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Ben und Lia

von Easy96
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Harry Osborn OC (Own Character) Peter Parker / Spiderman
21.03.2020
07.12.2021
35
25.960
1
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Dieses Kapitel
1 Review
 
03.05.2020 725
 
Harry

Lia erzählte während des Abendessens alles was sie an diesem Nachmittag mit Ben unternommen hatte. Felicia hörte ihr aufmerksam zu, doch ich war mit meinen Gedanken woanders. Ich machte mir Sorgen. Zu Recht. Ben war nicht irgendjemand. Er war der Sohn von Peter Parker. Da war ich mir sofort sicher gewesen. Ben war seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten. Bis auf seine roten Haare.
Warum hatte sich Lia ausgerechnet ihn als ihren neuen Freund ausgesucht? Hätte ich gewusst, dass Peters Sohn auf diese Schule geht hätte ich Lia nie dorthin geschickt. Warum hatte ich nicht vorher darüber nachgedacht, dass sowas passieren könnte? Schließlich war es auch Peters alte Highschool.
„Weil ich innerlich mit diesem Thema abgeschlossen hatte. Ich hatte Peter Parker und Spider-Man aus meinem Leben gestrichen. Gedanken an ihn habe ich vermieden und sofort verscheucht, falls sie aufkamen. Er war es einfach nicht wert sich weiter mit ihm zu beschäftigen. Er hatte ein Teil meines Lebens ruiniert. Ich würde nicht zulassen, dass er oder sein Sohn jetzt das Leben meiner Tochter ruinierte. Bei dem Gedanken Lia den Kontakt zu Ben zu verbieten war mir nicht wohl. Sie hatte gerade erst Anschluss an der neuen Schule gefunden. Aber was ich tun musste war zu ihrem Besten. Auch wenn sie es nicht verstehen würde. Sollte ich vorher noch mit Felicia darüber reden? Doch was würde das ändern. Meine Entscheidung stand fest und sie würde es, im Gegensatz zu Lia, verstehen. Und ich konnte Felicia das Ganze auch noch später erklären.

Als wir zu Ende gegessen hatten und der Tisch schon abgeräumt war nutzte ich die Situation: „Lia hast du noch einen kurzen Moment? Ich würde gerne mit dir über etwas Wichtiges reden“, sagte ich bevor sie sich auf den Weg in ihr Zimmer machte. Felicia war schon in der Küche. Man hörte das Geschirr klappern. „Klar. Was gibt´s?“ Lia war wirklich gut gelaunt. Und ich würde das gleich zerstören.  „Ich find’s wirklich schön, dass du dich auf der neuen Schule wohlfühlst, gut zu Recht kommst und schon neue Freunde gefunden hast.“ „Mir gefällt’s da auch richtig gut. War doch eine gute Idee von euch mich nicht mehr auf eine Privatschule zu schicken“, erzählte Lia und lächelte. „Und ich weiß, dass du dich gut mit Ben verstehst. Trotzdem möchte ich, dass du dich nicht mehr mit ihm triffst und auch in der Schule Abstand hältst.“ Lias Gesichtszüge entgleisten. „Was?! Warum?! Dad, du kennst ihn doch gar nicht richtig. Er ist super nett…“ „Mir fällt diese Entscheidung auch nicht leicht Lia. Und ich kann dir im Moment auch nicht den Grund sagen. Aber wenn du ihn kennen würdest, würdest du verstehen, dass es das Beste für dich ist.“ Lia war sauer. „Ich verstehe das alles nicht. Warum du mir den Grund nicht nennen kannst warum ich mich mit Ben nicht mehr treffen darf, was es mit deiner Krankheit auf sich hat. Warum auch immer Mum und du darüber nicht mit mir redet. Irgendwann müsst ihr mir das alles erklären!“ Lia war aufgesprungen von ihrem Stuhl und lief Richtung Flur in ihr Zimmer. Ich hörte wie sie ihre Tür zuknallte und abschloss.

Ich hatte geahnt, dass das passieren würde. Ich fühlte mich schuldig.
Felicia war durch den Lärm wieder ins Esszimmer zurückgekommen. „Was ist passiert?“, fragte sie vorsichtig. Felicia hatte sich nicht verändert. Schon damals als sie noch meine Sekretärin war, war sie immer besorgt um mich. Und genau das las ich jetzt auch aus ihrem Blick. Ich erklärte ihr was geschehen war und sie meinte: „Ich hatte keine Ahnung, dass Peters Sohn auf die Schule geht. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich sie bestimmt nicht vorgeschlagen.“ „Ist auch nicht deine Schuld. Trotzdem fühle ich mich nicht gut Lia den Kontakt zu verbieten. Wer weiß ob sie sich überhaupt daran hält? Aber ich möchte unter keinen Umständen noch einmal etwas mit Peter zu tun haben. Ich möchte nicht, dass Lia solche Enttäuschungen erlebt wie ich.“ „Das verstehe ich. Und glaube mir du hast bezüglich dem Kontakt zu Ben die richtige Entscheidung getroffen. Nur Lia hat auch Recht. Irgendwann müssen wir ihr die Wahrheit erzählen. Besonders was deine Krankheit angeht. Denn du weißt das die Möglichkeit besteht, dass sie auch daran erkranken kann.“ Felicia hatte Recht. „Aber jetzt ist nicht die Zeit dafür. Und hoffen wir das die Möglichkeit nie Realität wird.“
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