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Versprochen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Captain Jack Sparrow Lord Cutler Beckett OC (Own Character)
19.03.2020
25.07.2020
6
42.416
5
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24.05.2020 7.827
 
[Ich habe lange nach der geeigneten Musik gesucht... Ich nehme einfach die, die ich auch zum Schreiben genutzt habe, also, bei Interesse den Links anklicken und nebenbei laufen lassen :) https://www.youtube.com/watch?v=wSCrIBoYQL8&t=197s]

still remember lying on the floor
I still remember trying figure this all out
my body bruised with no one left to call
so many questions, running through my head


☠~☠

‚‚Ist mir ja ganz neu, dass wir Gefangene machen!"
Verunsichert kratzte sich Ragetti am Hinterkopf, während er eine nackte schwarze Brust musterte, direkt vor sich, wie eine unüberwindbare Felsmauer.
Der Afrikaner hatte eine zerstochene Haut, die überseht war mit schwarzer Tinte und den verschiedensten Formen und Symbolen, die teilweise breite Narben und tiefe Einschusslöcher zierten und es fast schon schwer zu erraten war, was echt war und was nicht.
Ketten aus bunten Holzperlen und zusammengeknoteten Leinen baumelten um seinen Nacken und in seinem rechten Ohr steckte ein kleiner weißer Stab, der in dieser Dunkelheit so schimmerte, wie das Weiß in seinen Augen.
Er ballte die Fäuste, kaum entdeckte er Pintel, dem Ragetti die Hand reichte, um ihn über die Reling zu ziehen. Er beobachtete, wie Pintel etwas über seiner Schulter balancierte, ganz schwerfällig ächzend und er hörte ihn außerdem laut grummeln, sich beschweren, als er ein Bein nach dem Anderen über die Reling hob und gleich darauf nach Atem ringend aufs Deck polterte.
Bo'sun schnaubte wie ein Stier, als er erkannte, dass es doch tatsächlich ein Mensch war und nicht etwa ein Sack voll mit Juwelen, der gerade dort aus Pintels Händen glitt und zu Boden knallte, direkt vor Pintels Füße. Dieser grummelte bloß umso lauter und fuhr sich dann über die Stirn, wischte den Schweiß fort und hechelte wie ein Hund.
Bo'suns Finger umschlossen reflexartig das abgenutzte Heft seines Säbels, welcher ihm an einem Hüfttuch in einer gebastelten Schlaufe baumelte. Zwar gruben sich seine Fingerspitzen nach all den Jahren bereits in das alte Holz und hinterließen tiefe Einkerbungen, als wären sie von Anfang an dort eingemeißelt, doch das Eisen vorne war so scharf, dass es Ragetti mit Leichtigkeit in zwei Hälften teilen könnte.
Ragetti wurde offensichtlich von der bebenden Gestalt vor ihm eingeschüchtert, denn sein Holzauge verriet ihn. Unkontrolliert kullerte es in alle Richtungen, inspizierte womöglich allerlei Fluchtwege – ganz so, als hätte es seinen ganz eigenen Kopf.
Bo'sun knurrte verärgert.
Dennoch blieb Ragetti tapfer breitbeinig zwischen Pintel und Bo'sun stehen, versuchte somit zu verhindern, dass der Afrikaner den Glatzkopf über Bord schmiss und diesen Menschen gleich mit. Zeitgleich hoffte Bo'sun für die Beiden, dass es sich im Insgeheimen doch nur um eine Leiche handelte, aus teurem Marmor zum Verscherbeln oder doch ein Mensch, der aber dafür Gold scheißen würde; ansonsten würden Köpfe rollen.

Bo'sun spuckte angewidert aufs Deck, als er Pintels Fracht lang genug inspiziert hatte, um zu erkennen, dass seine aufschäumende Wut sehr wohl berechtigt war. Damit wurde seine Hoffnung zunichtegemacht, denn er erkannte langes, verschwitztes Haar und ein Gewand, so pompös, wie es nur eine Frau tragen konnte.
Abermals spuckte er aufs Deck, bei dem Gedanken an eine Frau, sah dann zurück in das Mondgesicht von Pintel, der es doch tatsächlich wagte, angriffslustig in seine Richtung zu funkeln. Er zückte zu allem Entsetzen auch noch sein Schwert, duckte sich in eine Angriffsposition und war scheinbar zu allem bereit, seine Beute, die er den ganzen langen Weg hatte auf seiner Schulter schleppen müssen und dafür natürlich eine ordentliche Belohnung erwartete, zu verteidigen.

Er hatte eine Frau mit an Bord gebracht. Nicht mal tot war sie.
Innerlich brodelte es in Bo'sun. Er würde bald überkochen, denn er, als erster Maat, hatte dafür zu Sorgen, dass alles glatt lief.
Er war schon kurz davor seinen Säbel zu ziehen, um wild damit um sich zu schlagen, sodass Köpfe rollten, da erkannte Ragetti auch schon die Wut in dem Gesicht seines Gegenübers, wedelte aufgebracht mit den Armen und lenkte somit alle Aufmerksamkeit kurze Zeit auf sich.
So kratzig wie bei einer Erkältung, dennoch so schrill wie ein Weib, klang er, fand kaum seine Stimme. Wild gestikulierte er dafür, als bange er gerade um sein eigenes Leben und nicht um jenes einer Frau.
»Sie ist lebendig viel wertvoller!«, beteuerte er, »Ja, nur lebendig!«, völlig umsonst…, denn Bo'sun ging gar nicht erst auf das Gesagte ein, widmete dieser Frau noch nicht mal mehr einen seiner so kostbaren Blicke, sondern machte einen großen Schritt auf Ragetti zu.
Dieser plusterte seine Hühnerbrust so gut er nur konnte auf, hielt seine Hände stets erhoben, wie ein unsichtbares Schild.

Egal was er sagte oder auch versuchen würde, Bo'sun duldete keine Frau an Bord. Er duldete sie ja noch nicht einmal an Land. Für ihn war eine Frau nicht mehr und nicht weniger als ein Stück Fleisch. Ein Objekt seiner Begierde, mehr nicht.
Frauen waren schwach und gehörten nicht auf die See. Er hatte großes Vergnügen seine Opfer zu quälen und es tat ihm nicht in der Seele weh, Mutter und Kind auseinanderzureißen, denn seine Seele war pechschwarz und geraubt worden, vor langer, langer Zeit.
Ein Mann ohne Seele hatte sogar noch Spaß daran, Frauen zu missbrauchen, kurz bevor er sie ermordete.
Er war nicht ohne Grund Barbossas erster Maat.

Seit Jahren schon ließen sie nur sehr selten überlebende zurück, das war schon immer so gewesen und würde auch stets so bleiben und wenn doch, waren das verdammte Glückspilze.
Sie plünderten Häfen und Städte und belohnten sich bei jedem ihrer Landgänge mit Frauen, ob es nun Dirnen waren die ihre Röcke für sie lüfteten oder Frauen, Mütter oder deren Kinder, die überrumpelt wurden, um ihre tierischen Triebe zu stillen… Dennoch, gab es niemals Gefangene.
Nur die Toten und die Wenigen die ihre Geschichten erzählten und sich als ,,verschont″ beschimpften.

Verschont…
Bo'sun presste seine Zähne aufeinander, sodass es laut knirschte.
Sie verschonten niemanden.
Er wollte sie alle tot sehen.

Bo'sun scherte es deshalb einen feuchten Dreck, welche Beweggründe diese zwei hirnlosen Idioten dazu angestachelt haben mussten, gegen ihre Prinzipien zu verstoßen, weswegen er einfach Ragettis Worte ohne eine weitere Reaktion überhörte und als Antwort schlichtweg seinen Säbel zog; bereit alle drei abzustechen und seinetwegen auch jeden anderen, der sich ihm in den Weg stellen sollte.
Pintel verzog das Gesicht zu einer unzufriedenen Grimasse und wirkte beinahe schon empört, wie er seine Unterlippe vorschob und trotzig das Kinn reckte.
»Lass das gefälligst den Captain entscheidn!«

Bo'sun knurrte und donnerte seine Brust gegen Ragettis Hände, der sofort sein Gleichgewicht verlor und tollpatschig nach hinten taumelte. Rücklings stolperte dieser über die am Boden liegende Frau und es knallte kurz, als Ragetti auf seinen Hintern plumpste.
Nur wenige Zentimeter hätten gefehlt und er wäre über Bord gegangen.
Nicht zum ersten Mal…
Abwehrend ragte Pintels Schwertspitze dem Afrikaner entgegen, der wiederum nur die Zähne fletschte, wie ein aggressiver, tollwütiger Hund, der jeden Moment seinem Gegenüber ins Gesicht springen würde.

Die Klingen wollten sich gerade kreuzen und sich miteinander messen, als knochige Finger den Schwarzen an der Schulter packten, so kräftig, dass dieser sofort den Arm senken musste und seine Faust wollte schon hochschnellen, um demjenigen ins Gesicht zu schlagen, da stoppte er plötzlich.
»Der Captain fragt sich, was wohl so wertvoll sein kann, dass zwei Piraten desselben Schiffs dafür die Klingen kreuzen würden?«

Die Stimme Barbossas. Eine Stimme, so rau wie Schmirgelpapier durchschnitt die Luft wie die Klinge eines Schwertes. Kaum rollte die Stimme des Captains übers Deck, wie ein Schauer, wirkte die ganze Crew plötzlich wie eingefroren, denn für einen ganz kleinen Augenblick rührte sich kein Mann mehr. Selbst die Ratten vergruben sich zurück in ihre Löcher. Sogar die knarrende Takelage war nicht mehr zu hören und nur noch Barbossas Augen waren es, die durch die Dunkelheit stierten, neugierig, was er wohl ungewöhnliches entdeckte.

Bevor Barbossa auf Deck erschienen war, war es nämlich ohrenbetäubend laut auf dem Schiff gewesen. Überall war lauter Tumult, so, wie es bei einem Überfall üblich war.
Donnernde Kanonen, grausames Gelächter der Piraten, die verzweifelten Hilfeschreie der Bürger Port Royals und die jämmerlichen Befehle der Soldaten vom gegenüberliegendem Land; vor allem die Befehle des Bootsmannes, die über die Pearl gepustet wurden, wie »Feuer!«, oder »Nachladen!«, ganz oft auch »Lasst sie brennen!«
Etliche Piraten schleppten zuvor ihre Eroberungen aufs oder unters Deck, lachten sich teilweise gegenseitig aus oder maßen sich an den verschiedensten Errungenschaften und Opfern und protzten gegenseitig mit ihren offenen Wunden, die sie später mit Rum auswaschen würden. Einige unter ihnen leckten sich über ihre Wunden, wie Tiere und wiederum andere schmierten sich gegenseitig Blut in die Gesichter, wirkten somit umso verrückter und viel bedrohlicher, als sie es eh schon taten.
Grunzend äfften sie ihre vergangenen Opfer nach und lachten über die vielen ermordeten Kinder, vor allem aber Frauen und Männer, die um Gnade winselten und wie sie alle vor ihnen auf die Knie gesunken waren, bettelnd um Erbarmen.
Plötzlich hatten sie Respekt vor den Piraten und wollten verschont werden... Doch waren es die Piraten selber, die niemals verschont wurden...

Einige kippten sich bereits Rum die Kehle runter, feierten und würden beim Auslaufen bereits aus allen Löchern alte Piratenlieder pfeifen und übers Deck tanzen, taumeln und johlen, obwohl sie noch immer in den feindlichen Gewässern kursierten und sich noch lange nicht in Sicherheit wiegen konnten.
Wieder andere zündeten munter weiter Kanone für Kanone, konnten sich kaum satt daran sehen, an dem Leid, wie dieses Port Royal überflutete, wie ein Tsunami.

Ergaunertes Proviant wie Brot, Früchte, Fleisch, Fässer voller Rum und sogar alte Weine, eiserne Rüstungsteile und Schilde, vor allem aber unzählige Waffen wurden in Grüppchen ins Herz der Black Pearl getragen, mit stolzer Brust und triumphierendem Gelächter.
Bestimmt fünfzig Mann befestigten zwischenzeitlich die Beiboote an der Flanke der Pearl, die zuvor zu Wasser gelassen worden waren und genau in dem Augenblick, als Barbossa an Deck auftauchte und seine Stimme übers Deck donnerte, wurde die letzte Schlinge geknotet und die letzte Kanone gezündet.

Pintel und Ragetti waren die letzten Piraten gewesen, die von ihrem Raubzug wieder kamen und wären kaum aufgefallen, in dem lauten Tumult um sie herum, wäre es nicht Barbossas erster Maat gewesen, der wie auf Kommando in ihre Richtung gesehen hätte und augenblicklich mit den Augen rollte, kaum ertappte er Ragetti dabei, wie dieser seinen Kopf über die Reling lugen ließ, um zu checken, ob die Luft auch rein wäre.
Bo'sun hoffte vergeblich bei jedem Raubzug, dass die beiden Spatzenhirne irgendwann von ihren Füßen gefegt werden oder einfach nicht wieder zurück zum Schiff finden würden, dennoch wurde er wirklich jedes Mal aufs Neue enttäuscht und jedes Mal aufs Neue hatten die beiden Dreck am stecken.
Er wusste zwar noch nicht, warum er dieses Mal nach ihrem Leben trachten würde und dennoch ahnte er, dass die Beiden etwas ausbrüteten und wieder einmal die ganze Besatzung in Gefahr bringen würden.
Sie waren zwar brutal, aber nicht unaufhaltbar.

Die Stadt stand in lichterlohen Flammen, von allen Seiten knackte und knirschte es und der Rauch brannte so furchtbar in den Augen, dass selbst einige Piraten auf der Pearl ihre Augen rieben oder sich Stoffe auf Nase und Mund pressten, um noch einigermaßen Atmen zu können.
Die Menschen dort an Land hatten keine Chance.
Jede Scheune war in Brand gesteckt worden, jeder Balken niedergerissen und selbst jedes Boot am Steg angezündet worden.
Alles was brennen konnte, brannte.

Der Rauch war so dick, dass Port Royal nur noch wirkte wie eine unscheinbare Insel aus Nebel und die Rauchschwaben zogen sich bis zum höchsten Punkt der Hügel hinauf und kreisten die Pearl von allen Seiten ein.
Mitten im Nebel, dort wo nur noch ganz schwer Land zu erahnen war, lagen etliche Leichen unter diesem begraben oder Menschen, die bald ersticken oder an ihren Wunden verenden würden.
Umso länger das Feuer brennen würde, umso mehr Menschen würden sterben.

Die Pearl hatte selbst keine Sicht mehr, doch feuerte sie stets weiter Kanonen ins Landinnere und hörte selbst dann nicht auf, als irgendwann die Wachtürme verstummten und das Feuer sogar einstellten.
Meilenweit hatten sie das Schiff zuvor verfehlt, weil die Pearl wirkte wie unsichtbar, dennoch trafen die Geschütze der Pearl, nahezu alles was sich dort an Land bewegte und zu wehren versuchte.
Einer der fünf Türme stürzte sogar in sich zusammen, als ihn wiederholt ein Geschoss der Pearl mittig traf und zehn Navy Soldaten sprangen schreiend hinab in die nasse Tiefe, um sich vor den Trümmern zu schützen. Einige wurden hinab in die Tiefe gedrückt, von schweren Balken begraben und nur wenige von ihnen konnten sich an Land retten, dorthin, wo sie sofort verzweifelt anfingen zu husten und nach Luft schnappten.

Bloß ihre donnernden Geschütze hatten ihre Position verraten, doch kaum mehr als drei Kugeln am Backbord trafen die Pearl, reine Glückstreffer, und die meisten Verteidigungsversuche schlugen um sie herum in die See und gluckerten hinab auf den Grund. Es platschte aus allen Himmelsrichtungen und dennoch schaffte es Port Royal nicht sich zu verteidigen.
Die Piraten hatten sie im richtigen Moment erwischt.

Die Pearl schien wie ein Geisterschiff, da die Lampen gelöscht worden waren und die Pearl hatte verbranntes Holz und eine Farbe noch schwärzer als die Nacht, sodass ihr Vorteil deutlich in der Dunkelheit lag. Allein die Lichter an Bord verrieten sie, doch diese waren schon lange vor Erreichen der feindlichen Gewässer gelöscht worden.
Niemand hatte sie kommen sehen.
Wie ein Hai so leise und doch so flink, war sie durch die Bucht getrieben, lautlos und so würde sie auch wieder verschwinden, als wäre sie nie da gewesen.
Nur die Toten verrieten sie.
Wenige Überlebende würden bald ihre Geschichte erzählen, ohne überhaupt zu wissen, dass sie es gewesen wären.
Die Black Pearl.

Es qualmte nur noch aus den Kanonenlöchern, während Barbossas Holzbein übers ganze Deck hallte und wie ein stummes Kommando galt, alle Feuer einzustellen.
Nachdem sich Barbossas langen Fingernägel in die Haut seines ersten Maats gekrallt hatten, verspannte sich dessen Oberkörper deutlich und er senkte den Arm, um seinen Säbel zurück in die Schlaufe zu stecken.
Ohne Kommando würde er nicht auf Pintel losgehen, sonst würde er unten bei den Fischen landen.

Barbossa selbst trug auch etliche Waffen bei sich. Unter anderem sein Entermesser, sein Schwert und seine Pistole, doch keiner der Waffen hatte er in dieser Nacht auch nur mit dem kleinen Finger berührt.
Bis eben hatte er oben in seiner Kajüte in einem gemütlichen Stuhl gesessen und während seine Crew eines des Königs vieler Länder überrannte, die Federn seines pompösen Huts getrimmt.
Er hatte keinen einzigen Gedanken an seine Crew von Missgeburten verschwendet, sondern seine doch so seltene Ruhe, neben den Geschützen die wie ein Schlaflied auf ihn wirkten, genossen und sich bereits beim ersten Kanoneneinschlag im sicheren Sieg gewogen und darauf gewartet, dass sich sein Schiff wieder in Bewegung setzte, wäre die Arbeit erledigt.
Seiner selbst so sicher war er, dass er es nicht für nötig hielt, auch nur einen einzigen Finger für diesen Überfall krumm zu machen.
Er selbst ging nämlich nicht an Land, nicht mehr, sondern blieb in seiner Kajüte und trat erst nach getaner Arbeit raus an Deck, um sich über seine Beute herzumachen.
In dieser Nacht vernahm Barbossa jedoch einen ungewöhnlichen Radau, der ihn dazu antrieb, viel früher nach dem Rechten zu sehen, als es üblich war.
Zwar kam es auf der Black Pearl nicht selten vor, dass sich Barbossas Crew über die Beute stritt, oder über Rum, jedoch war es der Zeitpunkt, der ihn stutzig machte.
Sie waren noch nicht einmal ausgelaufen und schon stritten sich seine Männer wie hysterische Huren.
Also setzte sich der Captain seufzend seinen Hut auf und stieg die Treppen zum Hauptdeck hinab, während Jack, sein untotes Äffchen, durch seine Beine sprang, laut krächzte und sich schließlich auf ein Fass hockte, während er dem Schauspiel vor sich gebannt folgte.

»Captain!«
Pintel hielt noch immer sein Schwert hocherhoben, selbst als Barbossa missbilligend ob dessen die Stirn runzelte und ein Auge auf die Spitze warf, die ihm dort so frech entgegenragte.
»Nun ist meine Neugierde geweckt«, Barbossa zog seine Hand zurück und schielte an Pintel vorbei, zu Boden.
Er runzelte die Stirn, als dann auch er diese Fremde zu Pintels Stiefeln bemerkte.
Eine Frau, stellte er überrascht fest.
Nun wusste er, warum seine Männer den Kopf verloren und kurz davor waren sich gegenseitig an die Gurgel zu springen, wie wilde Hunde.

Er hob eine Augenbraue, während er das Gewand dieser Frau musterte.
Unter all diesem Schmutz, der sich über die Stoffe zog, erkannte er etliche Stickereien, die zwar nur noch sehr schwach schimmerten und doch dem Auge eines Piraten nicht unentdeckt blieben; denn nach all den Jahren auf See, war Barbossa gut darin, Dinge zu entdecken, die anderen oft entgingen.
Seine Augen waren durch all den Rum von außen zwar gelblich, doch mochte die Nacht noch so finster und aussichtslos sein, erkannte er noch immer jede einzelne Ratte, die ihm das Brot stahl.

»Was hält dich dazu an, deine Klinge in das Antlitz deines Captains zu erheben, wohl wissend, dass dies dein sicherer Tod bedeutet, überzeugst du mich nicht vom Gegenteil?«
»Eine Frau!«
Pintel verschluckte sich fast an seinen eigenen Worten, weil er so hastig sprach, versuchte zumal die Angst fort zu blinzeln, die Barbossa in ihm auslöste. Pintel war zwar davon überzeugt, dass Richtige getan zu haben, war seine Gier nach Reichtum doch stärker als die nach Mord, trotzdem kam er augenblicklich ins Schwanken, umso länger er Barbossas Gestalt musterte.

Das Gesicht des Captains lag zur Hälfte unter der Krempe seines Huts versteckt, seine Lippen waren lang gezogen und Pintel konnte keine Regung in ihnen erkennen. Eine seiner Hände ruhte am Griff seiner Pistole. Sie steckte in ihrem Holster und war neben seinen starren Lippen und der Frau zu seinen Füßen, das Einzige, auf das Pintel wohl am meisten achtete.
Die Tatsache, dass er nur einen flüchtigen Blick auf das Schwert von Pintel geworfen hatte, bestärkte Pintel in dem Glauben, dass Barbossa sich keinesfalls von ihm bedroht fühlte, es ihm jedoch ordentlich missfiel, dass sich ein Mann seiner erhabenen Crew ihm gegenüber aufbäumte… Für etwas, das es anscheinend wert sein musste, gerettet zu werden.


»Die Tochter des Gouverneurs! Sie ist reich! Wir haben sie erwischt! Und sofort zu euch gebracht, Captain!… Sir!«
»Aye, viel wertvoller als es Gold jemals sein könnte!«, Ragetti unterstützte seinen Komplizen, während auch er seinen Captain abschätzig musterte. Es war nämlich unmöglich Barbossas nächsten Schritt zu berechnen und Ragetti schien jederzeit bereit, über die Reling zu hechten, sollten die Finger Barbossas auch nur ansatzweise zucken.
Barbossa reckte jedoch nur sein Kinn. Schien völlig unbeeindruckt.
Nach einigen Sekunden des Grübelns sah dieser dann auf und mehrere Male zwischen Pintel und Ragetti hin und her, solange, dass die Beiden untereinander schon einen unsicheren Blick austauschten.

Sicher würde Barbossa diese Schandtat, beinahe schon Hochverrat, verzeihen, wenn er Pintels Worten nur Glauben schenken könnte.
Die Tochter des Gouverneurs war es nämlich einer Würdig, verteidigt zu werden, denn lebend wäre sie wertvoller als Alles, was Barbossa in den letzten Monaten geraubt hätte.
Anstelle einer Gouverneurstochter sah Barbossa jedoch nur eine zusammengefallene Frau, mit verschmutzten Röcken die so wirkten, wie mehrmals durch den Dreck gezogen. Könnte er diese besonderen Stickereien nicht erkennen, hätte er sie schon lange über Bord geworfen, da war er sich sicher und doch verstand der Pirat noch gerade so genug des Frauenhandwerks, dass er ins Grübeln kam.
Wie schwer war es für eine Dirne sich ihre Röcke zu besticken? Mit einem Stoff, der so edel wirkte, dass er täuschen könnte?
Entweder hatte Pintel sie einfach nur mehrmals fallen gelassen, schlussfolgerte er, oder es handelte sich um alte Lumpen, die verwirrten.

Selbst ein Bauernfräulein wirkte aufreizender... Und eleganter...

Die Stoffe schimmerten, sehr wohl, dass konnte er nicht verneinen und doch schimmerten Scherben ebenso und waren dennoch wertlos.
Das Haar der Frau wirkte verschwitzt, ganz feucht und es hatte sich aus einem Zopf gelöst, der kaum noch zu erkennen war. Eine einfache Wäscheklammer in ihrem Haar, lieblos zusammengeknotet, tagelang nicht gewaschen, so wirkten sie.
Ihr Gesicht lag seitlich auf den Dielen, verdeckt unter Haar und ihr restlicher Körper war total verdreht, sodass sie mit ihrer Brust voran auf dem Holz lag.
Barbossa musste wahrlich seine Fantasie anregen, um sich ein Bild von jener Frau zu machen, die angeblich die Gouverneurstochter sein sollte und somit wertvoller als alles andere, wie Pintel es zuvor betonte.
Wären es nicht Pintel und Ragetti gewesen, die so etwas behaupteten, hätte er etwas länger über diese Geschichte nachgedacht, doch Barbossa fiel es schwer, nein, er war gänzlich dazu abgeneigt, denn er glaubte nicht daran, dass die Beiden wirklich in der Lage dazu sein würden, die wichtigste Frau des Landes zu kidnappen. Sie wussten oft ja noch nicht einmal, wie sie die Pistole richtig herum hielten…

Barbossa rümpfte die Nase.
Für ihn schien sie wie eine x-beliebige Frau, denn nichts Besonderes konnte er an ihr erkennen. Nur Schweiß, Lumpen, nichts Wertvolles, noch nicht mal ihren Busen.
Stattdessen wusste er, wie dumm Pintel und Ragetti in Wirklichkeit waren und das sie nicht zum ersten Mal auf eine List hereingefallen wären und auch dieses Mal schien eine Frau die dummen Piraten an der Nase herumgeführt zu haben.
Barbossa konnte sich ein genervtes Seufzen nicht verkneifen.

»Wie kommen zwei Piraten wie Ihr es seid, an eine Frau wie diese? Das frage ich mich…«
Barbossa schenkte der Frau am Boden keinerlei Beachtung mehr, denn diese Geschichte klang einfach zu absurd, um wahr zu sein. Bo'sun zu seiner linken schien hingegen eine neue Chance zu wittern und seine Fingernägel klopften ungeduldig gegen das Heft seines Säbels, während er Pintel fixierte.
»Moooment mal!« Pintel ging einen Schritt mehr auf Barbossa zu und war empört, »Ich lüg' nicht!«
»Gewiss nicht.« Ein bemitleidendes Lächeln umspielte Barbossas Lippen, während er Bo'sun, seinem ersten Maat, einen kurzen, doch vielsagenden Blick widmete. Bo'sun knurrte abermals, dieses Mal klang es eigenartig erfreut und auch seine so zahlreichen Zahnlücken blitzten auf, während er langsam einen Schritt näher auf Pintel zu ging und erneut seinen Säbel zog. Pintel wich bloß unsicher zurück und verdammte sie allesamt.
»Wir können es beweisen!« Ragetti stampfte trotzig mit dem Fuß auf und schlug gleich darauf Pintel drängend gegen den Hinterkopf, um ihn zu erinnern. Pintel spuckte nur einen letzten Fluch aus, indem er allen die Pest wünschte und steckte dann sein Schwert weg, während er dem Afrikaner noch einen letzten schiefen Blick widmete.
Danach bückte er sich zur benommenen Frau hinab, um die vielen Haare aus Gesicht und Dekolleté zu streichen, so grob, dass ihre Haut schon ganz rot wurde.
Ragetti schlang zeitgleich seine Arme um ihren Oberkörper und richtete sie schwerfällig auf, während Pintel mehrmals gegen beide Wangen klatschte, um sie irgendwie aufzuwecken.

Barbossa hob eine Augenbraue, während er Pintel dabei beobachtete, wie dieser immer fester die Frau ohrfeigte, mittlerweile sogar beide Hände dafür benutzte und ihn nur noch weiter an ihm zweifeln ließ.
Links, rechts, links, rechts, links, rechts…
Er rollte gerade die Augen und war kurz davor auf den Hacken kehrt zu machen, da wimmerte es plötzlich, denn die Frau erwachte aus ihrer Benommenheit, nuschelte sogar irgendetwas Unverständliches.
Sofort verhielt Barbossa und seine Neugierde flammte erneut auf.
»Da! Da! Da!« Ragetti schlang seine Arme noch fester um Fionas Rippen, so euphorisch war er, würde sie ganz bestimmt nicht loslassen, sondern drückte bloß umso fester, sodass Fiona gezwungen war aufrecht zu sitzen und zu husten.

Die Brust der Frau hob und senkte sich immer schneller, umso öfter sie blinzelte. Sie warf ihre Blicke einmal quer durch die Dunkelheit und konnte trotzdem nichts erkennen, außer Umrisse großer Gestalten überall um sie herum.
Sie wimmerte noch einmal, als ihre Erinnerungen nach und nach zurückkamen und unterstrichen wurden von dem fauligen Atem Ragettis, der ihr Ohr strich.
Pintel nuschelte ein »Na, geht doch«, und griff unter ihre Perlenkette, die über dem nun freigelegten Dekolleté prangte und sofort alle Blicke auf sich zog, in den dicken Fingern des Piraten.
»Das Püppchen hier trägt den Beweis!«
Bo'sun verhielt erneut, als auch er die Perlen zwischen den dreckigen Wurstfingern von Pintel entdeckte. Nachdem Ragetti dann auch noch die Ohrringe freilegte und seine Finger erneut die vielen Steinchen zum Klimpern gebracht hatten, steckte Bo'sun seinen Säbel schließlich ganz weg und schielte verunsichert zum Captain. Auch er lag nun unter dem Bann des Schmucks, mochte Pintel zwar noch immer für dumm erklären und würde ihn nach wie vor liebend gern enthaupten und dennoch schenkte er seinen Worten nun viel mehr Glauben.

Captain Barbossa verzog jedoch keine Miene, während er die räudigen Gesichter seiner Crew musterte, die sich unterdessen alle um ihn herum versammelt hatten, so wie sie es immer taten, wenn etwas Aufregendes an Deck geschah, selbst wenn es Wichtigeres zu tun gäbe… Wie Auslaufen, um aus den feindlichen Gewässern zu fliehen.
Sie alle starrten auf die Perlen, als wäre die Frau, die sie trug, nackt.

»Selbst ein einfaches Dienstmädchen kann so etwas Feines tragen, hat sie nur Finger, die lang genug sind.«
Barbossa genügte es nicht, trotzdem begann er erneut zu grübeln.

Pintel ließ grummelnd von der Kette ab und griff der Frau ins Gesicht, drehte ihren Kopf, sodass sie gezwungen war ihn mit großen Augen anzusehen, denn ihm dämmerte es allmählich, dass jeder hier ihn für dumm verkaufte und dass er abermals auf ein Weib hereingefallen zu sein schien, die bloß um ihr Leben bangte und das verärgerte ihn.
»Esch ist nischt... gestohln, foalls Ihr... das….«
Die Finger in Fionas Gesicht krallten sich in ihren Unterkiefer, quetschten ihre Wangen und Lippen, sodass sie kaum ein anständiges Wort zustande brachte, stattdessen nur unverständlich nuschelte, während ihre Augen inzwischen schon ganz feucht wurden. Pintel drückte nämlich immer fester und fester und sie brach den kläglichen Versuch zu sprechen ab, indem sie einfach schmerzerfüllt stöhnte. Der Glatzkopf starrte nur weiter unentwegt in ihre Augen, war mit einem Mal so wütend und würde bald den Unterkiefer zwischen seinen Fingern brechen, würde ihn keiner davon abhalten.

»Lass die Frau sprechen!«

Nur widerwillig lockerte Pintel seinen Griff, zögerte sogar kurz, stand dann jedoch wortlos auf und kehrte der Frau den Rücken, während er irgendetwas daher grummelte.

Barbossa machte einen Schritt mehr auf Fiona zu, beobachtete, wie sie mehrmals ihren Kiefer nach links und rechts schob und es knackte laut, als dieser sich wieder einrenkte.
»Ich sagte«, Fionas Stimme klang ganz brüchig und leise, so als hätte sie gerade erst zu sprechen gelernt, doch für mehr konnte sie keine Kraft aufbringen, »Es ist nicht gestohlen, falls Ihr das meint…«
»Aye«, Barbossa setzte sich ein charmantes Lächeln auf die Lippen, während er Ragetti mit den Augen zu verstehen gab, von der Frau abzulassen, »Habt Ihr einen Namen, Missy?«
Fiona schüttelte kurz ihre Schultern, als Ragetti sich löste und sie war versucht nach Luft zu schnappen, um sich am Weinen zu hindern, doch stattdessen räusperte sie sich nur trocken und blinzelte die Tränen fort, die sich in ihrem Gesicht tummelten.

Es hatte einen Moment gedauert, bis sie realisiert hatte, wo genau sie sich befand und vor allem bei wem.
Sie befand sich auf einem Schiff, deutete sie die Reling im Rücken und das Holz auf dem sie kniete richtig.
Sie hatte kurz das Bewusstsein verloren, durch den Schlag ins Gesicht und nun saß sie inmitten angsteinflößender Piraten, keine Ahnung, wie sie eigentlich genau hergekommen war.
Sie hatte auch keine Zeit lange darüber nachzudenken oder warum es eigentlich so stark nach verbranntem Holz stank, denn direkt vor ihren Augen wurde scheinbar über ihr eigenes Leben diskutiert, ohne überhaupt miteinbezogen zu werden.
Wie ein fettes Schwein das bereit war zum Schlachten, wurde sie präsentiert.
Sie war Beute.
Eine Errungenschaft.
Der Mann direkt vor ihr, dessen Hut das Einzige war, dass sie so einigermaßen erkennen konnte, musste wohl der Captain sein, denn wenn er sprach, rührte sich kaum einer mehr.
Ihr Wissen über die See war mager und dennoch genügte es, um sie daran zu erinnern, dass nur die Kapitäne Hüte trugen. So war es bei der Navy üblich und so würde es auch unter den Piraten sein.
Es war so dunkel um sie herum, dass sie nicht richtig deuten konnte, wie viele Piraten wirklich um sie herum standen, doch dem Gestank nach zu urteilen, waren es etliche.
Wollte sie leben, erkannte sie ebenfalls, müsste sie dem Captain einen sehr guten Grund dafür geben, sie auch leben zu lassen.
Das war gar nicht so einfach. Ihre Gedanken wollten sich nämlich nicht ordnen. Noch immer versuchte sie herauszufinden, was eigentlich genau geschehen war.

Fionas Gesicht kribbelte wie verrückt, durch den ungünstigen Fall vom Pferd und dem brutalen Schlag ins Gesicht. Sie fühlte etwas Feuchtes auf ihren Wangen und bemerkte, dass ihr eines Auge sehr wohl tränte, obwohl sie doch so verzweifelt versuchte, ihre Tränen zurückzuhalten.
Vielleicht war es aber auch dieser bissige Rauch, der ihr in den Augen brannte oder es war die Schwellung die immer größer und größer wurde, vielleicht war es auch einfach die Angst, die ihren Körper übermannte.
Ihr Instinkt lockte, so laut sie nur irgendwie konnte zu schreien, nach ihrem Vater zu rufen, oder nach Norrington, sogar nach Cutler Beckett… Doch stattdessen räusperte sie sich und hoffte inständig, dass wenigstens ihre Stimme einen letzten Rest ihrer ehemaligen Haltung wahren konnte.
»Mein Name ist Fiona Acilliá Swann«, hustete sie dann jämmerlich, ‚‚Ich bin die Tochter von Weatherby Swann... Die Tochter… des Gouverneurs.«
»Aye, das ist sie!« Beteuerte Ragetti hastig, während er aufgeregt auf Barbossas Schultern klopfte. Ruckzuck hatte er seine Finger jedoch wieder bei sich, denn Barbossa bedachte ihn mit einem missbilligenden Blick. Ragetti grinste nur schwach und kaute schließlich auf seinen Fingern herum.
»So, so«, Barbossa gab ein Handzeichen, woraufhin zwei Crewmitglieder, unter anderem Bo'sun und ein schlaksiger mit Bart, sich in Bewegung setzten und die Frau auf ihre Füße zogen. Ohne sich zu wehren, ließ sie es geschehen, wirkte dabei sogar ganz kraftlos.

Fiona wankte kurz, als sie an den Armen hochgezogen wurde und wollte am liebsten einfach gar nichts mehr sagen, weil sie sich selbst nicht mehr sicher war, ob sie nicht doch laut nach Hilfe schreien würde.
Durch die Dunkelheit um sie herum, lag das Gesicht des Kapitäns nur finster da und sie erkannte nichts weiter als seine klobige Nase, den großen Hut auf seinem Kopf und seine Haut, wie sie aschfahl durch die Dunkelheit blitzte.
Sie wusste, dass es das Gesicht ihrer Albträume sein würde und sie wollte es niemals sehen, wünschte sie sich. So schaurig und entstellt stellte sie es sich vor und das aller erste Mal in ihrem Leben war sie froh um jene Dunkelheit.
Während sie sprach, hielt sie ihre Blicke auf seiner Nase fest, die ihr einziger richtiger Anhaltspunkt war und es schüttelte sie innerlich, als Barbossas Stimme immer lauter wurde und durch ihre getrübten Sinne auch umso bedrohlicher.
»Ich erbitte Eure Vergebung, Miss Swann. Womöglich seid Ihr besseres gewohnt.« Barbossa grinste falsch, während er eine vage Andeutung tat, sich vor der Gouverneurstochter zu verbeugen.
Fiona rümpfte ihre Nase, als der verfaulte Atem des Piratenkapitäns ihr entgegenschwappte, wie eine Welle und noch einmal war sie froh um die Dunkelheit, denn ansonsten hätte sie sich womöglich übergeben müssen, so gelb und verfault wie seine Zähne wohl aussehen vermochten…

»Ich bin in der Tat nicht gewohnt, so behandelt zu werden...«
»Weil Sie eine Frau sind oder wegen Ihres Ansehens wegen?« Barbossa witzelte und aus den hintersten Reihen seiner Crew grunzte es amüsiert. Fiona straffte bloß ihre Schultern und tat einfach so, als hätte sie diese gehässige Bemerkung gegenüber Frauen gar nicht erst gehört, genauso wie sie den Gestank nicht riechen täte.
»Ich fordere Verhandlung über die Einstellung der Kampfhandlung gegen Port Royal.«
Barbossa legte den Kopf etwas schräg und bedachte sein Gegenüber skeptisch.
»Ihr habt eine feine Ausdrucksweise, Miss«, lobte er dann hoch amüsiert, »Doch wir sind nur einfache Piraten. Was also wollt Ihr genau?«
»Ich will«, Sie schluckte trocken und fasste sich gedanklich ans Herz, »Das Ihr verschwindet und nie wieder zurückkehrt!«
Sie wusste nicht, ob Barbossa fassungslos über diese Dreistigkeit war oder ob ihr leichtsinniger Mut ihm imponierte, selbst wenn ihre Stimme brüchig klang und keinesfalls einschüchternd. Er schwieg nämlich für einen ganz kleinen Augenblick und dieses Handeln erschien ihr mehr als tückisch.
»Ich bin abgeneigt Eurem Ersuchen die Einwilligung zu erteilen...«, grinste er dann düster, »Das bedeutet nein!«, sein Grinsen erstarb, »Außerdem, Missy«, er rieb seine Fingerspitzen aneinander, roch an diesen und musterte sie letztendlich, während er stets weiter das Verhalten dieser Frau beobachtete und sein Kopf dabei rumorte, wie schon lange nicht mehr, »Scheint Ihr in keiner Situation zu sein, die Euch begünstigt. So verratet mir also, woher Ihr den Mut fasst, Forderungen zu stellen?«
»Ich appelliere an die Vernunft in Euch!«
Barbossa lachte ein herzhaftes Lachen, trotzdem klang es schaurig. Wie ein Berglöwe, den sie einst in den Hügeln gesichtet hatte, bei einem Ausritt, möglich sogar einer ihrer letzten und nun plötzlich so unendlich lang her schien.
Seine Crew stimmte augenblicklich mit ein, doch die klangen viel eher wie hinterlistige Hyänen, die alles nachäfften, nur um zu gefallen.

»Vernunft?«
»Menschlichkeit!« Verbesserte sich Fiona rasch, während sie dem Piraten mit Bart, der ihren linken Arm belagerte, flehend ins Gesicht blickte.
Wenigstens das konnte sie erkennen.
Es war pickelig, vernarbt und so unsymmetrisch, dass sie sich entscheiden musste, ob sie in sein linkes oder rechtes Auge sehen wollte, denn seine rechte Gesichtshälfte lag um einiges tiefer als seine linke. Sie fühlte sich sofort unbehaglich, wusste nicht angemessen zu reagieren, also neigte sie das Gesicht einfach zu Boden.
»Wir sind Piraten!« Bellte Barbossa plötzlich, so heftig, dass Fiona zuckte.
»Selbst Piraten sind Menschen!« Fauchte sie beinahe. Verzweifelt wackelte sie mit dem Oberkörper, immer wieder nach links und rechts, versuchte sich so irgendwie zu befreien, doch sie hatte einfach viel zu wenig Kraft, kaum Muskeln in ihrem Oberkörper, sodass es sie viel mehr anstrengte, als die Piraten.
Bo'sun lachte bloß über sie und der Bärtige streichelte über ihre Schulter, ganz zaghaft und säuselte vor sich hin, versuchte ihr so etwas vorzugaukeln, sie anscheinend zu beruhigen; doch genoss er es insgeheim einfach nur, dass eine Frau unter seiner Berührung hysterisch wurde und er deutete diese Körpersprache viel mehr zu seinen Gunsten, wärmte sich an dieser Vorstellung auf, wie an einem Feuer.

Barbossa amüsierte es, als Fiona ihr Gesicht schnell zu Boden neigte, kaum hatte diese das Geräusch von Holz auf Holz bemerkt. Der Captain hatte nämlich nun auch den letzten Meter zwischen ihnen überwunden und musterte sie, von oben herab. Er stand direkt vor ihr, roch das Blut in ihrem Gesicht und er musste schwach schmunzeln, über ihre ablehnende Einstellung ihm gegenüber, wie sie ihr Gesicht zur Seite drehte und sich dazu zwang, wegzusehen.
Barbossa wusste, dass sie es nicht sehen würde und doch deutete er schräg hinter sich, dorthin, wo einst der Hafen von Port Royal lag, nun jedoch die Flammen umherzüngelten und nach der Pearl griffen, als wäre sie ihr nächstes Opfer.

Fiona weigerte sich ihren Blick zu heben, damit sie diesem fürchterlichen Piraten mit einem Lachen einer Raubkatze und dem Gestank des Todes, nicht doch noch unbeabsichtigt ins Gesicht schauen musste, denn diesen Anblick würde sie nie mehr in ihrem Leben vergessen. Er würde sie nie wieder schlafen lassen,das wusste sie.

Also ermahnte sie sich, immer und immer wieder, erschrak jedoch, als plötzlich eiskalte Finger über ihre Wange streichelten und ihre Knie wurden ganz zittrig, als ihr Ohrläppchen nach unten gezogen wurde, während lange Fingernägel mit ihren Ohrringen spielten und sie erneut laut klimpern ließen, wie ein Glockenspiel.

»Schau dich um, Missy«, hörte sie den Berglöwen plötzlich schnurren, »Die Welt ist unsere.«

Nachdem die kalten Finger von ihrem Ohr abließen und wieder dieses Klacken ertönte, als klopfte Holz auf Holz, hob Fiona ihre Blicke, ganz langsam, bis sie die Flammen sah, die ihr schon die ganze Zeit so stark in Augen und Nase gebrannt hatten. Sie drehte ihren Kopf und ihr Gesicht wurde mit einem Mal viel heißer und sie kniff ihre Augen zusammen, damit sie überhaupt etwas erkennen konnte.
So nahe und doch so fern...
Wie auf Kommando begann sie zu husten und schüttelte den Kopf, wollte nicht länger hinsehen.
Ihr Zuhause brannte nieder, direkt vor ihren Augen und sie war so machtlos, wie sie es niemals zuvor geglaubt hätte.
Der beißende Rauch roch plötzlich nach verbranntem Fleisch und sie kniff ihre Augen zu, ganz gleich unter welchem Schmerz. Kein Schmerz konnte größer sein, als ihre Heimat niederbrennen zu sehen und kein Geräusch lauter, als die flehenden Schreie der Menschen dort drüben in den Flammen.
»Ich flehe Euch an...« Es war kaum mehr als ein Flüstern.
»Aye... Flehen…« Barbossa kratzte sich kurz nachdenklich übers Kinn, während er seine Blicke durch seine Crew wandern ließ, welche nur amüsiert grunzte. »Musik in unseren Ohren und dennoch nützte es in der Vergangenheit schon nicht, ist es nicht so?«
‚‚Ich bin Euch nur eine Last!« Wie ein quengelndes Kind schüttelte Fiona ihren Kopf, kniff noch immer ihre Augen zusammen und wünschte sich fort.
»Gewiss seid Ihr nicht dafür da, um Euch die Hände schmutzig zu machen, Missy...« säuselte Barbossa entzückt und grinste dabei in die Richtung von Bo'sun, der sich nur mit der Zunge über die Lippen leckte.
»Die Hände nicht, aye.«

Fiona verstand nicht auf Anhieb.
Erst als der Bärtige ihr über die Schulterblätter rieb, in kreisenden Bewegungen, riss sie die Augen auf.
Dann verstand sie plötzlich.
Voller Adrenalin warf sie sich nach links, in Richtung Reling, denn sie wollte lieber über Bord gehen und ertrinken, lieber sterben, als von Piraten missbraucht zu werden.
Wie eine Flunder an Land wandte sie sich, erreichte jedoch noch nicht einmal annähernd die Reling. Der Bärtige griff nämlich sofort ein, nein, ließ sie noch nicht einmal so weit kommen, rückte sie zurecht, war ganz wild darauf, die Frau in Schacht zu halten.
Fiona hörte wie dieses ungewöhnliche Klopfen wieder näher auf sie zu kam und spürte gleich darauf abermals die eisigen Finger Barbossas, als wären diese tot. Augenblicklich verhielt sie, rührte sich nicht mehr, kaum strichen die Finger wieder über ihre Wangen, brachten sie dazu, die Luft anzuhalten.
»Ich bin ein Pirat, dennoch ein Gentleman…« Behutsam strich Barbossa mit seinem Handrücken über ihre Lippen, dann über ihr Kinn, wischte ihr so das Blut von der Haut. Anschließend roch er an seinen Fingern, ganz so, als wäre es eine liebliche Rose.
Das zischende Geräusch das ertönte, als Barbossa ihren Duft inhalierte, entsetzte sie.
Sie sah lieber zurück in die züngelnden Flammen, hielt ihr Gesicht in die Hitze, während ihr schon ganz übel wurde; aber auch die Flammen waren furchtbar, also neigte sie ihr Gesicht wieder gen Boden, dorthin wo ihre Blicke noch sicher waren und hoffte inständig, dieser würde sich nun auftun und sie alle verschlucken…
Sie wäre lieber in der Hölle, als bei diesen Piraten.

»Meine Crew ist es, die keine Manieren hat.«, ein letztes Mal sog er ihren Duft auf, »Noch, Madame, halte ich sie zurück, Piratenehrenwort.«
Barbossa schmunzelte triumphierend, dann machte er auf seinen Hacken kehrt und drehte der Gouverneurstochter den Rücken zu.
»Bitte!« Fiona wurde ganz hysterisch, hustete, schrie, zerrte wieder mit ihren Armen, trat sogar um sich, doch Barbossa schnippte nur unbeeindruckt mit den Fingern und sofort setzte sich alles um ihn herum wieder in Bewegung und das hysterische Geschreie von Fiona ging im Tumult unter.

Jack sprang Barbossa auf seine linke Schulter und rieb sich die Hände, fast so, als verstünde er diese Situation und ja, er schien sich zu freuen. Barbossa tätschelte sein Köpfchen und stieg die Treppen empor, hinauf zur Brücke, um sich hinter das Steuerrad zu stellen.

Er wusste ganz genau, welchen Kurs er setzte.

Nur noch ganz schwach hallten die Schreie der Frau übers Schiff, verliefen sich irgendwann ins Schiffsinnere und verloren sich schließlich ganz, als sie Deck für Deck hinab gezerrt wurde, immer tiefer und tiefer, bis hinunter in die Brigg, wo sie keiner mehr hören könnte.

Verschluckt wurde, wie von einem Mahlstrom.


»Willkommen am Bord der Black Pearl, Miss Swann!«, rief er ihr bloß belustigt hinterher, während Jack auf seiner Schulter erfreut quiekte.

☠~☠

Fiona schrie um Hilfe.
Schrie nach ihrem Vater, nach Norrington, sogar nach Beckett; doch ihre Stimme wurde immer leiser und heiser, umso mehr Zeit verstrich und ihre Situation immer aussichtsloser.
Wie wild rüttelte und zerrte sie an ihren Armen, gab nicht auf, während sie von beiden Seiten getrieben wurde, wie ein Tier, immer weiter ins Schiffsinnere. Oft blieb sie einfach stehen, weigerte sich auch nur einen einzigen Schritt zu tun, wurde dann jedoch einfach achtlos weiter vorangeschubst oder die Stufen runtergehoben, als wiege sie nicht mehr wie eine Feder.
Immer weiter hinab wurde sie in die Pearl verschleppt, Stufe für Stufe, Ecke um Ecke und Fiona hätte ihre Hand vor Augen nicht mehr erkannt, denn es wurde immer schwärzer um sie herum. Sie tappte im Dunklen, ins Ungewisse und konnte nicht genug Kraft aufbringen, um sich dagegen zu wehren.
Sie zappelte bis zur aller letzten Sekunde und schrie so laut wie sie nur konnte, so schrill, dass die Ohren der Piraten an ihrer Seite bereits rauschten und klingelten.

Damit sie endlich die Klappe hielt, verpasste Bo'sun ihr einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf, doch aufhören tat sie nicht.
Nein.

Nur am Rande, irgendwo zwischen ihren Hilfe suchenden Schreien, hörte sie, wie der Kapitän sie am Bord der Black Pearl begrüßte, aber sie war zu entsetzt, überhaupt auf einem Piratenschiff zu sein, dass sie nicht über den Namen jenen Schiffes nachdachte.
Barbossas bellende Stimme ging irgendwann unter im Wirbel, als sich seine Männer wieder in Bewegung setzten und nun war es nur noch ein verzerrtes Beben unter ihren Füßen, kaum lauter als das Knarren der Stufen unter ihr.

»Bitte!« Schluchzte sie dann irgendwann, als ihre Füße plötzlich nass wurden, ganz so, als stünde sie in einer großen Pfütze.
»Ich tauge Euch doch nichts!« versuchte sie es weiter, während ihre Strümpfe sich inzwischen immer weiter mit Wasser voll saugten und ihre Zehen in den Schuhen schwammen.
»Die Navy wird mich suchen!« Donnerte sie schließlich, total davon überzeugt, bereute es gleich darauf jedoch, als ihr ein Bein gestellt und gleichzeitig brutal ins Kreuz geschlagen wurde. Sie wurde losgelassen, fand keinen Halt mehr und der Schlag war so heftig, dass sie nach vorne stolperte und vor ihre eigenen Füße fiel.
Ächzend knallte sie auf ihre Knie und es platschte laut, als ihre Hände den Sturz federten. Wasser spritzte ihr ins Gesicht und am liebsten wollte sie in dieser Nässe liegen bleiben und hemmungslos weinen, doch die zwei Ungetüme saßen ihr noch immer im Nacken, daher verdrängte sie den Drang zu Jammern und setzte sich in Bewegung.

»Halt endlich die Klappe!«
Während die Piraten sich fluchend über die Ohren rieben, krabbelte Fiona durch das Wasser, einfach geradeaus, bloß weg.
Hektisch tastete sie sich voran und spürte das harte Holz unter ihren Fingern und das viele Wasser, was ihr bis zu den Handgelenken schwappte und ihre Knie nass werden ließ.
Ihre Hände ertasteten Dielen, direkt vor ihrer Nase.
Sie kroch eine Wand entlang, wusste nicht, ob sie weinen oder schreien sollte, als sie hörte, wie Eisen in ein Schloss knallte und ein Schlüssel der sich in einem Schloss verankerte.
Plötzlich spürte sie mehrere Eisenstäbe, eisig und feucht, erinnerten sie sofort an einen Käfig, in dem sie schon oft Hunde oder Bären gesehen hatte.
Hastig steckte sie ihren Arm durch die Lücke, doch sie war einfach viel zu schmal. Sie wusste auch nicht, ob es überhaupt etwas gebracht hätte. Wahrscheinlich nicht, aber sie befand sich in einem völlig verängstigten Zustand und wäre wohl immer weiter gekrabbelt, hätte sie nur die Chance dazu bekommen.

Sie kam jedoch nicht weiter. Sie saß in der Falle.
Also kauerte sie sich zusammen.
Voller Furcht drückte sich ihr Rücken gegen die Schiffswand und ihre beiden Händen hielten sich weiter an den Stangen fest.
Zellenstangen, bemerkte sie voller Entsetzen.

Bo'sun spuckte angewidert in die Brigg hinein, mit dem Ziel, dieser Frau, die jetzt schon nur Ärger machte, direkt ins Gesicht zu spucken. Chamba schlug mit seinen Händen mehrmals gegen die Stangen, sodass die ganze Brigg vibrierte und lachte dabei so verrückt, als hätte er den Verstand verloren. Es beriet ihn Vergnügen die Frau zu verängstigen und erregte es ihn doch zur gleichen Zeit.

Fiona robbte sich so dicht an die Wand, wie nur irgendwie möglich.
Vielleicht war das alles auch nur einer ihrer fürchterlichen Albträume und sie würde gleich in ihrem Himmelbett aufwachen und ihr geliebter Vater säße an ihrer Bettkante und würde ihr die Hand halten.
Ihre durchnässten Strümpfe und gequetschten Zehen raubten ihr jedoch noch ihre aller letzte Hoffnung.
Sie würde nicht aufwachen.
Ihr Albtraum war nämlich wahr geworden. Es war Wirklichkeit.
»Bitte…« Wimmerte sie ein letztes Mal in die Dunkelheit, voller Schmerz in ihrer Stimme.

Die Piraten machten jedoch nur unbeeindruckt kehrt, stiegen die Treppen wieder empor und ließen eine völlig verängstigte Frau zurück, in einer Dunkelheit, die nicht schwärzer hätte sein können. Doch die beiden Piraten freuten sich bloß auf ihren Rum, den sie sich eindeutig verdient hatten.

Kaum waren die schweren Schritte leiser geworden und mit ihnen die Angst, dass sie wiederkommen würden, schwächer, lösten sich die Finger von den Stangen und Fiona grub ihr Gesicht in die Handinnenflächen, während sie herzzerreißend zu schluchzen begann.

Irgendwann, als ihr Schluchzen leiser und ihre Tränen weniger wurden, ruckelte es. Sie wurde plötzlich nach links und rechts geschaukelt, hörte das laute Rauschen um sie herum und das Knarren des Holzes. Reflexartig griff Fiona wieder nach den Stangen, presste ihre Stirn zwischen sie und hielt sich an ihnen fest.
Das sanfte Schaukeln verriet ihr, dass sie bereits die Bucht verlassen haben mussten und nun Kurs auf die freien Gewässer hielten, somit Port Royal zurückließen, während es nieder auf seine Grundmauern brannte.
Bei diesem Gedanken, wimmerte sie erneut
Es war furchtbar. Sie befand sich auf einem fremden Schiff, gekidnappt von fürchterlichen Piraten, die ihr alles antun könnten, wonach ihnen der Sinn stand. Sie hatte Schmerzen im Gesicht und taube Zehen und ihre Röcke sogen sich zwischenzeitlich mit Wasser voll, welches den Boden flutete.

Und ihr Vater. Ob er noch lebte? Ob überhaupt noch irgendwer lebte?
James...
Ihr Schluchzen wurde tiefer, als sie an den ersten Offizier dachte und daran, wie die Piraten wohl an ihm vorbeigekommen sein mussten.

Sie kniff ihre Augen zu und begann erneut herzzerreißend zu schluchzen.

Die Schwertspitze die in einem rot geschimmert hatte und die Tropfen Blut auf der Stallgasse...

James Norrington war tot.

☠~☠

... *vorsichtig schleichen* ...
Es tut mir so Leid, dass ich einen ganzen Monat gebraucht habe, um zu updaten... Dabei trug ich meinen Laptop immer von A bis B und schrieb, schrieb, schrieb...
Leider war der Monat sehr tough. Sach mal... Wie viel kann eigentlich alles in nur einem Monat passieren?!
Back to topic: Es wird nie wieder so lange dauern - Piratenehrenwort!
Als Entschädigung gibt es im nächsten Kapitel eine Überraschung... Einen heiß begehrten Piratencaptain... Der schon ganz nervös ist, vor seinem ersten Auftritt. *lach*

Nun... Wie war das noch gleich?

Nimm was du kriegen kannst... Und gib nichts wieder zurück!

Ich hoffe euch hat das Kapitel trotzdem gefallen und das Vertrauen ist noch nicht missbraucht... Gibt mir noch eine Chance! *Flehen*

Bis zum nächsten Mal,

Jess ☠
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