Geteilte Tage

von Shayunn
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
20.03.2020
26.03.2020
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Über Jasons gebräunte Haut läuft Wasser, was den attraktiven Kerl noch schöner macht. Genussvoll lege ich meine glitschigen Hände auf seine Schultern und seife ihn ein. Vielleicht ist es eine blöde Idee, aber mit Blake im Geräteraum zu schlafen war ja auch nicht langweilig. Bei ihm kann ich mich nicht beklagen, trotzdem zieht es mich zu Jason hin. An ihm gefällt mir, dass er ganz offen mit seiner Sexualität umgeht. Mich nicht dafür verstecken zu müssen, dass ich schwul bin, wäre zur Abwechslung ganz nett. Jason scheint auch recht interessiert an mir zu sein.
Unter meinen Fingern spüre ich ihn erschauern. Verführerisch stemmt er die Hände an die Fließen, lässt seinen Kopf nach vorn fallen und stellt die Beine breit.
Wirklich heiß.
Dieser herrliche Körper vor mir ist so sexy, dass ich leise keuchen muss. Mein Schwanz steht voll darauf, ist nur ein paar Zentimeter von seinem festen Po entfernt. Ich könnte ihn jederzeit von hinten erobern.
"Scheiße, was mache ich da?" Die Worte entschlüpfen mir ungewollt.
Jason dreht sich zu mir um. Seine braunen Haare sind nass und machen sein Gesicht sexy. Wasser tropf ihm von den Brauen. "Ich hab dich schon länger beobachtet", raunt er mir zu. "Dich mit Blake zu sehen, brennt mir ein Loch ins Herz." Er hebt die Hände, verkrampft sie zwischen uns. "Du musst nichts tun. Aber ich wäre glücklich, wenn du mir eine Chance geben würdest, dich kennen zu lernen."
Mein Körper wird von einer Gänsehaut überzogen. Ist das zu kitschig für mich? Nein.
"Warum weiß ich davon nichts?", frage ich mit stolpernder Stimme.
"Weil du mit Blake gehst."
Ich schaue seine blauen Augen an wie ein Vollidiot.
"Ich bin ein guter Beobachter", erklärt er das Offensichtliche.
Meine Gedanken spielen verrückt. Er steht auf mich, aber ich wusste bis eben nichts davon. Kann das wahr sein? Was mache ich jetzt?
"Ja, ich bin mit Blake zusammen", sage ich und spüre sofort Reue. Wie kann ich meinem besten Freund das antun und ihn outen?
"Wie ernst seid ihr zusammen?"
"Ich ... Jason, darüber muss ich erst nachdenken. Bitte lass mich darüber nachdenken."
Er reagiert mit einem dünnen Lächeln. "Ein bisschen kann ich noch warten."
Die Worte wiegen schwer auf meiner Brust. Ich kämpfe mit meiner Erektion, die rein körperlich ist, und seiner unerwarteten Offenheit, die mich überfällt wie eine Liebeserklärung. Das kann er sich ja wohl nicht einbilden und dann auch noch zu mir sagen. Er ist scheiß mutig. Dagegen stehe ich da wie ein Feigling.
"Danke. Du bist ... super."
Sein Lächeln wird breiter. "Klar", sagt er neckisch.
Mir fällt ein Stein vom Herzen. Wenn ich jetzt nicht gehe, mache ich alles kaputt. Blake verdient meine Ehrlichkeit. Ich habe Schmetterlinge wegen Jason im Bauch - das muss ich ihm sagen. Womöglich verliebe ich mich gerade in ihn.

Zielstrebig laufe ich am Abend zu Blake. Er wohnt nur wenige Minuten entfernt von mir.
Nachdem ich ihm von meinen Gefühlen für Jason erzählt habe, kann ich Tränen in seinen Augen sehen. Er liebt mich. Aber meine Liebe für ihn ist nicht mit denselben Emotionen zu vergleichen. Er ist mein bester Freund, mein Bruder, mein Kumpel. Dass wir Sex hatten, war doch nur, weil wir uns so gut kennen. Jungs experimentieren manchmal zusammen, da kam eben eins zum anderen.
"Habt ihr Sex gehabt?"
"Nein, es ist nichts passiert. Aber ich finde ihn cool. Ich könnte mir vorstellen, mit ihm Sex zu haben."
Blake dreht sich weg. "Liebst du ihn?"
"Ich weiß nicht. Das ist noch zu früh."
Ich lege tröstend meinen Arm um seine Schulter, aber ich fühle mich schlecht. Ich will, dass wir das als Freunde überstehen.
"War es richtig, dir das zu sagen?"
Blake beißt sich auf die Lippe. "Besser, ich erfahre es von dir selbst."
Wir verbringen den Abend zusammen und schauen einen Actionfilm, auf den sich keiner von uns konzentrieren kann. Mein Gewissen nagt an mir, ich kann ihn nicht alleine lassen. Arm in Arm schlafen wir auf seinem Bett ein.
Es ist sechs Uhr morgens, als mein Handy klingelt. Durcheinander fahre ich hoch. Scheiße, meine Jeans spannt. Ich hatte einen wunderschönen Traum - mit Jason in der Hauptrolle.
Zügig drücke ich den Anruf weg, aber Blake hebt schon den Kopf. "War das Esther?", erkundigt er sich verschlafen.
"Ihr üblicher Weckruf", schätze ich. "Schlaf weiter." Meine ältere Schwester ist Frühaufsteher. Sie hat die Angewohnheit, bei mir durchzuklingeln, wenn sie merkt, dass ich nicht nach Hause gekommen bin. Heute bin ich froh darüber, so kann ich noch duschen und meine Sachen für den Unterricht packen.
Ich kuschele mich kurz an ihn und küsse ihn auf die Wange. "Wir sehen uns dann in der Schule."
Blake versucht zu lächeln. Er ist unübersehbar traurig, aber ich habe meine Entscheidung getroffen und werde meine Sex-Beziehung zu ihm beenden.
Schweren Herzens laufe ich nach Hause und schließe mich im Bad ein, um mich frisch zu machen. Wie kann ich meinen besten Freund und perfekten Liebhaber so enttäuschen! Ich könnte ihn verlieren, wenn ich mich gleich voll auf Jason stürze.
Fragen über Fragen türmen sich auf, also gehe ich erstmal duschen. Anstatt unter meinem schlechten Gewissen einzuknicken, hebt mich die Freude auf Jason in den Himmel. Er hat mich im Auge gehabt. Das ist ja wohl kein Grund zum Trübsal blasen. Außerdem finde ich ihn echt super. Mehr sogar. Ich merke, dass ich so auf ihn stehe, dass sich schnell meine Latte zurück meldet. Diesmal genieße ich meinen Handjob in vollen Zügen. Jason ist heiß und steht auf mich. Yeah!
Mein Herz rast auf dem Weg zur Schule. Ich will ihn sehen, aber ich habe ein komisches Gefühl im Bauch. Er kann es sich ja auch anders überlegt haben oder feststellen, dass er Frauen nun doch lieber mag als Jungs. Das kommt vor.
Zum Glück treffe ich Blake. Mit ihm ist alles gut. Er kennt mein Geheimnis und keiner von uns muss sich vor dem anderen verstellen. Wir gehen zusammen in die Klasse, reißen sogar Witze - wie früher, bevor wir diesen intensiven Sex hatten, und ich bin froh, dass ich ihm alles gesagt habe. Jason sehe ich am Vormittag nicht.
Das Training mit Blake verläuft locker. Wir geben Vollgas und kommen richtig ins Schwitzen. Beim Spielen sind wir ein Team, obwohl uns das Training mehr oder weniger zu erbitterten Gegnern macht. Ausgelassen beenden wir es und gehen duschen.
Als ich da stehe, wo ich gestern stand, nackt und aufgegeilt mit Jason, wächst mein Verlangen auf ihn. Ich beginne mich zu fragen, warum ich ihn heute nicht gesehen habe. Will er mich denn gar nicht mehr? Fast 24 Stunden sind jetzt vergangen, und er spukt mir immer wieder im Kopf herum. Angespannt verlasse ich mit Blake das Gelände und rede mir ein, dass Jason mich vielleicht nur verarscht hat.
"Kommst du mit rein?"
"Was? Äh ..." Wir stehen vor Blakes Haus. "Tut mir leid, ich bin durcheinander."
"Wegen ihm?"
"Ich bin so dämlich", nicke ich.
"Kommst du noch mit rein?"
Ich kann unmöglich mit ihm mit. Aber es zieht mich zu ihm, weil ich unter keinen Umständen den Nachmittag allein verbringen und mir wegen Jason den Kopf zerbrechen will.
"Wenn es dich nicht stört", warne ich halbherzig.
Blake nagt an seiner Lippe. Er will ehrlich sein und ich erspare ihm die Antwort.
"Lass uns gehen."
Wir verschwinden in seinem Zimmer.
Wie oft war ich hier schon drin? Es gab lange Zeit nichts anderes als Blake und mich, doch heute ist Jason mit dabei. Arm in Arm liegen wir auf dem Bett und reden über ihn.
"Hast du schon mal dran gedacht, uns beide zu wollen?", flüstert mein bester Freund.
"Blake!", schimpfe ich und stöhne frustriert. "Du verdienst mehr."
Wärme breitet sich zwischen meinen Beinen aus. Beide zu haben - das müsste mich zum glücklichsten Siebzehnjährigen auf Erden machen! Ich kann es mir sogar richtig vorstellen.
"Ich würde es wollen", überlegt Blake. Er hat wieder seine Lippe zwischen den Zähnen.
"Spinner", setze ich liebevoll oben drauf und will ihn fast schon küssen, aber er unterbricht mich. Er nimmt meine Hand und führt sie zu seinem Mund. Zärtlich saugt er an meinen Fingern und stimuliert so die Durchblutung in meinem Schwanz.
Ich rolle mich schaudernd zur Seite. Ein Fehler: die Beule in seiner Hose törnt mich an. Ich knurre: "Stört es dich nicht, dass ich ein Arschloch werde, wenn ich jetzt noch mit dir schlafe?"
Dank unserer langjährigen Freundschaft ist Blake nicht kleinzukriegen. "Du magst Jason. Aber der ist nicht hier", sagt er und lässt meine Hand fallen. Er richtet sich auf, zieht sich das T-Shirt über den Kopf. Mann, sein Körper kann sich echt sehen lassen.
"Was soll das denn werden?" Meine Stimme klingt nach Panik. Aber er verströmt ja auch einen Geruch, der mich sabbern lässt.
Blake packt meine Arme und drückt mich mit den Händen unter sich auf das Bett. Sein Blick ist düster.
So kenne ich ihn gar nicht. Er war nicht unterwürfig beim Sex, nur eben nicht so krass dominant, dass ich vor ihm kuschen musste, was ich nun automatisch tue, weil er mich damit total überfällt.
Herausfordernd beißt er mir in die Halsmulde, wo die Haut besonders empfindlich ist, und ich genieße es. Seine Zunge hinterlässt auf dem Weg zu meinem Ohrläppchen eine feuchte Spur.
Er flüstert: "Ich will sehen, wie du unter mir kommst."
Ein heftiger Blitz zuckt in meinen Schwanz, dem das alles sehr gut gefällt.
Ich keuche ungewollt Blakes Namen, lasse mich von ihm küssen und schiebe ihm mein Becken zu, als er mich untenrum auszieht. Die Hitze steigt mir einfach zu Kopf, sendet weitere Signale nach unten. Sex mit ihm war immer schön, das hat sich auch mein bestes Stück gemerkt.
Mit ist fast schwarz vor Augen, weil es wieder passieren wird. Ich schwelge im Glück und bin nicht mehr zu halten. Ja, tu es, schreit mein Unterleib. Aber diese Aufforderung braucht es nicht. Seine Hand macht mich steinhart, nebenbei zieht er sich die Hosen aus und bearbeitet meinen Hintereingang mit seinen geübten Fingern. Da er weiß, was er tut, überlasse ich mich ihm.
Ergeben spüre ich nun seine Zunge an meinem Schwanz. Er küsst mich, leckt, saugt. Mann, er ist wirklich richtig gut. Ich glaube nicht, dass ich noch lange durchhalte, wenn er so weitermacht. Sein Tun löst reihenweise Explosionen in mir aus. Wild geworden ziehe ich ihn zu mir und will ihn in mir versenkt haben, ihn küssen und durch ihn kommen.
"Warte."
Blake holt das Gleitgel und ist in Windeseile zurück. Mit ungeduldigen Händen verteilt er es auf seinem Schwanz. Ich hab mich gar nicht um ihn gekümmert, aber wie es scheint, ist das nicht nötig. Unsere Körper kennen sich, sie wissen, was wir brauchen.
"Beweg dich nicht", dirigiert mich Blake.
Sein Schwanz stößt gegen meinen Eingang. Ich keuche vor Lust, werde von ihm gerieben, um hart zu bleiben und mich nicht zu verkrampfen. Dazu ein Kuss von ihm und mein Verstand schaltet sich völlig aus.
Blake tastet sich zu mir vor, schiebt sich in mich hinein. Klatscht mit seinen Eiern gegen mich. Findet das richtige Tempo und den Punkt, der mich abspritzen lässt.
Als er fertig ist und aus mir raus rutscht, überschlägt sich mein Atem. Ich weiß, dass wir diesmal richtig schnell waren, aber nicht, wie es dazu kommen konnte. Bin ich echt so sexgesteuert?
"Hat's dir gefallen?", fragt Blake über mir.
Schuldbewusst denke ich an Jason. "Ja, hat es." Warum soll ich lügen? Ich bin erfüllt und müde.
"Wir können das jederzeit wiederholen." Er rollt sich grinsend neben mich. Sein schlaffer Schwanz sticht mir ins Auge. Noch immer ist sein Körper wunderschön.
"Ich werde was mit Jason anfangen", erinnere ich ihn, aber auch mich selbst.
"Wir sollten trotzdem damit weitermachen. Wir sind gut."
Scheiße. Er denkt, dass er mich mit Sex halten kann. "Deine Überheblichkeit möchte ich auch haben", sage ich grummelnd.