankheiten haben." "Sie haben mich auf Geschlechtskrankheiten untersucht?", brach es lachend aus Harry hervor. So absurd es war, es passte zu Snape. Dieser schien beinahe zu schmunzeln. "Bei Ihrem Lebenswandel ist das nötig." "Ich schlafe immer mit Kondom." Snape trat zu ihm, drängte ihn mit seinem Körper an die Wand. "Das brauchen Sie heute nicht", kam es rau flüsternd und Harry spürte, wie sich seine Nackenhaare aufstellten. Verdammt! Snapes Stimme war eine Wucht. Und die Aussicht darauf ohne Kondom mit jemandem zu schlafen, war unglaublich erregend. Harry leckte sich über die Lippen eine Geste, die Snapes dunkle Augen genau beobachteten.

"Genug Vorspiel", raunte Snape und zog Harry am Handgelenk hinter sich her. Harry schmunzelte. Er mochte Männer, die wussten, was sie wollten. Wenige Meter entfernt murmelte Snape ein Passwort und in der kahlen Wand erschien eine Tür, durch die er Harry zog. Noch einen Flur entlang, dann durch eine Tür und sie standen in Snapes Schlafzimmer.  

Harry begann sich selbstbewusst auszuziehen. Er hatte diese Situation schon so oft erlebt, dass sie ihm keinerlei Hemmungen bereitete. Er sah, wie Snapes Augen jede seiner Bewegungen ganz genau verfolgten. Er legte den Umhang ab, öffnete langsam sein Hemd und strich es sich vom Körper. Er trug nichts darunter. Er sah Snape trocken schlucken und verkniff sich ein Schmunzeln. Er wusste, dass er fantastisch aussah. Sein Körper war, wenn auch kleiner als der Durchschnitt, wohl definiert, seine Muskeln ein Hingucker und seine Haut gebräunt.

Er kam zu seiner Hose und hielt kurz inne, sah Snape wieder direkt an. "Für das, was wir vorhaben, sollten wir beide nackt sein", äußerte Harry neckend und erntete einen dunkeln Blick. Aber immerhin hatte seine Aussage zur Folge, dass auch Snape begann die elendig vielen Knöpfe seine Robe zu öffnen. Harry trat auf ihn zu. "Ich mache das und du machst hier weiter." Er führte Snapes Hände zu seinem Schritt, der sofort seinen Knopf öffnete und die Hose seine Beine hinunter abstreifte. Harry stieg aus dem störenden Kleidungsstück. Er stand nun ganz nackt vor Snape, dessen Robe gerade zu Boden fiel und ein schwarzes Hemd und eine ebensolche Hose offenbarte.

Harry schlang seine Arme um Snape und begann sanfte Küsse an seinem Kiefer und seinen Hals zu verteilen. Der Mann roch verdammt gut. All seine Sinne konzentrierte er auf das Objekt seiner Begierde. Er war nicht umsonst für seinen Ruf bekannt, und er würde es auch bei Severus Snape nicht anders machen. Zärtlich, fordernd und doch unglaublich erotisch berührte Harry den schlanken Körper, küsste seinen Hals und streichelte mit neckenden Fingern seinen Torso. Er spürte, wie Snape unter ihm erzitterte. Es war ein berauschendes Gefühl, dass er ein erstes Anzeichen von Snapes Erregung spüren konnte.

Dann legten sich große Hände auf seine Schulterblätter, drückten ihn eng heran und Harry spürte eine vielversprechende Erektion gegen seinen Bauch pressen. Sofort wurde auch er härter und setzte sein Ziel fort, Snape möglichst bald aus seiner Kleidung geholt zu haben. Mit zärtlichen Fingern strich er Snapes Hemd von seinen Schultern. Die Haut, die er nun berühren konnte, war heiß - ein wahrhaft sensorisches Erlebnis, wirkte der andere doch sonst so unterkühlt.

Harry streichelte mit seinen Händen vorsichtig nach unten zu Snapes Hose. "Ich bin keine Jungfrau in Nöten, Potter", raunte da plötzlich Snape und Harry sah auf in die stechend schwarzen Augen.

Harry grinste, dachte einen Zauberspruch und im nächsten Moment stand Snape ebenso nackt vor ihm wie er es selbst war. Eine erhobene Augenbraue folgte, was Harrys Lächeln nur vergrößerte. Er wusste nicht, was es war, aber etwas in den schwarzen Augen blitzte so herausfordernd und leidenschaftlich auf, dass er den anderen einfach berühren musste.

Seine Hände legten sich auf die schmale Taille, brachten ihre Körper mit einem kraftvollen Ruck aneinander. Sofort legten sich seine Lippen auf die entblößten Schlüsselbeine. Er fuhr mit seiner Zunge eine feuchte Spur über Snapes Haut, den er nun von Brust bis Beine spüren konnte. Er fuhr mit seinen Lippen an Snapes Hals entlang, setzte immer wieder heiße Küssen auf das empfindliche Fleisch.

Er ließ eine Hand zwischen sie gleiten, wo sich ihre Erektionen bereits berührten. Im nächsten Moment flog etwas zu ihnen und noch bevor Snape es auffangen konnte, hatten Harrys Suchereflexe zugeschlagen: Er hielt eine kleine Dose in der Hand.

Fragend sah er auf zu Snape, dessen dunkler, leidenschaftlicher Blick über Harrys Haut hinweg glitt wie ein Aphrodisiakum. Was hatte dieser Mann nur an sich, dass er ihn mit einem einzigen Blick so wollüstig reagieren ließ? Snape beugte sich vor und raunte dann in sein Ohr: „Gleitmittel.“

Nun lächelte Harry, offenbar hatte Snape ganz genau verstanden, was Harry vorhatte. Und so schraubte er den Deckel ab. Harry tauchte seine Finger ein und benetzte sie mit einer erstaunlich cremig flüssigen Substanz. Noch während er das Döschen hielt, tauchte auch Snape seine Finger hinein und Harry sah auf. Dann flog das Döschen auch schon wieder zurück zum Nachttisch. Ihre Blicke trafen sich einen Augenblick später und Snape murmelte: „Zwei Hände sind besser als eine.“ Dann senkte er seine Hand um ihre Erektionen und Harry keuchte. Snapes Hand war groß, seine Finger schlank und ganz offenbar geübt - kein Wunder als Meister der Zaubertränke.

Doch Harry hatte nicht umsonst den Ruf als bester Sucher ihrer Generation. Er folgte Snapes Hand mit seiner und legte seine ebenfalls talentierte Hände um ihre Hoden, während Snape weiter oben genüsslich auf und ab fuhr. Harry biss sich auf die Lippe, während er auf die Stelle schaute, an der sie beide verbunden waren. So wenig attraktiv Snape auch war, seine Männlichkeit war Perfektion. Lang, breit, hart, mit sanfter Haut und einer prallen Eichel. Harry leckte sich über die Lippen. Er wollte dieses Prachtexemplar kosten.

Doch dazu kam es nicht, denn Snapes Mund war plötzlich an seinem Hals, wo er Lippen, Zunge und Zähne sinnlich über Harrys Haut gleiten ließ, eine prickelnde Spur der Begierde hinterlassend. Bei Merlin! Wie sehr er Sex liebte. Und dass er gerade Sex mit Severus Snape hatte, war Quelle ganz besonderer Erregung. Er schlang seinen anderen Arm um die Taille des anderen, presste sie noch enger zusammen, seine Lippen nun wieder auf Höhe von Snapes Schulter, die er zu küssen begann, während ihn die schwarzen Haare des anderen sinnlich kitzelten. Noch immer bewegten sie ihre Hände über ihre Schwänze und ihre Atmung wurde unregelmäßiger, ihre Bewegungen hektischer.

„Geh ins Bett“, raunte Snape und Harry kam der Aufforderung nur all zu gerne nach, trotzdem wollte er Snape ein wenig necken, und murmelte ironisch: „Trag mich!“ Plötzlich war da ein Mund an seinem linken Nippel, saugte kräftig daran und Harry keuchte überrascht auf. Im nächsten Moment schoben ihn zwei kräftige Arme nach hinten, bis er schließlich mit den Kniekehlen gegen das Bett stieß und sich darauf fallen ließ.

Da lag er also in Snapes Bett und sah hinauf zu dem Mann, der ihn mit steil aufragender Erektion und purem Hunger in den Augen ansah. Harry lehnte sich noch etwas weiter zurück und begann zu schmunzeln, während er seine Knie aufstellte und die Beine ein wenig spreizte. Snapes Blick glitt augenblicklich an ihm hinab und zu seinem Schritt, wo seine ebenfalls nicht zu verachtende Erektion erste glitzernde Tropfen absonderte.

Dann kniete Snape sich plötzlich aufs Bett und senkte seinen Kopf über Harrys Schritt. Doch anstatt wie erwartet seine verlockende Spitze in den Mund zu nehmen, saugte Snape im nächsten Moment an seinem Hoden. Harry stöhnte laut auf. Die wenigsten Männer oder Frauen schenkten diesem Teil der Anatomie die benötigte Aufmerksamkeit. Er konnte an einer Hand abzählen, wie viele seiner Liebhaber sich jemals dermaßen lustvoll an dieser Stelle verausgabt hatten. Doch Snape schien eine ganz andere Einstellung zu haben, er lutschte, leckte und saugte, als gäbe es kein Morgen mehr. Harry war hin und weg. Sein Körper reagierte mit heftiger Erregung.

Als dann aber auch noch die großen Hände erneut seine Erektion umschlossen, stieß er unwillkürlich in die Enge der Hand herein, während seine Atmung immer mehr ins Stocken geriet. Bei Merlin! Snape war kreativ und leidenschaftlich. Welch eine berauschende Mischung. Harry führte seine Hände in das lange Haar, streichelte Snapes Kopf, über sein Ohr bis hin zum Nacken.

Dann glitt plötzlich Snapes andere Hand über die Innenseite seines Oberschenkels und Harry wusste genau, welches Ziel diese Hand hatte. Ein inneres Zittern der Vorfreude ergriff ihn. Er hatte es so lange nicht mehr gespürt. Doch jetzt gerade erschien es ihm perfekt. Er wollte diese langen Finger spüren, wollte wissen, was sie in seinem Innern taten. Dann waren die mit frischem Gleitgel benetzten Finger an seinem Eingang, umkreisten ihn massierend für eine Zeitspanne, die Harry sehr lang vorkam. Aber es sprach auch für Snape, das er trotz aller Leidenschaft und Lust so bedacht vor ging. Ein erster Finger schob sich in ihn und Harry stöhne laut auf. Bei Merlin! Es war so lange her.

Snapes Mund saugte kraftvoll an seinem Hoden und Harry bäumte sich laut auf, als währenddessen der Finger sich bis zum Anschlag in ihn schob. Die Hand an seinem Schaft wurde immer schneller und alles, was Harry wollte, war mehr. Der zweite Finger versank in ihm, beinahe unbemerkt, weil Snape präzise und zielgerichtet genau wusste, was er tat und ihn mit seinem Mund und seinen göttlichen Fingern so sehr an den Rand des Wahnsinns trieb, dass Harry nur noch eines wollte: Mehr!

Harry stützte sich nach oben auf die Ellenbogen und warf dann sofort stöhnend den Kopf zurück, weil sich Snapes Finger durch den geänderten Winkel erneut fantastisch anfühlten. Doch nun konnte er auch sehen, was Snape da tat, sah seine Lippen unterhalb seines Schwanzes, den eine Hand umschloss, während zwei Finger immer wieder in seinem Körper verschwanden. Und dann sah Snape ihn plötzlich an, die schwarzen Augen, die ihn zu durchbohren schienen und alles in Harrys Innerem spannte sich an. Er war so kurz davor.

„Ich will mehr“, presste er erregte hervor und Snape entließ seinen Hoden mit einem geräuschvollen Schlürfen aus seinem Mund. "Immer noch ungeduldig, Potter?" Harry schmunzelte. "Wenn etwas gut ist, dann will ich es eben haben." Und mit diesen Worten drehte er sich um und ließ sich auf seinen Knien nieder. Snape hatte nun einen astreinen Blick auf sein geweitetes Loch. Dem scharfen Einatmen zufolge, musste es ein guter Anblick sein. Harry zitterte vor Erregung.

Dann legten sich Hände an seine Hüfte und er spürte die Spitze einer harten Erektion an seinem Eingang. Er hörte Snape tief einatmen. War er nervös? Mit quälender Langsamkeit schob sich der harte Schaft in ihn und Harry entwich ein genussvolles Stöhnen, während er Zentimeter für Zentimeter von Snapes Länge spüren konnte, die sich immer tiefer in ihn schob. Es war unfassbar erotisch.

Schließlich war Snape vollkommen in ihm, hatte sich bis zum Anschlag ihn ihm versenkt. Diese Position hielt er, gab Harry die Gelegenheit sich an die enorme Größe zu gewöhnen. Harry spannte seine Muskeln an und Snape entwich ein zischendes Geräusch. Harry schmunzelte, als er begann sich langsam vor und zurück zu bewegen, während Snape nichts weiter tat, als ihn an der Hüfte leicht festzuhalten. Er glitt an der großen Erektion auf und ab, konnte so selbst bestimmen, wie viel er spüren wollte. Es war unglaublich gut.

Schlagartig hielt Snape ihn fester und Harry hielt inne. Und dann schrie Harry auf, weil Snape das erste Mal zustieß. Wieder und immer wieder. Er war präzise, kraftvoll und zielgerichtet. Er traf Harrys Prostata wie ein Uhrwerk. Alles explodierte in Harry vor Lust, es gab nur noch diesen Moment, nur noch Snapes Schwanz in seinem Innern und die Hände an seinen Hüften. Er hörte nur noch sein Stöhnen und die lustgetränkten Laute, die Snape von sich gab. Der Geruch von Sex füllte seine Nase und jeder Zentimeter seiner Haut war übersät mit einem erotischen Kribbeln. Er war so kurz davor, dass er jeden Moment kommen konnte.

Dann zog sich Snape plötzlich zurück. Es ging so schnell, dass Harry kaum mitverfolgen konnte, was geschah. Plötzlich schob sich Snapes Kopf zwischen seinen Beinen hindurch und im nächsten Moment hatte Snapes Mund ihn umschlossen, lutschte wie verrückt an seinem harten Schwanz. Harry schrie auf vor erregtem Wahnsinn. Das war so unglaublich gut und unendlich feucht. Snape schien besonders viel Speichel zu verwenden, denn Harry spürte, wie es immer nasser und nasser wurde. Er konnte sich nicht mehr zurückhalten. Er würde gleich kommen.

In dem Moment ließ Snape von seinem Stahl ab und zog sich zurück. Dann war Snape wieder hinter ihm, seine Erektion presste sich an Harrys Eingang und während eine Hand wieder seine Hüfte umfasste, griff die andere Hand nach seiner Männlichkeit. "Komm, Harry", raunte die verführerische Stimme dunkel und so sexy. Im nächsten Moment stieß Snape wieder in ihn und bewegte seine Hand an seiner feuchten Männlichkeit kraftvoll auf und ab. Mehr brauchte Harry nicht.

Er heulte laut auf, hörte Snape wie von Sinnen keuchte, als er sich wieder und wieder auf die Matratze entlud so wie Snape es in ihm tat. Seine Knie wackelten und er ließ sich aufs Bett fallen, Snape direkt auf seinem Rücken. Sie schwitzten, sie keuchten, sie klebten aneinander, doch für nichts auf der Welt hätte Harry in diesem Moment tauschen wollen. Dies war einer der geilsten Ritte seines Lebens.

Etliche Minuten geschah nichts weiter, als dass sie in dem Abschwellen ihres Höhepunktes schwelgten. So befriedigt hatte sich Harry seit Jahren nicht mehr gefühlt. Wohlig genoss er die Ruhe, die guter Sex mit sich brachte. Auch Snape schien es zu genießen, denn er wurde immer schwerer. "Wenn du auf mir einschläfst", begann Harry mit einem Schmunzeln.

Schnaubend erhob sich Snape und setzte sich. "Keine Sorge, Potter. Ich vergesse meinen Teil der Abmachung nicht. Außerdem, so gemütlich bist du dann auch nicht."

"Aber ein bisschen bequem dann schon?", neckte Harry ihn und setzte sich ebenfalls auf.

Snape verdrehte die Augen und verschränkte die Arme vor der Brust, was nackt im Bett eher seltsam als bedrohlich anmutete. "Hör schon auf zu reden, und nimm dir, warum du hier bist“, zischte der Ältere.

Harrys Amüsement schwand. Er mochte die Bitterkeit in Snapes Stimme nicht und so wandte er sich dem anderen zu, sah ihn offen an. Snape offenbarte wahrscheinlich mehr als er ahnte, dass er in seinem Leben schlechte Erfahrungen gemacht hatte und deswegen automatisch das Schlechteste annahm. Harry beschloss ihn aufzuklären. "Ich mag meinen Ruf haben, aber nach so einem grandiosen Erlebnis, werde ich nicht einfach zu meiner 0815-Masche übergehen. Ich habe kein Interesse, dass das hier ein nüchternes quid pro quo wird.“ Snape starrte ihn an, schien nicht ganz zu verstehen, was Harry da gesagt hatte. Harry lächelte ihn an. "Der Sex war fantastisch“, sagte er dann deutlich. Er lehnte sich etwas vor, beinahe so als würde er ein Geheimnis verraten. „Und ich will, dass diese Erfahrung für dich so gut wird wie für mich.“

Das schien den anderen aus seiner Starre zu befreien, denn ein Hauch Zufriedenheit legte sich auf Snapes Züge. Das Kompliment war offensichtlich angekommen. „Deswegen wirst du, Severus Snape, die Nacht deines Lebens bekommen." Und dann küsste er ihn. Er wusste nicht, was ihn dazu bewog, denn normaler Weise küsste er seine One-Night-Stands nicht. Aber Snape nun zu küssen, schien das Natürlichste der Welt zu sein. Und so tat er es.

Er wusste, dass er ein guter Küsser war, und trotzdem schien es, als würde Snape in den Kuss hinein schmelzen, als würde er verglühen wie ein Stern, der die Erdatmosphäre durchbrechen wollte. Harry presste ihn mit dem Gewicht seines Körpers nach hinten ins weiche Bett und begann jeden Zentimeter von Snapes Haut zu streicheln, während er ihn voller Verlangen küsste. Seine Finger tasteten hier, sein Mund probierte dort.

Er spürte, wie er selbst wieder hart wurde und als sich eine entsprechende Härte an seine Hüfte presste, hielt ihn nichts davon ab auf Snape zu klettern und sich rittlings auf ihn zu setzen, während er ihn noch immer mit diesem sengenden Kuss der Lust verbrannte.

Eine Hand tastete nach dem Nachttisch, fand das offene Döschen und tauchte seine Finger großzügig hinein. Die Konsistenz war einmalig; allein das Gefühl an seinen Fingern erregte ihn nun. Er schob seine Hand zwischen sie, direkt vorbei an ihrer beider Erektionen, die aneinanderstießen und nun von seinem Arm stimuliert wurden. Doch seine Finger hatten ein anderen Ziel. Die Position war nicht optimal, doch für einen ersten spielerischen Kontakt reichte es aus. Harrys feuchte Finger tasteten nach Snapes Eingang, konnten ihn sanft berühren, aber für mehr reichte es nicht.

Und so rollte er sich neben Snape, ihre Lippen immer noch miteinander verbunden. Sie küssten sich inzwischen so lange, dass es durchaus als Knutscherei gelten konnte, was sie hier taten. Nun lag Harry seitlich von Snape, presste seine Erektion in dessen Hüfte, während seine Hand wieder zwischen dessen Pobacken verschwand und genüsslich begann einen ersten neugierigen Finger in den Mann zu schieben.

Das Gleitgel schien wie auch bei ihm eine entspannende Wirkung zu haben, sodass Harry ohne weiteres eindringen konnte. Dennoch bewegte er sich vorsichtig, obwohl er sich seltsam neblig, trunken vor Lust und doch gleichzeitig hellwach fühlte. Langsam bereitete er Snape immer weiter vor, wusste er doch um die Verletzlichkeit, die diese Position mit sich brachte. Doch Snapes Beine fielen ein Stück auseinander, und zwischen ihren Küssen begann sein Brustkorb sich immer heftiger zu heben und zu senken. Und allein das Wissen, dass er der Grund war, dass Snape nun immer erregter keuchte, brachte einen Schauer der Lust mit sich.

Harrys Finger wurden immer schneller. Und mit der gesteigerten Geschwindigkeit schien sich auch ihre Lust exponentiell zu steigen. Ihre Küsse wurden fanatisch, ihr Stöhnen immer lauter und damit der Drang nach Luft immer größer. Sie lösten sich, Snape raunte nur „Tu es endlich!“ und Harry war mehr als nur gewillt, dem Folge zu leisten. Er entzog seine Finger dem heißen Loch, Snape stöhnte und verbarg seine Augen hinter seinem Arm. Harry kniete sich zwischen seine Beine, hielt seine feuchte tropfende Erektion an Snapes Eingang - ein Anblick, der ihn für einen Moment die Augen schließen ließ, weil er glaubte gleich zu kommen - und schob sich dann in den feuchten, geweiteten Eingang.

Harrys Augen schlossen sich erneut und ein genussvolles Stöhnen entwich seiner Kehle. Bei Merlin! Snape war feucht, eng und heiß, schmiegte sich perfekt um seine harte Erektion, schien ihn noch tiefer in sich aufzunehmen. Wann hatte er zuletzt eine solche Perfektion erfahren?  

Harry begann sich langsam zu bewegen, sanfte und doch fordernde Stöße. Er öffnete die Augen, als er tiefes, erfülltes Stöhnen hörte. Und dann traf es ihn, wie ein Schlag. Während sich seine Lust immer weiter steigerte, sah er Snape tief in die Augen und was Harry dort sah, nahm ihm die Luft zum Atmen. Was er da sah, war Hingabe. Hingabe in ihrer reinsten Form und deswegen umso berauschender. Harry konnte sich nicht von dem Anblick lösen. Niemals hätte er einen solchen Blick von seinem ehemaligen Lehrer wartet. Immer heftiger wurden seine Stöße, doch tat es der Atmosphäre keinen Abbruch.

Und dann kam etwas, mit dem er niemals gerechnet hatte: "Harry." Ein sinnlich gehauchtes Wort, das voller Emotionen steckte. Sie blickten sich wieder an, Harry versank augenblicklich in den schwarzen Augen und ein Schauer der Zärtlichkeit erfasste ihn. So musste es sein, wenn man mit einem Geliebten schlief. Harry war unendlich verwirrt, aber auch unendlich berührt von der Offenheit, der Hingabe und Leidenschaft, die ihm entgegen gebracht wurde. Es war ein Schatz, den er für immer in seinem Herzen tragen würde. Severus, der sich so leidenschaftlich unter ihm wand, seine Augen, die einen Blick zu den Sternen gewährte und dieses eine vor Zärtlichkeit vibrierende Wort sprach. "Harry."

Angesprochener senkte seine Lippen auf den dargebotenen Hals, liebkoste ihn mit mit seinem Mund, seine Zunge malte feuchte Spuren seiner Erregung auf die erhitzte Haut. Er spürte, wie sich Snapes’ Muskeln um seine Männlichkeit anspannten, er seine Hüften ihm noch weiter entgegen brachte.

"Severus", stöhnte Harry erregt auf, ihre Blicke verbanden sich wieder. Harry griff nach Severus' Härte, umfasste ihn zärtlich und der Schauer, der daraufhin durch Snapes Körper ging, brachte ihn beinahe um den Verstand. Er begann das harte Glied sanft zu streicheln, fuhr immer wieder auf und ab. Und obwohl seine Berührungen federleicht waren, schien es Snape erst so richtig zu erregen.

Und dann begann er sich noch mehr zu winden, seine Hüften schnellten Harrys Stößen entgegen und er hauchte voller Hingabe: "Harry!"

Von einem Schlag auf den anderen war es um diesen geschehen. Alles in Harrys Körper zog sich zusammen, er brachte nur noch in heftiges "Severus" heraus, dann ergoss er sich wieder und wieder in den sich windenden Körper, den es augenblicklich zu schütteln begann. Erleichtert nahm Harry wahr, dass auch Snape immer wieder Sperma zwischen sie spritzte. Es war der Ritt ihres Lebens.

Keuchend sank Harry nieder. Es war ihm egal, dass er damit Snapes Sperma auf seinem eigenen Bauch und seiner Brust verteilte. Er beugte sich hinab und verschloss den noch immer offenen Mund mit einem Kuss der puren Zärtlichkeit. Snape erwiderte ihn sofort, ihre Lippen müde, aber hingebungsvoll miteinander beschäftigt.

Schließlich ließ Harry von ihm ab und rollte sich daneben. Er fuhr mit einer Hand über sein schwitzenden Gesicht, strich darüber als wollte es den Traum vertreiben, den er zu haben glaubte. Aber es war kein Traum. Snape lag neben ihm, verschwitzt und beschmiert, genauso wie er. Trotzdem hatte Harry nicht das Bedürfnis sich zu erheben. Er fühlte sich so satt und befriedigt, als hätte ihn eine warme weiche Decke umhüllt, die nicht nur seinen Körper, sondern auch seine Seele umfing. So hatte er sich schon ewig nicht mehr gefühlt. Für nichts auf der Welt wollte er dieses Gefühl aufgeben. Und so blieb er einfach liegen.

Erst jetzt bemerkte er, dass sein Arm noch Snape berührte. Diese Stelle glühte wie ein leuchtender Stern, der ihre Verbindung voller Feuer in Erinnerung hielt. Harry schmunzelte. Niemals hätte er gedacht, dass er in den Armen des unterkühlten Professors in den noch kälteren Kerkern, Erfüllung finden würde. Das Lächeln wurde noch eine Spur breiter, seine Augenlider wurden schwer und noch während er dachte, dass er noch nie bei einem seiner One-Night-Stands übernachtete hatte, war er auch schon eingeschlafen.

***

Sanftes Plätschern ließ Harry die Augen öffnen. Er brauchte einige Momente, um sich zu orientieren. Dann wusste er wieder, wo er war. Augenblicklich brach ein Lächeln auf seinem Gesicht aus. Niemals hätte er angenommen mal in Severus Snapes Bett aufzuwachen. Und erst recht nicht hatte er damit gerechnet, solch fantastischen, erfüllenden und grandiosen Sex mit dem Mann zu haben.

Dann nahm Harry das rauschende Geräusch wieder bewusst wahr. Die Dusche lief. Harry grinste. Er konnte einfach nicht widerstehen. Leise schlich er dem Geräusch entgegen ins Bad. Ein leichter Dunst lag darin und warme Luft strömte ihm entgegen. Noch immer nackt trat er näher an die Duschkabine und öffnete lautlos die Tür.

Kaum, dass er in die Kabine getreten war, schaute er genau in Snapes Zauberstab. Der Inhaber dessen sah ihn mordlüstern an. „Ehemaliger Todesser." Er deutete auf sich. "Du erinnerst dich?" Harry grinste Snape offen an. "Deine Reflexe sind beeindruckend. Wo hattest du denn deinen Zauberstab bis gerade versteckt?"

"Potter", kam es warnend. Harry näherten sich ihm grinsend. "Gestern Nacht war ich noch Harry. Ich finde, wir sollten es dabei belassen, Severus."

Und dann ging er vor Snape auf die Knie. Dieser sah ihn einen Hauch überrascht an, bevor sich sein Blick wieder verschloss. Harrys Hände tasteten nach Snapes Hintern, umschlossen ihn sanft und kreisten dann, bis sie zum Ziel gelangt waren. Doch an Snapes verkrampfter Haltung merkte er sofort, dass er, wenn auch keine Schmerzen, so doch sicherlich Reizungen hatte. "Dreh dich um!", hauchte er sinnlich gegen Snapes Genital, setzte einen Kuss auf das leicht erigierte Stück.

Snape sah ihm kurz prüfend in die Augen, dann drehte er sich um. Harry schob seine Beine ein Stück auseinander, lehnte sich vor und vergrub sein Gesicht zwischen Snapes Pobacken. Ein überraschtes Keuchen entwich dem anderen. Harry ahnte, dass dies noch nie jemand bei Snape gemacht hatte. Harry grinste und streckte dann seine Zunge raus, fuhr sanfte Kreise über den gereizten Muskelring.

Snape begann zu beben und bereits nach wenigen Augenblicken entwich im das erste heftige Keuchen. Eine Tatsache, die Harry nur noch weiter anspornte. Mit Begeisterung und dem klaren Wunsch, Snape zu seinem einzigen Bündel der Leidenschaft zu reduzieren, fuhr Harry fort, leckte und küsste als ob sein Leben davon abhing.

Er sah, dass Snape inzwischen heftig erregt war, und so murmelte er. "Dreh dich zurück." Dieses Mal tat Snape es sofort und kaum, dass Harry Snapes Penis genau vor den Augen hatte, nahm er ihn in den Mund. Der dumpfe Knall von Snapes Hinterkopf, der Bekanntschaft mit den Fliesen gemacht hatte, ertönte. Harrys Hand glitt zu seiner eigenen Männlichkeit. Er war so hart, dass er es kaum noch aushielt. Mit wenigen Bewegungen hatte er sich soweit, dass er jeden Moment kommen konnte. Dann war auch Snape so weit. Dessen Hände hatten sich in Harrys Locken vergraben und massierten überraschend zärtlich seinen Kopf. Snape stöhnte laut auf, dann schmeckte Harry das bittere Sperma. Doch er bekam es kaum mit, denn seine eigene Hand schickte ihn über die Klippe, ließ ihn zusammen mit Snape erneut einen Ritt der Leidenschaft erleben.

Er brauchte noch einige Moment, dann rappelte er sich auf. Seine Knie taten höllisch weh, dennoch grinste er spitzbübisch, als er nach oben kam. Snapes fragender Blick traf ihn. "Wenn du dich schon wäschst, soll es sich auch lohnen", entgegnete Harry keck und drehte dann die Brause wieder voll auf. Snape schüttelte nur leicht den Kopf, als könne er das alles nicht glauben und setzte seine Dusche fort.

Als sie schließlich wieder angezogen im Wohnzimmer standen, hatte Harry eine gewisse Distanz und Spannung erwartet, doch dem war nicht so. Alles, was Snape fragte, war: "Kaffee?" und Harry antwortete mit einem wohligen "Gerne." Ein Hauself brachte das heiße Gebräu und einen Moment später stand er mit einem Kaffee in der Hand in Snapes Wohnzimmer und war einfach nur froh, diesen trinken zu können. Morgen ohne Kaffee waren ihm ein Graus. Ein Seufzen entwich ihm. Er hatte den Hogwarts’ Kaffee vermisst. Der war verdammt gut.

Er schloss für einen Moment die Augen, erinnerte sich an sein letzten Schuljahr, als er zum ersten Mal diesen Kaffee getrunken hatte. Er hatte die Nächte damals kurz vor den Abschlussprüfungen lernend mit Hermine in der Bibliothek verbracht. Dobby hatte ihnen irgendwann einen Kaffee mit den Worten "Meister Harry darf nicht schlafen, muss lernen" überreicht. Der Kaffee war so stark und so süß gewesen, dass Harry und Hermine die ganze Nacht kein Auge mehr zumachten und auch am Folgetag wie auf Drogen waren. Harry schüttelte grinsend die Erinnerung ab.

Dann leerte er die Tasse zügig und wandte sich um. Snape saß in einem Sessel, hatte seinen Kaffee mit beiden Händen umschlossen und sah Harry beinahe nachdenklich an. "Herzlichen Dank für den Kaffee", sagte Harry höflich. Dann herrschte einen Moment Schweigen. Harry hat sonst nie Probleme seine nächtlichen Eroberungen einfach zurückzulassen. Aber irgendwas war hier anders. Er wollte etwas sagen; etwas, das die Bedeutung, die diese Nacht für ihn hatte, unterstrich. Aber alles, was er sagen wollte, wirkte fehl am Platze.

Auch Snape schien etwas sagen zu wollen, denn er öffneten seinen Mund ein Stück, nur um die Lippen dann wieder aufeinander zu pressen.

"Frohes neues Jahr", sagte Harry dann, da ihm wirklich nichts Besseren einfiel.

"Dir auch", erwiderte Snape ruhig.

Ein letzter Blick, dann wandte sich Harry um und verließ den Kerker. Schlagartig beschlich ihn das dumpfe Gefühl mit seinem Weggehen, den dümmsten Fehler seines Lebens gemacht zu haben.

***

Fortsetzung folgt…

Ich bin so neugierig, was ihr zum Auftakt dieser Geschichte sagt. :-D
Am Montagabend geht es weiter.

Wir lesen uns.
Eure Krissy
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