Die Göttin in meinem eisigen Herzen

von Anni84
GeschichteThriller / P18
Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
19.03.2020
26.03.2020
4
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Dieses Kapitel
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Hallo meine lieben Leser,

hoffentlich geht es euch und euren Lieben gut in dieser schweren Zeit. ♡

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Autoren hier, die uns mit ihren tollen Geschichten die unangenehme Zeit des Wartens versüßen und uns  für den Moment vergessen lassen. Ihr seit wirklich großartig!

Jetzt hoffe ich, dass ich es mit dem nächsten Kapitel schaffe, euch ein Stückchen weiter mit auf die Reise durch Mamorus verquere Psyche zunehmen.  *Teller mit virtuellen Keksen und ein Getränk nach Wahl bereitstell* Natürlich freue ich mich über eure Rückmeldungen. Ohne eurer Feedback ist diese FF sehr schwierig zu gestalten und ich wüsste nicht, ob ich mich in die richtige Richtung bewege. Zwar weiß ich, in welche ich möchte, allerdings ist es hilfreich eure Meinung dazu zu lesen, um herauszufinden, ob ich das richtig herüberbringe. Also immer her mit euren Reviews, auch die Schwarzleser können sich gerne zu Wort melden. ;) Ich bin dankbar über jedes Feedback von euch. Sei es nun öffentlich oder per Nachricht. ^^ So nun aber viel Spass beim Lesen des neuen Kapitels.

Nochmals vielen Dank für eure Aufrufe, Sterne und vorallem eure Kommentare, die mich sehr zum Weiterschreiben inspirieren und mich sehr im Herzen berühren.

Beibt gesund und haltet durch!

Liebe Grüße

Eure Anni84

---♤♡◇♧---

„Zeige es mir! Zeige es mir, wie du es mit Reika treibst“, wiederholte ich meinen Befehl etwas leiser wie eben.

„Was soll das? Bist du jetzt völlig geistesgestört?“ Schockiert starrte Motoki mich mit weit aufgerissenen Augen an. Jegliche Gesichtsfarbe wich aus seinem Gesicht. „Ich habe dich trotz deiner Skurrilität…“

Meine Aufforderung musste für ihn schon sehr absonderlich klingen. Es war kein Wunder, dass er mich, als wäre ich ein abscheuliches Tier, welches er im Zoo entdeckt hatte, ansah, obwohl für ihn meine zugegebenermaßen verrückten Eingebungen schon bekannt sein mussten.

„Mamoru, du kannst vieles von mir verlangen, aber das übersteigt eine Grenze“, fing Motoki ruhig an. „Was soll dir das überhaupt bringen?“ Skeptisch musterte er mich unter seinem blonden Pony hindurch.

„Mach es einfach!“ Gefährlich ging ich auf ihn zu.

„Lass mich aus deinen kranken Fantasien heraus, Chiba!“, brüllte Motoki mich an. Seine gesamte Körperhaltung änderte sich prompt. Wut durchströmt spannte er seine Muskulatur an und sah mich herausfordernd an.

„Du hast keine Chance gegen mich!“, meinte ich siegessicher. Dabei setzte ich ein süffisanten Lachen auf.

„Du hast es so gewollt!“ Wie ein Stier auf den Matador lief er auf mich zu. In letzter Sekunde wich ich geschickt aus. Strauchelnd kam er vor der Couch zum Stehen.

„Das konntest du schon mal besser!“, ärgerte ich ihn weiter, wobei mein Grinsen breiter wurde.

„Was ist nur aus dir geworden, Mamoru?“, stellte er völlig enttäuscht fest und setzte sich laut aufseufzend aufs Sofa.

„Ich weiß nicht genau, worauf du hinaus willst“, antwortete ich ausweichend und ging zu der großen Fensterfront, die das nächtliche Tokio zeigte. Der Himmel war wolkenverhangen. Bei genauerer Betrachtung würde es sicherlich bald anfangen zu regnen. Wenn ich mich nicht Bald in den Griff bekam…

„Oh, doch! Das weißt du ganz genau. Vor mehr als zehn Jahren warst du anders. Ihr wart doch so verliebt ineinander, oder etwa nicht?!“

„Warum fängst du ausgerechnet jetzt damit an?“ Dieses Gespräch führte in eine Richtung, die mir nicht gefiel.

„Weil Usa wegen dem feinen Herrn vor mir auf der Intensivstation liegt. Darum vielleicht?“

„Stop! Erwähne nicht ihren Namen vor mir!“ Von meiner gut aufgebauten Fassade bröckelte ein Fitzelchen Zement ab. Eigentlich hatte ich mir geschworen nie wieder darüber zu sprechen. Die Vorstellung war einfach zu abtörnend für mich und meine Männlichkeit. Zwar war es ein Teil von meiner Vergangenheit, dennoch sollte niemand je erfahren, wer ich einst war. Bisher hatte dies hervorragend funktioniert. Selbst Motoki ist nie näher auf meine Wandlung eingegangen. Tja, bis gerade eben!

„Was bringt dir das, Motoki?“ Mit seinen Fragen trieb er mich in eine ungewollte Ecke.

„Nun spuck es aus“, forderte er mich nachdrücklich auf.

Sollte ich ihm wirklich mein tiefstes Geheimnis verraten? Der größten Klatschtante von Tokio?

„Du bist selbst Schuld, dass ich dich danach frage“, erklärte er mir. „Würde es Usagi nicht so schlecht gehen, bräuchte ich dich nicht in die Mangel nehmen. Wer in Herrgotts Namen hat dir nur diese Sturheit verpasst? Du bist ja noch schlimmer wie sie und das soll schon was heißen!“, wies er mich zurecht.

Ich fuhr mit der linken Hand durch meine Haare. Wo sollte das hier nur hinführen? Reichte es nicht, dass ich immer mehr die Kontrolle über mein Innerstes verlor? Vielleicht sollte ich es doch in Betracht ziehen und mich zumindest Motoki anvertrauen. Allerdings würde er sicherlich danach alles daransetzen, um meinen schlimmsten Albtraum in mir hervorzuholen.

„Waren wir wirklich verliebt?“, stellte ich mir selbst Motokis Frage. „Liebe ist ein großes Wort und ich habe keine Ahnung, was es wirklich für mich bedeutet. Eigentlich verabscheue ich jegliche tiefergehenden Gefühlsregungen in die Richtung.“

Motoki blickte zu mir auf. Gebannt richtete er seine gesamte Aufmerksamkeit auf mich. Das war nicht sehr verwunderlich. Immerhin gab ich hier eine Menge Informationen von mir Preis.

„Weißt du wer …“ Ich musste schwer schlucken. „Usa im Verborgenen war?“

Motokis Pupillen weiteten sich vor Staunen. Fast unmerklich schüttelte er den Kopf.

„Kannst du dich an die ungeklärten Vorkommnisse vor mehr als zehn Jahren erinnern?“

„Du willst mir erzählen, dass Usa Sailor Moon war?“ Seine Stimme triefte vor Unglaube. „Genau und du warst der Maskierte an ihrer Seite?! Mamoru lass diese dummen Witze!“

„Dann denk doch, was du willst“, erwiderte ich beleidigt.

„Mamoru, verstehe mich nicht falsch!“ Motoki legte sich die nächsten Worte genau zurecht. „Aber wenn das wirklich der Wahrheit entspricht, musst du mir einiges erklären. Und keine Lügen, verstanden?“

„Verstanden.“ Wiederwillig begab ich mich in die Höhle des Löwen. Motoki kannte mich trotz allem zu gut und wusste, welche Hebel er in Bewegung setzen musste, damit ich lammfromm wurde und redete. „Was möchtest du wissen?“

„Vorerst reicht es mir, wenn du mir sagst, was damals mit dir passiert ist. Ich meine die Zeit, in der du für fast ein Jahr spurlos verschwunden warst?“

„Ein damaliger Feind hat mich überwältigt und getötet. Sailor Moon hat es nach langen Kämpfen geschafft diesen zu besiegen, woraufhin ich wieder zu ihr zurückkehrte. Sie hat das geschafft, wozu wir anderen nicht in der Lage waren. Mit der Kraft ihres Glaubens und Herzens. Motoki, du kannst dir nicht vorstellen, wie das damals für mich war. Meine Seele wurde auf bestialische Art gefangen gehalten. Ohne meinen Körper war ich machtlos und konnte nichts ausrichten. Ich musste also tatenlos mitansehen, wie …“ Meine Stimme erstarb, da sich eine imaginäre Schlinge um meinen Hals zog.

„Du bist also dieser geheimnisvolle Tuxedo Mask aus den Medien?“, stellte Motoki fest.

„Genau“, gab ich ohne Umschweife zu. „Viel mehr der war ich einmal. Seitdem Moon damals Galaxia besiegt hat, hat sich einiges verändert.“ Ich redete mich hier um Kopf und kragen. Trotzdem war es ein rettender Befreiungsschlag für mich und meine schwarze Seele. „Ich habe mich verändert.“

„Warum?“, fragte Motoki streng nach. Er legte alles daran, die Wahrheit aus mir zu quetschen.

„Motoki, was würdest du machen, wenn Reika dich betrügen würde?“

„Ähm, ich würde ausrasten und … Moment! Was habe ich damit zu tun?“

„Nichts. Gehen wir noch einen Schritt weiter. Was würdest du machen, wenn du heraus finden würdest, dass es sich um eine Frau handelt, eine billige noch dazu?“

Sein Blick fixierte mich. „Das ist doch vollkommen absurd! Lächerlich!“

„Nun sag schon“, forderte ich ihn auf.

„Naja, ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich mich dabei fühlen würde. Wahrscheinlich wäre mein Ego gekränkt. Mmmh, vielleicht auch nicht, kommt auf die Situation an. Es könnte ja auch sein, dass sie entweder Bi ist oder sich erst später eingesteht, dass sie eher auf Frauen steht.“

„Wir sprechen hier von Reika, der Frau für die du alles machen würdest, mit der du Kinder und im Altenheim enden willst. Deine Worte, mein lieber Freund.“

„Ich wusste nicht, dass du mir jemals zugehört hast“, sagte Motoki erstaunt. Enttäuscht senkte er seine Augen.

„Deinem Geschwafel zu entgehen, war unmöglich, da du von nichts anderem mehr erzählt hast. Und nur weil ich so getan habe, heißt es nicht, dass ich dir nie zugehört habe.“

„Mamoru, möchtest du mir damit sagen, dass Usagi dich damals mit einer Frau betrogen hat? Bist du dir wirklich sicher?“ Motoki stützte seine Ellenbögen auf seinen Beinen ab und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. „Das ist Schwachsinn. Das würde sie nicht machen.“

Ich ging hinüber zur Couch und nahm neben Motoki Platz, woraufhin ich mich zurück lehnte. Meinen Kopf legte ich in den Nacken. Dabei ließ ich die weiße Decke auf mein Gemüt wirken.

„Oh, doch! Sie hat es getan und das mit einer billigen Transe!“, gab ich obszön von mir. „Kannst du dich an die Three Lights erinnern?“

„Die BoyBand, die aus dem nichts erschien und genauso wieder verschwand? War da nicht noch ein Gerücht, das besagte, sie seien eigentlich Frauen?“ Aus den Augenwinkeln musterte er mich.

„Genau und das waren keine Gerüchte. Es waren wirklich Frauen, die sich männlich kleideten. Im Grunde gehören sie unserer Spezies an. Sie sind wie die sogenannten Sailor Kriegerinnen, nur von einem weit entfernten Sonnensystem und waren auf der Suche nach ihrer Prinzessin.“

„Mamoru, das genügt mir vorerst. Das erklärt einiges über deine Wandlung.“ Er wischte mit seinen Handinnenflächen ein paar Mal über sein Gesicht, ehe er sich damit auf den Knien abstützte und vom Sofa aufstand. Mit voller Entschlossenheit drehte er sich zu mir um. „Mamoru, ich werde dir helfen, bei was auch immer du herausfinden willst. Aber das mit Reika kannst du dir abschminken. Das würde ich niemals machen! Dennoch werde ich mir etwas einfallen lassen, wodurch du siehst, wie sich die Liebe zwischen zwei Menschen anfühlt.“

„Ich nehme dich beim Wort.“ Meine Stimme duldete keinen Widerspruch. Ich machte es ihm nach und erhob mich von der Couch, wobei diese leicht knarrte. „Noch eins, Motoki. Du hältst deinen Mund!“ Bei meiner Aussage ging ich einen Schritt auf ihn zu. Meine Augen funkelten ihn warnend an.

„Mamoru, Alter! Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, zur nächsten Klatschblase zu gehen oder besser noch ich rufe bei der Klatschpresse an“, erwiderte er mit einer Ernsthaftigkeit. Nur seine zuckenden Gesichtszüge verrieten den Schalk in ihm.

„Sehr witzig!“, blaffte ich ihn emotionslos an.

Frech streckte Motoki mir die Zunge heraus. „Selbst Schuld!“ Motoki sah auf seine Uhr, die er am rechten Handgelenk trug. „Oh, Mist. Ich muss los. Reika wartet schon auf mich.“

„Sehen wir uns morgen?“, fragte ich schon fast erwartungsvoll.

„Eigentlich bin ich den gesamten Tag ausgebucht.“ Er holte sein Smartphone aus der Hosentasche. „Der Ton war aus und Reika hat mich zwanzigmal angerufen. Scheiße!“, fluchte er vor sich hin. „Komm morgen einfach im Crown vorbei, dann sehen wir weiter.“

„Motoki!“, setzte ich an.

„Nein, jetzt nicht“, sagte er entschieden und tippte wild auf das Display ein. Danach hielt er es sich ans Ohr, während daraus das bekannte Telefonsignal ertönte. Jemand nahm ab und schrie ihn direkt an. „Reika, ich bin unterwegs …“, redete er beschwichtigend auf sie ein, wobei er mir kurz zunickte, an mir vorbei ging und meine Wohnung verließ.

---♤♡◇♧---

„Die Unwetter über Tokio nehmen in den nächsten Tagen zu. …“, redete ein Sprecher im Fernsehen und zeigte wild gestikulierend auf ein Satellitenbild, das einen dunklen Wolkenverbund über Japan zeigte.

Die erhoffte Ablenkung brachte mir das Fernsehprogramm auch nicht. Auch auf den Streamingdiensten konnte ich nichts nach meinem Geschmack finden. Also betätigte ich den Ausschalter auf der Fernbedienung, wobei das Bild auf dem Fernseher einfror und letztendlich schwarz wurde. Vielleicht sollte ich mich einfach zum Schlafen legen. Dringend brauchte ich Erholung, nur hatte ich Angst, dass sie mich im Traum heimsuchen könnte.
„Angst?“ Verächtlich schnaubte ich auf. Ich und Angst? Was war das wieder für ein Hirngespinst? Ich war überhaupt nicht fähig so etwas zu verspüren. Natürlich war das völliger Blödsinn!

Demzufolge machte ich mir keine weiteren Gedanken, stand von der Couch auf und ging ins Badezimmer. Dort entledigte ich mich meiner Klamotten und warf sie unachtsam in den Wäschekorb. Kurz vollführte ich noch das übliche Zubettgehprogramm, bevor ich letztendlich völlig erschöpft ins Bett stieg. Der Schlaf überwältigte meine Gliedmaße und meinen Verstand in den wenigen Sekunden, sodass der Weg zu meinen schlimmsten Befürchtungen in mir Empor stieg. Nicht nur in der Realität spukte sie in meinem Kopf herum. Nein, auch in meinen Träumen suchte sie mich heim.

---♤♡◇♧---

„Mamo-Chan“, flüsterte sie verlegen, woraufhin sich eine gewisse Röte auf Ihre Wangen legte.

„Nenn mich nicht so“, sagte ich streng zu ihr. Dabei sah ich ihr fest in die Augen.

„Wie soll ich dich sonst nennen?“, fragte sie anrüchig.

Ich ging auf sie zu und ergriff ihre Handgelenke, die ich ohne große Schwierigkeiten über ihren Kopf führte und dort festhielt. „Was ist das für ein Spiel, was du hier mit mir treibst?“

„Ich möchte dir etwas schenken“, hauchte sie mir entgegen und zwinkerte mir zu. „Meine Jungfräulichkeit.“

„Das ist nicht dein Ernst, Beulenkopf.“ Normalerweise hatte ich nur Sex mit erfahrenen Frauen, mit denen ich wild und zügellos umgehen konnte. Alles andere kam für mich nicht in Betracht. Blümchensex gehörte selbstverständlich dazu. „Du weißt doch überhaupt nicht, worauf du dich einlässt. Ich bin weder zärtlich noch einfühlsam.“

Verführerisch knapperte sie an ihrer Unterlippe.

„Du willst es unbedingt!“, raunte ich in ihr Ohr. „Aber sag mir eins, warum ausgerechnet mit mir?“

„Weil jeder weiß, wie gut du im Bett bist und ich nach dem ultimativen Abenteuer suche.“ Ihre himmelbauen Augen strahlten mich sehnsüchtig an. Fast wie damals…

„Also geht es dir nur darum? Also um Sex?“ Ich musste mir vollkommen sicher sein, bevor ich einen Pakt mit dem Teufel einging.

„Um was denn sonst?“ Breit grinste sie mich an. „Einen Fick, mehr nicht.“

„Dir ist schon klar, dass du mich mit deiner “Jungfräulichkeit“ in die Bredouille bringst“, eröffnete ich ihr. Ihre rechte Hand zog ich runter und legte sie in meinen Schritt, wo es bereits heftig pochte. Ich senkte meinen Kopf hinunter zu ihrem Hals und verteilte zärtliche Küsse, wonach ich dort leicht hineinbiss. „Verstehst du, was ich meine.“

Ihre Pupillen weiteten sich für einen Moment, als ich sie musterte. Zwar war ich in vielen Dingen zu einem Unmensch mutiert, jedoch würde ich nie einer Frau Schmerzen zufügen, nur weil sie sich nicht komplett auf mich einlassen konnte. Das kam einer Vergewaltigung gleich und das verstieß gegen meine Prinzipien, auch wenn ich sehr dominant war.

„Ich mache einen Deal mit dir“, bot ich ihr an. „Es ist zwar nicht einfach für mich, aber ich werde dir ein unvergessliches erstes Mal schenken. Unter einer Bedingung …“

Sie schluckte einen schweren Kloss im Hals herunter. Trotzdem sah sie mich fest entschlossen an.

„Unter einer Bedingung … Ich werde dir nach und nach zeigen, wie hemmungslos ich sein kann. Deal?“

Kaum merklich nickte sie.

„Eines solltest du wissen. Auch wenn es sich so anfühlt, es werden nie Gefühle mit dabei sein.“ Ich ließ ihre Handgelenke los und legte bestimmend meine Finger um ihr Kinn. Fasziniert starrte sie mich an. Meine Finger kribbelten angenehm, wo sie ihre weiche Haut berührten.

„Usako“, stöhnte ich auf, während ich mit dem Daumen über ihre Lippen fuhr. „Niemals!“
Berauscht von diesem Anblick senkte ich mein Gesicht und kam ihrem näher. Schon berührten sich unsere Nasen gefolgt von unseren Lippen. Von ihrer Seite aus war der Kuss von Schüchternheit gekennzeichnet. Das hatte ich befürchtet. Eigentlich hätte ich diesen gerne vertieft, um ihr die Unsicherheit zu nehmen. Nichtsdestotrotz löste ich mich von ihr.

„Hattest du noch nicht mal einen richtigen Kuss?“, fragte ich sie ungläubig.

„Nein“, sagte sie vorsichtig. Eine Gänsehaut legte sich über ihren Körper, wobei sie deutlich erzitterte. „Warum auch? Mich will eh keiner haben.“ Bitterkeit sprach aus ihr.

Ohne weiter darüber nachzudenken, ergriff ich ihre Hand und zog sie mit mir ins Wohnzimmer. Dort ging ich mit ihr zur Couch und setzte mich hin.

„Nun mach schon und setz dich auf meinen Schoß“, sagte ich ungeduldig. Unsicher blickte sie an mir hinab. „Lass dich bitte davon nicht abschrecken. Du musst mir schon vertrauen. Ansonsten macht das keinen Sinn.“

„Darf ich dich trotzdem Mamo-chan nennen?“ Ihr Gesicht wurde noch eine Nuance röter.

„Wenn es dir hilft“, gab ich nach und irgendwie gefiel mir dieser Kosename. Zu Gut!

Endlich kam sie meiner Aufforderung nach und ließ sich rittlings auf mir nieder. Natürlich erwähnte ich nicht, dass es diese Stellung in Zukunft nie mehr geben würde. Jedenfalls nicht mit mir.

„Lege deine Hände in meinen Nacken. Das wird dir Sicherheit geben. Wenn du bereit bist, fange an“, erklärte ich ihr das Vorgehen.

Sie machte, was ich sagte. Ein letztes Mal sahen mich ihre himmelblauen Augen inständig an. Schließlich schloss sie ihre Lider und verführte mich zu einem leidenschaftlichen Kuss, den ich ihr unter den Umständen gar nicht zugetraut hätte. Forsch drang ich mit meiner Zunge in ihren Mund ein, woraufhin sie sich verkrampfte.

Zwar versuchte ich mich zurück zuhalten, aber ihr ganz die Führung überlassen konnte ich auch nicht, da sie keinerlei Erfahrung hatte. Etwas vertiefte ich den Kuss, indem ich ihre Zunge mit meiner verband und wild mit ihr tanzte.

Nun ließ ich von ihrem Mund ab, knabberte an dessen Winkel und zog eine Kussspur über ihre Wange bis hin zu ihrem Ohr. „Nimm deine Arme hoch.“

Schon zog ich ihr T-Shirt über den Kopf und ließ den wunderschönen Ausblick auf mich wirken. Ihr Brüste wurden perfekt von einem weißen BH aus zarter Spitze in Szene gesetzt. Abermals regte sich meine Männlichkeit. Ich ergriff ihr Hüften und rieb mich an ihr. Leicht keuchte sie erschrocken auf. Sie wollte sich aus meinen Griff befreien, was ich selbstverständlich nicht zuließ.

„Du musst dich schon darauf einlassen, Usako.“, raunte ich in ihr Ohr. Damit sie verstand, wie sehr ich das hier wollte, drückte ich sie an den Hüften gegen meine Lenden.

„Mamo-Chan“, entwich ihrem Mund.

„Erschreck dich bitte nicht.“ Ich packte ihr Gesäß und stand mit ihr zusammen auf. „Schling deine Beine um mich!“

„Wo gehst du hin?“

„Ins Schlafzimmer. Dort ist es bequemer.“

„Mamo-chan?“ Wieder diese Unsicherheit.

„Sieh es als Ehre an, sonst bekommt es keiner zu Gesicht“, eröffnete ich ihr.

Meine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Augenblicklich entspannte sie sich merklich und lächelte zaghaft. Erleichtert küsste sie mich voller Verlangen nach mehr. Direkt vor dem Bett angekommen stellte ich sie ab. Ich griff nach dem Saum meines T-Shirts.

„Darf ich?“, fragte sie vorsichtig nach und nahm sich überhastet meines T-Shirts an.

Gespannt ließ ich ihr den gewünschten Freiraum, als sie es unbeholfen hochstrich. Dabei kratzte sie mir leicht über die Haut, woraufhin ich scharf die Luft einsog. Federleichte Küsse verteilte sie auf meinem Sixpack. Meine Haut brannte unter jeder Berührung. Zwar war es nicht unangenehm, doch konnte ich diese Zärtlichkeiten nicht ertragen.

„Usa.“ Etwas verunsichert über diese Empfindungen schnappte ich nach ihren Schultern.

„Habe ich etwas falsches gemacht?“ Fragend schaute sie mich unter ihrem Pony hindurch an.

„Nein, nicht direkt. Ich mag es schlichtweg nicht, gleichwohl ich mich vielleicht daran gewöhnen könnte.“ Hatte ich meinen Gedanken wirklich laut ausgesprochen?

„Wer weiß, das schon so genau?!“ Leicht lächelte sie mich zaghaft an.

„Usa, du musst verstehen, dass ich so etwas normalerweise nicht durchgehen lasse. Bei mir gibt es, wie soll ich sagen, keinen Blümchensex.“ Bei meinen Erklärungen entledigte ich mich meiner Kleidung. Mit großen Augen beobachtete sie mich dabei und musterte ungeniert meinen gut durchtrainierten Körper. Nun ja, bis ihr Blick an meiner Männlichkeit hängen blieb…

Daraus folgend ging ich etwas in die Knie, öffnete den Knopf gefolgt von dem Reißverschluss ihrer Shorts, der mehr Preis gab, als er verdeckte und zog ihn langsam runter. Direkt vor mir zeichnete sich der Haarflaum auf ihrem Venushügel ab. Wo war ihr Slip oder Tanga hin?

„Na warte!“, sagte ich unbedacht und richtete mich zu meiner gesamten Größe auf, woraufhin sie einen Schritt nach hinten machte. Mit dem Bett in den Kniekehlen verlor sie ihr Gleichgewicht und landete Unsanft auf ihrem Gesäß.

„Leg dich einfach komplett hin, ok?“ Was redete ich hier eigentlich? Dieser dumme Deal nahm unbekannte Ausmaße an. Etwas, das ich nicht einschätzen konnte.

Mit meinen Augen begutachtete ich aus meiner Position ihre weiblichen Kurven. Eigentlich entsprach sie überhaupt nicht meinem Beuteschema. Vielleicht gerade deshalb faszinierte mich ihr naiver Charme und ihre Unbeholfenheit. Ganz genau prägte ich mir jedes kleinste Detail von ihrer Präsenz ein.

„Mamo?“

„Mmmh“, konnte ich lediglich erwidern.

„Wir müssen das nicht machen“, kam es überspitzt von ihr. Bevor ich überhaupt begriff, was sie sagte, zog sie ihre Beine dicht an ihren Oberkörper und schlang ihre Arme um diese. „Es war ein Fehler von mir…“

„Usa“, fing ich überhastet an. „Was sagst du denn da?!“ Ich ging hinüber zu ihr und setzte mich auf die Bettkante. „Du bist wunderschön.“

„Wirklich?“

„Wenn ich es doch sage! Aber bilde dir nicht zu viel darauf ein“, fügte ich noch schnell hinzu. „Machst du deine Haare noch auf?“

„Dann musst du mir helfen.“ Nacheinander zog sie eine Haarnadel nach der anderen heraus, bis ihre Haarpracht vollends um ihre Schultern fiel. Die Nadeln legte ich auf meinen Nachtschrank ab.

„So ist es für dich komfortabler.“ Das was ich wirklich dachte, ließ ich lieber außen vor. Noch nie hatte ich sie mit offenen Haaren gesehen. Sie mussten ihr weit über den Po reichen, denn sie umrahmten ihre elfengleiche Gestalt. Dabei wirkte sie so zerbrechlich.

„Usa.“ Ich strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ich brauche von dir ein Safeword.“

„Mond“, brachte sie mühsam hervor.

„Weißt du wofür du es verwenden sollst.“

Sie nickte wissend und sah mir intensiv in die Augen. Leicht versank sie darin.

„Es geht hier um Sex“, erinnerte ich sie an unseren Deal. „Das ist wichtig, dass du das weißt!“ Meine Finger legten sich um ihr Kinn. Begierig nahm ich ihre Lippen in Anspruch. Dabei drückte ich sie unwirsch nach hinten in die Kissen. Mein Mund ließ von ihren geschwollen Lippen ab und wanderte zu ihrem Hals, an dem ich leicht saugte. Ihren BH ließ ich fürs erste außer Acht. Ihre Nippel zeigten mir deutlich durch das sündige Stücke Stoff, wie sehr sie das hier wollte. Mich wollte.

Mit meiner Zunge umkreiste ich ihren Bauchnabel und arbeitete mich bis zu ihrer Mitte vor.

„Mach deine Beine etwas auseinander“, wies ich sie an. Ich kniete mich dazwischen und beobachtete mich dabei, wie ich ihren Spalt teilte.

„Mamo“, hauchte sie.

„Gefällt dir das etwa?“, sagte ich genüsslich. Mit meinem Ziel vor Augen senkte ich meinen Kopf und kostete von ihrer Weiblichkeit. Es schmeckte unglaublich gut. Auch wenn es nicht meine Art der Verführung war, machte der kurze Tropfen Lust auf mehr. Soweit es möglich war, positionierte ich mich bequem vor ihrem Schambereich. Dieses Unterfangen wurde von meiner Männlichkeit sehr erschwert.
Meine linke Hand legte ich auf ihren Unterleib. Einen Finger führte ich langsam in sie ein, infolge sie sich leicht aufbäumte.

„Entspann dich“, flüsterte ich ihr zu, wobei ich mir nicht sicher war, ob ich sie oder mich damit meinte. Eine ungeahnte Hitze schlug mir jetzt schon entgegen. Ihre Enge an meinem Finger zu spüren, trieb mich in unbekannte Gefilde. Um mir etwas Ablenkung zu verschaffen, nahm ich mich ihrer Perle an, indem ich diese neckte. Durch mein Spiel mit ihrer Weiblichkeit entlockte ich ihrem Mund unzählige Seufzer.
Ihren Unterleib an Ort und Stelle zu halten, wurde zunehmend schwieriger. In mir erwachte ein Entschluss, den ich sofort umsetzte. Ich ersetzte meinen Mund gegen meinen Daumen. Selbstverständlich unterbrach ich meine ihrem Höhepunkt näherbringende Aktion nicht.
Inzwischen brachte ich meinen Körper über ihren in Stellung. Auch meine Männlichkeit platzierte ich dicht an ihrem Schambereich. Zusätzlich beanspruchte ich ihren Lippen für mich.

„Mamo-Chan?“, hauchte sie in den Kuss hinein. Ob sie ahnte, was ihr gleich blühte? Schon spürte ich den Startschuss von ihr. Ihre Beckenboden spannte sich um meinen Finger zusammen, was ihren Organismus ankündigte.
Endlich konnte ich das vollführen, wonach ich mich von Minute zu Minute mehr verzerrte. In einer flüssigen Bewegung zog ich meinen Finger aus ihr hinaus, nur um diesen durch meinen Schaft zu ersetzen.

„Sieh mich an!“, forderte ich sie auf.

Eine Träne kullerte ihre Schläfe hinab, dennoch öffnete sie ihre Lider. Meine Finger verband ich mit ihren, was uns Sicherheit schenken sollte. Für uns Beide war es eine neue Art der Herausforderung. Ich musste mich immens zusammenreißen und nicht meiner Vorstellung nach ungestümen Verlangen nachkommen. Ihre Enge um meine Männlichkeit pulsierte und brachte mich so näher an den Rand der Verzweiflung.

In diesem Zusammenhang suchte ich einen Anhaltspunkt in ihren Augen. Diese wunderschönen, himmelblauen Irden, die mich auf eine angenehme Weise in ihren Bann zogen. Was dachte ich hier eigentlich?
Sie nickte kaum merklich und schluckte schwerfällig.

„Denk an das Safeword“, erinnerte ich sie, woraufhin ich mich in Bewegung setzte. Unsere erhitzten Körper prallten zunehmend schneller gegeneinander. Trotz des seichten Tempos, was ich angesichts der Situation durchführte, machte mich ihre Gegenwart in allen Belangen wahnsinnig.
Das, was mir zuerst Sorge bereitete, wurde mir auf angenehme Machart genommen und machte der unbändigen Lust Platz, mich auf diesen neuartigen Akt mit ihr einzulassen.
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