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Missed Opportunities

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Ellen Bannenberg Nikolas Heldt
25.03.2020
07.01.2022
4
14.730
12
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
18.01.2021 5.170
 
Hallo Ihr Lieben,

nach einer kleinen Pause geht es hier weiter. Dieses Mal habe ich aus dem Oneshot einen Twoshot gemacht, das zweite Kapitel folgt in den nächsten Tagen.
Lieben Dank für eure ganzen Reviews zu den bisherigen Kapiteln! Darüber habe ich mich total gefreut!!
Wahrscheinlich wird es noch ein Kapitel zu einer Folge aus der aktuellen 8. Staffel geben, falls Ihr da eine Lieblingsfolge habt, lasst es mich gerne in den Reviews wissen.

Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen!

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Staffel 5 Episode 10: Die Entführung
Ellen, Emily und Nikolas sitzen gemeinsam vor dem Präsidium.
Nikolas: Emmi, du kannst doch nicht Larissas Eltern mit deiner Mutter vergleichen.
Emily: Achja? Mama interessiert sich doch nur für ihren Job. Genau wie Larissas Vater. Und du? Du interessierst dich doch auch nicht mehr für mich.
Nikolas: Was? Wie kannst du sowas sagen? Ich bin doch dein Freund!
Emily: Bist du nicht. Nicht mehr, seit du mit dieser Julia zusammen bist. Wenn ich mit dir reden will hast du keine Zeit. Und als ich dir gesagt hab, dass ich bei dir einziehen will, hast du gelacht.

Später in Ellens Büro:
Ellen: Ich bin da für dich, als deine Mama. Und als deine Mama sage ich dir jetzt auch: Passau ist vom Tisch.
Emily: Wir bleiben?
Nikolas: *Dreht sich mit ungläubigem Blick um*
Ellen: Das hier ist unser Zuhause und hier gehören wir auch hin. Das habe ich jetzt auch verstanden.

Später auf dem Parkplatz.
Nikolas: Ich freue mich über Ihre Entscheidung. Auch wenn das heißt, dass der große Karriereschritt erstmal ausbleibt.
Ellen: Ich wäre nicht nur der Karriere wegen nach Passau gegangen, Nikolas. Das weißt du doch ganz genau. Für mich wird es nicht leicht, dich hier jeden Tag zu sehen. Also dann, bis morgen, Herr Heldt.

Meine Gedanken rasen. Ellen hat es mal wieder geschafft, innerhalb von 15 Minuten mein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen. Ich hatte mich endlich mit ihrem Schritt abgefunden, nach Passau zu gehen. Das ist ihr gutes Recht und irgendwann dachte ich auch, es sei besser für uns alle. Zumal es mir dann sicher leichter fallen würde, mich ganz auf Julia einzulassen. Sie ist in meinem Leben aufgetaucht wie ein Wirbelwind und hat mich von Ellen abgelenkt, was dringend nötig war. Wir hatten uns völlig festgefahren. Aber jetzt? Ich habe Emmi versprochen, morgen nach der Arbeit mit ihr ein Eis essen zu gehen und mal zu quatschen. Emmi hat Recht. Ich habe versucht, Ellen zu vergessen und darüber Emily ignoriert. Ich sollte es wirklich besser wissen. Emily hat besonders nach Stefans Tod in mir einen Freund gesehen, der ihr helfen konnte, sie verstanden hat und für sie da war. Und ich habe einfach in meiner Flucht vor Ellen und meinen Gefühlen für sie vergessen, dass es Emmi auch noch gibt. Und während ich Ellens Auto hinterherschaue wird mir bewusst, dass ich wirklich auf allen Ebenen Mist gebaut habe. Ich habe Emily vernachlässigt, die auch ein Jahr nach Stefans Tod mehr denn je einen Freund gebraucht hätte und meine Gefühle für Ellen bestenfalls überdeckt mit meiner Beziehung mit Julia. Aber sie sind noch da. Als Ellen mir gerade im Grunde gestanden hat, immer noch Gefühle für mich zu haben, ist mir das Herz in die Hose gerutscht, stehen geblieben, hat tausend Freudensprünge gemacht, ich kann es nicht sagen. Jedenfalls war es nicht die angemessen Reaktion für jemanden, der angeblich glücklich anderweitig vergeben ist. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und ihr gesagt, dass es mir ähnlich geht. Aber ich bin in einer Beziehung mit einer anderen Frau und Ellen hat jetzt erstmal genug damit zu tun, sich Emily wieder anzunähern.
Ich erschrecke mich vollends als auf einmal Julia vor mir steht. Ob ich unsere Verabredung vergessen hätte? Ja, natürlich. Aber das kann ich unmöglich zugeben, ohne mich in Erklärungen zu verstricken, die ich genauso unmöglich geben kann. Ich glaube langsam, es braucht ein neues Level der Idiotie, das Heldt- Level. Wie bin ich in diese Situation gekommen? Ich küsse Julia zur Begrüßung und mein Körper reagiert auf ihre Nähe. Es ist nicht zu vergleichen mit dem was ich fühle, wenn Ellen mich berührt oder küsst, aber es ist gut. Und sollte ich wirklich etwas Gutes verlassen um etwas Besserem hinterherzujagen, von dem ich nicht mal weiß, ob ich es jemals bekommen kann?
In meinem Kopf geht das Arschloch- Warnlicht an und blinkt. Wäge ich gerade ernsthaft zwei Frauen gegeneinander ab, eine als die sichere Bank und die andere als das aufregende Unbekannte? Geht’s eigentlich noch? So ein Mann will ich nicht sein, der nur mit einer zusammen ist, weil er die Andere nicht bekommen kann.
„Julia, ich hab‘s wirklich vergessen, tut mir leid. Irgendwie war heute ein Scheißtag. Können wir verschieben? Ich glaub, ich bin heute Abend keine gute Gesellschaft“
Ich sehe Julia an, dass sie enttäuscht ist und Fragen hat. Dennoch nickt sie, sagt sowas in die Richtung von ‘kein Problem, ruf an, falls was ist‘ und geht.
Ich stehe noch einige Minuten auf dem Parkplatz des Polizeipräsidiums und schaue abwechselnd in die Richtung, in die Julia gegangen ist und dann in die Richtung, in die Ellen und Emily gefahren sind. Irgendwie fast lustig, es drückt ziemlich gut mein Dilemma aus. Ich muss tatsächlich kurz lachen, vor ein paar Monaten war ich noch Single und meine stabilste Beziehung war die zu Carlos Theke und jetzt sitze ich zwischen allen Stühlen. Und so wie ich mich kenne werde ich sicherlich einen Weg finden, es mit beiden Frauen zu versauen. Ich schwinge mich in mein Auto, das den Weg zu Carlo mittlerweile wahrscheinlich ohne mein Zutun finden würde und finde mich fünfzehn Minuten später an der Theke wieder, ein Bier in der Hand und vier fragende Augen auf mir.
„Komplizierter Fall“, murmle ich und hoffe, dass es als Erklärung ausreicht. Tut es natürlich nicht, die beiden sind so neugierig wie Rentner in einer Schrebergartenkolonie.
„Lass mich raten“, beginnt Achmed und grinst.
„Besser nicht“
„Es hat was mit einer brünetten Frau zu tun?“, souffliert Carlo.
„Oder mit einer Blonden?“, ergänzt Achmed.
„Wow. Das solltet ihr beruflich machen, könnte ein richtiges Geschäft werden“
„Naja, irgendeine Art von Geschäft muss ich ja machen, kann ja nicht drauf warten, dass du mal deinen Deckel zahlst“, brummt Carlo und poliert Weingläser.
„Haha“, sage ich ironisch, trinke mein Bier aus, lege drei Euro auf den Tresen und gehe. Ich glaube, ich muss wirklich mal alleine sein und nachdenken. Aber vorher hole ich noch mein Handy aus der Hosentasche und tippe eine SMS: „Morgen, 15 Uhr Eis im Park bei Gigi?“

Am nächsten Morgen bin ich um halb neun im Präsidium. Wie üblich schauen mich alle verwirrt an, es kommt wirklich selten vor, dass ich morgens pünktlich bin. Andererseits dankt es mir auch keiner, wenn ich bis abends um zehn noch unterwegs bin und Nachtschichten einlege, um Fälle aufzuklären. Mit einer miesen Laune betrete ich mein Büro und nehme mir vor, die noch verbleibenden 13 Minuten bis zu Korthis Eintreffen dazu zu nutzen, meine Laune in den Griff zu bekommen. Ist ja wahrlich nicht Marios Schuld, dass ich ein blödsinniger Idiot bin.
Wie aus dem Nichts steht plötzlich ein dampfender Kaffee auf meinem Schreibtisch und ich sehe Hannah Holles Pumps. Vielmehr ihre Beine, also eigentlich die ganze Hannah Holle, als ich meinen Blick hebe.
„Trinken Sie mal Ihren Kaffee“, sagt sie und wendet sich zum Gehen. „Und wenn Sie mal reden wollen, Sie wissen, wo Sie mich finden“
Ich nicke nur und frage mich, aber nicht Hannah Holle, woher sie schon wieder weiß, dass ich mich gerade ins Chaos stürze.
Ich lag die halbe Nacht wach und habe über Ellen nachgedacht. Und über Julia. Ein greifbares Ergebnis ist dabei nicht zustande gekommen. Sie sind mir beide wichtig, jede auf ihre Art. Mit Ellen verbinden mich allerdings die letzten fünf Jahre in allen Höhen und Tiefen. Mit Julia nur die letzten fünf Monate und die auch eher auf emotional gleichbleibend flachem Niveau. Andererseits frage ich mich langsam, ob ich Ellen nicht idealisiere, ob nicht gerade das Unerreichbare das ist, was mich an ihr fasziniert. Es hat über die Jahre so viele Gelegenheiten gegeben, die wir ausgelassen haben, so viele Missverständnisse und gegenseitige Verletzungen. Ich kann ja schlecht Julia dafür verantwortlich machen, dass es zwischen uns nicht so einen Eiertanz gibt, sondern sich die Sache einfach ziemlich klar entwickelt hat. Und es ist ja auch nicht, als wäre sie mir gleichgültig. Aber ist „nicht gleichgültig“ und „gerade verfügbar“ wirklich eine Grundlage für eine Beziehung? Da könnte ich ja genauso gut mit Hannah Holle etwas anfangen. Der Gedanke amüsiert mich und dann fällt mir auch Artur Brenner wieder ein.
Den Rest meiner Arbeitszeit verbringe ich so halbwegs konzentriert, immerhin hat der Kaffee geholfen und Grün hat wirklich viele Ideen, wie ich meinen Tag produktiv gestalten kann.
Und mit Erlaubnis meiner Vorgesetzten und unter Verweis auf meine angehäuften Überstunden Grün gegenüber stehe ich um 15 Uhr bei Gigi und warte auf Emmi. Gigi ist eine Berühmtheit in Bochum, bei ihm kostet die Kugel Eis noch 70 Cent und er hat nur fünf Sorten im Angebot, die dafür alle fantastisch schmecken. Entsprechend lang ist an diesem Tag Anfang September auch die Schlange und ich stelle mich schon mal an. Kurz bevor ich an der Reihe bin kommt Emmi. Sie wirkt gelöster als in den letzten Wochen und begrüßt mich mit einem High Five. Dann schaut sie sich misstrauisch um.
„Suchst du was?“, frage ich.
„Ich war mir nicht sicher ob du vielleicht diese Julia mitgebracht hast“, antwortet sie.
„Nein“, sage ich ehrlich empört. „Wir gehen zu zweit Eis essen, nicht zu dritt“
„Gut!“ Emmi stellt sich an das Fenster und bestellt fünf Kugeln Eis. „Er bezahlt“, sagt sie, als Gigi die 3,5 Euro abkassieren will. „Wir sind heute nur zu zweit, da müssen wir uns schon alle Sorten gönnen, die es gibt“
Ich bestelle auch fünf Kugeln Eis und Emmi und ich setzen uns mit dem Eis auf die nächste freie Bank. Essen im Laufen ist nicht so unsere Stärke und Gigis Eis ist zu lecker, um es auf den Boden fallen zu lassen.
Emily ist schweigsamer als sonst und sieht mich mehrfach von der Seite an, während sie ihr Eis isst. Immer noch von der dunkelsten zur hellsten Sorte, wie ich feststelle.
„Hör mal, Emmi“, sage ich schließlich.
„Kommt jetzt der große „ich erkläre dir die Welt“ Monolog?“, fragt Emmi. Sie ist skeptisch und das kann ich auch verstehen.
„Nee, ich könnte im Gegenteil eher jemanden brauchen, der mir mal die Welt erklärt“, gebe ich zu und nehme noch einen Löffel von meiner Kugel Walnuss. „Ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich hab nicht gecheckt, wie scheiße es dir ging wegen Passau und hab einfach meinen Weg gesucht, damit umzugehen, dass ihr weggeht. Das war dumm von mir und egoistisch“
„Naja, dir ging‘s ja auch scheiße damit“, erwidert Emmi ohne Umschweife. „Mama hat uns beide damit ganz schön überrascht oder?“
„Und wie“ Ich denke daran zurück als Ellen die Neuigkeiten quasi im Nebensatz bei Dr. Holle verkündet hat. Es hat mir irgendwie den Boden unter den Füßen weggezogen und richtig wütend gemacht. „Aber weißt du, ich bin ja erwachsen, ich hätte damit besser umgehen müssen“
„Sagen wir mal „älter“, nicht unbedingt „erwachsen“. Emily grinst, als sie das sagt und ich kann mir ein Lächeln auch nicht verkneifen.
„Ja, war aber trotzdem nicht gut von mir. Ich weiß ja wie es ist, wenn man früh seine Eltern verliert, dann ist häufig die gewohnte Umgebung, Freunde, Schule, Verein umso wichtiger und wenn das dann auch auf einmal weg ist oder bald weg sein wird, dann weiß man gar nicht mehr, wo man eigentlich hingehört“
„Es war einfach so kacke. Dass Mama und Papa sich trennen, das war ja klar, damit wäre ich ja auch klar gekommen. Das war sowieso bescheuert, wieso die auf einmal gedacht haben, sie müssten wieder zusammen kommen, verstehe ich echt nicht. Aber dass Papa dann einfach erschossen wurde und auch noch in kriminelle Sachen verstrickt war, das war heftig“
„Ja, das glaube ich dir. Es ist einfach scheiße, wenn man Menschen, die man lieb hat, verliert“, sage ich und kämpfe gegen die Bilder meiner Eltern an, wie sie vor meinen Augen erschossen werden. „Aber du hast immer noch deine Mama und die tut alles für dich, damit es dir gut geht“
„Ich weiß. Aber der geht’s auch nicht gut. Ich dachte erst, das wäre wegen Papa, aber ist es gar nicht“
„Manchmal hat man einfach eine Zeit, wo es einem nicht so gut geht“, versuche ich zu vermitteln. „Und da war für sie vielleicht das Angebot nach Passau zu gehen und da neu anzufangen die Lösung“
„Ja aber wegrennen ist nie die Lösung“
„Das ist aber manchmal gar nicht so einfach zu verstehen. Manchmal hat man einfach das Gefühl, was Neues zu brauchen. Einen neuen Ort, eine neue Aufgabe, aber irgendwas Neues“
„So wie du mit Julia?“
Wir wechseln hier mit atemberaubender Geschwindigkeit von einem komplizierten Thema zum nächsten. Dafür hat Emmi wirklich ein Talent, sie erkennt Zusammenhänge und spricht sie an. Bloß blöd, wenn man auf der anderen Seite ihre Neugier und Fragen steht.
„Naja“, sage ich unschlüssig.
„Das hört sich jetzt aber auch nicht so an, als wärst du über beide Ohren verliebt“
„Julia ist eine tolle Frau.“ Das kann ich aus vollem Herzen sagen. Es macht Spaß, Dinge mit ihr zu unternehmen, mit ihr Zeit zu verbringen, sie ist klug, empathisch und steht mit beiden Beinen im Leben. „Und ich habe sie zu einer Zeit kennen gelernt, da ging es mir auch nicht so gut. Weißt du, sie ist nett, ehrlich und eine Frau zum Pferde stehlen. Aber ich weiß auch nicht, ob das auf Dauer reicht.“ Erkläre ich da eigentlich gerade der fünfzehnjährigen Tochter meiner Vorgesetzten mein Liebesleben? Wow.
„Naja, ich glaube, das ist so ein bisschen wie bei mir. Passau wäre schon irgendwie ok gewesen, aber Bochum ist halt mein Zuhause. Vielleicht musst du einfach mal für dich rausfinden, was du willst. Du musst ja nicht gleich eine Entführung vortäuschen, das kommt auch kacke. Aber vielleicht mal mit Julia reden. Und dann mit Mama“
„Mit Ellen?“ Was bekommt Emily eigentlich nicht mit? Ich bemühe mich nach Kräften so zu tun, als wäre der Gedanke an eine Beziehung mit Ellen oder dass Ellen eine tragende Rolle in meinem Leben spielen könnte, völlig neu für mich.
„Nikolas. Ich bin fünfzehn und nicht fünf. Obwohl wahrscheinlich selbst eine Fünfjährige mitbekommen würde, was los ist“
„Was ist denn los?“, frage ich und kratze mich am Kopf.
„Du bist in Mama verknallt. Mama ist in dich verknallt. Und ihr seid zu kompliziert „erwachsen“, um mal klar zu kommen und zu reden.“

Ich sitze abends auf meiner Couch und drehe mein Pils in den Händen. Nachdem Emmi mir meine Hausaufgaben in Sachen Julia und Ellen gegeben hat, haben wir uns noch lange über alles Mögliche unterhalten, Emmis Schule, ihren Aktivismus, Larissa, die jetzt in einer offenen Jugendeinrichtung lebt und und und. Vor allem aber haben wir vereinbart, jetzt mal wieder öfter was gemeinsam zu unternehmen. Mir bedeutet es viel, dass Emmi meine Entschuldigung angenommen hat und ich habe nicht vor, es wieder mit ihr zu vermasseln, falls es mal mit ihrer Mutter schwieriger werden sollte. Natürlich ist sie Ellens Tochter, aber ebenso scharfsinnig wie ihre Mutter hat sie mir klar gemacht, dass wir ja befreundet sein können, egal was mit mir und Ellen ist. Das klärt nur leider immer noch nicht, was das jetzt für Julia und mich bedeutet. Oder doch? Ich kann unabhängig von Ellen mit Emmi befreundet sein, aber kann ich auch unabhängig von Ellen mit Julia zusammen sein? Ich hole mir ein zweites Bier und eine Tüte Chips aus der Küche. Nervennahrung.
Ja, ich verbringe gerne Zeit mit Julia. Ich schätze sie als Person, mag ihren Humor und wir haben wirklich guten Sex.
Aber Ellen... ihre Ankündigung, in Bochum zu bleiben hat mich umgehauen, genau wie damals Passau. Das, was ich für Ellen fühle hat einfach ganz andere Dimensionen. Sicher auch dadurch, dass wir uns viel länger kennen, wir haben uns schon in unseren beschissensten Momenten gesehen und irgendwie gegenseitig wieder rausgezogen.
Ich erinnere mich daran, als dreizehnjähriger meinen Vater gefragt zu haben, woher er eigentlich wusste, dass er meine Mutter heiraten wollte. Damals war ich bis über beide Ohren in Lena aus der 7c verliebt und der festen Überzeugung, sie sei das Mädchen meines Lebens.
„Nikolas, das weißt du nicht. Das fühlst du. Irgendwann triffst du mal ein Mädchen und du weißt, was ich meine“, hat er geantwortet und mir eine Hand auf das Herz und eine auf den Bauch gelegt. Als Ellen mich damals bei unserem Undercover-Einsatz geküsst hat, wusste ich plötzlich, was mein Vater meinte. Da stand es auf einmal vor mir, das Mädchen meines Lebens, in Gestalt einer blonden Staatsanwältin.
Die Sache ist eigentlich klar. Ich weiß nicht, ob Ellen und ich es schaffen, wirklich eine Beziehung zu führen. Nicht wenig spricht dagegen. Aber ich kann nicht weiter mit Julia zusammen sein, nur weil ich nicht sicher weiß, ob es mit Ellen klappt. Julia verdient mehr, als meine sichere Bank zu sein.

ZWEI WOCHEN SPÄTER
Ich betrete das Carlos und sehe Emmi direkt von der Tür aus. Sie steht mit Achmed am Kicker, den Carlo immer freitags aufbaut. Sie wollte sich unbedingt hier mit mir treffen, „um mal dein Wohnzimmer abzuchecken“, wie sie sagte. Ich habe tatsächlich Ellen gefragt ob es für sie okay ist, dass ich Emmi im Carlos treffe. Es ist zwar helllichter Nachmittag, aber immer noch eine Kneipe und Emmi 15.
„Ich gehe mal davon aus, dass Herr Funke es mit dem Jugendschutz ernst nimmt und ansonsten weiß ich Emmi bei Ihnen in den besten Händen“
Ich hab Ellen verlegen angegrinst und mich gleich fünf Zentimeter größer gefühlt, als ich ihr Büro verlassen habe.
„Hey Nikolas“, begrüßt Emmi mich, nachdem sie Achmed knapp geschlagen hat.
„Hi“, sage ich. „Läuft gut gegen Achmed?“
„Achmed ist mal ein Gegner, du bist ja eher Kreisklasse“
Carlo und Achmed lachen beide als Emmi meine Fähigkeiten im kickern so herunterspielt.  
„Was darf’s denn sein?“, fragt Carlo  
„Eine Cola und ein Heinrich Pils“, antwortet Emmi ohne zu zögern.
„Das Pils hoffentlich für Nikolas?“ Carlo scheint sich nicht ganz sicher, was der Anlass für Emmis und mein Treffen hier in seiner Kneipe ist und will es sich scheinbar wirklich nicht mit Ellen verscherzen.
„Ja.“ Emmi verdreht die Augen im Kopf. „Mama würde Nikolas den Kopf abreißen, wenn er mich Bier trinken lässt und ich glaube, den braucht er noch“
„Da gehen die Meinungen auseinander“, bemerkt Achmed trocken.
„Und du nennst dich mein Freund?“ Mit gespielter Empörung boxe ich Achmed gegen die Brust.
„Wer hat denn mit dir drei Abende geübt, wie du diplomatisch mit Julia Schluss machen kannst?“
„Ja, natürlich du“, gestehe ich ein und merke, wie Emmi neben mir gespannt zuhört.
„Ich hab mich von Julia getrennt“, erkläre ich ihr überflüssigerweise.
„Und was ist jetzt dein Plan wegen Mama?“
Carlo lässt fasst unsere Getränke fallen, als er Emmis Frage hört. „Sag mal, wieso weiß ich nichts davon, dass du Pläne mit unserer Staatsanwältin hast?“
„Das weiß er selber noch nicht so ganz genau“, erwidern Emmi und Achmed gleichzeitig und geben sich danach ein High Five.
„Naja, das muss ich mir auch gut überlegen. Ich kann ja wohl schlecht einen Zettel schreiben: „Willst du mit mir gehen? Ja, nein, vielleicht“ und den dann während der Morgenbesprechung rumgeben oder?“
„Hätte was. Aber nachher landet der Zettel bei Herrn Grün und du willst wirklich kein Disziplinarverfahren wegen sexueller Belästigung deines Vorgesetzten“
„Naja, also ich hätte da ja eine Idee“ Emmi nippt an ihrer Cola und lehnt sich in ihrem Sessel zurück. „Wie gut kannst du denn tapezieren?“
Carlo und Achmed brechen in heiseres Gelächter aus, aber ich beuge mich vor zu Emmi: „Lass hören“

Drei Tage später stehe ich tatsächlich in Ellens und Emmis neuem Haus. Ellen hat beschlossen, die Räume selbst zu streichen (das Tapezieren bleibt mir zum Glück erspart) und ich habe mich angeboten, ihr zu helfen. In Emmis Worten: „Hilfe anbieten, private Situation herstellen und dann ...“
Ich komme mir ein wenig lächerlich vor, aber Carlo, Achmed und Emmi waren alle sehr überzeugt davon, ich müsse langsam mal aktiv werden und irgendwas im Präsidium neben der Arbeit zu starten, sei sinnlos. Und die ganze Aktion hat Emmis Segen.
„Und Sie wollen sich jetzt wirklich das Wochenende hier mit mir um die Ohren schlagen und die Räume  streichen?“, fragt Ellen misstrauisch.
„Klar, hab ich doch gesagt. Zu zweit geht’s schneller und fürs VfL Spiel morgen bringe ich ein Radio mit, dann verpassen wir auch nichts“
„Da bin ich ja froh, weil ich ja wirklich immer auf dem neusten Stand sein muss, was die Bundesliga angeht“, erwidert Ellen ironisch.
„Was soll denn überhaupt gestrichen werden?“, wechsle ich das Thema und schaue auf die Vielzahl von Farbeimern.
Ellen stemmt die Hände in die Hüften und pustet sich Haare aus dem Gesicht, löst dann ihren Zopf, beugt sich runter und bindet ihn neu. Ich sehe sie unauffällig an. Sie trägt eine mit Farbspritzern übersäte helle, enge Jeans und dazu ein weites, weißes T-Shirt, das sie vorne in die Hose gesteckt hat. Ganz ungewöhnlich, sie in einem privaten Outfit und nicht in ihrer üblichen Bluse/Hosenanzug/High Heels Kombi.
„Die Küche und der Essbereich werden komplett hellgrau, der Flur bleibt einfach weiß, genau wie das Gästebad und die Abstellkammer. Die Wand im Wohnzimmer rechts wird brombeerfarben, Emmi will ihr Schlafzimmer unbedingt selber machen, das Bad bleibt auch weiß, das Gästezimmer soll auch hellgrau werden und mein Schlafzimmer bekommt einen blau-grau Ton“
ELLEN
Warum kann ich eigentlich nicht normal und seriös mit Nikolas über die Farbe meines Schlafzimmers reden? Ich könnte schwören, meine Wangen sind hochrot geworden, als ich die Worte: ‚Mein Schlafzimmer‘ gesagt habe.
Ich bin sowieso immer noch überrascht, dass er tatsächlich zum Renovieren aufgetaucht ist. Beim letzten Mal, als er versprochen hatte, mir zu helfen, ist er im Auto eingeschlafen und ich habe ihm eine hochpeinliche Nachricht auf die Mobilbox gesprochen.
Ich sehe ihm nach, als er die Farbeimer für mein Schlafzimmer und das Gästezimmer die Treppe hochträgt. Spätestens um neun sollte ich ihn wegschicken, damit er den Abend noch mit Frau Tietz verbringen kann und nicht hier bleiben muss. Ich will auf keinen Fall Frau Tietz gegenüber irgendeinen missverständlichen Eindruck hinterlassen. Gut, eigentlich will ich das schon. Eigentlich will ich ihr zeigen, dass Nikolas zu mir und Emmi gehört und nicht zu ihr. Aber er hat sich für sie entschieden. Es ist jetzt über zwei Wochen her, dass ich verkündet habe, nicht nach Passau zu gehen und von Nikolas kam absolut nichts. Er hat sich gefreut aber war auch sichtbar verwirrt und ist seitdem nicht wieder von sich aus auf das Thema eingegangen. Er hat mehr Zeit mit Emmi verbracht, als mit mir und das tut weh, denn es macht ganz klar, dass er es gegenüber Emmi wiedergutmachen möchte, nicht für sie da gewesen zu sein, aber dass er auch Emmi unabhängig von mir sieht.
Das nächste Aber sind meine Gefühle für ihn. Mit der Entscheidung, nicht nach Passau zu gehen, ist mein bestes rationales Argument weggefallen. Ich hätte unmöglich etwas mit Nikolas anfangen und dann nach Passau gehen können, das wäre nur kompliziert geworden. Und jetzt verkompliziert Julia Tietz das Ganze. Die ich dummerweise wirklich sympathisch und kompetent finde, ich kann nicht mal wütend auf sie sein, denn ich weiß, dass sie Nikolas guttut und es ehrlich mit ihm meint.
„Brombeere ins Wohnzimmer?“, fragt Nikolas und hält einen Farbeimer hoch.
„Jup“, sage ich und werde wieder ins Hier und Jetzt geholt.
„Ist das jetzt der neue Minimalismus?“, ruft Nikolas aus dem Wohnzimmer und ich gehe zu ihm um zu sehen, was er meint.
„Das war ein Ausstellungsstück. Das letzte in der Farbe und man musste es sofort mitnehmen. Emmi und ich kaufen noch Elemente dazu und dann kann man das ganz beliebig verwenden, als große Couchfläche, als Gästebett, man kann es trennen und hat dann quasi drei Sofas, aber die anderen Elemente können erst in drei Wochen geliefert werden, weil sie ja in einer anderen Farbe sind“ Wow. Jetzt weiß Nikolas wirklich Dinge über mein Sofa, die er vermutlich nie wissen wollte.
„Umso besser“, erwidert er, woraufhin ich ihn fragend ansehe.
„Na, ich hab uns natürlich Pizza zur Stärkung bestellt und Bier mitgebracht, dann können wir das Sofa gleich einweihen“
Wie auf Kommando klingelt es an der Tür und Niklas geht hin, kommt wenig später mit zwei Pizzen von unserer Lieblingspizzeria und einem Sixpack Bier zurück.
„Stärkung vor der Arbeit?“, frage ich in einem misslungenen Versuch, locker zu wirken.
„Klar, vor der Arbeit stärkt man sich, nach der Arbeit belohnt man sich“ Nikolas wirft mir einen Blick zu, den ich nur schwer deuten kann, denn er kann nicht heißen, was ich möchte, dass er heißt.

NIKOLAS
Ellen ist total angespannt und unter Stress. Sie rührt die Pizza, die ich für sie ausgesucht habe und von der ich weiß, dass es ihre Lieblingspizza ist (Büffelmozzarella mit Rucola und Tomaten) kaum an, hat dafür aber ihre Flasche Bier schon zur Hälfte geleert, als ich beim zweiten Schluck bin. Ich frage mich, was der Grund dafür ist. So wird das jedenfalls nichts mit dem romantischen Abend, den ich eigentlich geplant habe. Vielleicht habe ich aber auch einfach Ellen total missverstanden.  Vielleicht meinte sie gar nicht, es würde schwer für sie, mich immer hier in Bochum zu sehen weil sie noch Gefühle für mich hat, sondern weil sie einfach an alles aus der Vergangenheit erinnert wird, was sie lieber vergessen würde.
ich bin so ein Hornochse. Auf die Idee hätte ich auch echt mal eher kommen können.
„Schmeckt Ihnen die Pizza nicht?“
„Doch, natürlich“, sagt sie und beißt halbherzig ein Stück ab. „Aber ich möchte Sie eigentlich auch gar nicht davon abhalten, den Freitagabend mit Frau Tietz zu verbringen. Es ist ja schon sehr nett, dass Sie mir beim Streichen helfen wollen, da müssen Sie mich ja nicht auch noch mit Essen versorgen“
Okay. Ich bin wirklich ein Hornochse. Nicht weil ich Ellens Aussage oder Gefühle missverstanden hätte, aber sie denkt, ich wäre immer noch mit Julia zusammen. Ich glaube, ich bin der einzige Mensch im ganzen Ruhrgebiet, der es schafft, seine eigenen romantischen Pläne zu durchkreuzen.
„Was ist denn daran so witzig?“, fragt Ellen nach, nachdem ich über mich und über die Absurdität der Situation lachen musste.
„Ich glaube, ich habe mich selber ganz gut davon abgehalten, Freitagabende in Zukunft mit Julia zu verbringen“
Ellens Augenbrauen ziehen sich fragend zusammen und mir fällt auf, dass ich immer noch nicht klar gesagt habe, dass ich gar nicht mehr mit Julia zusammen bin.
„Julia und ich haben uns getrennt“, sage ich deshalb nochmal in aller Deutlichkeit.
„Oh, das tut mir leid“ In Ellens Augen sehe ich ehrliche Besorgnis.
„Alles gut. Wir wollten einfach ganz andere Dinge und waren an unterschiedlichen Punkten“ So kann man natürlich auch sagen, dass ich mit ihr wegen Ellen Schluss gemacht habe.
„Dann werden wir zukünftig wohl auf Frau Tietz‘ Expertise in Sachen Profiling verzichten müssen?“
„Ach Quatsch, wir haben uns ja nicht mit Vasen beworfen, die Augen ausgekratzt oder sonst was. Es hat einfach nicht gepasst und wir haben uns beide dafür entschieden, ehrlich miteinander zu sein und nichts zu erzwingen.“
„Da bin ich ja beruhigt“, sagt Ellen mit vollem Mund.
Ich sehe sie von der Seite an, wie sie ihre Pizza plötzlich mit dreimal so viel Appetit isst. Natürlich würde sie Flirtversuche von mir abtun und nicht darauf eingehen wenn sie denkt, ich sei mit Julia zusammen. Dazu ist sie viel zu respektvoll und ehrlich. Verdammt. Am liebsten würde ich sie einfach die verbleibenden dreißig Zentimeter an mich ziehen und küssen. Ihr zeigen, dass sie die Richtige für mich ist, egal wie viele Wohnzimmerwände ich in Brombeere streichen soll.
Stattdessen öffnen wir zehn Minuten später die jeweils zweite Flasche Bier und beginnen, die Wände abzukleben und die Böden mit Malerflies auszulegen nachdem uns aufgefallen ist, dass es vielleicht keine gute Idee ist, im Dunkeln, nur beleuchtet von einer Glühbirne, eine Wand brombeerfarben zu streichen. Ellen macht Musik über ihr Handy an und ich beobachte sie, wie sie locker und fröhlich mit dem Kreppband und einer Schere hantiert.
„Wollen Sie eigentlich auch mal was abkleben oder stehen Sie jetzt nur grinsend rum?“, fragt Ellen von ihrer Leiter aus.
„Rumstehen und grinsen kann ich schon ziemlich gut“, erwidere ich und fühle mich ertappt.
„Ach, da würden mir auch noch ein paar andere Dinge einfallen“
„Achja?“ Das interessiert mich jetzt wirklich. Ich reiche ihr eine neue Rolle Kreppband an und unsere Hände berühren sich zufällig. Ellens Gesicht erstarrt und ich merke, dass sie gerade alles daran setzt mich nicht sehen zu lassen, was ihr durch den Kopf geht.
Wir gehen wirklich immer einen Schritt vor und anderthalb zurück, es ist frustrierend. Gerade dachte ich, es läuft besser, Ellen ist auf meinen harmlosen Flirt eingestiegen und wir sind beim zweiten Bier.
„Sie suchen ganz gute Pizza aus“ Ellen will offensichtlich das Gespräch wieder auf eine neutrale Ebene zurück bringen.
„Das heißt, ich hab die nächsten beiden Tage Pizza-Duty?“ Spielerisch lehne ich mich gegen ihre Leiter und sehe zu Ellen hoch.
„Sie drücken sich ja neuerdings aus wie Emmi“
„Klar. Wir sind ja auch beide cool und hip“ Ich zwinkere Ellen zu und bereite weiter alles für Morgen vor.
„Mal im Ernst, Heldt: Emmi freut sich sehr, dass Sie wieder mehr Zeit mit ihr verbringen“ Sie steigt von der Leiter runter und geht ein paar Schritte auf mich zu.
„Das freut mich auch. Ich hatte Emmi in den letzten Monaten nicht so auf dem Schirm, aber es ist wirklich toll, mit ihr was zu unternehmen. Letztens hat sie sogar Achmed beim Kickern geschlagen“
Ellen lacht und sieht mir in die Augen, ich kann nicht anders, als zurück zu lächeln.
„Wie hat Herr Öser das denn verkraftet?“
„Ganz gut, ich glaube, ich hatte mehr daran zu knabbern, dass Emmi mir nur Kreisliganiveau bescheinigt hat“
„Das muss ja schlimm für Sie gewesen sein. Wo Sie doch in allen Belangen so ein Fußballprofi sind“ Ellen legt mir zum Trost im Vorbeigehen die Hand auf den Unterarm und ihre Fingerspitzen gleiten von meinem Ellenbogen über meine Hüfte als sie an mir vorbei geht. Ich drehe mich nicht um sondern atme einmal tief ein und aus. Das war totsicher kein Zufall. Das war ein vorsichtiger Ellen-Flirt. YES!
Wir bereiten noch einige Zeit die Räume vor, sodass wir morgen und übermorgen lediglich noch streichen und danach aufräumen müssen und um zehn stehen wir vor Ellens Haustür.
„Ja dann“, sagen wir beide unisono, als wir nicht so recht wissen, was wir eigentlich sagen oder tun wollen.
„Bis morgen, Heldt“
„Bis morgen“
Eine halbe Stunde später bekomme ich von Emmi eine Whatsapp: „Ernsthaft?“ Begleitet wird die Frage von drei Emojis, die ihre Augen im Kopf verdrehen.
„Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut“, schreibe ich zurück. Das hätte jetzt auch von Herrn Grün sein können.
„Nee. Ihr seid eher so Berliner Flughafen, was Geschwindigkeit und Komplikationen angeht“
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