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Ben und Lia

von Easy96
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Harry Osborn OC (Own Character) Peter Parker / Spiderman
21.03.2020
07.12.2021
35
25.960
1
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11.05.2020 591
 
Lia

Als um halb sieben der Wecker klingelte, stellte ich ihn aus und drehte mich genervt noch einmal im Bett um. Ich hatte eine Nacht hinter mir in der ich kaum geschlafen hatte. Sich mit seinem Vater zu streiten war schon schlimm genug, aber am nächsten Tag auch noch zur Schule zu müssen, war der Horror. Und ich hätte so gerne mit Ben über den gestrigen Abend gesprochen, aber das war mir ja gerade verboten worden.
Mit einem Ruck stieg ich also aus meinem Bett und griff nach dem besten was mir gerade in die Hände fiel und warf es gegen meine Tür. Ich neigte normalerweise nicht zu solchen kindischen Wutanfällen, doch in diesem Moment konnte ich nicht anders. Zu meinem Glück ging nichts zu Bruch, denn ich hatte in meiner Wut nur zu einem meiner kleinen Deko-Kissen gegriffen.

Nachdem ich es aufgesammelt hatte und mich angezogen hatte verließ ich leise mein Zimmer. Ich hatte keine Lust meinen Eltern zu begegnen. Deshalb verzichtete ich auch auf Frühstück schnappte mir schnell einen Apfel und verließ das Haus.

Vor dem Klassenraum traf ich auf Ben. Ich musste mich entscheiden. Sollte ich ihm von dem Streit und dem Verbot meines Vaters erzählen oder so tun als wäre nichts passiert? Er würde mir es anmerken und außerdem verdiente er es auch eine Entscheidung zu treffen ob er sich an das Verbot halten wollte. Ich hoffte, dass er weiter mit mir Zeit verbringen wollte. Denn ich hatte nicht vor mich an das zu halten was mein Dad gesagt hatte.

Ben begrüßte mich und meinte er: „Alles okay bei dir? Du siehst nachdenklich aus?“ War mein Gesicht wirklich ein so offenes Buch oder war Ben einfach gut darin zu sehen was in Menschen vorging?! „Bin ich so durchschaubar? Und leider ist nichts okay. Ich hatte gestern Abend einen Streit mit meinem Vater. Er hat mir verboten, dass wir uns weiter treffen und ich soll auch in der Schule Abstand zu dir halten. Einen Grund dafür hat er übrigens nicht angeführt.“ „Das ist in der Tat nicht gut. Und das hat er gestern einfach so spontan beschlossen?“ Ben war überrascht. „Und es muss etwas mit seiner Vergangenheit zu tun haben. Denn ich hatte nicht das Gefühl, bei dem was er gesagt hat, dass es daran liegt, dass er dich nicht mag“, fuhr ich fort. „Das Gefühl hatte ich gestern vor dem Haus auch nicht. Aber meinst du nicht, dass dein Dad bestimmt wirklich einen guten Grund hat so zu entscheiden und wir uns…“, er stockte kurz, „ …daran halten sollten? Wir wissen nicht was vorgefallen ist. Was ist wenn wir alles noch schlimmer machen als es vielleicht schon ist?“ Ich konnte es nicht wirklich glauben. Was er sagte tat weh. „Sag das du das nicht Ernst meinst?“ Ich kämpfte mit den Tränen und auch in Bens Gesicht sah ich wie weh ihm diese Entscheidung tat. „Du hast gesagt, du würdest mir helfen all diese Geheimnisse herauszufinden! Das kann dir doch nicht egal sein?!“ Ben sah mich nicht mehr an, sondern auf den Fußboden. „Tut, mir Leid, Lia.“ Er nahm seine Bücher, die er auf das Fensterbrett gelegt hatte und ging an mir vorbei in den Klassenraum.
Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten und fing an zu weinen. Es war mir egal ob alle das sahen. Noch nie hatte ich so einen Schmerz gefühlt.        

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Hallo ihr fleißigen Leser  ;-) ,
ich hoffe das Kapitel gefällt euch. Ich war jedenfalls nach dem Schreiben dieses Kapitels ziemlich mitgenommen.
Hoffe ich habe Lias Gefühle gut darstellen können.
Eure Easy96
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