Dungeons and Dragons – not good at Living a Dragonborn's Life

GeschichteFantasy / P12 Slash
OC (Own Character)
24.03.2020
24.03.2020
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Die Katakomben von Djerad Thymar sind wie immer erfüllt von einem leisen Whispern, fernem Gemurmel und dem Geruch von abgestandenem Wasser. Nicht vergleichbar mit der Pracht, die sich über mir dem Sonnenlicht zeigt, oder dem Mondlicht. Man verliert schnell das Gefühl für Zeit, wenn man die Sonne nicht sehen kann. Das hatte ich schnell gelernt in der ewigen Dunkelheit der Katakomben. Und man verliert schnell sein Leben, wenn man nicht wachsam war. Im leichten Licht der Fackel betrachte ich meine Hände. Schuppig und robust, wie alles an mir. Drei lange Finger mit spitzen Krallen und ein Daumen. Keine Hände, Pranken. Die Pranken eines Monsters.

Lange Zeit meines Lebens hatten sie nichts getan, als zierliche Stifte gehalten, behutsam die Seiten eines Buches umgedeckt und achtsam Pergament aufgerollt. Ich war keine Kämpferin, nie eine gewesen. Ich war die Lesende. Thava die Lesende. War es gewesen.

Geistesgegenwärtig berühre ich meine linke Braue. Nichts. Ich taste nach einem Teil von mir, der mir entrissen wurde. Fühle mich nackt und entblößt. Die Narbe sticht wie am ersten Tag.

Ein Tropfen von der Decke trifft mich, rollt mir das Gesicht hinab, über meinen Schuppigen Kopf bis hin zu meiner länglichen Schnauze mit der Reptilnase. Wie eine Träne, die für mich geweint wird. Vielleicht ein Zeichen meiner Ahnen, das Zeichen der Schande, dass ich über Sie gebracht habe. Das Zeichen der Schande, was Sie über mich gebracht hat.

Ich lege mich auf den Rücken, starre in auf die grobe Decke über mir. Kleine Tropfsteine haben sich dort gebildet, wie ein nach unten gekehrtes Schloss mit weißen Türmen. Ein Königreich für eine Verstoßene. Das einzig Herrschaftliche was mir noch geblieben ist.

„latali ghoros self. svihelen ghoros latali. clan ghoros svihelen. ancestors ghoros clan. tiichi ghoros shio.“

-  Meine Verbündete vor mir selbst. Meine Familie vor meinen Verbündeten. Mein Clan vor meinen Familie. Meine Ahnen vor meiner Familie. Und die Ehre an erster Stelle.
Das ist unser Eid. Die stille Verbundenheit, die über das Blut hinausgeht. Ich habe sie gebrochen. Ich habe mich an erste Stelle gestellt. War der plötzlichen Macht, die meine Adern durchströmt hatte verfallen.

„Throtominarr!!“ der Strahl aus purer, knisternder Energie schlägt in die Decke über mir ein. Ich bereue es den Cantrip gecastet zu haben, noch bevor der gequälte Schrei meinen Mund verlassen hat.

Die Decke stürzt über mir ein und es wird schwarz um mich. Ich falle tief in mein eigenes Bewusstsein. Gelähmt von dem Schmerz. Gelähmt von der Reue.

Dann erscheint ER.
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