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Das neue Familienmitglied

von Lady0409
GeschichteFamilie / P12 / Gen
Dr. Sabine Petersen Jens Blank
21.03.2020
10.06.2021
88
185.581
4
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10.06.2021 1.745
 


Kapitel 88:
die erste Nacht - Teil 1


Allerdings ließ sich der kleine Jonas nicht von seinem Hund Arco, der aufgeregt bellend vor Jens stand und seine Leine in der Schnauze trug, beruhigen und er weinte immer stärker, als er nach seiner Adoptivmutter rief und sich an Jens´ Brust kuschelte.

„Mama… MAMAAA!“, weinte das Kind noch einmal aufgeregt und Jens gab dem kleinen Jungen einen Kuss auf die Wange.
„Was ist denn los, mein Schatz? Was hast Du denn? Ich bin doch immer noch bei Dir und kümmere mich um Dich. … Du brauchst doch jetzt nicht mehr so sehr zu weinen, mein armer, kleiner Schatz. … Wir fahren jetzt mit unserem Arco… und unserer lieben Belle nach Hause. Du bist doch auch schon ganz doll müde. … Ja, mein kleiner Schatz. Es ist alles in Ordnung. … Willst Du schlafen, mein kleiner Engel?“, beruhigte Jens seinen kleinen Pflegesohn und Jonas nickte, als er immer aufgeregter zu weinen und zu schreien anfing und seine Augen rieb.
„Der Kleine wird wirklich schon ziemlich müde sein; so, wie er hier schon winselt.“, stellte Alex fest und beobachtete den unzufrieden weinenden Jungen, der seinen Adoptivvater nicht mehr aus den Augen ließ.

„Mamaaa… wo Mamii?", wollte der kleine Jonas von Jens wissen und der Pilot antwortete: „Die liebe und gute Mami ist drüben im Krankenhaus, mein kleiner Engel. Sie hat doch ein kleines Geschwisterchen für Dich im Bauch. Aber im Moment ist das kleine Baby im Bauch von Mami wahrscheinlich ein bisschen krank. Und deswegen muss Mami von der Tante Doktor untersucht werden. … Jonas, mein kleiner Schatz, hör doch jetzt bitte bitte auf, zu weinen. Ich kümmere mich doch, bis Mama morgen wieder nach Hause kommt, ganz besonders um Dich. Du brauchst gar keine Angst zu haben. Ich bin für Dich da.", versuchte Jens mit Druck den kleinen Jungen zu beruhigen und er sah auf Alex´ Stieftochter Jasmin, die ihrem kleinen Sohn Ryan auf dem Arm trug und keine Probleme mit dem Jungen zu haben schien.

„Dass Dein kleiner Fratz so pflegeleicht ist… und Jonas macht hier solch ein Theater. Nur, weil Sabine nicht da ist."
„Das täuscht im Moment einfach nur extrem, Jens. Ryan ist momentan auch einfach nur ein bisschen erschöpft und müde. Aber Du musst ihn Mal erleben, wenn wir in eine komplett neue Umgebung mit ihm fahren. Dann sind aber die Kriege ein paar entspannte Urlaubstage dagegen.", fiel Jasmin dem Kollegen ihres Stiefvaters ins Wort. „Aber vielleicht ist Jonas ja auch einfach nur von der Situation hier ein bisschen überfordert. Er ist doch, wie ich verstanden habe, den ersten Tag bei euch, stimmt's?"
„Ja… Ja, wir haben den kleinen Mann nach einem Unfall ins Krankenhaus gebracht und heute haben wir ihn aus dem Krankenhaus abgeholt. Klar ist Jonas dann ein bisschen mit der Situation überfordert, aber so…"

„Mach Dir doch erst einmal keine Gedanken. Versetz Dich doch jetzt einmal in die Lage von Deinem kleinen Engel hier. Er ist aufgeregt und scheint Sabine und Dir auch noch nicht zu hundert Prozent zu vertrauen zu können. Es wird seine Zeit brauchen, bis ihr zu einer Familie zusammen gewachsen seid.", meinte Johnny, als Jens kurz nickte und dem kleinen Jungen, der weiterhin weinte, die Schuhe wieder anzog.
„Jonas, sei jetzt bitte lieb, mein Kleiner. Wir beide fahren jetzt erst einmal wieder zurück nach Hause. Mit unseren beiden Hunden… Du bist doch auch ein ganz müdes Kind. Ein ganz erschöpfter Junge. Und deswegen fahren wir jetzt nach Hause, damit Du endlich ins Bett gehen kannst. … Es ist alles in Ordnung."

Jonas allerdings schien es nicht zu gefallen, dass sie jetzt wohl ohne seine Adoptivmutter nach Hause fahren würden und er strampelte aufgeregt mit seinen Füßen, als er endlich die Schuhe anhatte. „MAMA!“
„Deine liebe Mama kommt doch schon bald wieder nach Hause. Aber vorher muss geklärt werden, dass es Deinem kleinen Geschwisterchen wieder besser geht.“, beruhigte Jens seinen kleinen Adoptivsohn und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, bevor er sich an seine Freunde und Kollegen wandte.
„Ich werde dann mal meinen kleinen Spatz ins Auto packen und nach Hause fahren. Jonas scheint wohl wirklich schon sehr müde zu sein…“, seufzte Jens und verabschiedete sich von seinen Freunden, um mit seinen beiden Hunden und seinem kleinen Adoptivsohn zum Auto zu gehen.


Der Abend ging schnell voran und nachdem Jonas mit seinem Adoptivvater die aktuelle Folge vom Sandmännchen geschaut hatte, meinte Jens zu dem Dreijährigen: „Jonas… Jonas, mein Schatz. Jetzt geht es aber ins Bett. Du bist doch auch schon soo müde. Deine Äuglein werden immer kleiner. … Und wir wollen doch auch morgen zusammen zu Mama ins Krankenhaus fahren und sie hoffentlich schon abholen. Da willst Du doch munter sein, hm? … Komm, Jonas. Jetzt gehst Du schon einmal ins Bad und putzt Dir Deine Zähne. Ich kümmere mich in der Zwischenzeit schon um Dein Bett, dass da alles in Ordnung ist.“

„Mama… Mamaaaa!“, weinte das Kind jedoch und widersetzte sich sogleich den Anweisungen von Jens, als er erneut den Jungen ins Badezimmer schickte.
„Jonas…“, tadelte der Pilot seinen Adoptivsohn noch einmal und schaute ihn ermahnend an. „Du musst Dich jetzt zum Schlafen fertig machen. Dann lese ich Dir noch etwas aus dem großen Märchenbuch vor, was Mama für Dich gekauft hat. Und dann… Jonas, was ist denn los? Du brauchst doch nicht zu weinen; Papa ist doch da, solange Mama noch im Krankenhaus liegt.“
Beruhigend streichelte Jens seinem kleinen Adoptivkind sanft über den Kopf und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Du brauchst… Hör doch auf, zu weinen, mein Großer. … Du bist doch ein ganz lieber… Du bist doch ein ganz lieber Junge. Aber wenn Du jetzt nicht so artig bist und nicht ins Bettchen gehen willst, dann kann ich Dich morgen nicht mit zu Mama ins Krankenhaus nehmen.“, erklärte der Pilot dem Kleinen und Jonas schüttelte entschieden den Kopf, als er sich an Arco kuschelte, der just in diesem Moment auf das Sofa sprang, während sich Belle in ihr Körbchen neben dem Fernseher verkrochen hatte und bereits mit ihrem Plüschtier unter dem Kopf eingeschlafen war.

„Jonas… Jonas, jetzt komm bitte. Wir wollen… Wir wollen jetzt zusammen Zähne putzen gehen. Und dann geht es ins Bett, mein Kleiner.“, ermahnte Jens seinen kleinen Adoptivsohn noch einmal und nahm ihn an die Hand, was dem Dreijährigen allerdings auch nicht ganz so gut zu gefallen schien. „Jonas, komm doch bitte. Ich bringe Dich jetzt ins Bett. Du bist doch auch schon müde. Wir wollen doch… Jonas, wir wollen doch morgen zusammen zu Mama ins Krankenhaus.“

„MAMAAAA!“, schrie Jonas noch einmal und kuschelte sich noch enger an seinen Hund, der sogleich zu bellen und zu knurren anfing, als sich Jens dem Kleinen näherte.
„Jonas… Jetzt komm doch bitte; wir wollen doch jetzt ins Bettchen gehen. Du bist ein müdes Kind. … Arco, ab! Hör auf zu knurren, junger Mann. … Los, ab ins Körbchen.“, fuhr der Pilot nun den Schäferhundrüden an und zog ihn am roten Nylonhalsband, das Arco zu Hause trug, vom Sofa. „Du gehst jetzt hier vom Sofa runter, junger Herr.“

„Mamaaa!“, weinte Jonas noch einmal, doch der Pilot nahm nun den kleinen Jungen auf den Arm und trug ihn, während das Kind immer kräftiger weinte und winselte, ins Badezimmer.
„Jonas, wir putzen jetzt Deine Zähne und dann geht es ins Bett. … Sonst rufe ich jetzt gleich die liebe Mami an und sage ihr, dass wir beide morgen nicht zu ihr ins Krankenhaus kommen können, weil Du noch so müde bist. … Ich weiß, dass Du im Moment noch etwas überfordert bist und Dich auch noch ängstigt, weil Du Sabine und mich noch nicht so gut kennst. Aber wir wollen Dir nichts böses tun… Sag mal, Jonas… geht es Dir im Moment gut?“, erkundigte sich Jens plötzlich bei dem kleinen Jungen, als er merkte, dass Jonas, als er den kleinen Jungen ins Badezimmer trug, plötzlich sehr erschöpft auf seinem Arm hing und wimmernd mit seinem linken Fuß strampelte.
„Papa…“, winselte der Dreijährige und kuschelte sich während des Transports noch enger an Jens, als es plötzlich an der Haustür klingelte.

„Wer kommt denn jetzt plötzlich zu Besuch?", erkundigte sich Jens nachdenklich und er setzte den kleinen Jonas auf dem kleinen Kinderstühlchen ab, bevor er die Haustür öffnete und vor ihm die Jugendamtsmitarbeiterin stand.
„Herr Blank, guten Abend… Gut, dass Sie da sind. Ich war schon heute Nachmittag kurz hier bei Ihnen, aber da waren Sie wohl gerade unterwegs.“, erklärte die Dame dem Adoptivvater von Jonas, der weinend auf dem Kinderstühlchen saß und von Arco tröstend den Spielball in die Hand gedrückt bekam.
Allerdings weinte der kleine Jonas nach dem Tröstversuch des Rüden nur noch kräftiger und er legte den Ball nur direkt zwischen seinen Beinen hin.

„Was ist denn jetzt plötzlich mit dem kleinen Jonas los? Hat er irgendetwas? Oder hat der Hund den Kleinen vielleicht gebissen oder ihn angeknurrt?“, erkundigte sich die Jugendamtsmitarbeiterin bei Jens, als sie sah, dass der Kleine kräftig weinte.
„Ach, Frau Gutberg… Ich weiß momentan leider selbst noch nicht, was mit Jonas los ist. Aber mit Arco und Belle hat das Weinen des Kleinen im Moment nichts zu tun; jedenfalls haben die Hunde ihm nichts getan. … Wir haben gerade zusammen noch eine Folge Sandmännchen geschaut und jetzt wollte ich den kleinen Mann ins Badezimmer bringen, damit er Zähne putzen kann. Es ist Schlafenszeit… Aber Jonas hat absolut keine Lust darauf, ins Bett zu gehen; ich weiß es nicht, was los ist. … Jonas, komm jetzt bitte. Ich will nicht noch hundert Jahre mit Dir streiten. Es ist jetzt Schlafenszeit. Sonst gibt es morgen kein Sandmännchen mehr.“

„Mamaa… MAMAAA!“, weinte Jonas sofort wieder aufgeregt los, als die Frau ihm zu nahe kam und die Jugendamtsmitarbeiterin fragte: „Wo ist denn Ihre Lebensgefährtin, Herr Blank? Kann sie sich nicht um den Kleinen kümmern, wenn er schon nach Ihrer Lebensgefährtin schreit?“
„Sabine ist momentan… Meine Lebensgefährtin ist momentan leider im Krankenhaus; es ging ihr heute Nachmittag nicht besonders gut. Das ist auch der Grund, warum wir heute Nachmittag nicht zu Hause waren. Ich habe meine Lebensgefährtin ins Krankenhaus begleitet. Aber Jonas war natürlich gut betreut bei meinen Kollegen…“, erklärte Jens und die Dame, die etwa fünf Jahre älter war, als Jens, nickte kurz, als sie erwiderte: „Davon bin ich bei Ihnen natürlich ausgegangen, Herr Blank… Aber Sie haben den Kleinen ja auch erst heute Mittag aus dem Krankenhaus abgeholt. Er wird sich noch an Ihren Tagesplan gewöhnen müssen. … Deswegen bin ich auch nicht hier. Ich wollte mit Ihnen aus einem etwas anderen… einem ernsteren Thema sprechen.“
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