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Kotori no tainai de

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Bishamonten / Bishamon Kazuma OC (Own Character)
26.03.2020
02.06.2020
12
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26.03.2020 2.524
 
Kazuma war im Allgemeinen keiner der seine Gefühle offen zeigte, meist zeigte sich der Hafuri Gegenüber der anderen Klan Mitglieder, freundlich und höflich. Aber gleichzeitig auch reserviert und professionell, was ihn manchmal strenger wirken ließ als er war. Denn Kazuma hatte mehr als nur eine Seite an sich, insgesamt waren es fünf.
Erstens: der Professionelle Hafuri: zuverlässig, arbeitsam, vertrauenswürdig. Mehr gibt es zu ihm auch eigentlich nicht zu sagen.
Zweitens: Der Teenager: Kazuma war in dem schlimmsten alter gestorben in dem man seiner Ansicht nach sterben konnte. Genau in diesem Übergang vom Teenager zum Erwachsenen, dabei war er in der Epoche aus der er kam durch aus als Erwachsener angesehen, (Auch wenn er nicht so ausgesehen hatte) doch heut zu Tage galt er vom Gesetz her als minderjährig und irgendwo tief in ihm schlummerte auch eine Seite die bereit war der Teenager zu sein der er nie hatte sein können. Allerdings zeigte er sich nicht von selbst da er ziemlich schüchtern war und nicht gerne aus sich heraus ging. Es brauchte zwei Personen die Kazuma zu Recht als Freunde bezeichnete, um ihn zu wecken.
Drittens: Der Beschützer: Diese Seite von sich zeigte Kazuma eigentlich nur seiner Göttin und zwar nur ihr. Er tat was er konnte um sie in Sicherheit zu wissen. Ein Wort von ihr und er wurde zu ihrem Beschützer, Vollstrecker und allem was sie wollte… Doch der Moment in dem er wirklich seinen Charakter als Beschützer zeigte waren die von ihm gleichzeitig gehasst und geliebten Nächte in denen sich seine Göttin nach einem Alptraum zu ihm flüchtete, um sich bei ihm zu verkriechen und sicher zu sein, dass er da war und sie auch nicht verlassen würde. Kazuma hasste und liebte diese Nächte, zwar liebte er es, da er niemals mehr Nähe zu seiner Göttin bekommen würde. Doch sie erinnerten ihn an seine verwirrten Gefühle zu ihr… an die unerwiderte Liebe die er ihr gegenüber empfand… es verärgerte ihn und erfüllte ihn mit Scharm, dass er nicht mal den Mut besaß seiner Göttin seine Liebe zu gestehen.
Viertens: Der haltlos verletzliche: Das war die Seite von sich die Kazuma vor der Welt versteckte, die einzige die diese Seite kannte war seine Therapeutin. Denn in dem kleinen staubigen Keller ließ er all den Frust, all die Wut, den selbsthass all die in sich aufgestauten Gefühle die er vor seiner Göttin versteckte um sie damit nicht zu belasten, er wusste wie er sie so verbarg dass sie nichts davon Merkte doch in diesem Keller ließ er alles raus! Kazuma war nicht so stark wie er allen weiß machen wollte, er war innerlich zerrissen, nicht mehr als ein Kind das nicht wusste wo es hingehöre. Es war nicht so, dass er viel brauchte, viel verlangte er auch wirklich nicht. Ein wenig Aufmerksamkeit, ein bisschen Aufmunterung, vielleicht ein bisschen Anerkennung für seine Mühen, die er sich täglich machte… und ohne unverschämt zu sein… wenn man ihm dann ein wenig Liebe entgegen bringen könnte… wären alle seine Wünsche erfüllt… Laut Cookie waren seine Wünsche nicht unverschämt… sie waren lediglich die normalen Wünsche die ein junger Mann in seinem alter eben hatte… das was er eben, so brauchte.  

Doch alle diese Persönlichkeiten (vielleicht ausgenommen der zweiten…) hatten eines gemeinsam, Kazuma legte Wert auf seine Artikulation und darauf immer die Fassung zu behalten. Wenn er wie in den meisten Fällen in der Rolle des zuverlässigen, Erwachsenen, gefassten Hafuri steckte verlor er nur selten die Beherrschung. Und diese seltenen Fälle traten nur auf, wenn er krank war, es kam nicht oft vor, aber wenn ihn dann mal alle zehn Jahre ein Grippevirus erwischte dann traf er ihn hart und so wie Kazuma sein glück einschätzte trafen ihn diese Viren immer in den Ungünstigsten Momenten. Und so wankte er dann ihm halb wachen, Grippalen Zustand herum und versuchte niemanden anzustecken und gleichzeitig seine Arbeit zu erledigen. Nicht selten endeten diese verzweifelten Versuche damit, dass eine kleine Erkältung sich so weit verschlimmerte, dass er dann zwei Wochen mit 40 Fieber das Bett hüten musste, dort benutzte Taschentücher hortete und sich so lange Horrorfilme ansah, bis er Nachts angst bekam der kleine und zugegebenermaßen ziemlich altmodische Röhren Fernseher könnte jeden Moment zu rauschen beginnen. Doch Kazuma würde daran nichts ändern denn aus verschiedensten Gründen hatte er einen unstillbaren drang seine Arbeit zu erledigen, ob er jetzt krank war spielte dabei keine Rolle. Und selbst nach vielen belehrungsversuchen zeigte er keine Einsicht, denn neben den oben genannten Punkten, hatte Kazuma -egal welche Seite von sich er grade zeigte- einen Sturkopf der sich nur mit dem seiner Göttin vergleichen ließ. Und mit eben diesem Sturkopf war Kazuma -während meines kleinen Vorworts- in seinem halb wachen voll Grippalen zustand mit voller Wuchte gegen einen Türrahmen gelaufen. Doch da du meinem Gelaber lauschen wolltest hast du diese Szene verpasst und kannst nur noch zuschauen wie Kazuma leise fluchend die heruntergefallenen Unterlagen aufsammelt. Er rappelte sich wieder auf und setzte seinen Weg fort heute war definitiv nicht sein Tag. Müde wankte Kazuma den Weg. Warum musste er ausgerechnet jetzt krank werden, jetzt wo er unbedingt mit seine Arbeit fertig werden musste, die Frist bis zu der er die Berichte einreichen musste war in zwei Tagen und auch wenn er sich die Finger wund Tippte und sein Bett seit Tagen mit seinem Bürostuhl betrog kam es ihm vor als stände er immer noch am Anfang und vor ihm ein Schicksalsberg aus Arbeit… Er rieb sich die schmerzende Stirn, die Arbeit nahm langsam überhand wie sollte er das bis übermorgen schaffen? Kazuma musste sich ein wenig verrenken um die Tür zum Arbeitszimmer seiner Göttin auf zu bekommen da er die Hände bis oben hin voll hatte. Doch kaum hatte er den Raub betreten, kam ihm die blonde Frau auch schon entgegen nahm ihm die Papiere ab und musterte ihn streng. „Ich sagte doch eigentlich do sollst dich Ausruhen!“ Kazuma schüttelte den Kopf. „Das kann ich machen, wenn ich nicht kurz vor einer wichtigen Deadline stehe!“ Er wollte sie schon stehen lassen als die Göttin ihn am Arm Fest hielt und ihm eine Hand auf die Stirn legte. „Kazuma bist du denn Komplett von Sinnen, du glühst doch grade zu…“ Kazuma trat einen Schritt zurück. „So schlimm wird es schon nicht sein…“ Sagte er doch es klang nicht wirklich überzeugt. „Arbeit hin oder her du gehörst ins Bett, das mit den Berichten kann auch ich machen!“ Sagte sie und legte die Unterlagen auf ihren Tisch. Kazuma taumelte ihr hinter her. „Das kann ich nicht verantworten, es ist meine Aufgabe das zu machen und ich…“ Weiter kam er nicht, da er von einem Hustenanfall unterbrochen wurde. Die Göttin hielt ihn fest als er nach vorne stolperte und fast das Gleichgewicht verlor. Nur langsam beruhigte er sich wieder und als er wieder halbwegs Luft bekam richtet er sich auf und sah die Blonde an. In Ihrem Blick lag etwas das Kazuma deutlich sagte das er sie nicht mehr umstimmen konnte ihm die Arbeit ab zu nehmen. „Kazuma… du bist krank also geh ins Bett und schlaf dich aus.“ Der Shinki sah zu Boden. „Veena… ich… ich kann dir nicht einfach meine Arbeit auf halsen… Denn es ist meine Arbeit… und es ist mein Job das pünktlich fertig zu bekommen…!“ Bishamon fuhr herum und sah ihn entsetzt an. Hinter ihrem Rücken ballte sie die Hand zur Faust um ihn nicht gleich an zu schnauzen, er war so stur und uneinsichtig. Sie war mindestens genauso stur wie er, doch immer hin gönnte sie sich etwas ruhe, wenn sie krank war. „Jetzt hör endlich auf dich zu quälen, du brauchst ruhe!“ Sagte sie laut. Kazuma wollte etwas sagen doch sein Husten war zu stark, sie drückte ihn sanft auf einen Stuhl und reichte ihm ein Glas Wasser. „Geh dich ausruhen…“ Sagte sie Kazuma räusperte sich rang nach Luft. „Aber V…Veena…“ Die Göttin stampfte mit dem Absatz auf. „Das reicht!!!! Ich habe genug von deinem Sturkopf, wenn du dir wirklich keine Ruhe gönnen willst, dann gönne ich dir auch keine, mehr!!“ Sie zerrte ihn auf die Beine und drückte ihm einen Stapel Unterlagen in die Hand. „Mach das bis heute Mittag fertig da ist eine Götterversammlung, da brauch ich dich!“ Geschockt ging Kazuma einige Schritte zurück. „Veena?“ „Ach und ich brauche noch die Berichte von letzter Woche, am besten noch heute… und jetzt raus!!“ Kazuma viel nichts mehr ein. „V…Veena?“ „Warum stehst du noch hier? Hast du nichts zu tun?!“ Fragte die Göttin und Kazuma wandte sich abrupt ab und verließ den Raum.
Bishamon ließ sich in ihren Sessel fallen, sie hatte nicht gewollt, dass es so lief. Sein verhalten bereitete ihr Frust und sie wusste nicht so ganz warum. Es hatte sie so wütend gemacht, wie er sich aufführte, sie wollte ihm einen Gefallen tun in dem sie ihm die Arbeit abnahm und Kazuma erzählte ihr „er könne es nicht verantworten.“ Was sollte, der ganze Käse? Wollte er sie irgendwie ärgern? Selbst wenn, sie hatte übertreiben, sie wollte Kazuma nicht ausschimpfen. Sie wollte ihn herausfordern, ihn aus der Reserve locken und so dazu bringen… Wozu wollte sie ihn bringen? Was wollte sie von ihm? Es war ihr nicht klar was sie wollte. Kazuma war nun schon so lange an ihrer Seite und die Verbindung zwischen ihnen war unendlich stark, dass war vermutlich auch gut so, doch sie war sich mittlerweile wusste sie, dass sie wesentlich mehr als nur Freundschaft für ihn empfand… die Frage war was war es dann? Und des Weiteren war sie überzeugt das es Kazuma genau so ging, doch sie wusste das Kazuma sie von selbst nicht ansprechen würde, doch sie wollte auch sind den ersten Schritt machen. Dafür war sie sich ihrer Sache nicht sicher genug. Also wollte sie ihn so lange anstacheln bis Kazuma endlich zu ihr käme.  
Zitternd, voller Wut, Angst und Verwirrung, taumelte Kazuma zurück in sein Büro. Was war da grade passiert? Was wollte sie nur? Warum behandelte sie ihn so? Seit Monaten ging sie so grob und rücksichtslos mit ihm um. Hatte er ihr irgendetwas getan? Und wenn ja warum behandelte sie ihn dann so anstatt einfach mit ihm zu sprechen? Ja, er hatte vielleicht etwas zu sehr darauf beharrt sich nicht helfen zu lassen, aber trotzdem hätte sie ihn nicht so an motzen brauchen… Manchmal fragte er sich ob sie ihn überhaupt noch haben wollte. Er hatte in der Vergangenheit viele Fehler gemacht und sie mehr als einmal nicht beschützen können. Über sie Beide wurde früher auch schon viel geredet, doch seit den Vorfällen des vergangenen Jahres wollten die Stimmen nicht mehr verstummen, im Gegenteil, immer mehr Leute tuschelten immer mehr Gerüchte wurden gestreut, jedes einzelne Mal, wenn Kazuma im Regierungsgebäude wie viele andere Shinkis auf seine Göttin wartete konnte er die verachtenden Blicke spüren, er hörte ihre Worte und auch wenn er im Laufe der Zeit gelernt hatte so etwas nicht an sich heran zu lassen, hatte er angst dass es seine Göttin eines Tages tun würde, dass es ihr irgendwann zu viel werden würde. Er war kein schlechtes Shinki, aber als Hafuri hatte er bisher einfach nur versagt. Er wusste um seine Stärken, aber auch um seine schwächen. Er war bereit alles für seine kostbare Herrin zu tun, aber es gab Massenhaft Shinkis die sich alle zehn Finger nach dem Posten leckten „der Wegweiser der stärksten Kriegsgöttin und obendrein der Wegweiser einer der Glücksgötter. Eines der ersten bekannten Shinkis die sich verwandelten, gehört zu den mächtigsten seiner Spezies…“ Wenn man sich das so durch den Kopf gehen ließ, klang das so wenig nach Kazuma, dass es ihm fast Angst machte. Er seufzte, was machte er sich vor? Es gab Tausend Shinkis die diesen Job besser machen könnten als er. Während er so seinen Gedanken nachhing und irgendwie versuchte seine Arbeit zu erledigen hatte Kazuma gar nicht bemerkt das es schon mehrmals geklopft hatte. Kinuha hatte den Streit zufällig mitbekommen und wollte mal eben nach Kazuma sehen, sie kannte ihn mittlerweile recht gut und wusste das er nach Streitereien mit ihrer Herrin gerne mal abstürzte. Sie hatte jetzt schon dreimal geklopft ohne das von drinnen eine Reaktion kam, sie wusste das es Aktuell ein Risiko war sich Kazuma auf mehr als drei Meter zu nähern, wenn man nicht krank werden wollte. Doch Kinuha war bereit dieses Risiko ein zu gehen. Schließlich rollte sie mit den Augen und öffnete die Tür. „Sag mal Kazuma, brauchst du jetzt nicht nur eine Brille, sondern auch noch ein Hörgerät?“ Kazuma saß auf eine Weise da die man sonst nie bei ihm sah er hatte den Kopf auf einen Arm gelegt und starrte mit einem leeren abwesenden Blick auf seine Unterlagen, er sah aus als wäre er beim Arbeiten eingeschlafen. Doch er schrieb noch wenn auch sehr schief etwas in ein kleines Notizbuch, doch auf Grund Kazumas unleserlicher Handschrift konnte Kinuha nur einzelne Wörter entziffern.
Informationen… Kostbare Herrin… schnitt…Haar… Augen funkeln… staubige Kellern… liebe ich…brauche…Sie brauch mich nicht…hoffentlich!... Blind verliebter…                                                                                  
„Kazuma?“ Fragte Kinuha.
„Kazuma, alles okay bei dir?“
Sie tippte ihn an.
„Takamagahara an Kazuma? Jemand zuhause?“ Sie rüttelte ihn an der Schulter. Langsam begann sie sich sorgen zu machen. Wie tief war er bitte in seinen Gedanken versunken?
„Kazuma?!“ Rief sie nun lauter.
Plötzlich fuhr der Angesprochene zusammen, als hätte man ihm ins Gesicht geschlagen.
„Kinuha!! Hast du mich erschreckt…“ Rief er und bereute sofort laut gesprochen zu haben als sich ein weiterer Hustenanfall anbahnte.
Kinuha wartete ab bis er sich wieder gefangen hatte bevor sie sagte.
„Und du mich erst, du warst wohl grade ganz weit weg, hast du gesehen wie das Wetter nächste Woche wird?“ Fragte sie scherzhaft.
Kazuma verdrehte die Augen. „Nein habe ich nicht!“ Sagte er trocken.
Kinuha schüttelte den Kopf. „Und was war das eben mit der Herrin, ihr hattet euch ganz schön in der Wolle.“
Kazuma sparte sich die Frage woher sie das wusste, irgendwie bekam Kinuha alles mit.
„Hm…kann sein…“ Sagte er
Kinuha verzog das Gesicht. „Das kann doch nicht nur sein, das ist so!“
Kazuma zuckte resigniert die Schultern.
„Und wie geht’s uns jetzt?“ Fragte sie.
Kazuma sah sie nicht an.
„Ich weiß nicht wie es dir geht, aber mir…. geht es gut!“
Kinuha zog sich einen Stuhl heran und setzte sich ihm gegenüber.
„So, und jetzt die Wahrheit?“ Kazuma seufzte.
„Alles okay…“ Sagte er doch es klang nicht wirklich überzeugend.
„Kazuma, ich weiß, dass es dich hart trifft wenn ihr streitet, du kannst mir nicht erzählen das es dich plötzlich kalt lässt.“
Kazuma stützte den Kopf in die Hände.
„Natürlich lässt es mich nicht kalt, aber…“
„Aber?“ Hackte Kinuha nach.
„…Nichts…“ Entgegnete Kazuma tonlos und widmete sich wieder seiner Arbeit. Kinuha war bewusst, dass ihr Gespräch damit beendet war. Sie stand auf und wollte schon den Raum verlassen als noch in der Tür stehen blieb und sich noch einmal zu ihm umdrehte. Sie hob an um etwas zu sagen doch entschied sich dagegen und ließ Kazuma allein.
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