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Ben und Lia

von Easy96
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Harry Osborn OC (Own Character) Peter Parker / Spiderman
21.03.2020
07.12.2021
35
25.960
1
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05.04.2020 1.152
 
Ich sah auf  die Uhrzeitangabe meines Smartphone. Die Pause war schon fast vorbei. Also machte auch ich mich endlich auf den Weg auf den Schulhof.
Doch bei Vicky und ihren Freundinnen sollte ich in dieser Pause nicht mehr ankommen, denn Will fing mich an der Tür zum Hof ab. Zu meiner Überraschung war er allein. „Was willst du?“, fauchte ich ihn an, als er mich am Arm festhielt. „Mit dir reden“, meinte er und ließ mich los. Er schien jetzt doch ein schlechtes Gewissen zu haben. „Hör zu. Das was vorhin passiert ist tut mir leid. Ich hab’s wirklich etwas übertrieben. Du erzählst das nicht rum oder?“
„Etwas übertrieben?“ Ich sah ihn ungläubig an. „Was soll das hier werden Will? Willst du dich bei mir entschuldigen? Oder mich beeinflussen, dass dein Ruf nicht weiter geschädigt wird? Falls es dich interessiert habe ich nicht vor die ganze Sache breitzutreten. Aber das wird von allein sich weiterverbreiten“, sagte ich verärgert. „ Ich dachte auch, dass wir gute Freunde werden Lia. Ich mag dich. Vielleicht hast du Recht. Es tut mir leid. Ich habe mich aufgeführt wie ein Idiot. Gibst du mir noch eine Chance mich als guter Freund zu beweisen?“ Ich sah ihn an und lächelte. Lesley hatte Recht: Er konnte auch nett und charmant sein. „Okay, jeder hat eine zweite Chance verdient“, meinte ich. Jetzt lächelte auch er erleichtert. „Hilfst du mir deine Schwester zu finden? Ich hätte schon am Anfang der Pause bei ihr sein sollen.“ „Klar, nur…“, Will konnte seinen Satz nicht beenden, denn der Schulgong unterbrach ihn.

„Vicky wird mich fertig machen, wo ich denn war“, meinte ich zu Will, als wir uns Richtung Klassenraum begaben. „ Genau, wo warst du denn?“, hörte ich es auf einmal hinter mir. Es war Vicky. Wer auch sonst. „Ich…“, begann ich und war gerade dabei mir etwas Schlaues einfallen zu lassen, was sie nicht wütend machen würde. Doch Will bewies in diesem Moment, dass er wirklich ein Freund sein konnte: „Sie musste etwas Wichtiges mit mir klären. Das hat sie aufgehalten und eigentlich wollten wir uns gerade aufmachen dich zu suchen.“ Das schien sie als Begründung gelten zu lassen, denn sie meinte nur noch: „ Ach so. Na das hättest du mir aber auch gleich, am Anfang der Pause, sagen können.“ Ich lächelte daraufhin nur noch. Schließlich gingen Vicky nicht alle Angelegenheiten an. Schon gar nicht wenn sie Lesley so behandelte. Aber das würde ich jetzt nicht mit ihr ausdiskutieren. Ich hatte heute schon genug Aufmerksamkeit auf mich gezogen, die ich eigentlich gar nicht wollte. Deshalb ging ich einfach, an ihr vorbei, in den Klassenraum hinein.

Ben

Auf dem Nachhauseweg von der Schule dachte ich über die Situation aus der ersten großen Pause nach. Eigentlich war es echt mutig von Lia gewesen William aufzuhalten. Auch wenn es mir anfangs etwas peinlich war, dass sie mir helfen musste, war ich jetzt doch froh darüber. Wer weiß wie viele neue blaue Flecken ich sonst schon wieder hätte. Ich müsste mich wirklich morgen bei Lia bedanken gehen. Außerdem schien sie ganz nett zu sein und sah wunderschön aus mit ihren schulterlangen brauen Haaren und… „Ey, mach die Augen auf Junge!“, rief mir plötzlich ein Radfahrer zu. Ich konnte gerade noch ausweichen um nicht umgefahren zu werden. Ich sollte wirklich besser aufpassen und vielleicht diese Schwärmerei lassen. Schließlich kannte ich Lia noch nicht mal wirklich.

Als ich zu Hause ankam, war ich immer noch so in Gedanken, dass ich gar nicht bemerkte, dass meine Mutter in der Küche am Kochen war und mich begrüßte. „Hallo Ben!“, rief sie einmal und dann nochmal, als sie merkte, dass ich sie nicht gehört hatte. „Hallo…, du bist schon zurück? Hattest du nicht heute einen Drehtermin?“, meinte ich immer noch etwas überrascht. „Eigentlich schon. Nur das halbe Kamerateam hat Grippe und ist deshalb ausgefallen. Da nicht so schnell Ersatz da war, musste der Termin verschoben werden. Deshalb stehe ich jetzt hier koche dir ein leckeres Essen.“ Ich ging zum Herd. „Du meinst du versuchst es“, meinte ich als ich sah wie meine Mutter versuchte, das was sich in der Pfanne befand nicht verkohlen zu lassen. „Tut mir leid Ben. Ich bin eben keine gute Köchin“, meinte sie und sah mich an. „Kein Problem. Ich find’s nett, dass du es versuchst. Wenn du möchtest, kann ich das aber gerne übernehmen“, sagte ich und stellte erstmal die Herdplatte etwas herunter. Dann gab meine Mum mir die Pfanne. Ich war´s gewöhnt mir mein Essen selber zu kochen. Denn leider waren meine Eltern nicht oft zu Hause. Mein Vater war freiberuflicher Fotograf und war deshalb fast den ganzen Tag weg um möglichst viele Fotos zu schießen. Und auch wenn meine Mutter keine berühmte Schauspielerin war, hatte sie doch im Moment relativ viele Vorsprechen und Drehtermine. Deshalb war ich auch so überrascht, sie schon so früh zu Hause anzutreffen. Früher, als ich noch nicht selbst kochen konnte, bin ich jeden Tag nach der Schule zu meiner Großtante May zum Mittagessen gefahren. Das machte ich heute manchmal noch, wenn ich keine Lust hatte zu kochen oder den ganzen Tag alleine zu Hause zu sein. Sie wohnte nur ein paar Straßen weiter und ich mochte sie. Bei ihr konnte ich mir einen guten Rat holen, wenn ich mal nicht wusste was ich tun sollte und nicht meine Eltern fragen wollte.

„Wie war es heute in der Schule?“, fragte meine Mutter mich während sie den Tisch deckte. Diese Frage war wohl der Standard um Schüler zu fragen wie es ihnen geht. „Wie immer. Naja, fast wie immer. Wir haben eine neue Mitschülerin. Sie heißt Lia Osborn. Ist wohl die Tochter vom Chef von OsCorp. Aber keine Ahnung warum sie mitten im Schuljahr zu uns wechselt. Schicken die ihre Kinder nicht immer auf so Privatschulen?“ Jetzt schien meine Mum plötzlich abwesend zu sein, als ob sie über was anderes nachdachte. „Mum?“, fragte ich deshalb. „Oh. Tut mir leid. Normalerweise schon. Gibt bestimmt einen Grund. Hast du dich schon mit ihr unterhalten?“ „Nicht wirklich, aber sie scheint nett zu sein.“ Dazu sagte meine Mutter nichts mehr. Ich machte den Herd aus und wir aßen die noch gerettete Nudelpfanne.

Nach dem Essen ging ich hoch auf mein Zimmer um meine Hausaufgaben zu machen. Während des Essens hatten meine Mutter und ich nicht mehr viel geredet. Mir kam das etwas komisch vor. Sonst redeten wir wirklich viel miteinander, besonders weil wir uns nicht oft sahen. Warum war sie so still? Hatte es etwas mit Lia zu tun? Denn erst als ich sie erwähnte, war meine Mum still gewesen. Vielleicht kannte sie Lia? Aber warum sagte sie mir dann nichts darüber? Doch woher? Wir hatten nichts mit den Osborns zu tun. Ich würde mich morgen einfach mal bemühen Lia näher kennen zu lernen.          
Erschrocken sah ich auf die Uhr. Wenn ich noch nach draußen wollte um ein wenig Skateboard fahren zu gehen, sollte ich mich jetzt wirklich beeilen.
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