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19. März: Ein sauranischer Brandy zu viel [by Rosalie18]

OneshotLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
19.03.2020
19.03.2020
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19.03.2020 1.361
 
Tag der Veröffentlichung: 19.03.
Zitat: „Lebe den Tag, aber denke immer an den Morgen danach, und vergesse niemals zu lächeln." – Blood+  
Titel der Geschichte: Ein sauranischer Brandy zu viel
Autor:  Rosalie18
Hauptcharaktere: Leonard McCoy, Spock, James T. Kirk
Pairing: Leonard McCoy x Spock
Kommentar des Autors: Das ich mal über Bones und Spock als Paar schreiben würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen, aber irgendwie hat sich das flauschige Häschen nicht verjagen lassen.




Ein sauranischer Brandy zu viel

Sein Kopf dröhnte, als er langsam wach wurde. Leonard entwich ein Stöhnen und er blinzelte. Ein heftiger Schmerz durchzuckte ihn, doch das war nicht das Schlimmste, auch nicht die Übelkeit, sondern das er augenscheinlich nicht alleine war und er sich nicht in seinem Bett befand. Er fühlte sich, als wäre er von einem Raumschiff überrollt worden. Verdammt. Leonard konnte sich an nichts mehr erinnern. Er hatte einen Filmriss vom feinsten. Na toll. Das so was ausgerechnet ihm passieren musste, wo er doch der Arzt – Chefarzt der Enterprise  – war.

Jetzt erst bemerkte er den Arm, der ihn festhielt. Er wollte gar nicht wissen mit wem er sich das Bett teilte und was genau passiert war. Schlagartig war er richtig wach und seine Gedanken begannen auf Hochtouren zu arbeiten. Dass er nackt war, hatte er schon feststellen dürfen. Vielleicht war das alles nur ein böser Traum, aus dem er gleich alleine in seinem Zimmer wieder aufwachte.

Doch leider träumte Leonard nicht, so drehte er sich vorsichtig um und bekam den Schock seines Lebens, als er erkannte in wessen Armen er lag. Spock. Ausgerechnet der grünblütige Kobold. Dieser öffnete gerade seine Augen und verzog ganz in Vulkanier-Manier keine Miene. Natürlich was auch sonst. Nichts anderes hatte Leonard erwartet. Vermaledeiter Halbvulkanier.

Noch bevor Spock seine Augen geöffnet hatte, wusste er bereits wen er in seinen Armen hielt. Sein Duft war unverkennbar. Leonard McCoy – seines Zeichens Chefarzt der Enterprise – und dafür bekannt, dass er ihn nicht sonderlich mochte. Das war noch untertrieben, der Doc konnte ihn nicht leiden und ließ ihn das auch bei jeder passenden Gelegenheit spüren. Spock öffnete seine Augen und blickte direkt in Leonards braune.

Die Situation war schon sehr skurril.

Es lag eine seltsame Spannung im Raum. Weder Leonard noch Spock wussten, was sie sagen sollten ohne, dass es seltsam klang. Obwohl er den Halbvulkanier gerne gefragt hätte, was passiert war, aber diese Blöße wollte er sich nicht geben. Nicht vor demgrünblütigen Kobold. Dennoch war es der Doc, der seine Stimme zuerst wiederfand.

„Ich denke, ich werde jetzt besser gehen. Unsere Schicht beginnt bald.“ Der Commander konnte nur nicken und wand den Blick ab. In Windeseile zog Leonard sich an und verließ glücklicherweise ohne gesehen zu werden das Quartier des Commanders. Es wäre ja noch schöner gewesen, wenn es jemand von der Besatzung gesehen hätte. Nicht auszudenken! Und das Gerede. Darauf konnte er verzichten.


+++



Leonards Gedanken wurden von dem Erlebnis und dem Filmriss bestimmt. Was war nur passiert? Hatte er mit …? Vielleicht wollte er es doch nicht so genau wissen. Seine Kollegen auf der Krankenstation fanden das Verhalten des Mediziners seltsam, denn Leonard schimpfte nicht und auch verhielt er sich sehr untypisch, doch niemand bis auf Jim sprach ihn darauf an.

„Bones, was ist los? Du verhältst dich schon den ganzen Tag so seltsam?“, wollte Jim wissen, als sie in Leonards Kabine saßen und Tee tranken. Noch ein Zeichen, dass etwas mit seinem besten Freund nicht stimmte. Leonard trank niemals freiwillig Tee.

„Vielleicht werde ich krank. Ich fühle mich nicht so gut“, antwortete der Arzt. Obwohl der Captain und er sich sehr nahe standen, würde er ihm nichts von seiner Nacht mit dem Kobold erzählen.

„Spock hat sich heute auch so seltsam verhalten. Nicht das die Besatzung von einer Krankheitswelle heimgesucht wird“, sinnierte Jim. Das war sicher keine Krankheitswelle. Aber sehr interessant, dass sich der spitzohrige B….. auch seltsam aufführte. Das passte doch gar nicht zu dem sonst so stoischen und beherrschten Verhalten der Spitzohren. Er musste sich dringend zusammenreißen, damit sein bester Freund nicht eins und eins zusammenzählte und herausfand, dass Spocks und sein merkwürdiges Verhalten im Zusammenhang standen.

Jims strahlend blaue Augen bohrten sich in seine und den wissenden Ausdruck, den sie annahmen war gar nicht gut.

„Kann es sein, dass irgendetwas zwischen Spock und dir vorgefallen ist, dass ihr euch beide so komisch aufführt?“, wollte Jim wissen. Verdammt genau diese Frage hatte er vermeiden wollen.

„Was soll denn vorgefallen sein? Nichts anderes wie sonst auch“, beeilte er sich schnell zu antworten. Zu schnell. Sein bester Freund glaubte ihm natürlich kein Wort.
„Dann würdet ihr euch nicht so widernatürlich aufführen. Es muss etwas Schwerwiegendes passiert sein, wenn es euch beide so durcheinanderbringt.“ Leonard wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Dann fiel der Groschen bei Jim. „Ihr habt doch nicht …? Scheiße … Genau das habt ihr?“, stammelte Jim. Leonard senkte seinen Blick auf die Tasse in seiner Hand. Was sollte er jetzt tun? Seinem Freund die Wahrheit sagen oder abstreiten?

„Ich weiß nicht, was letzte Nacht passiert ist. Ich bin in Spocks Armen in seinem Bett aufgewacht ohne Kleidung, aber dafür mit einem Filmriss. Ausgerechnet der grünblütige Kobold.“

Jim wusste nicht, was er sagen sollte. Das war so seltsam. Sein bester Freund und sein erster Offizier, wo sich die beiden offenkundig nicht leiden konnten.

„Wow und jetzt?“

Bones warf ihm einen bösen Blick zu. „Nichts und jetzt. Ich will nicht mehr daran denken und es ganz schnell vergessen“, grummelte Leonard. Jim seufzte. Die beiden waren so verdammt stur, er hatte schon lange gespürt, dass da etwas zwischen Bones und Spock war. Aber er musste den Wunsch seines Freundes akzeptieren und er würde einen Teufel tun und sich einmischen. Das mussten sie schon selber hinbekommen.


+++



Leonard hatte es sich gerade mit seinem PADD auf seiner Couch gemütlich gemacht, um einen medizinischen Fachartikel zu lesen, als es an seinem Quartier klopfte. Eigentlich erwartete er keinen Besuch. Er würde den Besucher schnell abwimmeln und dann weiterlesen. Grummelnd erhob er sich und öffnete die Tür, nur um eine Überraschung zu leben. Der hatte ihm gerade noch gefehlt.

„Spock!“

„Guten Abend, Doctor. Könnte ich kurz mit Ihnen reden?“, kam der Commander sofort zu seinem Anliegen.

Leonard war versucht einfach Nein zu sagen, aber das wäre kindisch und er wollte unbedingt wissen, was es so wichtiges gab, auch wenn er sich das eigentlich denken konnte. Wortlos trat er von der Tür weg und ließ den Halbvulkanier eintreten.

Sie nahmen auf der Sitzecke Platz und Leonard goss ihnen ein Glas Wasser ein. Erwartungsvoll blickte er den Commander an.

„Ich weiß, dass es nicht logisch ist und Sie mich nicht leiden können, aber es besteht eine Verbindung zwischen uns und der würde ich sehr gerne auf den Grund gehen“, teilte Spock ihm ganz unverblümt mit. Sie sollten eine Verbindung zueinander haben? Das war vollkommener Unsinn. Mit Sicherheit hatten sie keine Verbindung zueinander! „Ich weiß, dass das für Sie jetzt erst einmal seltsam klingen mag, aber wenn Sie tief in sich gehen, kommen Sie zu demselben Schluss, Doctor.“

Leonard wusste nicht, was er darauf erwidern sollte. Aufgrund seiner Sprachlosigkeit hoben sich Spocks Mundwinkel kaum merklich hoch. Bei dem stoischen Halbvulkanier konnte man das durchaus als ein Lächeln werten.  Da Leonard immer noch nichts sagte, sprach Spock weiter. „Und übrigens Doctor McCoy für einen Kobold bin ich zu groß, die werden laut Zeichnungen aus alten terranischen Märchen nur um die eins zweiundzwanzig groß.“ Jetzt konnte Bones nicht anders, als zu lächeln und nun spürte er die Verbindung ebenfalls, auch wenn es ihm nicht passte. Aber so wie es aussah, würde er den Kob… Spock nicht so schnell loswerden und vielleicht wollte er das auch nicht.

Da ihre Mission noch eine ganze Weile andauern würde, hatten sie noch genügend Zeit ihrer Verbindung auf den Grund zu gehen.




~*~






~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Ein wirklich amüsantes Kapitel zu einem Fandom, das ich nicht sonderlich kenne. Gefallen hat es mir trotzdem. Mich haben nur diese ganzen Spitznamen irritiert. Da wusste ich oftmals nicht, wer da gerade spricht bzw. irgendwas macht.

Eure lula-chan
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