Music of the Soul

SongficFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Arthur Pendragon Elyan Gwaine Leon Merlin Percival
21.03.2020
01.08.2020
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21.03.2020 2.693
 
Also eigentlich wollte ich mit dem Hochladen dieser Geschichte warten, bis ich sie fertig übersetzt habe - oder zumindest bis ich Body Swap fertig hochgeladen habe. Aaaaaber, wie ich eigentlich eh schon weiß, bin ich - zumindest was das Hochladen von Kapiteln betrifft - eigentlich nur, was das Hochladen von Kapiteln betrifft - eine ziemlich ungeduldigt Person. Also bitte, hier die neue Geschichte. Solange die Quarantäne anhält, werde ich ohnehin genug Zeit haben, um viel zu schreiben und regelmäßig ein neues Kapitel hochzuladen (mein Plan ist mindestens eines pro Woche).
Jah, was noch wichtig ist: Das hier ist (wie bisher alle Geschichten, die ich hochgeladen habe (? Ich sollte wirklich mal meine eigenen Geschichten hochladen ... scheint, als gelten da andere Regeln)) eine Übersetzung. Aus dem Englischen. Ich habe die Erlaubnis dafür bekommen, solltet ihr allerdings trotzdem lieber das Original lesen wollt, verlinke ich es euch unten.
Ansonsten, viel Spaß beim Lesen, ich hoffe, es gefällt euch, und bleibt bitte gesund!


Link zum Originalautor

Link zur Originalgeschichte





Music of the Soul (Musik der Seele)



Prologue:

Merlin hob genervt den Sattel auf und legte ihn auf den Rücken seines Pferdes. Arthurs Ross hatte er bereits zuvor für die Jagt hergerichtet, zu der sie eigentlich schon vor einer halben Stunde hätten aufbrechen sollen.

„Oh, komm schon, Merlin! Wir haben nicht den ganzen Tag lang Zeit!“, rief eine nervige und ihm nur allzu vertraute Stimme. Es folgte Hufgeklapper und Arthur tauchte neben ihm auf. Leon, Gwaine, Percival und Elyan waren ebenfalls bereits aufgesessen und warteten nur ein paar Meter entfernt entnervt, aber auch etwas amüsiert auf das Streitgespräch, das gleich zwischen den beiden Freunden ausbrechen würde. Den nicht-wirklich-genervten Ton in Arthurs Stimme, der dem immer zuvor ging und den sie soeben wieder vernommen hatten, kannten sie nur zu gut.

„Nun, wenn Ihr heute Morgen nicht versucht hättet, mir einen Kelch und ein paar Polster an den Kopf zu werfen, dann wärt Ihr schon früher aufgeweckt worden und wir wären schon längst unterwegs“, entgegnete Merlin und rollte seine Augen über die Unfähigkeit des Königs, sich des Morgens aus dem Bett zu begeben.

„Nun, Merlin, wenn du nicht wiedermal zu spät gekommen wärst und mich rechtzeitig aufgeweckt hättest, dann hätte ich nicht verschlafen und wäre nicht so zögerlich gewesen, aus dem Bett zu kommen“, gab Arthur schlagfertig zurück.

Merlin grinste. „Ich weiß, es ist für Euch in letzter Zeit etwas schwer geworden, aufzustehen, mit all den Kilos, die Ihr zugelegt habt, Sir, aber Ihr müsst mir dafür wirklich nicht die Schuld zuschieben. Ich versuche ja, Euch fit zu halten, erinnert Ihr Euch?“ Seine Augen leuchteten amüsiert als er diese Worte ‚flüsterte‘.

Die Ritter brachen allesamt in lautes Gelächter aus. Arthurs Augen verengten sich, doch ohne eine kluge Antwort zu wissen, erwiderte er einfach nur sein typisches: „Halt die Klappe, Merlin. Beeil dich lieber, so dass wir hier auch mal endlich wegkommen.“

Den Sattelgurt noch einmal festzurrend bestieg Merlin sein Pferd und die sechs Männer ritten aus dem Hof. Merlin und Arthur waren an der Spitze der Gruppe, hinter der eine kleine Wolke aus Staub aufwirbelte.

Camelot war seit Morganas letztem Angriff und ihrer darauffolgender Niederlage von Attacken und anderen Gefahren verschont geblieben. Die rachsüchtigen Zauberer hatten alle von ihrer enormen Macht gehört und dachten nun, dass, wenn selbst Morgana Pendragon scheiterte, sie selbst keinerlei Chance gegen König Arthur und dessen Armee haben würden. Niemand jedoch hinterfragte, wie genau es überhaupt möglich war, dass eine Armee aus Zauberern von einer Gruppe magieloser, sterblicher Männer besiegt worden war. Sie alle glaubten einfach, dass König Arthur extrem talentiert in der Kriegskunst war und sie ihn lieber nicht als Feind haben sollten.

Merlin hatte nur seine Augen über die Naivität der Menschen gerollt, als er die Gerüchte und Warnungen über Arthurs Können und Entschlossenheit zum ersten Mal gehört hatte. Sein Ego wird auf die Größe des Schlosses anschwellen, sollte er diese Geschichten der Leute hören, dachte Merlin. Nichtsdestotrotz konnte er gar nicht anders, als zuzustimmen. Auch wenn er sich täglich mit ihm stritt, das war nur im Spaß, denn Arthur war tatsächlich einer der wenigen Männer, die man wirklich, wirklich nicht als Feind haben sollte. Er befand sich langsam aber sicher auf dem Weg, ein mächtiger, jedoch gerechter König zu werden. Er wird zu dem König, von dem sie in den Prophezeiungen reden, realisierte Merlin mit einem stolzen Lächeln auf seinem Gesicht.

Und doch weiß er es immer noch nicht. Merlins Lächeln verblasste langsam, als er sich weniger schönen Gedanken widmete. Auch wenn Arthur ein großartiger König wurde, so war Magie immer noch per Gesetz verboten und Merlin wurde immer unruhiger. Er hasste es, Arthur anlügen zu müssen, doch er hatte Angst davor, was dieser tun würde, sollte er von Merlins Geheimnis erfahren. Merlin hatte keine Angst mehr davor, verbrannt zu werden; Arthur würde ihn nicht töten. Vielmehr fürchtete er die Reaktion seines Freundes. Er hatte Arthur angelogen, seit sie sich vor so vielen Jahren zum ersten Mal getroffen hatten. Würde Arthur wütend werden? Würde es ihn überhaupt interessieren, dass Merlin immer nur versucht hatte, ihn und Camelot zu beschützen? Nein, Merlin konnte es ihm nicht erzählen. Er würde nur einen verlogenen Zauberer sehen, wo zuvor noch sein Freund gestanden hatte. Und wegen ebendieser Freundschaft würde seine Reaktion noch viel schlimmer sein. Verrat, dachte Merlin, er wird denken, dass ich, wie Morgana, von meiner Magie korrumpiert worden bin. Er wird denken, dass alles einfach nur eine Lüge war, die letztendlich doch nichts bedeutet. Die Zeit, die wir miteinander verbracht haben. Die Verbindung, die wir zueinander haben. Alles. Er wird mir nicht mehr vertrauen. Wird mich verbannen und nie wieder sehen wollen. Nein, Merlin konnte ihm definitiv nicht von seiner Magie erzählen. Sein Herz schmerzte schon bei dem Gedanken an Arthurs hasserfülltes Gesicht, dass ihn anstarren würde, gefüllt mit Wut und gleichzeitig einem solchen Schmerz … Er schauderte.

Schon immer hatte Merlin gehofft, dass Arthur eines Tages von seiner Magie wissen würde und dass er verstehen würde, dass Zauberei nicht immer etwas Böses bedeuten musste; dass sich jeder über ihre Rückkehr freuen und seine Leistungen und Loyalität anerkennen würde. Er wünschte sich, dass Arthur in ihm mehr sehen würde als einfach nur seinen idiotischen Diener, der unaufhörlich seine Nase in Angelegenheiten steckte, die ihn nichts angingen. Doch mit der Zeit hatte Merlin diese Hoffnungen als unrealistisch abgetan. Selbst wenn Magie eines Tages zurück nach Camelot kommen würde, so bezweifelte er, dass Arthur es gutheißen würde, dass Merlin ihm jahrelang Lügen erzählt hatte. Merlin war Arthurs bester Freund, die Person, der er am meisten vertraute. Und er würde nicht zulassen, dass er dieses Vertrauen verlöre.

Sie waren bereits ein paar Stunden lang geritten, begleitet von den üblichen Unterhaltungen und Scherzen, als Merlin einen kleinen goldenen Streifen bemerkte, gefolgt von einem Rascheln auf dem Weg vor ihnen.

„Habt ihr das gesehen?“, flüsterte er und hielt sein Pferd an, um Genaueres erkennen zu können.

Nachdem er sich ein paar Sekunden lang besorgt umgesehen hatte, wandte Arthur sich Merlin zu. „Sei kein Feigling, Merlin. Ich bin mir sicher, das war nur ein kleines Tier, also lasst uns weiterreiten.“ Er rollte die Augen über die Ängstlichkeit seines Freundes.

Merlin blickte unsicher drein, entschloss sich jedoch, den anderen zu folgen. Im Gegensatz zu den Rittern blieb er dennoch wachsam und schloss sich keiner der wiederaufkommenden Konversationen an.

„Da ist es wieder!“, rief Merlin aus und zeigte in die leere Luft vor ihnen, wo kurz zuvor noch ein goldener Streifen zu sehen gewesen war.

Genervt seufzend antwortete ihm Arthur: „Merlin! Hier ist nichts! Das war nur deine Einbildung, die dir da –“ Dieses Mal sah jeder das schimmernde Gold, das da ein paar Sekunden lang in der Luft zu sehen war, bevor es wieder verschwand.

„Was um alles in der Welt war das?“, wollte Arthur verwirrt wissen, ohne zuzugeben, dass Merlin anscheinend doch recht gehabt hatte.

Erneut sahen sie das goldene Licht und dieses Mal kam es auf sie zu. Sie ließen ihre Pferde etwas langsamer gehen und starrten wie gebannt auf das goldene Flimmern. Das Licht schien sie zu umrunden, blieb einige Sekunden lang vor Arthur stehen und verschwand dann den schmalen Weg entlang, auf dem sie ritten.

„Ich denke, es will, dass wir ihm folgen“, sprach Merlin leise aus was wohl jeder dachte und trieb sein Pferd an. Arthur zögerte einen Moment lang, erinnerte sich dann jedoch an das letzte Mal, als er einem magischen Licht gefolgt war. Das war eine leuchtende blaue Kugel gewesen und sie hatte ihn in Sicherheit gebracht, als er keine Hoffnung mehr gehabt hatte, aus der Höhle zu entkommen. Das war eines der wenigen Male gewesen, als er Magie gesehen hatte, die tatsächlich für einen guten Zweck verwendet wurde. Er hatte sich seither immer gefragt, wer ihm wohl das Licht geschickt hatte.

„Okay“, meinte Arthur. „Lasst uns schauen, was das hier ist.“ Er begann vorsichtig dem Licht zu folgen, blickte sich allerdings währenddessen stets aufmerksam um, sodass ihn keine Gefahr überraschen konnte, während er von diesem magischen Wegweiser abgelenkt war. Die Ritter wechselten einen besorgten Blick, folgten dann jedoch ihrem König.

Den restlichen Tag lang ritten sie ziemlich schweigsam weiter, immer besorgt, in eine Falle zu laufen. Die Finsternis war bereits hereingebrochen, als die Gruppe schließlich zwischen den Bäumen hervorritt und sich umblickte. Sie waren an einer Stelle angelangt, von der aus sie die Silhouette deines großen Schlosses erkennen konnten, die etwa einen Ritt von einer halben Stunde entfernt schien.

Der goldene Streifen führte sie weiter und bald war klar, dass er auf das Schloss zuhielt. Er schien nicht bemerkt zu haben, dass die Männer stehen geblieben waren. Arthur musterte das Schloss und stieß dann einen leisen Pfiff aus. Seine Augen waren vor Überraschung weit geöffnet.

„Es ist das Schloss der einstigen Könige“, flüsterte er beinahe, die unheimliche Stille nicht unterbrechen wollen, die die zuvor angenehme abgewechselt hatte.

Die Ritter und Merlin nickten zustimmend. Sie erinnerten sich selbst noch an die Zeit, in der sie in dem alten Gemäuer Zuflucht gesucht hatten, als Morgana Camelot zum ersten Mal erobert hatte.

„Was wenn es eine Falle ist?“, sprach Leon aus, was in diesem Moment alle Anwesenden dachten, und blickte Rat suchend zu Arthur.

Einen Moment zögerte Arthur, bevor er antwortete: „Wenn es das ist, dann habe ich die besten Ritter des Königreiches mit mir. Wir reiten weiter.“ Er war sich selbst unsicher, weshalb er so einen starken Druck verspürte, diesem Licht zu folgen, doch irgendwie fühlte es sich richtig an. Und selbst wenn das hier eine Falle war, sie hatten bereits Schlimmeres überlebt. Was konnte also schon schiefgehen?

Als sie das Schloss betraten, sah es genauso aus, wie sie es zurückgelassen hatten. Sie zündeten zwei Fackeln an und wanderten durch die ihnen bekannten Gänge, bis sie den Raum erreichten, der zu ihrem Hauptquartier geworden war, als sie mit den Planungen beschäftigt gewesen waren, Camelot zurückzuerobern. Der runde Tisch stand in der Mitte des staubigen Raums, wieder einmal mit dem alten weißen Tuch bedeckt. Das goldene Licht verharrte einige Sekunden lang über dem Tisch, bevor es zusammen mit dem Feuer der Fackeln plötzlich verschwand. Sie blieben in kompletter Dunkelheit zurück.

Arthur und die Ritter zogen sofort ihre Schwerter, was jedoch einzig an dem typischen Ton von Metall, das an Metall schliff zu erkennen war. Sie standen da, Rücken an Rücken, und versuchten in der Dunkelheit so viel wie möglich zu erkennen. Merlin, der als einziger kein Schwert besaß, um sich zu verteidigen, versuchte so still wie möglich zu stehen und ebenfalls nach möglichen Gefahren zu lauschen.

„Ihr müsst keine Angst haben“, sagte eine sanfte Stimme an Merlins linker Seite. Sie durchschnitt die vollkommene Stille erschreckend laut. Alle Männer wandten sich sofort in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war, die Schwerter immer noch hoch erhoben.

„Wer ist da? Warum habt Ihr uns hierher gebracht?“, verlangte Arthur mit möglichst viel Autorität in der Stimme. „Zeigt Euch!“

Da tauchte das goldene Licht mit einem Mal wieder auf, direkt vor einer Frau. Sie schien etwa in ihrem Alter zu sein, doch als sie die Hand hob und in Richtung der an den Wänden hängenden Fackeln deutete, entflammten diese auf ihren Befehl hin. Die Dunkelheit, die bis soeben noch im Raum geherrscht hatte, war nun verschwunden, doch die Ritter standen angespannter nebeneinander als zuvor, verunsichert durch diese sorglose Verwendung von Magie. Merlin bemerkte dies resigniert.

„Mein Name ist Aniya und ich werde euch nichts tun“, versicherte die Frau ihnen mit ruhiger, verständnisvoller Stimme und hob die Hände. Arthur und die Ritter senkten ihre Schwerter ein wenig, steckten sie jedoch nicht wieder weg. Sie blickten die junge Frau weiterhin misstrauisch an.

„Warum habt Ihr uns hierher geführt?“, fragte Arthur erneut, argwöhnisch.

Aniya wandte sich Arthur zu und lächelte leicht, dann verbeugte sie sich. „König Arthur“, begann sie. „Es ist mir eine Ehre, Euch zu treffen. Eine großes Schicksal erwartet Euch. Doch es wird nie soweit kommen, wenn Ihr nicht die zu verstehen lernt, die Euch am nächsten stehen.“ Sie deutete zu den Rittern, die um Arthur herum standen, unsicher, ob diese Frau eine Gefahr darstellte, oder nicht, und zu Merlin, der bei der Erwähnung von Arthus Schicksal etwas nervös geworden war. „Ihr alle spielt eine wichtige Rolle in der Zukunft von Camelot“, fuhr sie fort, dieses Mal an alle Anwesenden gewandt. „Doch damit diese Zukunft auch eintritt, müsst ihr einander vollkommen vertrauen. Ein so starkes Vertrauen, wie das, das nötig sein wird, kann nur durch Verständnis entstehen.“ Bei diesen Worten blickte sie zu Merlin, dessen Augen sich unmerklich weiteten. Panik begann seinen Körper zu durchströmen. „Ich werde nicht eure Geheimnisse verraten. Es liegt wirklich nicht an mir, sie zu erzählen. Doch ich hoffe, dass ihr den Mut haben werdet, selbst darüber zu sprechen, nachdem ich meinen Teil dazu beigetragen habe.“ Hier legte sie eine Pause ein, um ihre Worte setzen zu lassen. Merlins Hände begannen zu zittern, woraufhin er sie fest zusammenpresste. „Einer der besten Wege für gegenseitiges Verständnis ist Musik. Das goldene Licht hier“, sie deutete zu dem goldenen Strahlen, das noch immer in ihrer Nähe in der Luft schwebte, „kann Seelen wahrnehmen und das Lied wählen, das am relevantesten ist, um diese Seele zu verstehen.“ Das Licht begann zu wachsen, bevor es sich in sechs einzelne Lichter trennte – eines für jeden von ihnen. Das Licht schwebte zu seinem jeweils zugehörigen Mann. „Ich verspreche, dass euch kein Schaden zugefügt wird, während ihr euch in diesem Schloss befindet. Das Licht kann euch nicht verletzen“, betonte Aniya, als sie die besorgten Blicke auf den Gesichtern der Männer wahrnahm.

Arthur musterte die Frau lange und konzentriert. Er schien etwas in ihrem Gesicht zu suchen, doch als er das gefunden hatte, nickte er und ließ zu, dass das Licht in seine Brust flog, ganz in die Nähe von seinem Herzen. Es glühte noch einmal sanft, bevor es verschwand und Arthur blieb genauso zurück, wie zuvor. Die anderen Männer musterten ihn besorgt, doch Arthur sprach: „Es fühlt sich sicher an.“ Er nickte den Rittern zu. Merlin hatte das Licht bereits in sein Herz gelassen, doch nun drang es in jeden von ihnen, wo es mit seiner Suche nach der Musik der Seele begann.

Aniya lächelte freundlich. „Einige der Sachen, die ihr über einander erfahren werdet, sind vielleicht erst einmal erschreckend.“ Sie blickte erneut zu Merlin. „Erinnert euch aber daran, dass ihr alle auf einander angewiesen seid, jetzt mehr denn je zuvor.“ Bei dieser ominösen Behauptung sahen alle Männer sie fragend an, doch Aniya ignorierte die Blicke und fuhr fort: „Das Licht wird ein paar Stunden benötigen, um zu entscheiden, welches Lied am besten zu welcher Person passt. Ihr solltet euch bis dahin alle ausruhen, denn morgen wird ohne Zweifel ein anstrengender Tag für euch alle werden. Sobald ihr bereit seid, wird das Licht eure Körper verlassen und die Musik eurer Seelen wird erklingen. Ich weiß, das Ganze klingt abschreckend“, meinte sie mitfühlend, „aber ich versichere euch, dass dies hier von höchster Notwendigkeit ist. Ich wünsche euch viel Glück, denn ich nehme nun meinen Abschied.“ Aniya verbeute sich erneut vor Arthur, bevor sie sich Merlin zuwandte und sich – zu der Verwunderung aller Anwesenden – erneut verbeugte. Sie nickte ihnen noch einmal zu, dann verschwand sie mit einem plötzlichen Windstoß. Ihre letzten Worte klangen noch lange nach. „Zweifelt niemals daran, dass ihr alle für Großes bestimmt seid.“
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