Wie aus einem Spiel mehr wird

von Rei Danna
GeschichteRomanze, Suspense / P16 Slash
Akasuna no Sasori Kankuro Temari
26.03.2020
26.03.2020
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Es war ein ganz gewöhnlicher Freitagabend, ich saß vor meinem Pc und zockte mein Lieblingsspiel. Es ging darum sich einen Charakter auszusuchen und mit diesem dann seine Gegner zu töten und dessen Basis zu zerstören, dass das ganze wesentlich komplexer war als diese simple Erklärung, ist für Kenner offensichtlich, aber jeder der seinen Eltern die noch im letzten Jahrtausend leben, schonmal versucht hat zu erklären, was das eigene Hobby ist, kennt es. Man muss die Dinge einfach halten, sonst kommen die älteren Leute nichtmehr hinterher. Mit Fachbegriffen, die aus anderen Sprachen stammen, muss man es da garnicht erst versuchen.

Ich sitze also da, ein typischer Nerd. Brille, die ich sonst nicht brauche, aber Sinn macht, damit meine Augen nicht bei dem exzessiven Bildschirm anstarren, kaputt gehen. Da es Sommer ist, habe ich nur ein T-Shirt an, das auf der einen Seite schulterfrei ist und eine Boxershorts, die ich mir von meinem Bruder geliehen habe, ohne zu fragen. Meine Haare habe ich zu zwei Zöpfen gebunden, damit sie nicht unnötig ins Gesicht fallen und stören. Grade als ich ein Spiel starten wollte, fliegt meine Zimmertür auf und erschrocken reiße ich mir das Headset vom Kopf, um was hören zu können. Mein Bruder steht in der Tür und grinst mich fett an, während er in der Hand mit zwei Tickets rumwedelt.

"Zieh dir was an, wir fahren jetzt los und besuchen deinen Liebsten."

Achja, immer Freitags und Samstags spielten bei uns in der Hauptstadt die Profis. Leute die Zocken zu ihrem Beruf gemacht haben, was insgeheim auch mein Traum war, wozu mir aber eindeutig die Kontakte fehlten. Auf jeden Fall hatte ich schon seit ich dieses Spiel spiele, ein Auge auf jemand bestimmtes geworfen. Er war so unfassbar gut und sah dazu auchnoch verboten sexy aus. Er hatte ständig Fangirls und Fanbois um sich und ich hatte kaum die Chance an ihn ran zu kommen, aber ich fuhr trotzdem immer wieder hin, in der Hoffnung mal eine Minute ungestört mit ihm zu sein.

Über meinem Bett hing ein Poster von ihm und ich hatte aus dem Shop sein Trikot gekauft. Mein Bruder zog mich ständig damit auf, wenn ich mal von ihm träumte und schwärmte. Dabei hat er schon zugegeben, dass wenn er schwul wäre, er auch auf ihn stehen würde. Ich schmiss also meinen Bruder genauso schnell raus, wie er reingekommen war und zog mir Klamotten an, mit denen ich mich deutlich von normalen Menschen abhob. Man soll nicht geizen mit seinen Reizen. Hot Pants, Overknee Strümpfe, Bauchfreies Top mit durchsichtigen Chiffonärmeln. Jetzt klatschte ich mir noch ein wenig Basismakeup ins Gesicht und schnappte mir meine Handtasche. Als ich vor die Tür trat wurde ich skeptisch beäugt, bevor mein Bruder anfing zu lachen.

"Also wenn er dich dieses mal wieder nicht bemerkt, ist er vermutlich blind."

Ich zog ihm eins mit meiner Handtasche über, ehe wir uns auchschon auf den Weg zur U-Bahn machten. Es waren ungefähr 13 Haltestellen, wir musste quer durch die Stadt. Das ganze wurde in einer Halle im Industrie und Gewerbegebiet ausgetragen. Von außen eher unscheinbar, von innen aber der absolute Wahnsinn. Sie hatten einen Teil der Spielewelt wie ein Bühnenbild nachgebaut, die Wände waren mit Vorhängen verhangen, hinter denen sich auch der Weg zur Toilette befand und der Weg zum Backstagebereich, der aber durch Security bewacht war. Generell waren sie mit Sicherheitspersonal nicht grade sparsam. Fans konnten sich ja aber auch daneben benehmen, wenn die Gefühle mit ihnen durchgingen. Und ich war dankbar, wenn sie meinen Schatz vor hysterischen Weibern schützten.
Wir nahmen relativ weit vorne Platz, denn anders als im Kino wollte man möglichst nah an seinen Idolen sein, außerdem war dann der weg zur Snackbar nicht so weit. Es war dunkel wie in einer Konzerthalle, aber auch hier war es hell genug durch die Bunten lichter und Special Effects und den großen Bildschirm, der genau das gleiche anzeigte wie den Zuschauern zuhause vor ihren Fernsehern. Das Publikum war jede Woche anders, jedoch bleiben einige bekannte Gesichter, die genau wie wir auch öfter kamen. Die drei lauten Jungs aus der letzten Reihe zum Beispiel, die immer völlig ungeniert die falschen Teams anfeuerten, aber damit irgendwie immer alle anderen ansteckten. Ich wurde oft schräg angeschaut, Mädchen waren zwar auch immer da, aber doch ein Anblick den viele nicht gewohnt waren, jedenfalls nicht Real und in Person, aus Fleisch und Blut, Haut und Haar.

Das Licht schwenkte auf die Bühne und da betrat er den Saal, mit seiner Tastatur und Maus lässig unter den Arm geklemmt, dicht gefolgt von seinen Teamkameraden, die auchnicht von schlechten Eltern waren, aber nur er hat es mir angetan. Warum kann ich garnicht genau sagen, doch es war nunmal so. Ich schickte zig Stoßgebete, das sein Team gewinnen würde, was sie normalerweise taten, da sie als klarer Favorit galten und als Hoffnung unserer Region zur WM fahren sollten. Außerdem wollte ich danach zur Do Not Cross Line gehen für den Handshake nach einem gewonnenen Match. Dann startete die Begegnung und ich verfolgte das ganze auf dem Bildschirm mit. Als dann dort Stand RCG Wins stand ich auf und machte mich auf den Weg nach vorne zur Bühne. An der Linie blieb ich stehen und jeglicher Versuch von anderen mich wegzudrängen schlug fehl. Ich klatschte auch bei seinen Teamkameraden ein, die sich bei ihren Fans fürs Anfeuern bedankten. Und ganz am Schluss war er da, schlug halbherzig nur jeden zweiten bis dritten ein. Ich riss mir quasi selbst den Arm aus um ihn irgendwie zu erreichen und dann geschah es. Irgendwer stellte mir ein Bein und ich fiel in den Bereich, wo niemand auchnur einen Zeh reinsetzen durfte.

Es war wie in Zeitlupe, ich sah einen Security Mann auf mich zu hechten und drehte meinen Kopf noch um zu sehen, wer mir das antat. Dieses Grinsen kannte ich nur zu gut. Verdammter Kankuro. Dann wurde ich plötzlich aufgefangen, aber nicht von dem Typ in Schwarz. Ich sah rotes Haar. Ehe ich realisierte was hier grad geschah, bugsierte man mich und meinen Retter hinter einen der Vorhänge. Kankuro wurde derweil, als Übeltäter des Geländes verwiesen. Ein wenig verdattert guckte ich hin und her, dann rieb ich mir die Augen und stellte fest, das es kein Traum war. Da stand ich mit ihm schräg seitlich von mir und einem Sicherheitsmann uns gegenüber, der irgendwas auf Englisch mit seinen Kollegen über ein Funkgerät Diskutierte. Dann wandte er sich uns zu.

"Are you alright Sasori? Miss?"

"Yes, im fine thanks to him."

Ich wurde leicht rot, konnte aus dem Augenwinkel aber sehen, wie mein Held verschmitzt grinste.

"Please take care of my equipment, ill guide this girl to a more comfortable area."

Der Mann mit dem schwarzen Anzug nickte und verschwand hinter dem Vorhang. Im nächsten Moment spürte ich wie ER meine Hand nahm und mich mit sich zog. Ich wusste nicht, ob ich Kankuro danken oder verfluchen sollte. Ich hatte nun endlich Zweisamkeit mit meinem Angebeteten, allerdings waren die Umstände so unpassend und unbehaklich, das ich eine weile brauchen würde um damit klar zu kommen. Ich wäre ihm lieber auf andere weise begegnet und aufgefallen. Unterwegs durch den VIP Bereich fing er ein Gespräch mit mir an.

"So where are you from? Whats your name?"

Da ich wusste, das er meine Sprache sprach, hielt ich mich nicht weiter mit Englisch auf. Das war Punkt eins um Dinge in meine Bahnen zu lenken. Ich war schließlich jemand, der sein Glück selbst in die Hand nahm. Für gewöhnlich wartete ich nicht darauf angesprochen zu werden sondern machte selbst den ersten Schritt und verdeutlichte stets meine Absichten. Hier war ich nun allerdings alles andere als in der Position dafür, doch mein Ziel blieb ja das selbe. Ihm im Gedächtnis bleiben, er sollte eigentlich an nichts anderes mehr als mich denken.

"Ich bin Temari, ich war schon öfters mit meinem Bruder hier, da wir in der Stadt wohnen."

"Ah ich verstehe und scheinbar bist du ´n Fan von unserem Team hm?"

"Eher von dir, aber ja."

"Oh sehr zurückhaltend. Aber das erklärt auch warum du zu unserer Muttersprache gewechselt hast. Dieser Zwischenfall muss dir ja gelegen kommen hm?"

Er musste Kichern und hielt sich eine leicht geballte Faust vor den Mund. In einer Lounge blieben wir stehen. Er setzte sich in einen der Seßel und ich tat es ihm gleich. Obwohl sein Team für heute durch war, mussten sie immer noch bis zum Schluss bleiben, sich die Spiele ihrer Konkurrenz anschauen und analysieren, vorgehensweisen für den nächsten Spieltag planen und zum Schluss noch Meet and Greet mit den Fans. Er fing ein Gespräch an, dem ich nur zu gerne beiwohnte und von dem ich hoffte, es würde so schnell nicht enden.

"Wie lange spielst du schon? Und wie alt bist du?"

"Ich bin 2 Jahre jünger als du und spiele schon seit Release."

"Lass mich raten du spielst am liebsten Supporter?"

Ich guckte ihn ein wenig grimmig an. Das war ja wieder klar, als Frau die Videospiele spielt, wird man immer in die gleichen Schubladen gesteckt. Aber ich würde ihm sehr deutlich machen, das ich dem völlig widersprach.

"Falscher könntest du nicht liegen, steck mich bitte nicht in eine Schublade mit den Fangirls mit denen du sonst so zu tun hast."

"Sonst was?"

"Sonst muss ich dir wohl mal zeigen wos langgeht."

Er war sichtlich amüsiert über mein Temperament. Noch. Ich stand auf. Mir war bewusst das wir nicht unbeobachtet waren, aber das war mir so piepegal. Ich ging zu ihm rüber und stützte mich über ihn an der Seßellehne ab. Das zusätzliche Gewicht brachte den Seßel zum kippen, aber ich hielt meine Stellung über ihm.

"Wo sind hier die nächsten PC´s? Ich werd dir zeigen, was eine Frau so drauf hat."

Es war sicher das verrückteste, was jemals ein Fan mit ihm angestellt hatte und doch blieb er sehr gelassen. Ich stand auf, dann er und stellte den Seßel wieder ordentlich an seinen Platz. Wir gingen in den Raum von seinem Team, wo diese sich scheinbar schon gefragt hatten, wo ihr Carry geblieben war. Sasori erklärte ihnen kurz die Situation und kurze Zeit später, saßen wir an 4 Pc´s und trugen ein 2 gegen 2 aus, da er alles andere für völlig unfair hielt. Ich wählte meinen liebsten und gleichzeitig besten Charakter aus und Itachi passte sich dem an, um es mir zusätzlich noch leichter zu machen. Wir kommunizierten nicht wirklich und verstanden uns auch ohne Worte. Es dauerte einige Minuten, doch dann gelang es uns Deidara auszuschalten, weil dieser mal wieder etwas riskantes versucht hatte, was fehl schlug und wir hatten nun einen Vorteil da wir 2 gegen Sasori waren. Der hielt sich nun abernichtmehr zurück und zeigte mir höchst persöhnlich, warum man ihn fürchtete, was in mir allerdings nur wieder Faszination und Bewunderung auslöste. Itachi opferte sich schließlich als Sasori einen Angriff startete und dann musste ich alleine mit diesem Meister seines Fachs klarkommen. Ganz knapp verlor ich gegen ihn und nahm mein Headset ab. Hidan hatte dem ganzen zugesehen und Pfiff nur beeindruckt. Dann nahm auch er sein Headset ab und wandte sich zu mir.

"Eins muss ich dir lassen, du warst besser als ich gedacht hätte, ich hatte nochnie so Angst zu verlieren wie grade."

Er schenkte mir ein Lächeln und ich kratzte mir verlegen am Kopf. Irgendwie wurmte es mich das ich verloren hatte und ich schwor mir ihn beim nächsten mal zu besiegen. Andererseits freute es mich seine Anerkennung gewonnen zu haben. Das schafften sicher nicht viele und Frauen bisher schonmal garnicht. Gaming war schließlich vom männlichen Geschlecht dominiert und es würde lange dauern das zu kippen, aber irgendwer musste ja den Anfang machen und wenn nicht ich, wer dann? Deidara und Itachi tuschelten ein wenig als sich die Tür öffnete. Der Besitzer des Teams, seine Freundin und der Coach betraten den Raum. Ich wurde sehr freundlich gebeten draußen zu warten, da teaminterne Dinge besprochen werden sollten. Und so nutzte ich die Zeit meinen Bruder anzurufen. Ich nahm mein Handy, tippte die Nummer ein und wartete darauf, dass das Tuten aufhört und ich Kankuros Stimme zu hören bekam.

"Ja Sabakuno hier."

"Ebenfalls Sabakuno, was sollte das vorhin? Und wo steckst du jetzt?"

"Ich bin zuhause und guck den Rest mit Gaara. Dachte du könntest n kleinen Anstoß
gebrauchen, wie läufts mit deinem kleinen Lustboy?"

"Ich warte grade vor deren Raum die besprechen irgendwas wichtiges und das geht mich halt nix an."

"Wartest du weil du warten willst, oder hat er dich gebeten zu warten? Wenns Nummer 1 ist, bist du eindeutig ne verrückte Stalkerin."

"Quark ich wurde natürlich gebeten. Ich hab übrigens grade schon mit den Jungs gezockt Pff."

"Man hast dus gut, naja dann noch viel Spaß, es hat grade geklingelt ich glaub unsere Pizza ist da."

Er hat doch tatsächlich einfach aufgelegt tzz. Allerdings bekam ich auch allmählich Hunger, ich hoffte die brauchten nichtmehr allzulange, damit ich mich verabschieden und was essen konnte. Ich glaubte kaum, das sie mich noch lange mit sich rumschleppen wollten. Sie kannten mich schließlich nicht und ich war ja quasi nur ein stinknormaler Fan und die wollte man ähnlich wie die Presse schnell wieder loswerden. Dann ging die Tür auf und sie waren abreise fertig. Trugen leichte Jacken, hatten ihr Gear in Rucksäcken auf dem Rücken und die ersten gingen Richtung Ausgang. Auch ich hatte meine Jacke mit, denn es war draußen schon Dunkel und auch im Sommer wurden es dann Nachts unter 10 Grad.

Grade als wir auf den Parkplatz traten, wo ihr Kleinbus stand und ich mich verabschieden wollte, wurde ich sanft aber bestimmt einfach in das Fahrzeug geschoben. Sasori der als letztes einstieg, quetschte sich neben mich und ich musste gezwungenermaßen auchnoch näher an Hidan rutschen. Ein wenig verwundert blickte ich zu meinem Schwarm, aber der guckte nur aus dem Fenster, als sich der Bus in Bewegung setzte und hatte Kopfhörer drin. Zu gerne wüsste ich was die besprochen haben, aber ich hatte mich nicht getraut zu lauschen und nachfragen wollte ich auchnicht. Würde auch komisch wirken. Hidan legte einen Arm um mich, den ich aber grummelnd wieder wegschob und seine Hand davon abhielt die Hupen zu betätigen, die nicht zum Auto gehörten. Ich wusste, das er öfter mal Fans abschleppte, deswegen gab es schon ein oder zwei kleinere Skandale, aber aufgrund seiner Leistung konnte er es sich leider erlauben.

"Na Schnecke, bist du auch so hungrig wie ich? Wie wärs wenn wir uns gegenseitig vernaschen, bis es was richtiges zu Essen gibt hm?"

"Das ist der wohl schlechteste Anmachspruch, den ich seit Jahren gehört habe und die Konkurrenz ist groß. Mit anderen Worten, lass deine Griffel bei dir und verzieh dich ich hab kein Interesse an dir."

Deidara schien es sichtlich zu amüsieren, das ich dem Grauhaarigen eine Abfuhr erteilte, dieser klopfte sich jedenfalls auf den Schenkel und machte kussartige Gesten in dessen Richtung. Ich bezweifelte jedoch das er sich "nur" mit knutschen zufrieden geben würde. Aber daran merkte man das Deidara der jüngste im Team war mit grade mal 16 Jahren, dicht gefolgt von Tobi mit 17 einhalb. Ich war mit meinen 19 schon wesentlich weiter. Hidan war 20 und Sasori mit 21 der älteste. Itachi war genauso alt wie ich und dieser hielt mir nun ein Handy unter die Nase. Auf dem Display war die Website von einem Nobelrestaurant.

"Such dir schonmal was von der Speisekarte aus, dann gehts gleich schneller wenn wir da sind."

Ich wurde soeben von meinem Lieblingsteam zum Essen eingeladen und dann auchnoch in ein Restaurant das ich mir in 100 Jahren nicht leisten konnte. Ich nahm ihm das Handy ab und scrollte ein wenig durch die Speisekarte, fand aber nichts was ich kannte. Dann nehm ich einfach das selbe wie Sasori, so konnte ich auch gleich rausfinden ob wir den selben Geschmack haben. Das Auto hielt auf einem Parkstreifen direkt vor dem Lokal und wir stiegen aus. Es war reserviert, allerdings für eine Person zu wenig, was nichts daran änderte das der Tisch groß genug für doppelt soviele Leute war. Ich nahm mir kurzerhand einen Stuhl vom Nachbartisch und schob ihn ran. Ich war schließlich eine selbstständige Frau. Der Kellner trug einen Fraque und auch die anderen Gäste hier waren nobel gekleidet. Man fragte sich sicher, was unsere Gruppe hier machte, die Jungs saßen schließlich noch in ihren Trikots, Turnschuhen und Jeans oder sogar Jogginghosen am Tisch. Nur der Coach und der Besitzer trugen Anzüge. Jetzt wurde mir eines klar, auch wenn sie für mich immer recht normal und gutaussehend waren, wir blieben doch Nerds und unser eigentliches Leben fand nicht in der Öffentlichkeit statt. Dort trugen wir meist nur eine Maske. Das machte mich neugierig wie Sasori und die anderen wohl privat drauf waren, ob sie mir das überhaupt offenbaren würden? Und unterschied es sich so groß von meinem Leben?

Die Bedienung brachte eine Flasche Wein, aber die Jungs waren wohl keine Conoisseure. Es lief also auf 2 Gläser Wein für die Anzugträger und 6 mal Cola für die Nerdbrigade raus. Nachdem wir die Speisekarte gefühlt rauf und runter bestellt hatten und im Endeffekt jeder mal von jedem was probiert hat, gingen wir gesättigt Richtung Bus, wo der Chauffeur schon wartete und die Tür aufhielt. Ich sah aus dem Augenwinkel, wie der Besitzer des Teams die Rechnung beglich und dabei einen großen, lilanen Schein zückte, und als Wechselgeld grad mal einen kleinen, blauen bekam. Diesesmal hatte Hidan wohl kein Interesse neben mir zu sitzen, er stieg als erstes ein, gefolgt von Deidara und ich setzte mich zwischen Itachi und Sasori, der wieder aus dem Fenster schaute. Wir fuhren gut eine Stunde durch die Stadt. Selbst zu so später Stunde, war der Verkehr noch schrecklich und ich war dankbar, dass die Straßenbahn höchstenz mal 2 bis 3 Minuten zu spät kam. Vor einer großen Villa im englischen Stil parkte der Wagen und die Jungs stiegen aus. Ich blieb auf dem Gehweg stehen und überlegte noch, wie ich wohl am besten und schnellsten von hier nach Hause kam. Allerdings schob mich, noch bevor ich meinen Gedanken zu Ende denken konnte, der Owner namens Pain schon zur Haustür, die bereits geöffnet wurde.

"So spät haben wir keine Lust mehr dich noch nach Hause zu bringen und dich alleine gehen zu lassen, wäre unverantwortlich. Wenn dir etwas zustoßen würde und ans Licht käme, das du zuletzt bei uns warst, würde das ein riesen Skandal geben. Die Presse würde uns zerreißen."

Ich nickte und ging das Treppenhaus hoch. Die anderen waren schon oben und man hörte ein chaotisches Treiben. Es wurde sich beklagt, dass Deidara das Bad blockierte, Hidan sich auf der Couch breitmachte und das Fernsehprogramm diktierte, Itachi scheinbar halb nackt rumlief, weil er saubere Wäsche suchte und Sasori alles ignorierte, weil er seine Kopfhörer nicht rausnahm. Ein bisschen wie bei mir Zuhause, wenn wir alle gleichzeitig da waren. Wir gingen in das Wohnzimmer, wo sich wenig später alle versammelt hatten. Völlig ungeniert saßen und standen sie da, nur in Shirts und Shorts. Warum nicht gleich nur Zahnseide und ein Cowboyhut?

"Ok Jungs, das war heute ein guter Tag ruht euch aus, morgen geht es weiter. Achso unser Gast muss noch irgendwo schlafen, kümmert euch drum, ich ziehe mich jetzt in mein Apartment ein Stockwerk höher zurück."

Hidan und Itachi machten sich auf den Weg in den Trainingsraum und starteten ihre PC´s, die beiden waren scheinbar nachtaktiv. Deidara zeigte mir freundlicherweise kurz alle Räume. Das war also meine private Housetour, nicht das was man sich online als Video angucken konnte, es war persöhnlicher, nicht an die Masse an Fans gerichtet, sondern nur für mich. Es gab eine Küche, dort machte Tobi sich noch ein Getränk um besser schlafen zu können, weil es hier auch nachts nicht grade ruhig war. Hidan fluchte beim Spielen so laut. Zum Glück hatten sie keine Nachbarn, die hätten längst die Polizei gerufen. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, die waren allerdings nicht besonders groß und bestanden fast alle nur aus einem Bett, Kleiderschrank und einem Schreibtisch mit Laptop. Besonders aufgeräumt waren sie alle nicht, aber das verwunderte mich auchnicht. In Sasoris Zimmer blieb ich stehen, doch Deidara ging dann weiter in sein eigenes Zimmer. Somit war ich wieder alleine mit dem Rotschopf, den ich schon so lange begehrte.

Er lag auf seinem Bett und starrte an die Zimmerdecke, ich wusste nicht ob er mich überhaupt bemerkt hatte. Ich räusperte mich und er wandte seinen Blick nun auf mich. Als würde er wissen was ich wollte, seufzte er und stand auf. Na toll, jetzt bereitete ich ihm auchnoch Umstände. Er ging an seinen Kleiderschrank nahm eines der Trikots heraus und eine Boxershorts, drückte sie mir in die Hand und wollte gehen. Aber ich hielt ihn fest. Das schien ihn ein wenig zu irritieren, jedenfalls guckte er mich ein wenig fragend an. Ich schloss die Tür und löschte das Licht.

"Leg dich in dein Bett, ich will dir nicht nochmehr Unannehmlichkeiten bescheren."

"Ich dachte du willst hier schlafen?"

"Will ich auch, das heißt aber nicht, dass du gehen sollst."

"Aha."

Er ging also zu seinem Bett, setzte sich auf die Bettkante und steckte sich seine Kopfhörer wieder in die Ohren. Ob er die Dinger wohl jemals beiseite legte? Es war jedoch nicht dunkel genug, um nichtsmehr sehen zu können, das war aber auch meine Absicht, er sollte noch ein wenig was zu gucken haben, denn das machte Lust auf mehr. Er schaute in meine Richtung und ich begann mich langsam auszuziehen. Ich streifte meine Hotpants über meinen Po und ließ sie meine Beine heruntergleiten. Das gleiche machte ich mit meinem Slip. Dann fing ich an, an meinen Ärmeln zu zupfen und diese von meinen Armen zu streifen, um schließlich das Oberteil über meinen Kopf zu heben und auf den Boden zu werfen. Dann kam das, worauf ich immer den ganzen Tag wartete. Ich machte meinen BH auf und zog diesen ebenfalls aus. Ich stand also für kurze Zeit splitterfasernackt in seinem Zimmer. Er regte sich kein Stück und seine Mimik war ebenfalls nicht zu entziffern. Ich zog also das Trikot an und die Boxershorts. Sie passten perfekt und rochen dazu noch so schön nach ihm. Ich ging auf ihn zu, er lehnte sich ein Stück zurück, als ich dicht vor ihm stand, aber er war immernoch so undurchsichtig. Ich nahm auf seinem Schoß platz und schaute ihm tief in die Augen. Dann nahm ich ihm seine Kopfhörer raus und wickelte das Kabel um meine Hand, um es anschließend auf dem kleinen Nachttisch abzulegen.

"Was soll das?"

"Die brauchst du jetzt nicht. Vielleicht solltest du lieber mehr auf deine Umgebung acht geben."

Ich rutschte mit meinem Po ein wenig auf seinem Schoß hin und her und konnte spüren wie sich etwas bei ihm in der Hose regte. Dann plötzlich spürte ich seine Hand an meiner Brust und alles weitere ging relativ schnell. Er packte mich und drückte mich auf die Matzatze. Ein wenig erschrocken quieckte ich auf. Er positionierte sich über mir und blickte mir tief in die Augen. Sein Atem ging ganz ruhig, während meiner sich beschleunigt hatte und mein Puls in die Höhe ging. Es würde in die falsche Richtung gehen, wenn ich jetzt mit ihm schlafen würde. Dann wäre ich vermutlich nur eine von vielen Fans, die leicht zu haben war. Ich versuchte mich zu beruhigen. Zu meinem Glück hatte er nicht weiter gemacht und in seiner Handlung inne gehalten.

"Sasori, ich muss mit dir reden."

"Kommt ein wenig spät die Einsicht hm?"

"Ich will mit dir schlafen, aber ich will nicht eine von vielen Fangirls sein."

"Da kann ich dich beruhigen, ich schlafe nicht mit irgendwelchen Fans."

Ein wenig verblüfft starrte ich ihn an. Er war doch ein Mann, wenn sich ihm die Chance bot, warum würde er sie dann nicht ergreifen? Hidan schreckte nicht davor zurück und die anderen nutzten sicherlich auchmal diese Gelegenheiten, also warum sollte er nicht? Kurz kam mir der Gedanke, dass er schwul sein könnte, aber so beherzt und gekonnt, wie er meine Brust gepackt hatte, war das ganz schnell verworfen. Ich war verwirrt und das schien er mir auch anzusehen. Soviele Fragen. Warum hatte er dann aber nochnicht von mir abgelassen, er stützte immernoch über mir. Er schlief nicht mit Fans, aber ich war doch einer. Oder? Zu allem überfluss gab er mir keine Antworten, sondern stellte mir zusätzlich weitere Fragen, auf die ich selbst bisher nochnicht gekommen war.

"Was denkst du, warum habe ich dich mitgenommen und nicht die Security? Warum habe ich dich meinem Team vorgestellt? Und warum habe ich dich in unseren Bus geschoben und zum Essen mitgenommen? Warum lasse ich dich in meinem Zimmer schlafen und schicke dich nicht zu einem der anderen?"

"Woher soll ich das wissen? Ich kenn dich ja kaum."

"Bis auf die Tatsache, dass du zu fast jedem unserer Spiele kommst, meinem Stream schon seit einiger Zeit folgst, du jeden meiner Merch Artikel besitzt und in deinem Zimmer ein Poster von mir über deinem Bett hängt?"

Moment mal, woher wusste er soviel über mich? Irgendwas war hier aber gehörig faul. Mir kam da sofort ein Verdacht.

"Kann es sein, das mein Bruder was damit zutun hat?"

"Das fällt dir aber früh auf. Ich habe ihn letztens zufällig auf dem Klo getroffen, er war völlig aus dem Häuschen, ich hatte nochnie erlebt das ein männlicher Fan soviel Leidenschaft für mich hatte. Er wollte ein Autogramm und hat mir das Ohr abgekaut, darüber was er denn alles von mir wusste. Das fand ich nichtmehr normal und wollte schon die Security rufen, da hat er dann plötzlich erwähnt, das er das alles nur weiß, weil du ihn ständig damit volllaberst. Da hab ich dann ein wenig nachgehakt. Am Ende hat er mir deine halbe Lebensgeschichte erzählt und ich wusste genausoviel über dich, wie du vermutlich über mich weißt. Eine Woche später ging es mir immernochnicht aus dem Kopf, da hab ich mich mit ihm getroffen und wir haben uns einen Plan überlegt, wie ich dich mal treffen kann, ohne das es zu offensichtlich wird. Scheint ja funktioniert zu haben."

Ich war ein wenig sprachlos und checkte nochmal das Datum in meinem Kopf um sicherzugehen, das nicht der erste April war und das ganze nur ein schlechter Scherz. Aber wir hatten den 27. Juni, ein wenig spät also. Nun blieb nurnoch eine Sache die mich störte.

"Du sagst du schläfst nicht mit Fans, aber was bin ich dann für dich?"

"Ach du bist dochnur eine völlig verrückte Stalkerin, die aber mysteriös genug war, um eine starke Obsession für dich zu entwickeln."

Ich setzte ein schmollendes Gesicht auf und boxte ihm an die Schulter. So ein Blödmann, aber ich war dennoch völlig besessen von ihm. Wie das ganze dann weitergehen sollte, schob ich in meinem Kopf erstmal beiseite. Genug Fragen für heute, jetzt wollte ich nurnoch eines. Seinen Skill im Matratzensport testen. Ich zog ihn zu mir runter und Küsste ihn. Er schien schon recht ungeduldig gewesen zu sein, denn er fackelte nicht lange und vertiefte den Kuss. Seine Zunge drang in meinen Mund ein und spielte mit meiner. Seine Hand wanderte unter mein Shirt. Ich stöhnte in den Kuss hinein. Wie zu erwarten war, er war sehr geschickt mit seinen Fingern. Ich krallte mich an ihm Fest, in seinen Haaren und an dem Rücken seines Shirts. Ich hob meinen Po und drückte mein Becken gegen seine Hose. Ich ließ ihn wissen wie sehr ich ihn begehrte. Er richtete sich ein Stück auf und griff zum Nachttisch. Er hielt seine Kopfhörer in der Hand.

"Was willst du denn jetzt damit?"

"Das hier."

Er nahm meine Hände und Fesselte sie mit dem Kabel über meinem Kopf. Er zog mein Shirt hoch und ließ es über den Augen. Ich war nun schon ein wenig wehrlos und ihm ausgeliefert. Mit genug Kraft hätte ich das Kabel wohl zerreißen können, aber das wollte ich ja garnicht. Es war spannend nicht zu wissen, was er als nächstes machen würde und einfach nur zu fühlen. Er küsste mich wieder und streifte beiläufig meine Shorts ein Stück beiseite, dann strich er mit seinen Fingern ganz sanft und zart die Innenseite meiner Oberschenkel entlang. Er löste den Kuss und kurz darauf spürte ich wie sein Mund meine Brustwarze umschloss. Er saugte ein wenig daran und biss mir sanft in die steifen Nippel. Ich gab mir alle Mühe bei diesen hellhörigen Wänden nicht zu laut zu sein, aber morgen früh würden es wohl sowieso alle wissen. Dann passierte es, er strich mit seinen Fingern über meine Schamlippen und fing an ein wenig Druck auszuüben. Ich stöhnte auf, als er den einen besonderen Punkt traf. Nun massierte er nurnoch diese eine Stelle und es fiel mir schwer meinen Körper zu bändigen. Ich zuckte und wand mich, aber ihm schien das nur mehr Freude zu bereiten. Kurz bevor ich meinen Höhepunkt erreichen würde, hörte er auf. Mir blieb jedoch keine Zeit mich zu beschweren, denn er drang direkt mit zwei Fingern in mich ein. Seine freie Hand glitt meine Seite entlang und blieb an meiner Hüfte stehen. Dann spürte ich, wie sein Körper zwischen meinen Beinen immer weiter nach unten wanderte. Seine Zunge leckte über meine Klitoris, dann begann er das selbe damit zu tun, was er vorher mit meinen Brüsten gemacht hatte. Er saugte und spielte mit seinem Mund an meinem Kitzler, während er mich gleichzeitig mit seinen Fingern von innen massierte. Ich warf meinen Kopf in den Nacken und spätestenz jetzt, hatten alle Mitbewohner davon Kenntnis genommen, was Sasori hier grade mit mir machte.

"Ahhh Fuuuck."

Ich bäumte mich auf und hörte nur, wie die Flüssigkeit aus mir raus spritzte. Doch Sasori hörte nicht auf. Auf dem Bett hatte sich schon eine Pfütze gebildet und ich hatte nurnoch ein verlangen.

"Bitte Saso steck ihn endlich rein, ich halts nichtmehr aus, ich will deinen Joystick in mir spüren."

"Wie bitte? Saso? Darüber reden wir später nochmal. Aber wenn du mich so lieb bittest."

Er nahm das Shirt von meinen Augen und ich konnte mir nun das Ausmaß seiner und meiner Taten ansehen. Sein Oberkörper war Nass, von seinem Gesicht ganz zu schweigen. Ich wurde rot, so sehr war ich nochnie gekommen und wir hatten nochnichtmal Sex. Ein Wasserbett bekam hier eine völlig neue Bedeutung. Er entledigte sich seiner Hose und kam meiner Bitte nach. Sein Glied flutschte förmlich in mich rein, so feucht wie ich noch immer war, kein Wunder. Es war ein erlösendes Gefühl, ihn bis zum Anschlag in mir zu haben. Er stieß zu, immer wieder, ganz tief. Zur Hölle mit diesem Teufelskerl, es gab scheinbar nichts, worin er nicht gut war. Ich kam erneut, doch er ließ nicht nach, machte einfach weiter. Er grinste diabolisch, es war eindeutig an der Zeit, das der Spaß für ihn ein wenig nachließ. Ich spannte meine Muskeln an, woraufhin er aufkeuchte. Ich drückte mich ihm entgegen und er stieß noch tiefer zu, wenn das überhauptmöglich war. Ihm entkamen nun auch einige Stöhner, ich spürte, wie er langsam immer härter wurde. Als er kam, entspannte ich mich wieder, was er wohl auch bitter nötig hatte. Ich schien ihn wohl genauso fertig zu machen, wie er mich. Er ließ sich auf mich fallen. Ich hätte ihn gerne umarmt, aber meine Hände waren ja noch mit dem Kabel umwickelt. Er schien jedoch zu fertig zu sein, um sich zu bewegen. Scheiß drauf, wird schon nicht so teuer sein, ihm neue Kopfhörer zu kaufen. Ich zerriss das Kabel und rieb mir meine Handgelenke. Es waren Abdrücke zu sehen, die würden aber schon wieder verschwinden. Ich legte meine Arme um ihn und streichelte seinen Rücken. Er brummte genießerisch in das Kissen, in das er sein Gesicht vergraben hatte. Ich schmunzelte und schloss die Augen. Ob ich wohl jetzt jede Nacht mit ihm verbringen konnte?

Am nächsten Morgen, fand ich neben mir nur ein leeres Bett vor. Wie von einer Tarantel gestochen sprang ich auf und wuselte durch das Zimmer, auf der Suche nach meinen Klamotten. Ich fand sie schließlich und schmiss die Tür auf. In der Küche saß ein Blondschopf mit Augenringen. Er grummelte als er mich sah und deutete auf den Trainingsraum. Dort fand ich meinen Angebeteten auf seinem Stuhl sitzen, völlig in sein Spiel vertieft. Ich schlich mich an und hielt ihm von hinten die Augen zu, nahm die Hände aber schnell wieder weg, da ich den besten Zeitpunkt erwischt hatte. Er war Ingame gestorben. Er nahm nun die Hände von der Tastatur und Maus und drehte seinen Stuhl. Er sah ein wenig grimmig aus. Schmollte er etwa grade?

"Was sollte das, deinetwegen bin ich gestorben."

"Mach dir nix drauß, das war dafür das du mich einfach alleine im Bett gelassen hast. Außerdem respawnst du doch gleich wieder."

Er bugsierte mich auf seinen Schoß und drehte den Stuhl zurück, hielt mich mit einer Hand um die Hüfte fest.

"Du übernimmst jetzt die Tasten und ich die Maus, wir spielen im Tandem weiter."
Ich kicherte zufrieden und tat wie mir befohlen. Es klappte anfangs nochnicht so ganz, wurde aber im Verlauf des Spiels immer besser, wir schafften es trotz des Handicaps zu gewinnen.

"Guten morgen Schatz, schön das du auch wach bist, aber bitte mach das nie wieder. Mein Training ist wichtig, ist ja mein Beruf, mit dem ich Geld verdiene."

"Ja ist ja gut, ich habs verstanden, nächstes mal kletter ich halt unter den Tisch."

Er verdrehte die Augen. Ok wenns um seine Arbeit ging verstand er scheinbar keinen Spaß. Ich stand von seinem Schoß auf, drehte mich um und sah Itachi im Türrahmen stehen. Ich wurde schonwieder rot. Er hatte die Beine überkreuz, die Arme verschränkt und deutete mir mit dem Kopf ihm zu folgen. Im Wohnzimmer saßen Hidan, Tobi und Deidara, der nun scheinbar etwas besser gelaunt war. Ich setzte mich auf einen Seßel und guckte die Vier neugierig an.

"Hör zu, wir freuen uns ja für euch, aber wenn das funktionieren soll, dann brauchen wir dafür ein paar Regeln."

Hidan schien nicht begeistert zu sein, den bösen Onkel und Spielverderber zu spielen, aber der Rest war wohl nicht scharf drauf solche Dinge anzusprechen. Ich nickte und schaute ihn mit ernster Miene an.

"Also, 1. Seid verdammt nochmal leise, 2. Begrenzt euch auf eure privaten Räume, 3. Wir haben einen Trainingsplan, du magst gut sein, aber halt dich da bitte raus. Zugucken ist ja ok, aber misch dich nicht ein. Danke verfickt nochmal."

Sasori kam nun auch dazu und sah mich ernst an. Er kräuselte die Lippen, das tat er immer wenn ihm etwas nicht gefiel.

"Temari, solange wie die Saison läuft hab ich leider nicht viel Zeit für dich, gestern war mal eine Ausnahme, so wird es nicht immer sein. Deswegen hat hier niemand eine Freundin, die meisten machen das nicht sehr lange mit. Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel, wenn du dann nur mal an 2. Stelle stehst."

Ich sah ihn und die Jungs ein wenig schräg an, das konnte ich mir dochschon denken. Ich war ja nicht blöd. Außerdem wusste ich selbst wie zeitintensiv es war, wenn man gut in dem Spiel sein wollte, ich spielte ja selbst an die 4-6 Stunden abends und verzichtete teilweise auf Schlaf, weil ich Ansprüche an mich selbst hatte. Ich seufzte.

"Das ist doch kein Problem, Sasori ich liebe dieses Spiel, aber nochmehr liebe ich dich. Und weil das so ist versteh ich dich und euch. Ich will nur das jeder weiß das du mir gehörst, der Rest kann warten."

Seine Augen weiteten sich, im nächsten Moment fiel er mir um den Hals. Es würde nicht leicht werden, aber was war das im Leben schon. Ich würde gerne bei ihm bleiben, aber das würde bestimmt nicht gehen, noch nicht. Wir gingen in sein Zimmer und redeten noch ein wenig darüber, wie der Alltag aussehen würde und wie es mit uns weitergehen konnte. Die anderen saßen derweil im Computerraum und übten fleißig weiter. Der Coach und der Manager waren mittlerweile auchschon eingetroffen, doch man gab uns freundlicherweise noch das bisschen Zeit, welches wir auch brauchten, wenn es funktionieren sollte. Ein bisschen wehmütig verließ ich gegen Nachmittag das Gaminghaus, mit nichts weiter als einem Versprechen, einer Handynummer und den Erinnerungen an letzte Nacht in meinen Gedanken. Der Heimweg fiel mir unendlich schwer, aber das war wohl der Preis für mein neu gewonnenes Glück.
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