Und nur Asche ist, was bleibt

CrossoverAbenteuer, Fantasy / P16
17.03.2020
26.03.2020
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Immer noch vollkommen baff und geschockt folgten die Rekruten der 104. Einheit den merkwürdigen Menschen mit den Superkräften, die den Kampf mit den Titanen aufgenommen hatten und sie mit ihren Fähigkeiten gleich reihenweise auslöschten. Black Thunder Speed rannte so schnell, dass man seine Bewegungen nur schattenhaft sah, und hieb mit seinem riesigen Schwert um sich, womit er Dutzende von Nacken aufschlitzte.

Zur gleichen Zeit stampfte das riesige Mädchen in der schwarzen Kleidung umher und wandte gegen die Titanen eine seltsame Form von Kampfsport an, die alle nacheinander zu Boden schickte. Der Junge und das Mädchen auf ihren Schultern konnten aus ihren Armen Feuer und Eis abgeben, die den Rekruten ein wenig Luft gaben, da sie damit die Titanen, die sich von hinten näherten, auf Abstand hielten.

„Hey! Wartet doch mal!”, rief Marco den Leuten hinterher, woraufhin die Riesin sich umdrehte und die Rekruten aufmerksam durch ihr Helmvisier ansah. „Wer seid ihr denn nun eigentlich?”

„Na, die umwerfenden Helden von Night Steel”, antwortete Frost Boy neckisch. „Auch wenn wir keine Ahnung haben, warum wir wegen Thunder Speeds Lichtgeschwindigkeit hier gelandet sind, werden wir trotzdem für euch kämpfen.”

„Aber woher kommt ihr denn?”, forschte Jean weiter. „Leute, können wir das auf später verschieben?”, mischte Giker sich ein. „Im Moment ist es echt erstmal wichtiger, zu diesem Hauptquartier zu gelangen.”

„Einen Moment”, schien Armin nun eine Idee zu haben. „Wie groß können sie denn eigentlich werden?”

„Also, das absolute Maximum sind 100 Meter, aber das kann ich nicht lange halten”, erklärte Giker. Das schien bei Armin für eine Idee zu sorgen. „Leute, dann brauchen wir das Gas im HQ doch gar nicht mehr. Sie könnten uns doch direkt auf die Mauer bringen.”

„Das könnte ich tun, ja”, bestätigte die Riesin und hielt den Rekruten die Hände hin. Erst nach einigem Zögern stiegen die Rekruten auf ihre Handflächen und verteilten sich auf ihre Arme.

„Moment mal. Wo ist Mikasa?”, fiel Reiner nun auf. Überrascht sahen die Rekruten sich um und entdeckten ihre Kameradin, wie sie gerade auf einem Dach stand und jemanden im Arm zu haben schien.

„Wartet, ich hole sie”, rief Black Thunder Speed und raste im nächsten Moment über die Dächer und schnappte sich Mikasa und den, den sie im Arm hielt, im Vorbeigehen. Einen Atemzug später stand er ebenfalls auf Gikers Schulter, Mikasa und der andere Soldat neben ihm.

Armin aber kaum aus dem Schock kaum noch raus, als er erkannte, um wen es sich dabei handelte:

Denn es war Eren Jäger.







„Meine Güte, das erlebt man auch nicht jeden Tag”, meinte Marco, als die Rekruten dank der Hilfe von Giker auf die Mauer gelangt waren. Die Aufmerksamkeit von Mikasa und Armin galt jedoch Eren Jäger, der, wie die beiden den Helden erklärt hatten, eigentlich von einem der Titanen gefressen worden war, und das vor Armins Augen.

„Aber wie kann das sein?”, fragte Hendrik. Die Freunde trugen noch immer ihre Verkleidungen und machten auch noch keine Anstalten, daran etwas zu ändern. „Solche Leute wie ihr könnten auch nicht sein”, konterte Jean. „Jetzt, wo wir in Sicherheit sind, verratet uns endlich, wer ihr vier eigentlich in Wahrheit seid.”

Die Freunde zögerten. „Wisst ihr, es hat schon einen guten Grund, dass wir diese Helme und Masken tragen”, erklärte Inferno Girl. „Es ist eine der wichtigsten Regeln für Helden, dass niemand ihre Identität kennt, damit ihre Feinde sich nicht an Freunden und Verwandten rächen.”

„Aber wenn ihr nicht von hier seid, dann kann auch niemand eure Familie angreifen”, warf Reiner ein. Sie schienen kurz zu überlegen, dann sahen sie sich an und nickten kurz. Einen Moment später fassten Black Thunder Speed und Giker an ihre Helme und öffneten zwei Verschlüsse an den Seiten, um sie aufzuklappen. Inferno Girl und Frost Boy nahmen nur ihre Masken ab.

Black Thunder Speed enthüllte nun das Gesicht eines jungen Mannes mit einer Brille auf der Nase und schulterlangen schwarzen Haaren. Er schüttelte sich einige Strähnen aus dem Gesicht und streckte dann die Hand aus. „Ich heiße Hendrik Jigoku. Angenehm.”

Giker zeigte nun ihre langen blonden Haare und ihre blauen Augen. „Und ich bin Kira Heart. Freut mich sehr.”

Das Gesicht von Inferno Girl war sanft und schön, mit roten Haaren und Augen. „Ich bin Abigail. Stets zu Diensten.”

Frost Boy schließlich zeigte seine blauen Haare und Augen. Er hatte ein breites Grinsen aufgelegt, das aussah, als hätte man seine Lippen festgenagelt. „Und ich bin Crowley Serkitz. Hallo, Leute.”

Die Rekruten starrten die Helden weiter an, ehe Marco vortrat und ihnen der Reihe nach die Hand schüttelte. „Ich freue mich, euch kennen zu lernen. Aber sagt doch mal, von wo kommt ihr? Eure Kleidung macht nicht den Eindruck, als würdet ihr hier leben.”

„Tun wir auch nicht”, erklärte Hendrik. „Da, wo wir herkommen, gibt es weder drei riesige Mauern noch solche Wesen wie die Titanen.” Das schien Armins Aufmerksamkeit zu erregen. „Dann gibt es also doch noch Menschen außerhalb der Mauern! Laut unserem Wissen wurde die Menschheit von den Titanen ausgelöscht, außer die, die hier in den Mauern leben!”

„Auf der anderen Seite haben wir noch nie von einem Ort wie diesem gehört”, meinte Abigail. „Aber was heißt das dann? Seid ihr etwa aus einer anderen Welt?”, vermutete Reiner verblüfft.

„Wäre zumindest denkbar”, sagte Hendrik. Doch dann, als er seinen Blick schweifen ließ, entdeckte er auf einmal einige Meter weiter auf der Mauer drei Tiere, die ihm seltsam bekannt vorkamen. „Leute, da vorne!”, rief er freudig und rannte im nächsten Moment auch schon los, dicht gefolgt von seinen Freunden, die die Tiere nun auch bemerkt hatten.

Als sie sie erreicht hatten, kamen die drei Tiere nun auch auf sie zu und begrüßten ihre Besitzer: es waren Hendriks Königstiger Vlad, Crowleys Wolf Raider und Kiras Weißkopfseeadler Nero, die auch zu ihrem Team gehörten. „Mensch, wie seid ihr denn hierhergekommen, Großer?”, fragte Hendrik freudig, während er seinem Tiger über seinen bulligen Kopf strich.

Die Rekruten kamen inzwischen hinterher und betrachteten ihre Tiere erstaunt, ehe Sasha vortrat. „Ist das da nicht ein wilder Wolf?”, fragte sie beeindruckt. „Wolf ja, wild nein”, erwiderte Crowley, der Raider die Ohren kraulte. „Wir haben unsere Tiere von klein auf großgezogen und uns um sie gekümmert.”

„Das ist ja genial”, meinte Sasha und beugte sich zu Raider runter, der sofort interessiert an ihrer Hand schnupperte, ehe sie ihn streichelte. Auch die anderen Rekruten sahen sich die Tiere genau an, ehe Mikasa nun mit dem bewusstlosen Eren im Arm auf sie zukam. „Wir sollten lieber mit dem Führungsstab sprechen, was Erens Kräfte angeht.”

„Das könnt ihr gerne tun”, meinte Hendrik. „Wir haben euch ja hierhergebracht. Da wird denke ich nicht allzu viel schiefgehen.”

„Das glaube ich nicht”, schaltete Armin sich ein. „Denn die Leute aus dem Führungsbereich sind extrem misstrauisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie uns einfach so glauben. Wahrscheinlicher ist, dass Eren am Ende des Tages tot auf dem Boden liegt.”

Die Freunde sahen sich einen Moment lang an, ehe sie ihre Helme und Masken wieder aufsetzten. „Dann kommen wir eben mit”, bestimmte Crowley grinsend. „Das wäre wirklich nett”, bedankte sich Armin erleichtert. Kurz darauf begaben sie sich zu einem Hebelaufzug und ratterten die Mauer herunter, um Kontakt zu den Führungspersonen aufzunehmen.