What it's like to fall in love

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
James "Krone" Potter Lily Potter OC (Own Character) Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Sirius "Tatze" Black
24.03.2020
29.03.2020
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LILY:

Als ich zu Jo aufgeschlossen hatte, bemerkte diese „ Ich weiß wirklich nicht was Morgan an Potter findet! Sie nur an wie alle um die beiden herum ihn anhimmeln, das ist wirklich absolut peinlich!“ ich entgegnete nur „Das selbe hab ich mich schon zu oft gefragt.“ Wir steuerten zusammen den ersten Wagon zu und verabschiedeten uns schließlich an der vierten Tür des Ganges auf der in Großer Schrift „Vertrauensschüler“ geschrieben stand. Die letzten beiden Jahre war ich in dieses Abteil gegangen, doch heuer nicht.

Ich ging einige Meter weiter und kam endlich an der letzten Tür auf der linken Seite des Wagons an, die Tür die zum Abteil der Schulsprecher führte.
Ich ging zwar nicht davon aus, dass ich meinen Partner jetzt schon darin finden würde – wie immer war ich viel zu früh dran, also setzte ich mich auf die gepolsterte Bank und musterte ausgiebig das Zimmer.
Es größer als die gewöhnlichen Abteile und hatte zwei große Fenster, die man sogar öffnen konnte. An den Wänden hingen Bilder, die Hogwarts und seine Ländereien zeigten, gerade als ich ein Bild näher betrachtete wechselte es von einer bunten Herbstlandschaft in eine schneebedeckte Winterlandschaft über.
Dieses Bild war bei weitem nicht das einzige, das hier zu finden war. Es gab viele die Magische Geschöpfe zeigten, und natürlich auch Bilder der Häuser die es in Hogwarts gab.
Ich hoffte noch immer, dass mein Partner nicht aus Slytherin kommen würde, denn ich war Muggelstämmig und viele Hexen und Zauberer dieses Hauses konnten Leute wie mich, wegen meiner Herkunft, weniger leiden – das war allerdings sehr freundlich ausgedrückt, fast zu freundlich wie ich im Nachhinein fand.
Das größte Problem war, dass ich nicht nur viel Zeit mit dem Schulsprecher  außerhalb des Unterrichts verbringen musste, nein ich würde mir ja sogar eine Wohnung mit ihm teilen müssen. Ich wollte mir jetzt darüber wirklich nicht den Kopf zerbrechen, weshalb ich meine Tasche öffnete um eines der Schulbücher schon einmal zu lesen, nicht, dass ich es in den Ferien noch nicht getan hätte.
Die Schüler die bereits letztes Jahr ihre UTZ-Prüfungen gemacht hatten, hatten uns (den jüngeren Schülern, aber vor allem den Sechstklässlern) oft geraten, jede freie Minute zu nutzen. Ich entschied mich für das Buch meines Lieblingsfaches – Zaubertränke. Ich hatte nicht nur ein gewisses Talent in diesem Fach, weshalb ich auch zum Slug-Club gehörte, es machte mir zudem auch noch Spaß. Ich liebte es einfach wie der Dampf von den Kesseln aufstieg, wie sich die Farbe des Trankes verfärbte und wie präzise man in diesem Fach sein musste. Ich verschlang die Seiten des Buches und war bei dem Trank angekommen, der mich am meisten faszinierte - dem Vielsafttrank.

Ich war so vertieft in mein Buch, dass ich gar nicht bemerkte wie die Tür aufgedrückt wurde und ein Junge mit rabenschwarzem abstehendem Haar, rundlich geformter Brille und haselnussbraunen Augen mich beobachtete.
Als er sich schließlich räusperte zuckte ich zusammen und schaute in das grinsende Gesicht James Potters. Was wollte dieser Typ schon wieder hier und warum waren meine Haare so ungeordnet, das konnte doch nicht sein Potter stand vor mir und ich machte mir über meine Haare Gedanken, über meine Haare!
„Potter! Was tust du hier?! Du kannst mir nicht erzählen, dass du dich verlaufen hast!“ blaffte ich ihn an, mein Ton klang schärfer als beabsichtigt, doch Potter war sowieso nichts anderes von mir gewöhnt.
„Ich habe mich nicht verlaufen“ antwortete er ruhig, zu ruhig wie ich fand. Mir schwirrten tausende Fragen durch den Kopf.
Wo war mein Schulsprecherpartner? Was erlaubte sich Potter eigentlich hier aufzukreuzen? Und warum machte mich dieser Junge so nervös? Ich brachte nur ein zorniges „Was hast du mit ihm gemacht?“ heraus, woraufhin er mich verdutzt musterte und gekonnt lässig „Was habe ich mit wem gemacht?“ erwiderte.
„Du weißt genau, was ich meine Potter! Stell dich nicht dümmer als du bist und sage mir wo der Schulsprecher ist!“ Jetzt wurde auch er lauter und schrie mich an „Ich bin der scheiß Schulsprecher Evans!“ ich wollte lachen, doch James zog die gleiche Anstecknadel aus seiner Hosentasche, die ich bereits an meinen Pullover geheftet hatte.
Das konnte nicht sein! Das durfte nicht sein!
Doch weiter kam ich mit denken nicht, ich schnappte nach Luft und mir wurde plötzlich schwarz vor Augen, als ich von der Bank runterkippte und heftig am Boden aufschlug. Der Boden fühlte sich kalt an und ich lag in einer nicht gerade angenehmen Position herum.
Ich hörte nur noch ein „Fuck! Evans, hey Evans sag doch was! Scheiße ich kann das nicht alleine ich hole Hilfe. Bleib ganz ruhig liegen.“ – als  hätte ich jetzt einfach so aufstehen können. Ich bemerkte, dass es die Stimme von Potter war und zu meiner Überraschung klang sie besorgt.
Eine gefühlte Ewigkeit später wurde die Tür wieder aufgerissen und ich konnte eine zweite Stimme hören, sie jedoch nicht zuordnen. Es drang nur die Stimme von James durch, die mich auf eine seltsame Art und Weise beruhigte, ich wollte es zwar nicht wahrhaben aber sie beruhigte mich wirklich.
Ich hörte ein „Scheiße, was sollen wir machen?“ und daraufhin wieder das Getuschel der zweiten Stimme,
einige Augenbricke später griffen zwei muskulöse arme unter meinen Körper und hoben mich hoch – vielleicht hätte ich mich unwohl fühlen sollen, doch komischer weiße tat ich das nicht. Dieses Gefühl war wirklich schwer zu beschreiben, doch ich fühlte mich in den Armen sicher, geliebt und beschützt. Es war ein Gefühl, dass mir bis zu diesem Zeitpunkt völlig fremd gewesen war, ich schätze es war das Gefühl des vollkommenen Vertrauens. Mein Körper wurde von innen gewärmt und mein Herz überschlug sich fast. Wer war dieser Junge der mich hochhob, war es James Potter? – Ich wollte es mir wirklich nicht vorstellen, doch mein Herz sagte mir, dass er der Junge war der mich sicher in den Armen hielt.
Schließlich wurde ich auf eine gepolsterte Oberfläche gelegt und ich spürte eine sanfte Berührung an meiner Schulter, die in ein leichtes schütteln überging. Und Potters Stimme sagte leise neben meinem Ohr, sodass ich seinen warmen Atem auf meiner Haut spüren konnte „Hey, Lily. Aufwachen“ Als er meinen Namen, also meinen Vornamen, sagte lief mir ein leichtes schaudern über den Rücken – kein unangenehmes, nein ein angenehmes wie ich es noch nie zuvor gespürt hatte.

Ich schlug endlich wieder meine Augen auf und zwei Köpfe waren über mich gebeugt, der eine gehörte meinem bestem Freund Remus Lupin und der andere war der von James Potter. Die beiden sahen äußerst besorgt aus, und Remus fragte schließlich „Alles gut Lily, tut dir irgendwas weh?“ Ich schüttelte nur den Kopf und setzte mich mühsam auf.
Jede noch so kleine Bewegung war mit äußerster Anstrengung verbunden, weshalb ich wahrscheinlich wie ein Sandsack auf der Bank hing. „Sollen wir die Besprechung mit den Vertrauensschülern verschieben, Evans? Die wäre nämlich jetzt in zehn Minuten.“ Fragte Potter sanft, so sanft wie ich es von ihm nicht gewohnt war.
Zum zweitem Mal schüttelte ich den Kopf und sah zu den beiden Jungen hinauf, ich wollte nicht am ersten Tag schon den ganzen Zeitplan durcheinander bringen und außerdem nicht als Memme dar stehen.
Ich versuchte die beiden so streng wie möglich anzusehen, als ich sagte „Jungs, wäre es in Ordnung wenn das hier unter uns bleibt.“ James und Remus nickten gleichzeitig und ich schenkte den beiden das breiteste Lächeln zu dem ich im Stande war. Die restlichen Minuten saßen wir schweigend da.

Schließlich klopfte es an der Tür und Judy Roy und Ethan O´Neill die Vertrauensschüler aus Ravenclaw betraten den Raum, sie musterten uns zwar ein bisschen nachdenklich, setzten sich aber ohne einen Muks von sich zu geben.
Sarah McGowan und Jacob Rutherford stellten sich als die Vertrauensschüler von Hufflepuff heraus, ich kannte sie denn wir hatten letztes Jahr in Zaubertränke eine Gruppenarbeit zusammen erledigt. Dicht hinter den beiden stand Joanna die mich fragend anschaute doch ich setzte den Ich-erzähl-es-dir-später Blick auf und sie ließ sich neben Remus auf die Bank fallen.
Zu meiner Überraschung kamen Penelope Prinsloo und Baza Wyler aus Slytherin nur wenige Minuten zu spät und entschuldigten sich dafür freundlich, es gab eben auch noch die Hoffnung auf nette Slytherins, jetzt wo ich darüber nachdachte klang das wirklich äußerst komisch.

Die Besprechung übernahm James und brachte sie überraschend souverän und ernst hinter uns. Ich versuchte gar nicht mich einzumischen, weil mir irgendwie immer noch ein wenig schwindelig war.
Mich schauten die anderen Vertrauensschüler nur besorgt an, sagten zu meiner Erleichterung aber nichts. James beendete seinen Vortrag und erklärte, dass wir uns in den nächsten Tagen nochmals treffen müssten um festzulegen wer wann Rundgänge machen muss. Dabei informierte er sie auch, dass Vertrauensschüler einmal und Schulsprecher zweimal wöchentlich durchs Schloss patrollieren mussten um die Lehrkräfte zu unterstützen – ich war überrascht er schien sich sogar ein wenig mit den Aufgaben eines Schulsprechers befasst zu haben.
Als letztes teilte ich den Schülern noch die Karten mit den Passwörtern aus und erklärte ihnen dabei wie man sie ändern konnte. Sie nickten eifrig und verließen daraufhin das Abteil. Als sie gegangen waren blickte ich zu James auch und flüsterte ein leises „Danke Potter“ er sah verdutzt zu mir hinunter und antwortete nur „Kein Problem Evans, ich bin immer da um dich zu retten.“ Dabei setzte er wieder sein typisches Potter-Grinsen auf und der übliche James kam wieder zum Vorschein, der der mich immer so nervte.

Wenige Minuten später kam der Zug ins stehen und ich richtete mich mühsam auf. James sah zu mir hinab, er schien in den Ferien nochmals um mehrere Zentimeter gewachsen zu sein. Denn als ich so vor ihm stand war mein Gesicht bei ihm auf Brusthöhe und ich bemerkte, dass er auch in den Ferien trainiert haben musste - er legte eben Wert auf sein Äußeres.
Ich wankte immer noch ein bisschen als James mir die Tür öffnete und ich ihm ein „Seit wann so freundlich, Potter?“ zuwarf, worauf er seine eine Augenbraue nach oben und erwiderte „Für dich doch immer, Evans.“ So ein Schleimer!

Als wir am Bahnhof standen steuerte ich direkt auf Morgan, Jo und Alice zu die mich fragend musterten. „Was ist passiert? Geht’s die gut? Man ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht, Lils“ platzte es aus Mo heraus, als wir gerade in eine der Kutschen einstiegen.
Als ich den dreien die Geschichte erzählt habe, natürlich habe ich nicht erwähnt welches kribbeln durch meinen Körper jagte, als James mich hochhob. Staunten Alice und Jo nicht schlecht, doch Mo sah mich nur mit einem triumphierenden Lächeln an als sie sagte „Ich hab dir doch immer gesagt, wie James ist.“ Ich antwortete nur mit „Ach halt die Klappe, er hat sich bestimmt mit seinen Rumtreiber Freunden schon drüber lustig gemacht.“
„Das glaube ich nicht“ mischte sich Jo ein, ausgerechnet sie? „Ich war ja auch im Abteil, als er Remus geholt hat und er sah wirklich richtig besorgt aus. Ich dachte fast er hätte ein wenig Angst gehabt.“ „Wir reden hier immer noch von Potter, okay!“ unterbrach ich sie, ich wollte mir gar nicht vorstellen wie ein völlig aufgelöster James Potter an der Tür des Vertrauensschülerabteils klopfte. Das passte einfach nicht zu ihm!

Die restliche Fahrt hörte ich mir noch die Probleme der anderen an, Alice wusste nicht wie sie Frank dazu bringen könnte sie nach einem Date zu fragen. Jo war genervt davon, dass sie Adam Parker andauernd fragte ob sie mit ihm auf ein Date gehen wollte und Morgan hatte nur die Quidditch Auswahl Spiele im Kopf – typisch.


Danke, für die Reviews der letzten beiden Kapitel, sie habe mich sehr gefreut.
Wenn ihr irgendwelche Verbesserungsvorschläge / Ideen habt könnt ihr es mir gerne schreiben.
Man lernt am meisten aus Kritik, weshalb ich mich freuen würde, wenn ihr mir schreiben würdet was euch gut gefallen hat und an was man noch arbeiten könnte ;)
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