Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

26. März: Kurzfristige Zweifel [by Rosalie18]

OneshotAngst, Liebesgeschichte / P16 / Gen
26.03.2020
26.03.2020
1
1.267
2
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
26.03.2020 1.267
 
Tag der Veröffentlichung: 26.03.
Zitat:  „Ich habe mir geschworen dir diese dunkle, harte Seite von mir niemals zu zeigen. Aber jetzt ist es an mir dich zu beschützen!" – Black Butler
Titel der Geschichte: Kurzfristige Zweifel
Autor:  Rosalie18
Hauptcharaktere: Cara, Cassian
Nebencharaktere: Sophye
Hauptpairing: Cara x Cassian
Kommentar des Autors: Mir war recht schnell klar, dass ich zu diesem Zitat eine Freie Arbeit schreibe.



Kurzfristige Zweifel

Weder Cara noch Cassian hatten die drei Angreifer kommen gesehen, weil sie so mit sich beschäftigt gewesen waren. Das Paar hatte die laue Sommernacht genossen und nur Augen füreinander gehabt. Daher waren sie vollkommen überrascht. Einer der Männer fasste Cara grob am Arm und hielt sie wie im Schraubstock fest. Die junge Frau war starr vor Schreck. Die beiden anderen Männer stürzten sich auf ihren Freund, doch wider erwarten hatte dieser keine Mühe mit den Angreifern. Es dauerte nicht lange da lagen sie am Boden.

Sie wusste nicht, ob sie noch am Leben waren oder nicht. Der Dritte ließ sie los, zog ein Messer aus dem Schuh und stürmte auf Cassian zu. Doch auch dieser fiel binnen kürzester Zeit bewusstlos um. Er hatte trotz des Messers keine Chance gehabt. Cara wusste nicht, wie ihr geschah.

Sie zitterte am ganzen Körper, ihre Atmung ging stoßweise und ihre Augen waren vor Schreck weit geöffnet. Ihr Gehirn hatte noch nicht verarbeitet, was sich eben zugetragen hatte. Das kann nicht wahr sein! Das darf nicht wahr sein! Plötzlich sah sie ihren Liebsten in einem anderen Licht.

Das Bild, was sie all die Jahre von Cassian gehabt hatte, war binnen Sekunden zerstört worden. Sie fühlte wie eine Leere gepaart mit Kälte in ihr aufstieg und sich durch ihre Venen wie Gift fraß.

„Cara …“, drang die Stimme von Cassian, wie durch Watte zu ihr durch. Langsam kam ihr Freund auf sie zu. Nein, bleib weg. Cara wich panisch zurück, was ihm einen Stich versetzte.

„Nein, bleibt mir vom Leib. Komm bloß nicht näher“, schrie die blonde Frau. Die Panik stand in ihren kristallblauen Augen geschrieben. Cassian erkannte, dass es keinen Sinn machte, dass er jetzt mit ihr redete. Sie hatte einen schweren Schock – was nicht verwunderlich in Anbetracht der Geschehnisse war. Er musste ihr Zeit gegeben, auch wenn es ihm schwerfiel und dann würde er noch einmal mit ihr in Ruhe reden. Seine zauberhafte Cara konnte er einfach nicht verlieren, er durfte sie nicht verlieren. Unter keinen Umständen, denn er liebte sie mehr als sein Leben und sie war alles, was er wollte. Ohne diese Frau hätte sein Leben einfach keinen Sinn mehr.

Nach einem letzten besorgenten Blick auf seine Cara blieb er ihr schweren Herzens fern, auch wenn er sie gerne in den Arm nehmen und beruhigen würde.



+++




Nachdem die Polizei, sie wusste nicht wer diese alarmiert hatte, ihre Aussage aufgenommen hatte, rief Cara ihre beste Freundin Sophye an, damit diese sie abholte. Caras beste Freundin nahm sie mit zu sich nach Hause, verfrachtete sie auf die Couch, drückte ihr eine Tasse Tee mit einem Schuss Cognac in die Hand und war einfach nur für sie da.  

Es dauerte eine Weile bis Cara soweit war über das Erlebte zu sprechen. Sophye strich ihr beruhigend über die Rücken.

„Cassian … er ist nicht der Mann für den ich ihn all die Jahre gehalten habe“, schaffte sie endlich zu sagen. Ihre beste Freundin sah sie verwundert an und verstand nicht.

„Wie meinst du das?“

Cara schnaubte und spielte mit ihren langen blonden Haaren. Nach einer kurzen Pause erzählte sie ihrer besten Freundin, was sich zugetragen hatte.

Sophye schaute sie sanft an. „Das glaubst du doch selber nicht, Cassian würde dir niemals etwas antun. Nur weil er offensichtlich Kampfsportler ist und seinen Gegner nur mit dem richtigen Griff außer Gefecht setzen kann, heißt es nicht, dass er bösartig oder gar ein Verbrecher ist. Mach dich nicht lächerlich und wenn du ehrlich zu dir bist, dann weißt du das tief in deinem Innern auch.“

„Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll“, kam es leise von Cara. Sie war so verwirrt, aber wenn sie ehrlich zu sich war, dann wusste sie, dass Cassian egal, was er tat und was er war, ihr niemals etwas antun würde. „Ich denke, ich sollte noch einmal mit ihm reden.“

„Das solltest du und dir seine Geschichte anhören, wieso er dir das nicht erzählt hat, denn Cassian liebt dich über alles.“ Ja, er liebte sie wirklich. Wie hatte sie nur einen Moment daran zweifeln können? Weil die Erkenntnis, dass er jemand nur mit einem Griff Schachmatt setzen konnte, sie vollkommen aus der Bahn geworfen hatte. Wieso hatte er ihr nie etwas davon erzählt, dann wäre sie nicht so schockiert gewesen.

„Vielleicht sollte ich das wirklich tun.“

„Solltest du“, stimmte Sophye ihr zu.



+++




Mit klopfendem Herzen stand Cara am nächsten Tag vor Cassians Wohnung. Die junge Frau atmete noch einmal tief durch, dann betätigte sie die Klingel. Es dauerte nur ein paar Augenblicke bis sie schwere Schritte hörte, doch es kam ihr wie eine Ewigkeit vor bis Cassian die Tür öffnete. Er sah übernächtigt aus, seine hellbraunen Haare standen wirr von seinem Kopf ab und er hatte tiefe Augenringe. Scham und Schuldgefühle machten sich in ihr breit.

„Cara.“ Wie er ihren Namen aussprach, versetzte ihren Körper in Ausnahmezustand.  

„Cassian“, hauchte sie sanft. Ihre Blicke trafen sich und sie verlor sich in den moosgrünen Augen. Cassian zog sie in seine Arme. Es fühlte sich gut an. Wie hatte sie nur einen Moment an ihm zweifeln können. Er hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Lippen, bevor sie in die Wohnung gingen. Sie kuschelten sich auf die Couch.

Cara malte kleine Kreise auf seine Brust. Aus Scham traute sie sich nicht ihm in die Augen zu sehen. „Es tut mir leid, wie ich mich verhalten habe, aber ich war so geschockt von deinen Fähigkeiten.

„Ich müsste lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass es mir nichts ausgemacht hat. Aber deine Reaktion ist schon verständlich. Ich kann erahnen, wie das Ganze auf dich gewirkt hat. Du musst mir glauben, ich wollte nur dich beschützen und ich würde niemals einen Menschen töten, sondern nur außer Gefecht setzen“, versprach Cassian seiner Liebsten.

„Wieso hast du mir nie etwas davon erzählt, dass du Kampfsport betreibst?“, wollte die junge Frau wissen.

Cassian entwich ein Seufzer. „Weil ich deine Einstellung diesbezüglich kenne.“ Wann immer sie das Thema Kampfsport nur angerissen hatten, hatte seine Liebste nicht mit ihrer schlechten Meinung hinterm Berg gehalten. Da hatte er es gar nicht gewagt ihr die Wahrheit zu sagen. Wieso sie so eine Abneigung hatte, wusste er nicht genau, aber er nahm an, dass sie schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Vielleicht würde sie sich ihm ja noch öffnen.

Cara hob ihren Kopf und verlor sich erneut in seinen schönen grünen Augen. Sie legte ihm eine Hand an die Wange und hauchte ihm einen zärtlichen Kuss auf die Lippen.

„Ich werde nie wieder an dir zweifeln. Ich weiß doch, wie sehr du mich liebst. Außerdem liebe ich dich ebenfalls so sehr und ich möchte dich nicht verlieren.“ Cassian legte seine Stirn gegen ihr.

„Ich könnte es nicht verkraften dich zu verlieren. Denn ich liebe dich“, sagte sie liebevoll. Erneut trafen ihre Lippen für einen Kuss aufeinander, doch dieser war leidenschaftlicher und fordernder als die vorherigen.




~*~






~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine wirklich gefühlvolle Geschichte, die gut zum Zitat gepasst hat. Cara und Cassian wurden authentisch und realitätsnah dargestellt. Das hat mir sehr gefallen. Auch Sopheye hat gut ins Bild gepasst.

Eure lula-chan
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast