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Ben und Lia

von Easy96
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Harry Osborn OC (Own Character) Peter Parker / Spiderman
21.03.2020
07.12.2021
35
25.960
1
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Dieses Kapitel
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25.03.2020 1.189
 
Ich verließ das Labor und sah mich weiter im Gebäude um. Ich hoffte so vielleicht etwas mehr übers Dads Krankheit zu erfahren. Denn mir war schon bewusst, dass er hier nicht nur forschen ließ um Geld zu verdienen und anderen Menschen zu helfen, sondern auch um  seine eigene Krankheit zu heilen. Auch wenn ich nicht wusste welche Krankheit mein Vater hatte, verstand ich wie sehr sie ihm zusetzte. Zwar versuchte er vor mir zu verstecken wie schlecht es ihm manchmal ging, aber ich war nicht blind. An manchen Tagen hatte seine Haut an einigen Stellen eine leicht grünliche Färbung, während die restliche Haut blass war. Er sah dann immer sehr geschwächt aus. An den restlichen Tagen ging es ihm jedoch ganz normal. Deshalb ging ich davon aus, dass diese Krankheit nur Schubweise auftrat. Was es jedoch damit wirklich auf sich hatte wusste ich nicht.

Auch meine weitere Suche nach Hinweisen auf Dads Krankheit im Gebäude von Oscorp, brachten keine neuen Erkenntnisse. Sodass ich beschloss zu meinem Vater ins Büro zu gehen um ihm Bescheid zu geben, dass ich mir draußen ein bisschen die Beine vertreten würde.
Im Büro angekommen, war es schon ein wenig so, als hätte mein Vater mich schon erwartet. „Ich hatte eigentlich gedacht, dass du schon vor einer Stunde wieder hier wärst um Mittag zu essen.“ „Hab ich wohl vor lauter Forschergeist vergessen“, meinte ich und merkte auch jetzt erst, dass mein Magen sich ziemlich leer anfühlte. „Ist ja schön, dass dir das hier immer noch so gut gefällt. Ich kann dir auch gerne noch was zu essen bringen lassen“, meinte mein Dad.
„Das ist wirklich nett von dir, aber ich denke ich gehe nach draußen etwas spazieren. Da finde  bestimmt auch einen guten Imbiss.“ „Okay, schreib mir aber, wenn du nach Hause fahren solltest“, sagte mein Vater, als ich auf dem Weg zur Tür war. „Klar“, entgegnete ich genervt. Als ob ich zum ersten Mal alleine in den Straßen New Yorks unterwegs wäre?! Waren andere Väter auch immer so über fürsorglich?

Draußen vorm OsCorp Gebäude überlegte ich in welche Richtung ich gehen sollte. Ich kannte mich in der Gegend nicht so gut aus. Also bemühte ich mein Smartphone um Imbisse in der Umgebung zu suchen. Ich hatte Lust etwas Asiatisches zu essen und sah, dass in der Nähe eine Filiale von Panda Express war. Dafür müsste ich nicht mal die U-Bahn nehmen.

Auf dem Weg dorthin dachte ich weiter über die Forschung meines Vaters nach und auch darüber wie wohl mein erster Schultag Montag an der Midtown Highschool werden würde. Plötzlich riss mich jedoch ein: „Haltet den Kerl auf!“, aus meinen Gedanken. Ich sah einen jungen Mann, mit einer Umhängetasche in meine Richtung rennen. Ein paar Meter dahinter lief eine Frau in Arbeitskleidung, die völlig aus der Puste war. „Der haut mit meinem Geld ab!“, rief sie noch. Dann konnte sie nicht mehr und blieb stehen. Wenn der Mann also nicht entkommen sollte, musste ich handeln. Und zwar schnell. Ich hatte allerdings Glück, dass der Typ sich beim Rennen nach seiner Verfolgerin umsah und deshalb einen Moment nicht nach vorne sah. Also stellte ich ihm ein Bein und er landete auf dem Boden. Doch nicht nur er flog auf den Asphalt: Ich wollte gerade nach den Armen des Kerls greifen, als ich auf einmal ein: „Aus dem Weg! Achtung!“, hörte und umfiel.

Ich musste kurz registrieren was passiert war als mich aufrappelte. Neben mir stand Spider-man, der den Dieb an einen Laternenmast gefesselt hatte und sich jetzt nach mir erkundigte: „Tut mir leid, die Landung war etwas sehr schwunghaft. Alles okay bei dir?“ „Ja, ich denke schon“, meinte ich und fasste mir ins Gesicht. Eine kleine Schürfwunde am Kinn spürte ich, aber diese brannte nur leicht. „Wirklich? Nicht das du doch was Schlimmeres hast“, sagte Spider-man. „Nein, so schlimm ist es wirklich nicht.“ Schließlich war das nicht das erste Mal, dass ich eine Schürfwunde hatte und auch sonst fühlte sich alles normal an. „Okay. Danke übrigens, dass du so schnell gehandelt hast. Können sich viele Leute eine Scheibe von abschneiden“, bedankte er sich bei mir. „ War doch eine Kleinigkeit“, meinte ich. In diesem Moment hielt ein Polizei Auto ein paar Meter von uns entfernt. „Ich muss leider meine Arbeit weiter machen", sagte er und sah zum gefesselten Dieb herüber. "Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder. Der Anfang war zwar etwas holprig, aber sonst sind wir doch ein gutes Team. Findest du nicht?“ Ich musste lächeln: „Klar.“ Ich verabschiedete mich und lief in Richtung Schnellrestaurant, denn der Hunger war mittlerweile riesen groß geworden.

Nachdem ich mir im Panda Express einen Sitzplatz gesucht hatte und meine gebratenen Nudeln aß musste ich an die Begegnung mit Spider-man denken. Ich hatte mich nie groß mit ihm auseinander gesetzt. Er war zwar schon lange als Superheld von New York und  als „freundliche Spinne aus der Nachbarschaft“ bekannt, allerdings war ich nie ein Fan von ihm gewesen, wie einige meiner früheren Klassenkameraden. Es war aber auch nicht so, dass ich ihn nicht mochte, wie zum Beispiel der Daily Bugle. Meine Meinung war da ganz neutral. Vielleicht lag es auch daran das meine Eltern ähnlich über ihn dachten und ihn so gut wie nie erwähnten. Möglicherweise hatte Spider-man heute, aber ein paar Pluspunkte bei mir gesammelt. Auch wenn er mich bei der Landung über den Haufen gestoßen hatte.

Nachdem ich fertig gegessen hatte schrieb ich meinem Vater eine Whats App und machte mich auf den Heimweg. Als ich zu Hause ankam, traf mich auf meine Mutter. Mir fiel wieder ein, dass sie freitags immer früher Schluss machte. „Hallo Lia. Schon zurück?“, begrüßte sie mich. „Ja, habe Dad eine WhatsApp geschrieben, dass ich schon nach Hause fahre. War vorher auswärts was essen.“ „Ach so, aber gefallen hat‘s dir oder?“ „ Richtig gut. Mir wurde das eine Labor ganz genau erklärt. Sie forschen daran Krebs viel früher erkennen und behandeln zu können. Meinst du sie können auch bald Dads Krankheit heilen?“ Ich hatte diese Frage ganz bewusst gestellt. Ich wollte sehen wie meine Mutter reagieren würde. „Ich hoffe es“, sagte sie und seufzte.

Dann wechselte sie schnell das Thema. „Ich war heute nach der Arbeit übrigens in der Midtown Highschool um dich dort anzumelden. Es war gar nicht so leicht den Schuldirektor davon zu überzeugen, dich aufzunehmen und dass mitten im Schuljahr. Deine guten Noten in Mathe und Chemie haben ihn beeindruckt und deshalb will er dir eine Chance geben. Ich hoffe du nutzt diese Chance, Lia“, meinte meine Mutter. „Das hoffe ich auch.“ Ich war sauer auf meine Mutter. Warum wich sie mir genauso aus wie Sandra Ellis es getan hatte und wechselte einfach das Thema. Ich hatte allerdings nicht den Mut das Thema nochmal auf Dads Krankheit zu lenken. Außerdem wollte ich nicht, dass meine Mum sauer auf mich war, deshalb sagte ich schnell: „Ich werde mein Bestes geben. Danke, dass du dich so für mich einsetzt“, und ging hoch auf mein Zimmer.

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So heute mal etwas länger geworden, da ich morgen und wahrscheinlich auch Freitag nichts Neues hochladen werde. Samstag geht es dann höchstwahrscheinlich weiter mit Kapitel 2.
Eure Easy96
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