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Wiedersehen macht Liebe

von ChrisEva
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Christoph Saalfeld OC (Own Character)
21.03.2020
22.07.2021
16
7.425
3
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22.07.2021 723
 
- Kapitel 16 -

„Da bin ich wieder.“ Sie setzte sich und sah ihn lächeln. Ihr Blick wanderte zu dem Tisch, auf dem mittlerweile zwei Gläser, eine Schale mit Nüsschen und eine Flasche Merlot standen. Dirk nahm die Flasche und schenkte erst ihr und dann sich selbst ein. „Na dann, cheers!!“ „Auf unser Wiedersehen.“ Sie nahmen ihre Gläser und stießen leicht an.

„Lust auf eine Partie Billard?“, fragte Dirk sie. Mary legte den Kopf schief. „Wenn du wieder einmal verlieren willst, gerne, nur zu.“ Dirk stand auf und holte die Queues . „Na warte, dir werde ich es zeigen!“, murmelte er im Gehen. Mary erhob derweil das Dreieck und platzierte die weiße Kugel davor. Dirk reichte ihr ein Queue. „Danke“, nickte sie ihm zu. „Schöne Frau, bitte fangen sie an.“ Mary lächelte. Er fing schon wieder an, ihr Komplimente zu machen. Das konnte Dirk besonders gut. Und sie musste zugeben, es schmeichelte ihr noch immer, wie charmant er in ihrer Gegenwart war.

Sie waren in ihr Spiel vertieft, dass sie nicht mitbekamen, als eine Frau die Treppe herunterkam und Dirk ansprach: „Entschuldige, hast du einen Moment für mich?“ Mary sah auf und ihr blieb ihr ‚Hallo‘ im Hals stecken. Vor ihr, getrennt von dem Billardtisch, stand Linda Baumgartner, Dirks Ex-Frau.

Er wandte sich ihr zu. „Was gibt es denn?“ Die Angesprochene hörte ihm nicht zu, hatten ihre Augen doch Mary entdeckt. „Kennen wir uns nicht?“, fragte sie irritiert. Mary war starr, musste sie doch gerade an das eine Mal denken, als Linda sie fast entdeckt hatte. Sie schluckte. „Ich wüsste nicht woher. Ich plane den Bau von Herrn Saalfelds Polo-Club.“ Linda sah sie immer noch an. „Ich bin Architektin, Entschuldigung. Daher vielleicht?“, sie lächelte gezwungen. Linda zuckte die Schultern. „Das wird’s sein. Wir haben uns bestimmt schon mal irgendwo gesehen.“

Dirk unterbrach das Gespräch, da er merkte, dass Mary sich unwohl fühlte. Und er konnte es ihr nicht verdenken. „Was wolltest du jetzt von mir?“ Linda wandte sich ihm zu und überlegte kurz. „Ach so, ja, ähm … weißt du zufällig, wo Christoph ist?“ Dirk zog angestrengt die Augenbrauen zusammen. „Tut mir leid, leider nicht.“ „Wenn ich mich da kurz einklinken dürfte? Ich habe ihn vorhin in der Piano-Bar gesehen. Ob er allerdings noch dort ist, weiß ich leider nicht.“ Linda lächelte dankbar. „Das reicht mir schon, vielen Dank. Dann wünsche ich euch noch einen schönen Abend“ Sie nickte zum Abschied, ehe sie durch den Salon verschwand.

„Du hättest mich ruhig vorwarnen können, dass sie hier ist“, schnauzte Mary Dirk an, als Linda verschwunden war. Dieser hob beschwichtigend die Hände. „Tschuldigung, weiß ich, dass sie dich so sehr durcheinander bringt?“ Er verdrehte die Augen. Das machte Mary nur noch genervter. „Darf ich dich daran erinnern, dass sie damals beinahe hinter unsere Affäre gekommen wäre, Herr Baumgartner!“

Dirk schnaubte. „Jetzt beruhige dich doch mal. Wir sind seit Jahren nicht mehr verheiratet. Und außerdem: Wer von uns beiden hat denn die Affäre damals ohne Wenn und Aber beendet? Ich war das nicht!“ „Ach ja? Du wusstest ganz genau warum, mein Lieber! Ich habe dich mit deiner Sekretärin gesehen. Ihr habt sehr vertraut gewirkt. Das hat mir einen Stich versetzt. Und weißt du auch warum? Weil ich dich geliebt habe, Dirk!“ Er machte große Augen. „Was hast du? Oh Mary! Da hast du was komplett missverstanden. Ja, ich habe mich mit meiner Sekretärin getroffen, aber nur um ihr klarzumachen, dass da nichts mehr zwischen uns läuft und auch nie mehr laufen wird. Ich hatte mal was mit ihr, vor zig Jahren, sie wollte das jetzt wieder haben. Sie hat einfach nicht lockergelassen. Ich wollte das aber nicht und habe ihr das erklärt. Daraufhin hat sie gekündigt. Was ich wollte war... Mary, ich wollte nur dich! Mary, ich war sogar bereit mich von Linda zu trennen, um mit dir zusammen zu sein. Aber dann hast du das mit uns aus heiterem Himmel beendet und warst weg. Von einem Tag auf den anderen.“ „Wirklich? Das hättest du getan?“, flüsterte Mary und kam ihm immer näher, bis sie direkt vor ihm stand. Er nickte heftig.

Ohne groß nachzudenken, zog sie seinen Kopf näher zu sich und küsste ihn leidenschaftlich. Einige Sekunden später lösten sie sich voneinander und lächelten sich an. Sie küssten sich erneut und stolperten gemeinsam, sich weiter küssend, die Treppen nach oben zu Marys Zimmer.
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