Young Gods

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Fabeltiere & mythologische Geschöpfe
18.03.2020
18.10.2020
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17.10.2020 1.281
 
„Lexi! Jetzt komm endlich!“, rief Alexia und klopfte zum wiederholten mal an die Tür der Halbgöttin. Genervt stöhnte sie auf. Was  brauchte sie denn so lange? Lexi brauchte sonst nie so lange! Wild entschlossen, rauszufinden, was da los war, öffnete die Blondine die Tür und erschrak im nächsten Moment. Alexia glaubte erst, dass sie sich versehen hätte. Wieso zur Hölle lag Alexandra mit Anubis auf der Couch?!?! Die Halbgöttin konnte sich einen Schrei nicht verkneifen. Aber der schien endlich mal Wirkung zu zeigen. Erschrocken hechtete Lexi von der Couch und fand sich im nächsten Moment auf dem Boden wieder.
„Alexia!“, fauchte sie ihre Freundin an. Selbige zuckte nur mit den Schultern.
„Was ist denn hier los? Was schreit ihr denn so?!“, wollte ein grummeliger Anubis wissen, der es anscheinend hasste, geweckt zu werden.
„Was habt ihr zwei auf der Couch gemacht?“, wollte Alexia sofort wissen. Nachdem Lexi aufgestanden und ihr Gleichgewicht wieder hatte, sah sie Alexia mit ihrem Todesblick an.
„Ich konnte letzte Nacht nicht schlafen und Anubis auch nicht. Ich saß am See, er kam dazu. Dann ist der Steg zusammengebrochen und wir sind ins Wasser gefallen. Ich bin wegen dem kalten Wasser fast erfroren und Anubis hat mich gewärmt. Zufrieden?!“, fasste die Tochter des Poseidon zusammen. Alexia sah sie völlig perplex an.
„Aha... Naja ist ja auch egal. Zieh dich richtig an, es geht los.“, mit diesen Worten ließ Alexia die beiden wieder alleine.
„Wieso glaubt sie mir denn nicht?“, fragte Lexi eher sich selbst, als ihren Gast. Dann ging sie zu ihrem Kleiderschrank und holte ihre Rüstung heraus.
„Kannst du mir mal helfen?“, bat Alexandra den Gott der Unterwelt. Anubis nickte und trat hinter sie, um die Gurte richtig zu befestigen.
„So, das hätten wir. Dann mal los, Herzchen. Wird schon alles gutgehen.“, beruhigte er sie.


Es sah so unwirklich aus. Alle Halbgötter, zumindest die, die sie kannte, standen in Reih und Glied. Es wunderte sie, wieso Chitrah einen Speer in die Hand gedrückt bekommen hatte. Sie konnte doch Pflanzen wachsen lassen und sich damit verteidigen. Naja, vielleicht war der Speer ja doch zu etwas gut. Die Feenkönigin Titania glänzte in ihrer Rüstung. Sie sah einfach umwerfend aus. Neben ihr standen ein paar Feen, die jederzeit bereit waren, alles zu geben. Uranos hatte sein Schwert gezogen und sah auch so aus, dass er jeden niedermetzeln würde, der sich ihm in den Weg stellte. Wo war Dionysos?
„Wo ist Dionysos?“, fragte Anubis.
„Er bringt die jüngeren Halbgötter in Sicherheit. Nur für den Fall, dass wir es nicht schaffen sollten.“, erklärte Uranos ruhig.
„Wissen wir, ob Nyx irgendwelche Schergen dabei hat?“, fragte Seishin. Ihre Rüstung war tiefschwarz und sah ziemlich elegant aus, aber sehr stabil.
„Wir wissen es nicht.“, Uranos schüttelte den Kopf.
„Gut, wo geht’s lang? Osten? Westen?“, fragte Seraphina, Tochter der Artemis, Göttin der Jagd. Wieso war sie denn so motiviert?
„Weder noch. Es geht direkt nach oben.“, meinte Uranos und deutete gen Himmel. Dann holte er eine Kugel aus seiner Tasche.
„Zum Olymp.“, flüsterte er. Dann warf er die Kugel von sich. Ein großer Strudel tat sich auf.
„Gut, wer will zuerst?“, fragte Niki locker in die Runde.
„Ich gehe zuerst.“, beschloss Nakosis, Sohn von Nyx selbst.
„Du wirst nicht alleine gehen.“, unterbrach Seishin ihn prompt. Unsicher fassten sie sich an den Händen und durchschritten den Strudel. Kurz darauf folgte Uranos. Dann die Feenkönigin, Bastet und Anubis. Und dann gingen erst die restlichen Halbgötter durch den Strudel.....


Alexandra, Niki und Seraphina hätten am liebsten wieder umgedreht und wären schreiend weggelaufen. Sie alle fanden sich in einem Schlachtfeld wieder. Der Olymp war zu großen Teilen zerstört und hatte teilweise Feuer gefangen.
„Vorsicht!“, rief Anubis und sprang vor die völlig überforderten Mädchen. Und das keine Sekunde zu spät. Der Höllenhund verfehlte die Mädchen dank Anubis nur knapp.
„Ich suche Wasser! Sonst bin ich hier genau so nützlich wie ein Rettungsboot in der Wüste!“,  beschloss Lexi und verschwand im Schlachtfeld. Zur Sicherheit zog sie ihr Schwert und rannte jeden um, der ihr im Wege stand. Niki sah sich direkt nach Verletzten um.
„Sera! Ein Pfeil!“, rief Chitrah aufgeregt.
„Was?“, rief Artemis Tochter.
„Jetzt schieß endlich einen Pfeil ab!“, drängte Chitrah! Fast schon wie von selbst griff Seraphina nach einem Pfeil und spannte ihn an den Bogen. Dann schoss sie den Pfeil ab. Und er verfehlte nicht. Der Pfeil traf Chitrahs Angreifer so perfekt durch die Rippen, dass er die Lunge durchstieß.
„Danke! Komm mit, wir suchen Akira! Sie wird Ava suchen. Vielleicht braucht sie Hilfe!“, meinte Chitrah. Seraphina nickte und folgte Demeters Tochter.

„AVA!“, Akira war außer sich vor Wut. Wie konnte ihre eigene Schwester sowas nur tun? Akira hätte es niemals für möglich gehalten, aber sie empfand für ihre Schwester nichts weiter, als puren Hass.
„Ah, Akira. So sehen wir uns wieder, große Schwester. Wie ich sehe, haben die anderen Halbgötter viel trainiert. Sie metzelt unsere Leute einer nach dem anderen nieder.“, säuselte sie.
„Wir hätten es auch lieber anders geregelt, aber wenn niedermetzeln der letzte Weg ist, dann muss es so geschehen! Dein Weg wird hier enden, kleine Schwester.“, die letzten Worte spie Akira förmlich aus. Es kotzte sie an, dass sich so eine schreckliche Person, als ihre Schwester bezeichnete.
Ava lachte nur. Was dachte Akira sich dabei? Dachte sie wirklich, sie hätte gegen Ava eine Chance?
„Akira!“, riefen Chitrah und Seraphina gleichzeitig.
„Haltet euch da raus! Das ist mein Kampf, nicht eurer!“, mahnte Akira nachdrücklich, aber keiner von ihnen wich zurück.
„Leute! Verschwindet endlich!“, ein letztes mal warnte Akira ihre Freunde. Aber wieder wich keiner zurück. Die Luft um Akira herum begann zu flimmern, es wurde langsam immer heißer. Ebenso ihr Schwert. Es verformte sich, wurde größer, gefährlicher.
„Ava! Das ist deine letzte Chance! Zieht euch zurück und gebt endlich auf!“, warnte sie ein letztes mal. Doch Ava lachte nur wieder.
„Wir müssen etwas tun..“, murmelte Chitrah. Seraphina nickte.
„Gib mir deinen Speer. Du weißt, meine Mutter ist die Göttin der Jagd. Wenn ich etwas kann, dann Pfeile schießen und Speere werfen.“, Offenbar hatte Sera eine Idee. „Wir brauchen nur noch ein stabiles Seil.“, fügte sie noch hinzu.
„Hab ich da Seil gehört?“, fragte Lexi, die leise hinter die beiden getreten war. Chitrah und Seraphina zuckten beide merklich zusammen, schrien aber nicht.
„Ich Hab etwas Wasser, was ich zum Seil formen kann. Aber Sera... Du hast nur einen Versuch.“, mahnte Lexi sie.
„Mehr brauche ich auch nicht.“, Sera klang erstaunlich entspannt. Lexi konzentrierte sich  und formte das Wasser zu einem Seil, welches sich um den Speer wickelte.
„Wirf den Speer da über den Balken. Um den Rest kümmere ich mich.“, meinte Chitrah und ließ Wurzeln aus dem Boden wachsen.
Akira sah, was hinter Ava geschah. Hoffentlich konnte sie ihre „Schwester“ so lange hinhalten.
„Ava bitte, ich will das nicht tun müssen.“, eine glatte Lüge, dachte Akira. Wie gerne würde sie dieser Person den gar aus machen...!
„Schön, aber ich will es unbedingt!“, ein helles und schreckliches Lachen verließ Avas Kehle.
„Was hast du davon?! Was hast du davon, dass du mich besiegst?!“, wollte Akira wissen.
„Macht! Es geht nur um Macht! Worum sollte es denn sonst gehen?“, fragte Ava, als wäre es das normalste auf der Welt.
„Du musst nicht so leben, Ava! Lass dein Schwert fallen. Schließ dich uns an.“, innerliche hoffte Akira, dass sie nicht tun würde.
„Das klingt echt verlockend. Aber da gibt es nur ein Problem...“, säuselte Ava gedankenverloren.
„Und welches?“, wollte Akira wissen.
„DICH!“, schrie Ava mit voller Wut und erschuf in Sekunden einen Feuerball, den sie in Richtung Akira schoss. Diese schaffte es grade noch so auszuweichen.
„Passt auf!“, kreischte Akira. Sie drehte sich um und sah nur noch den Feuerball auf die drei zufliegen.....
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