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Monokumas Ultimative Liebesinsel

MitmachgeschichteAllgemein / P18 / Gen
20.03.2020
20.04.2021
29
203.463
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08.04.2021 3.603
 
Schließlich hatte auch Naizen den Text fertig gelesen und sein Lovephone mit einem zufriedenen Nicken wieder weggesteckt. „Okay, dann mal los“, meinte er, als würde er jeden Tag gegen sexy Krankheiten vorgehen. Bevor er sich allerdings sein Kostüm überwerfen konnte, packte Chitaru ihn am Kragen und zog sein Gesicht zu sich herunter, wobei ein ungewohntes Glühen in ihren lilanen Augen lag.  
„Ein gut gemeinter Rat meinerseits“, zischte sie. „Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass du weißt, wie viel Kraft in meinen Armen steckt. Solltest du bei Ai irgendwas unmoralisches denken oder tun, dann werde ich wohl Kastration in meinen Lebenslauf hinzufügen. Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du dir wünschen sterben zu können. Haben wir uns verstanden?“ Völlig verdutzt sah Naizen die deutlich kleinere Frau an, während diese mit grimmiger Miene wieder zurücktrat.
„Hey, kein Stress“, meinte er schließlich mit einem beruhigenden Lächeln. „Ich werde nichts tun, was Ai nicht will.“
In voller Montur betrat er daraufhin das Zelt, in dem die kleine Zeichnerin bereits wartete, nahm die Maske sofort wieder ab und hob lächelnd eine Hand zum Gruß. „Hey.“ Ai blieb auf ihrem Futon liegen, vollständig in eine Decke gehüllt, und nickte nur, ohne dem Mann in die Augen sehen zu können. Offenbar hatte sie ebenfalls die Anweisungen in ihrem Lovephone gelesen, denn ihre Wangen waren bereits vor Verlegenheit gerötet.
„Dann untersuch ich dich mal“, meinte Naizen. „Wenn das okay für dich ist.“ „Ich habe mich schon selbst ausgezogen“, gestand Ai und trennte sich unwillig von ihrer verhüllenden Decke. Tatsächlich trug sie nur noch ihre niedliche Unterwäsche und Naizen konnte die zahlreichen violetten Flecken an ihrem Körper sehen, die echten Pestbeulen glücklicherweise kaum ähnlich waren.
Er kniete sich über die junge Frau und betrachtete sie einen Moment lang nachdenklich. Steif wie ein Brett lag sie auf ihrer Matratze, den knallroten Kopf zur Seite gedreht und die Lippen fest zusammengedrückt. Als Naizen sich tiefer über sie beugte, gab sie keinen Laut von sich, versteifte sich aber noch weiter vor Unbehagen. „Okay“, meinte Naizen und zog sich wieder zurück. „Ich hab eh gewusst, dass eine Arzt-Karriere nichts für mich ist. Ich fürchte, du musst die Beulen behalten.“
Überrascht sah Ai zu ihm auf. „Aber…die Aufgabe?“ „Das ist nicht cool, wenn du da total gegen bist“, erwiderte ihr Partner und lächelte sie freundlich an. „Kann ich irgendwas anderes für dich tun? Dich zudecken oder sowas?“
„Danke, musst du nicht“, entgegnete Ai hastig, schnappte sich ihre Kleider und zog sich rasch wieder an. Geschickt wickelte sie sich ihren Schal um, um die Beule an ihrem Hals zu verbergen, bevor sie sich mit angezogenen Knien wieder setzte. „Tut mir leid, dass ich nicht so eine gute Partnerin hierfür bin“, meinte sie verlegen. „Macht nichts“, lächelte Naizen. „Guck mal, hier kriegst du leckere Suppe von Omabär.“ Konzentriert führte er den Löffel auf Ais Gesicht zu und brav öffnete sie den Mund.
Beim Essen schien die junge Frau tatsächlich etwas aufzutauen und Naizen nutzte die Gelegenheit um sich neugierig zu erkundigen: „Wie ist das jetzt eigentlich mit deinen Persönlichkeiten? Ihr teilt euch irgendwie einen Körper? War das schon immer so oder wie?“
„Nicht immer“, erwiderte Ai und erzählte noch einmal ihre Geschichte. „Aber wir sind schon sehr, sehr lange zu zweit. Unsere Eltern haben uns immer sehr gegensätzlich aufgezogen. Unser Vater wollte, dass wir immer fröhlich sind… Aber unsere Mutter war immer sehr…also Kunst war ihr wichtiger als alles andere. Sie hat uns beleidigt und verletzt, wenn wir nicht perfekt waren. Aisha hat das nicht ertragen, deswegen haben sich unsere Persönlichkeiten abgespalten. Ich denke mehr wie mein Vater!“
„Wow, deine Mutter ist ja mal eine…“ Betroffen konnte Naizen nur den Kopf schütteln. „Da kann ich ja froh sein, dass meine weggelaufen ist.“ „Oh, sie ist weggelaufen?“, wiederholte Ai mit großen, mitfühlenden Augen und Naizen winkte lächelnd ab. „Ja, aber bringt ja nichts darüber nachdenken. Erzähl mir mehr von dir und Aisha! Habt ihr dann auch unterschiedliche Interessen oder so?“
„Ja“, nickte seine Partnerin. „Ich bin ja gar nicht gerne alleine, aber Aisha will immer nur ihre Ruhe haben. Und ich mache zum Beispiel gerne Sport, während Aisha lieber drinnen bleibt und traurige Musik hört. Wir mögen nicht mal dieselbe Haarfarbe, deswegen sehen meine Haare jetzt so aus.“ Und lächelnd zupfte sie an ihren roten und blauen Strähnen.  

Jin hob leicht den Kopf, als die Zeltplane zur Seite geschoben wurde und eine dunkle Gestalt ins Zelt kam. „Als erstes sollte ich dich aufschneiden“, hörte er eine durch die Maske gedämpfte Stimme sagen, „nur um zu sehen, ob du auch kein Roboter bist, der uns ausspionieren soll.“ „Warte, was?“ Jin riss die Augen auf, aber da hatte Ako sich schon lachend die Maske abgenommen und zwinkerte ihm zu. „War nur Spaß. Wir haben hier eh keine Messer.“
Sie betrachtete ihre Maske einen Moment lang unschlüssig und warf sie dann in die nächste Ecke. „Keine Ahnung, wozu wir die überhaupt gekriegt haben“, murmelte sie. „Die müssen wir zum lecken ja eh wieder ausziehen.“
„Also, wenn du dich dabei unwohl fühlst, sag mir das einfach“, bat Jin. „Ich hoffe ja, dass das nicht zu schlimm für dich wird.“ Ako winkte beruhigend ab. „Ich hoffe nur, dass Teruaki deswegen nicht eifersüchtig wird.“ „Tut mir echt leid, dass ihr die Challenge nicht zusammen machen könnt“, entschuldigte sich Jin ehrlich.  
„Dafür kannst du ja nichts“, entgegnete seine neue Partnerin großzügig. „Da müssen wir jetzt einfach zusammen durch.“ Damit packte sie das Shirt des jungen Mannes und zerrte es ihm etwas ungelenk über den Kopf, bevor sie sich an seiner Hose zu schaffen machte. Jin konnte bereits spüren, wie er rot wurde, und er überspielte das mit übertriebenem Husten. „Bitte, hilf mir“, krächzte er dann theatralisch. „Ich bin so furchtbar krank… Ich glaube, es ist die Pest!“
Ako betrachtete seinen bis auf die Boxershorts entkleideten Körper, der über und über mit violetten Flecken übersät war, und erwiderte mit Grabesstimme: „Du hast Recht.“ Aufrichtig angewidert verzog sie das Gesicht. „Kannst du mal eben testen, ob die auch wirklich durch lecken abgehen?“
Jin schielte an sich herab und hob dann einen Arm an sein Gesicht, um über eine Beule an der Arminnenseite zu lecken. Sie schmeckte schwach nach Beerenkaugummi. „Geht tatsächlich weg“, stellte er fest und Ako atmete tief durch. „Na dann…“
Sie kniete sich unbequem seitlich neben ihren Partner, um nicht irgendwann auf ihm zu liegen, und bemühte sich möglichst schnell alle Beulen abzulecken. Jin wand sich etwas unbehaglich bei dem ungewohnten Gefühl von einer Zunge, die hastig seine empfindliche Haut entlang strich; über die Innenseiten seiner Schenkel, am Bund seiner Shorts entlang, über Brust und Hals und schließlich über seine Wange. „Dein Gesicht glüht“, stellte Ako fest. „Das ist das Fieber“, murmelte Jin schwach.
Schnell kam Ako wieder auf die Beine, um die in der Nähe stehende Kühlbox nach Getränken zu durchwühlen. „Das war ekelig“, kommentierte sie und schüttelte sich leicht, bevor sie den Geschmack schnell mit Limonade herunterspülte. „Willst du auch was trinken?“ „Ja, bitte“, erwiderte Jin. Kurz drückte er die kalte Limodose gegen seine rote Wange, bevor er langsam ebenfalls trank.
Schließlich saßen sie zusammen in den Kissen, wobei Jin in seine Decke gewickelt war, und geduldig hielt Ako ihm Löffel für Löffel von der Suppe hin. „Danke für die gute Pflege.“ Jin schenkte ihr ein mattes Lächeln. „Ich fühle mich schon besser.“ „Gut“, meinte Ako zufrieden. „Dann findest du es nicht schlimm mit mir als Partnerin?“ „Überhaupt nicht“, versicherte Jin ihr. „Du bist witzig, du bist nett, ich kann mich da wirklich nicht beschweren.“ „Danke, ich finde dich auch nett“, erwiderte Ako lächelnd, seufzte dann aber wieder. „Monokuma hätte uns wenigstens ein Brettspiel dalassen können. Was machen wir denn jetzt die ganze Zeit?“
„Wir könnten uns unterhalten“, schlug Jin vor. „Wie war dein Date mit Teruaki?“ „Es war so schön!“ Ein zärtlicher Ausdruck legte sich auf Akos Gesicht. „Wir haben getanzt und Billard gespielt und hatten so viel Spaß. Ich hoffe, mit Sumiko war es nicht allzu schlimm?“ „Nein, gar nicht“, erwiderte Jin, selbst etwas überrascht darüber. „Eigentlich fand ich es sogar ziemlich witzig.“ „Dann bist du froh wieder hier zu sein?“, hakte Ako nach und der Rothaarige nickte entschieden. „Das bin ich sehr. Hast du dir schon überlegt, was du machen willst, wenn das Ganze hier wirklich vorbei ist?“
„Na, ich muss zu meiner Show zurückkehren! Und wenn ich Glück habe, kommt Teruaki mit ins Team.“ Jin nickte zustimmend. „Das wäre gut. Ich glaube, ihr seid ein richtig gutes Paar.“ Ako lächelte untypisch unsicher. „Meinst du? Danke… Und was hast du als nächstes vor?“ „E/DN geht auf Tour“, erklärte Jin. „Und wir bringen unser neues Album raus, also viele Auftritte, PR-Termine… Ich hoffe aber auch, dass ich noch mal Ryuichi treffen kann.“  
   
Genervt stapfte Teruaki in sein Zelt, wo Sumiko schon mit ungeduldiger Miene und verschränkten Armen wartete. „Mach hinne, ja?“, zeterte sie sofort. „Ich will das schnell hinter mir haben!“ „Ich auch“, knurrte Teruaki und erinnerte sich selbst daran, dass sie nur für eine kurze Weile verpartnert sein mussten. Zumindest hoffte er das.
Hastig legte er die muffig riechende Maske weg und machte sich dann wortlos an die Arbeit Sumiko behutsam von ihrer Kleidung zu befreien. Während er versuchte sich nicht in den zahlreichen Ketten, Armbändern und weiteren Accessoires der Dirigentin zu verheddern, redete diese weiter vor sich hin. „Ich bin schon ganz froh, dass du das hier machen musst und nicht Chitaru oder so. Ich meine, wenn ich an ihre Zunge denke…ihh! Also nicht, dass ich mir das jetzt vorstellen würde oder so. Und ich wünsche mir das auch sicher nicht! Ich meine, wahrscheinlich lässt die gerade Ryuichi abkratzen und so…“
Schweigend streifte Teruaki ihr den Rock ab, löste ihre Fliege und knöpfte ihre Bluse auf. Irritiert erstarrte er, als er feststellte, dass Sumiko keinen BH trug, und beim Anblick ihrer entblößten Brüste stieg ihm die Röte ins Gesicht. „Was?“, unterbrach Sumiko ihren Monolog. „Noch nie ein Mädchen oben ohne gesehen?“ Dann sah sie an sich hinab und verzog unwillkürlich das Gesicht.
„Bah, sind die Beulen mal hässlich! Also nicht so hässlich wie Chitaru natürlich, aber die haben ja alle  die gleiche Farbe! Mach die weg!“ Teruaki wirkte nicht minder angewidert. „Solange du nicht meckerst oder zappelst oder sowas“, wies er seine Partnerin an und diese hielt sich tatsächlich mit sämtlichen Kommentaren zurück.  
Teruaki versuchte sich in Gedanken ganz woandershin zu denken, während er das Gesicht zwischen Sumikos Brüste senkte, um die Farbe zwischen ihnen weg zu lecken.
Nachdem er ihren Körper endlich von der letzten Beule befreit hatte, fühlte er sich ganz zittrig vor Erleichterung und Sumiko verhüllte sich endlich wieder unter einer Decke. „Chitaru hätte bestimmt in die Suppe gespuckt“, überlegte sie laut, während Teruaki die Schüssel holte und ihr erstaunlich geübt Löffel für Löffel einflößte. „Hör mal“, meinte er dabei schließlich. „Tut mir leid, dass ich dir diese Torte ins Gesicht geklatscht habe.“
Überrascht blinzelte Sumiko ihn an und warf dann entspannt den Kopf zurück. „Ja, schon gut.“ Erleichtert, dass sie sich nicht gleich auf ihn gestürzt hatte, fuhr Teruaki fort: „Und von mir aus können wir Frieden schließen. Ich mein, das mit der Pflichtaufgabe war zwar echt scheiße, aber meinetwegen können wir damit abschließen.“ „Gut.“ Sumiko lächelte unschuldig.
„Also ich entwickel gerade so ein Spiel für Naizen“, berichtete Teruaki und erzählte schnell von dem Spielprinzip. „Vielleicht hast du ja Ideen, was für eine Spielmusik dazu passen würde? Und welche Farbe die Wale kriegen sollen?“ „Alle Farben!“, erwiderte Sumiko prompt. „Also du musst sie die Farbe wechseln lassen und so. Also bei Dur-Tonleitern nimmst du warme Farben und bei Moll nimmst du dann kalte Farben. Und dann passt du da noch die Tempi drauf an, also so allegro bei Dur und so. Ich bin jetzt Komponistin, aber du findest bestimmt einen passenden 8bit-Soundtrack und ich kann dir da ja Tipps geben und so.“ „Danke“, meinte Teruaki und sie nickte zufrieden, bevor sie mit einem bedeutungsvollen Blick ergänzte: „Ich wette, Chitaru würde dir da nicht helfen. Ich hoffe echt mal, dass wir nächstes Mal wieder selbst Partner wählen dürfen. Der arme Ryuichi…“

Ryuichi hatte es sich auf seinen Kissen gemütlich gemacht und lächelte hoffnungsvoll als Chitaru ins Zelt kam und sich augenblicklich wieder die Maske abnahm. „Hast du mir was zu trinken mitgebracht?“ „Leider nicht“, musste Chitaru ihn enttäuschen. „Aber, Ryu… Kann ich dich Ryu nennen?“ Ryuichi zuckte mit den Schultern. „Klar. Hatte schon dümmere Spitznamen.“
„Gut, Ryu, würdest du dich dann bitte ausziehen, damit ich dich untersuchen kann? Oh, aber die Unterhose nicht!“, fügte sie schnell noch hinzu, bevor ihr Partner auf falsche Gedanken kam. Er brauchte nicht lange um das ohnehin immer geöffnete Hemd und die kurze Hose loszuwerden und Chitaru öffnete schon den Mund, um ihn zu bitten sich hinzulegen, brach aber stattdessen in Lachen aus.
„Sorry“, brachte sie kichernd hervor. „Ich musste nur gerade an die Rolle einer Ärztin denken, die ich mal gesprochen habe. Und dann fiel mir wieder ein, dass die Sex mit ihrem Patienten hatte.“ Ryuichi grinste sie an. „Ja, also, wenn du keine Angst hast dich mit der sexy Pest anzustecken…“ „Nein, nein.“ Chitaru bemühte sich ihre Mimik wieder unter Kontrolle zu kriegen. „Leg dich wieder hin, ja? Dann sehe ich mir die Beulen mal an.“ Brav ließ Ryuichi sich wieder in die Kissen fallen und Chitaru beugte sich prüfend über ihn. „Das haben wir gleich“, versicherte sie, bevor sie sanft mit der Zunge seinen Hals hinunter strich und damit die erste Beule verschwinden ließ.
Sie nahm sich Zeit, während sie mit dem Mund abwärts wanderte, jede Stelle langsam und gründlich versorgte und Ryuichi dabei mit glühenden Blicken bedachte. „Mhm Chitaru, alles okay bei dir?“ „Sch sch sch“, brachte die junge Frau ihren Partner zum verstummen und setzte ihre Behandlung fort. Erst als alle Flecken verschwunden waren, schob sie sanft die Hände hinter Kopf und Schultern ihres Partners und brachte ihn so in eine aufrechte Position, bevor sie auf seinen Schoß glitt. Lächelnd schob sie sich selbst einen Löffel von der Suppe zwischen die Lippen und beugte sich dann vor, um Ryuichi diese von Mund zu Mund zu verabreichen.
„Wow, hey.“ Ryuichi starrte sie mit großen Augen an. „Was ist denn mit dir los?“ Chitaru blinzelte und schluckte die Suppe langsam herunter, bevor sie knallrot anlief und hastig von ihrem Partner runter stieg. „Ich meine, ich will mich nicht beschweren, aber das war echt merkwürdig“, meinte Ryuichi, während die junge Frau verlegen das Gesicht in den Händen vergrub.
Schließlich hatte sie sich soweit wieder zusammengerissen, dass sie ihren Partner auf herkömmliche Weise füttern konnte, auch wenn sie es nicht schaffte ihn dabei richtig anzusehen. „Du kannst dich jetzt wieder anziehen“, murmelte sie schließlich und während Ryuichi wieder in seine Hose stieg, meinte er beruhigend: „Hey, es ist okay, wenn du auf mich stehst.“ „Tue ich nicht“, entgegnete Chitaru so entschieden, dass ihr Partner das Gesicht verzog. „Okay, autsch.“ „Sorry, so meinte ich das nicht. Aber es hat schon jemand anders mein Herz erobert. Es ist nur… Sie ist auch eine Frau.“
„Oh.“ Interessiert setzte sich Ryuichi neben sie. „Wer ist es? Ist es Ai?“ „Ist das so offensichtlich?“, fragte Chitaru überrascht, bevor sie sich auf die Lippe biss. „Jedenfalls hatte das eben nichts zu bedeuten. Ich habe nur an diese Ärztin-Rolle gedacht und mich zu sehr darein versetzt. Das passiert mir manchmal, ich verfalle da in so eine Art Trance. Das ist für die Arbeit praktisch, aber ansonsten…“ „Du sprichst auch Hentai-Rollen?“, fragte Ryuichi amüsiert und Chitaru sah beschämt auf ihre lackierten Nägel herab. „Und ich dachte, das peinlichste war, als ich ganz in Königinmanier einen Kaffee bestellt habe… Kannst du das bitte für dich behalten?“
„Du erwartest, dass ich etwas für mich behalte?“ Ryuichi klang belustigt. „Hey, solche Infos sind meine Lebensgrundlage.“ „Es sei denn…“ Chitaru war für einen Moment stumm, als sie nachdachte. „Ich habe mich gefragt, ob du mein persönlicher Fotograf und Manager werden willst?“
Ryuichi starrte sie nur mit offenem Mund an und Chitaru ergänzte schnell: „Du musst da jetzt auch nicht sofort drauf antworten! Aber du brauchst Geld und ich brauche einen Manager. Bisher habe ich immer alles alleine geregelt, nur meine Schwester hat mir geholfen, aber die fängt auch bald ihre Arbeit an der Grundschule an.“ „Du bietest mir einen Job an?“, hakte Ryuichi ungläubig nach. „Bist du sicher? Ich meine…ich weiß selbst, dass ich nicht besonders gut bei so ernsthaften Sachen bin.“ „Ist mir egal“, erwiderte Chitaru und lächelte ihn an. „Ich würde dir eine Chance geben.“    

Mit übereinandergeschlagenen Beinen saß Elena in ihrem Zelt und ihre Miene verriet absolut nichts darüber, was in ihrem Inneren vor sich ging. Itomaru hatte leicht die Arme verschränkt, aber da sein Gesicht noch hinter der Maske verborgen blieb, war nicht zu sagen, ob er nervös oder einfach nur genervt war.
Schließlich stahl sich ein schiefes Lächeln auf Elenas Lippen. „Unsere Trennung hat ja lange gehalten.“ „Eine ziemlich peinliche Situation, ja.“ Itomaru nahm die Maske ab und betrachtete seine Partnerin leicht resigniert. „Können wir wie Erwachsene damit umgehen?“
„Aber natürlich.“ Elena stand auf und streifte ihr Oberteil über den Kopf. „Da kann man nichts machen. Aber keine Sorge, nach dieser Aktion werde ich dir wieder aus dem Weg gehen.“ Sie legte noch das letzte Kleidungsstück ab, sodass sie nur noch in ihrer knappen Unterwäsche dastand, und ließ lasziv ihre Zungenspitze über die Lippen gleiten. „Da ich aber nichts davon halte meine Zeit zu verschwenden, werde ich jeden Augenblick hier genießen.“ Grinsend hob sie die Arme. „Bueno, untersuchen Sie mich, Doktor. Ich fühle mich so krank.“
Itomaru verdrehte die Augen. „Wie kommt man nur auf den Gedanken ausgerechnet etwas wie der Pest das Attribut sexy zu verleihen?“, murrte er und sah Elena auffordernd an. „Jetzt leg dich schon hin.“ Folgsam bettete die Spanierin sich in die Kissen, wobei ein leicht zweideutiges Lächeln ihre Lippen umspielte. Itomaru schien zu überlegen, wo er anfangen sollte, und hob schließlich als erstes ihren Arm zu sich heran. Vorsichtig und ohne seine Partnerin anzusehen leckte er über die verfärbte Stelle, bis wieder Elenas gebräunte Haut zum Vorschein kam.  
Zufrieden lächelnd sah Elena ihm zu, wie er etwas tiefer rutschte und sich zu ihrem Oberschenkel herabbeugte. „Mhmm.“ Die junge Frau biss sich leicht auf die Lippe und Itomaru warf ihr einen misstrauischen Blick zu, bevor er weitermachte. Elena reagierte deutlich auf die Berührungen, sie stöhnte unterdrückt, streckte sich ihrem Partner entgegen und bedeutete ihm mit lasziven Blicken ja nicht aufzuhören. Tatsächlich schien Itomaru fahriger zu werden und unwillkürlich nahm er sich mehr Zeit, bis er bei ihrem Gesicht angekommen war.
So dicht wie er sich über sie gebeugt hatte, lagen sie beinahe aufeinander. Elena sah mit leicht geöffneten Lippen zu ihm auf und Itomaru kam ihr noch etwas näher-
Prompt verzogen sich Elenas Lippen zu einem Grinsen und sie drückte ihren Partner wieder zurück. „Lassen Sie sich etwa von Ihrer Arbeit ablenken, Doktor?“ Sie beobachtete amüsiert die Palette an Emotionen, die sich in Itomarus Augen widerspiegelte, bevor er mit einem gereizten Laut wieder von ihr abrückte. „Du bist fertig“, murmelte er. „Nur noch die Suppe.“  
Er bot ihr einen Löffel an und Elena sah ihm tief in die Augen, während sie die Lippen um den Löffelstiel schloss und einen genießerischen Laut von sich gab. Im Gegenzug landete die nächste Portion Suppe gröber in ihrem Mund und Elena beschloss sich wieder zu benehmen.
Kaum hatten die beiden ihre vorgeschriebenen Aufgaben erledigt, zog Elena sich auch schon wieder an und warf sich wieder auf das Bett, wobei sie die Arme entspannt hinterm Kopf verschränkte. „Alles klar, dann wünsche ich dir wieder viel Spaß mit Chitaru oder wem auch immer. Unsere Wege trennen sich hier.“ Damit schloss sie die Augen und wartete ruhig ab.
Kurz herrschte Stille zwischen den beiden, dann atmete Itomaru tief durch und meinte: „Elena, wenn es dich verletzt hat, dass ich dich beim letzten Mal nicht gewählt habe…“ Ein belustigtes Grinsen erschien auf ihrem Gesicht. „Lo siento, amigo, aber du bist mir nicht wichtig genug, als dass mich sowas verletzen könnte. Wenn du glaubst eine bessere Partnerin als mich zu finden…nur zu. Ich laufe niemandem hinterher.“
Da sie die Augen geschlossen hielt, konnte sie noch hören wie ihr Partner „Das hätte ich mir ja denken können“ murmelte, dann folgte das Rascheln einer Plane sowie Monokumas erbostes Quäken „Ihr sollt doch in euren Zelten bleiben“ und abschließend Itomarus genervtes „Wozu? Meine Partnerin erfreut sich offensichtlich bester Gesundheit“.  
Monokuma grummelte etwas, aber im nächsten Moment plingten schon alle Lovephones los und gestatteten auch den anderen ihre sexy Behandlung abzuschließen.

Schon setzte die Dämmerung ein und auf Befehl der Bären mussten die Teilnehmer sich mal wieder an der Feuerstelle einfinden.
„Heute werden wir Zeuge einer ganz bärsonderen Paarungszeremonie werden“, verkündete Monokuma mit feierlichem Ernst. „Ihr habt jetzt intime Erlebnisse mit zwei verschiedenen Partnern erlebt und nun wird es Zeit auf eure kleinen Herzen zu hören und euch für den Partner zu entscheiden, den ihr mehr wollt. Heute wählen nicht die Männer oder die Frauen, heute entscheidet sich jeder von euch zwischen seinem derzeitigen Partner und dem, mit dem ihr davor zusammen wart. Werden eure Paare so bleiben wie sie jetzt sind? Oder werdet ihr wieder zu euren alten Entscheidungen zurückkehren? Wir wissen es nicht.“ Er seufzte bewegt und ergänzte dann schnell: „Ach ja, und wer von euch von keinem der beiden Partner gewählt wird, fliegt raus. Upupu.“  




Und hier sind auch schon eure Fragen:
1. Welchen Partner wählt ihr?
2. Wie reagiert ihr sollte jemand bestimmtes rausfliegen?
3.Habt ihr noch was für die Nacht vor?
4.Sonstiges?


Die Antworten schickt ihr mit bitte bis zum 11.04.!
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