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Das neue Familienmitglied

von Lady0409
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie / P12 / Gen
Dr. Sabine Petersen Jens Blank
21.03.2020
27.09.2022
185
356.986
7
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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22.09.2022 1.586
 


Kapitel 184:
eine schwere Wahl


Während Sabine mit dem langhaarigen Schäferhund Arco und ihrem Adoptivsohn Jonas, der unglücklich hinter der Ärztin hinterher stapfte und durch das Verbot von Sabine, Arco nicht alleine an der Leine zu halten, keine Lust mehr hatte, die Leine des Rüden zu übernehmen und diese Aufgabe lieber der Ärztin überließ, sah Jens nach der kleinen Hope.
„Hallo Belle. Wie geht es denn Deinen Welpen, mein Schatz? Ist bei Deinen Babys alles soweit okay? Oder geht es unserer kleinen Hope nicht gut?", wollte Jens von der Hündin wissen und er nahm das Hundebaby vorsichtig aus der Box.

Behutsam setzte er den Welpen auf die Waage und nahm die Liste mit den Gewichten in die Hand.
„Du hast… 50 Gramm abgenommen, mein Mädchen. Was ist denn jetzt plötzlich wieder mit Dir los, hm? Was hat meine kleine Prinzessin denn plötzlich für ein Problem?", wollte Jens beunruhigt von dem Welpen wissen und schaute in die Schnauze der Hündin hinein.
„Das sieht eigentlich alles gut aus, hm. Du machst uns aber trotzdem ein wenig Sorgen. Tut Dir etwas weh?"

Nervös nahm Jens, der den kleinen Welpen sanft streichelte, das Telefon zur Hand und wählte die Nummer des Tierarztes.
„Ja, guten Tag. Jens Blank, das Herrchen von Arco, Nala, Tara, Belle und Noel. Es geht um… Nein, Noel ist soweit in Ordnung. Bis auf das erhöhte Fieber geht es ihm gut. Er liegt momentan auf der Couch und ruht sich aus, während seine Freundin mit ihrem Ball durch das Wohnzimmer rennt… Einem der Welpen von unserer Belle scheint es im Moment überhaupt nicht gut zu gehen. Unsere kleine Hope. Sie ist ziemlich schwach geworden und hat seit dem letzten Wiegen gestern Abend… Wir wiegen die Welpen zur Sicherheit zweimal am Tag… 50 Gramm abgenommen. Das macht mir persönlich etwas Sorgen. … Ja, ich warte."
Jens wartete, mit einem beunruhigten Blick auf die kleine Hope, die er wieder zu der nervösen Belle gelegt hatte, auf die Stimme des Tierarztes, die ihm schon wenige Minuten später entgegen kam.

„Blank hier… Es geht um einen der Welpen unserer Belle. Die kleine Dame hat seit gestern Abend, als Sabine und ich die Welpen gewogen haben, 50 Gramm abgenommen und ist auch sehr müde und erschöpft. Ich mache mir im Moment wirklich große Sorgen um die Maus. … ja, das machen wir zweimal täglich. Sie trinkt auch bei unserer Belle gut. … Belles Zitzen sehen… Lass mich einmal schauen, mein großer Schatz. Ich tue Dir doch nicht weh. Ich will mir doch nur kurz Deine Zitzen anschauen, ob da alles in Ordnung ist."
Behutsam schaute Jens auf die Zitzen von Belle und tastete sanft die kleinen Erhebungen auf der Brust der Hündin ab, bevor er sich wieder an den Arzt wandte: „Die Zitzen scheinen soweit in Ordnung zu sein. Es tut Belle auch nicht weh, wenn ich die Zitzen berühre. Also so wie ich es einschätzen kann… liegt es wohl an Hope selbst, dass es dem Mäuschen nicht so gut geht. … Ja, das… Das wäre gut, wenn Sie vorbei kommen und sich die kleine Maus anschauen könnten. Dann können Sie vielleicht auch gleich nach Noel sehen. … Danke… Bis später, Herr Doktor."
Jens beendete das Telefonat mit dem Tierarzt und wandte sich dann der Hündin, die ihre restlichen Welpen säugte, zu. „Meine liebe Belle, Du musst jetzt überhaupt gar keine Angst haben. Dein kleines Baby hier wird gleich vom Doktor untersucht und dann wissen wir, was mit der Kleinen plötzlich los ist. Es wird ganz bestimmt alles wieder gut. Keine Angst. Ich bin da, Frauchen ist auch gleich wieder da. Und der Doktor wird Deinem Baby gleich helfen. Es kommt alles wieder in Ordnung."

Belle allerdings schien mit der Idee, dass der Tierarzt ihren Welpen untersuchen sollte, nicht ganz zufrieden zu sein und sie bellte Jens nervös an.
„Was ist denn jetzt plötzlich schon wieder los, Belle? Du brauchst Dich doch nicht zu beschweren; ich bin doch die ganze Zeit bei Dir und Deinen Welpen. Es wird nichts passieren, was Dir oder Deinen Babys nicht gefällt. Wir wollen nur dafür sorgen, dass es unserer kleinen Hope schnell wieder besser geht.", beruhigte der Pilot die Hündin und streichelte ihr sanft über den Rücken. „Deine Babys sind doch bei Dir, Frauchen und Herrchen in Sicherheit. Es wird schon nichts Schlimmes passieren."
Davon schien Belle allerdings nicht wirklich überzeugt zu sein und sie bellte ihr Herrchen noch einmal nervös an.
„Du brauchst mich hier nicht anzubellen, junge Dame. Ich habe Dir und Deinen Babys doch gar nichts getan.", fuhr Jens die Hündin an und Belle schleckte kurz ihrer kleinen Tochter Hope über den Körper, bevor sie sich bequem hinlegte und zur Tür schaute, wo die schneeweiße Schäferhündin Nala mit ihrem Ball stand und auf ihr Herrchen wartete.
„Na, Nala. Willst Du wohl eine Runde mit dem Ball spielen? Und das, obwohl Du Dich an der Pfote verletzt hast? … Na, dann komm mal her, mein Mädchen. Du willst doch bestimmt auch schauen, wie es den kleinen Babys von Belle geht. Da sind unsere Hundebabys, schau mal. So klein warst Du vor ein paar Wochen auch noch.", wusste der Pilot und streichelte sanft über das Fell von Nala, als sie langsam näher zur Wurfkiste kam und die Welpen, die mit Belle schmusten, neugierig beschnüffelte. „Jetzt dauert es aber leider nicht mehr lange und die ersten Babys ziehen aus. Zwei potentielle Abnehmer für Euch haben wir ja auch schon gefunden. Und für die anderen Babys werden wir sicherlich auch noch ein neues Zuhause finden."


Schon etwa anderthalb Stunden später, Jens hatte sich, nachdem er Nala, Noel und Tara für eine Viertelstunde in den Garten gelassen hatte, mit der schneeweißen Hündin Nala ins Wohnzimmer auf die Couch gesetzt, klingelte es an der Haustür und Tara, die schwarze Schäferhündin, rannte zur Tür und bellte nervös.
„TARA! Damit fangen wir erst gar nicht an, junge Dame. Du stachelst damit nur Nala und Deinen Sohnemann an, auch zu bellen, wenn es an der Tür klingelt. Und das muss nicht sein. Zumindest nicht jetzt schon.", wies Jens die Hündin zurecht, bevor er sie auf ihren Platz schickte und sich die Schäferhündin schmollend in die äußerste Ecke verzog. „Jetzt schmollst Du doch nicht etwa, Tara, oder? Was soll denn das jetzt?"

Mit einem Kopfschütteln öffnete Jens die Haustür und begrüßte den Gast, der vor der Tür stand.
„Ilona, was machst Du denn hier? Willst Du Dir etwa jetzt einen Welpen aussuchen?", erkundigte sich der Pilot bei seiner ehemaligen Kollegin und Ilona merkte, dass sie wohl gänzlich ungelegen kam, weswegen sie antwortete: „Störe ich Dich gerade, Jens? Ich meine, ich kann auch an einem anderen Tag zu Euch kommen, wenn es Sabine und Dir jetzt gerade nicht wirklich passt. Aber ich dachte, weil ich sowieso unterwegs war, dass ich mal bei Euch vorbei schaue und einen Blick auf die Welpen werfe."
„Das… Du kommst natürlich nicht ungelegen. Ich freue mich auch über Deinen Besuch. Aber wir… Aber wir haben gerade ein kleines Problem, weswegen ich eigentlich auf den Tierarzt warte.", erklärte Jens seiner ehemaligen Kollegin, die er sogleich freundlich ins Haus bat.

„Du wartest auf den Tierarzt? Was ist denn los? Gibt es irgendwelche Probleme mit den Welpen?", wollte Ilona, die auf das freundliche Hereinbitten das Haus betrat und von der schwanzwedelnden Nala, die inzwischen aus dem Wohnzimmer gerannt gekommen war und nun vor dem Gast stand, überschwänglich begrüßt wurde.
„NALA! Nein, nicht unsere Gäste anspringen!", korrigierte Jens sofort das Verhalten seiner jungen Hündin und zog den schneeweißen Welpen am roten Brustgeschirr, das die Kleine noch von der Spielzeit im Garten trug, von Ilona weg. „Ich hoffe, das ist Dir jetzt nicht unangenehm gewesen, als Nala Dich angesprungen hat. Und Du bist mir jetzt auch nicht böse. Sie hat das eigentlich bei Gästen noch nie gemacht. Aber wahrscheinlich hat sie sich so sehr über Deinen Besuch gefreut, dass die jungen Pferde mit ihr durchgegangen sind.", entschuldigte sich der Pilot bei der Ärztin, die sich sogleich zu der jungen Hündin hockte und erwiderte: „Nein, um Gottes Willen. Ich bin Dir auch nicht sauer. Das kann auch beim besterzogensten Hund passieren, dass die Freude über Besuch überwiegt und dann passiert es eben."

„Soll es aber eigentlich nicht. Zumal wir ja nicht nur Nala haben, sondern auch noch vier andere Hunde bei uns wohnen. Und wenn plötzlich alle fünf Hunde angedonnert kommen und unsere Gäste begrüßen, dann kann es problematisch werden. … Komm doch mit ins Wohnzimmer. Die Welpen von Belle schlafen gerade; zumindest haben ein Paar der Kleinen tief und fest geschlafen, als ich vor einer dreiviertel Stunde im Wurfzimmer war.", wusste der Pilot und brachte Nala ins Wohnzimmer, wohin auch Ilona ihm folgte.
„Also komme ich doch ungelegen.", erkannte Sabines Kollegin durch die Aussage von Jens und erneut schüttelte der Pilot den Kopf, als er freundlich lächelnd erwiderte: „Nein, Du kommst jetzt wirklich nicht ungelegen, Ilona. Ich wollte die Welpen von unserer Belle sowieso gleich wecken gehen, weil der Tierarzt in ein paar Minuten kommt und sich unsere kleine Hope anschauen will. Die kleine Maus hat seit gestern Abend, trotz Trinken, knappe 50 Gramm an Gewicht verloren. Das macht Sabine und besonders auch mir Sorgen. Eigentlich sollte es schließlich in die andere Richtung gehen. Und unserem kleinen Noel geht es momentan auch nicht besonders gut. … Aber komm doch erst einmal mit ins Wurfzimmer. Belle freut sich bestimmt über Besuch. Sie geht da sehr locker ran und lässt sich von Besuch nicht aus der Ruhe bringen."
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