Someone like you

GeschichteRomanze, Familie / P16
DI Gregory Lestrade Dr. John Watson Mycroft Holmes OC (Own Character) Sherlock Holmes
20.03.2020
01.04.2020
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Julie:

So pünktlich war ich seit langem nicht mehr, abgesehen natürlich von gestern.
Heute war es im Yard auch sehr ruhig und Gregory setzte mich an ein bisschen Akten Arbeit.
Meine Gedanken waren aber mal wieder ganz wo anders. Die Nachricht von Mycroft lies mir absolut keine ruhe. Was wäre, wenn er es meinem Bruder stecken würde. Er würde mich doch direkt feuern und ich wollte mir gar nicht vorstellen, was mit John geschehen würde.

John, er hatte geschossen. Der Schuss ertönte in meinem Kopf wieder und ich schreckte hoch, dabei schmiss ich ein paar Akten auf dem Boden die ordentlich Lärm machten. „Was ist hier los?“ Ich schaute auf und sah in die wütenden Augen meines Bruders. Aus den Ordnern flogen einige Blätter durch das Büro. „Du wirst das alles Sortieren und aufräumen. Gleich bekommen wir Besuch von Mycroft Holmes. Einer der wichtigsten Männer des Landes und dann sollte es hier aufgeräumt sein.“ Greg schloss verärgert die Tür. Bei dem Namen 'Mycroft' hatte sich mein Körper versteift und ich konnte mich nur schwer lockern.

40 Minuten später hatte ich es wirklich geschafft, das alle Blätter wieder in den Richtigen Aktenordner sortiert waren. Das Chaos war also gebändigt. Ich packte den letzten Ordner und ging in Richtung des Lagers wo dieser wieder hin musste. Als ich die Tür öffnete prallte ich mit einer Person zusammen. „Schön sie zu sehen, Miss Lestrade.“ Langsam schaute ich auf und sah in das Gesicht von Mycroft Holmes.

Vor Schreck ließ ich den Ordner wieder fallen. Bevor ich es realisieren konnte hatte sich Mycroft bereits runter gebeugt und übergab mir den Ordner, zum Glück war diesmal kein Blatt weg geflogen. „Danke, Mr Holmes.“ versuchte ich ohne zu stottern heraus zu bringen.
Wir sahen uns noch kurz in die Augen.

„Tut mir leid.“ nuschel ich noch schnell bevor ich an ihm vorbei husche. Im Lager angekommen atmete ich ein paar mal tief ein. Warum hatte dieser Mann so einen starken Einfluss auf mich. Ich stellte den Ordner an seinen platz und nahm mein Handy aus der Tasche 13.37 Uhr zeigte es an. Ich beschloss eine Nachricht an John zu schreiben.

JL: 'Können wir uns nachher treffen? Es ist wichtig'

Ich steckte das Handy wieder ein und ging wieder zurück zum Büro meines Bruders. „Julie, da bist du ja.“ Mein Bruder lächelte. „Das ist Mycroft Holmes.“ stellte er mir den Mann in seinem Büro vor. Er konnte ja nicht wissen, das wir uns schon kannten. „Oh, wir haben uns wohl schon mal gesehen.“ Mycroft reichte mir seine Hand. „Trotzdem schön sie kennen zu lernen, Julie Lestrade.“ er zwinkerte mir zu. „Ich bin auch sehr erfreut.“ meinte ich und verbeugte mich sogar leicht. 'Oh man wie peinlich' dachte ich.

Mein Bruder hatte mich nach Hause geschickt, ich sollte meine Berichte schreiben. Ganz ehrlich war ich darüber sehr froh. Ich wollte nicht wissen, was Mycroft so dringend mit meinem Bruder zu bereden hatte. Vielleicht brauchte ich mein Praktikum morgen nicht weiter fortführen.

Mein Handy piepte.

JW: 'Wir können uns gleich gerne Treffen. Wo möchtest du den?'

John hatte mir geantwortet und ich war ihm so dankbar. Ich überlegte kurz uns schrieb dann schnell zurück.

JL: 'Mein Bruder kommt erst spät nach Hause. Wir können uns also gerne bei mir treffen. Die Adresse kennst du ja.'

JW: 'Oke, bin in einer halben Stunde da.'

Eine halbe Stunde später machte ich John die Türe auf. Wir umarmten uns zur Begrüßung. „Also was ist los? Warum wolltest du mich so dringend sehen?“ fragte mich John und wir setzten uns ins Wohnzimmer. „Ich habe Sherlocks Bruder getroffen.“ sagte ich doch John schien gar nicht überrascht. „Ach Mycroft.“ ich nickte. „Woher weist du das?“ fragte ich. „Wir haben ihn getroffen. Ich war genau so überrascht wie du.“ Ich grübelte kurz vor mich hin.

„Möchtest du Tee oder Kaffee?“ fragte ich dann. „Tee sehr gerne, danke.“ meinte John und ich ging in die Küche. Als ich mit Tee zurück kam sah John sich im Wohnzimmer um. „Bist du das?“ er deutete auf das einzige Bild in der ganzen Wohnung. Es zeigte mich und Greg als wir Kinder waren.  „Oh ja, das war eine schöne Zeit.“ ich lächelte und reichte John seine Tasse. „Danke.“ er nippte am Tee und lies seinen Blick nochmal durch die Wohnung schweifen. „Warum hat dein Bruder nur das eine Bild? Ich sehe keine Bilder eurer Eltern.“ bemerkte er.

Sofort schaute ich auf den Boden. Meine Eltern waren kein gutes Thema. Klar hatten wir Kontakt und sie hatten mich ja auch zu diesem Praktikum überredet aber wir verstanden uns nie gut. Meine Kindheit war schrecklich. Unsere Eltern hatten uns einfach nie gezeigt, das sie uns liebten oder das wir erwünscht waren.

„Hey, du musst nichts sagen.“ John streichelte behutsam über meinen Rücken. „Übrigens weis Mycroft von dem Schuss.“ lies ich dann die Bombe platzen um von dem anderen Thema ab zu lenken. Ich zeigte ihm die Nachricht. „Komisch, warum schreibt er dir das?“ fragte John und lass sich noch ein zweites mal die Zeilen durch.

„Meinst du, wir müssten uns sorgen machen?“ fragte ich. John trank den letzten Schluck Tee und sah auf die Uhr. „Nein, das denke ich nicht. Dafür ist er gar nicht der Typ. Tut mir wirklich Leid Julie aber ich muss jetzt echt los. Möchte nicht wissen was Sherlock gerade treibt.“ Er zog seine Jacke an und ich brachte ihn noch zur Tür. Mittlerweile war es echt spät geworden. „Hättest du vielleicht Lust morgen mit mir zum Zirkus zu gehen?“ fragte John als ich die Haustüre für ihn öffnete. „Es ist momentan ein Chinesischer Wanderzirkus in der Stadt und ich dachte..“ Sofort nickte ich. „Sehr gerne.“ meinte ich.

John ging und nahm sich ein Taxi. Diesem sah ich noch sehr lange hinterher. Es war eine gute Idee weg zu gehen und sich von all dem Trubel ab zu lenken.

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Ich freue mich, das euch die Geschichte so gut gefällt. Vorallem Danke für den ersten Stern. Das bestärkt mich sehr. Über Reviews würde ich mich aber dennoch sehr freuen :)
Liebe Grüße Goldgloeckchen
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