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Flaming Emotions - Feuer im Herzen

von Nakami
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Kelly Severide Matthew Casey
16.03.2020
21.08.2020
25
105.848
13
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17.04.2020 3.748
 
Kapitel 6 – in Erinnerungen gequält


Müde versuchte Matt die Augen zu öffnen, als ein ziehender Schmerz sich hinter seiner Stirn ausbreitete. Reflexartig presste er die Lider aufeinander und zog scharf die Luft ein.
Wo war er und wie war er hier hergekommen?
Das letzte an das sich der Feuerwehrmann erinnerte, war mit Kelly auf dem Sofa in dessen Wohnung gesessen zu haben. Sie sahen sich irgendwelchen Quatsch im Fernseher an und tranken. Sie tranken viel. Viel zu viel!
„Verflucht!“, murmelte Matt leise und legte sich einen Arm über die Augen. Was war das letzte, woran er sich erinnern konnte?
Er hatte Kelly zum wiederholten Mal sein Glas gereicht, sie hatten sich unterhalten. Über was hatten sie sich unterhalten? Seine Ehe? Kellys heimlichen Schwarm?
Der Schmerz in seinem Kopf ließ Matt innen halten, als er versuchte sich den vergangenen Abend ins Gedächtnis zu rufen.
Das letzte Mal, das er sich so hemmungslos abgeschlossen hatte, musste Jahre her sein. Er war eindeutig zu alt für solche Exzesse, sein Kopf fühlte sich an, als würde eine Marschkapelle darin ihren nächsten Auftritt proben.
Angestrengt startete der Captain einen erneuten Versuch die Lider zu öffnen und blinzelte intensiv gegen die störende Helligkeit an.
Zwar wusste Matt das er sich in Kellys Wohnung befand, doch das Gästezimmer hatte er anders in Erinnerung. Desorientiert wanderte sein Blick über die Decke, die Wand mit der schwarzen Kommode und dem verspiegelten Schrank entlang, bis zur Zimmertür, neben welcher das gerahmte Bild eines silbernen Mustangs hing.
Sein Blick streifte weiter durch den Raum, auf der anderen Seite der Tür stand ebenfalls eine Kommode, darüber hingen ebenfalls gerahmte Bilder, diesmal Fotos. Auf die Entfernung konnte er das Rot eines Feuerwehrtrucks erkennen, davor standen mehrere Personen in Uniform. Dann noch ein Bild von einer jungen Frau mit einem kleinen Kind im Arm und neben diesem ein weiteres Bild einer anderen jungen Frau.
Verdutzt blinzelte Matt einige Male, auch auf die Entfernung konnte er die Blondine deutlich erkennen.
Leslie Shey!

Ihre Haare fielen ihr locker über die Schultern, sie lächelte und sah aus dem Augenwinkel zu dem jungen Mann, welcher neben ihr stand, einen Arm um ihre Schulter gelegt hatte und herzhaft lachte.
„Kelly?“, entfuhr es Matt leise und noch bevor sein Verstand begriff, wo genau er sich befand, zog sich eine Gänsehaut über seinen Nacken.
Zeitlupenartig drehte er den Kopf, hielt einen Moment den Atem an und als sein Blick auf den Körper neben ihm fiel, setzte sein Herz für zwei Schläge aus.
Irritiert von der seltsamen Reaktion seines Geistes musterte er seinen Kollegen einen Moment. Kelly hatte ihm den Rücken zugewandt, er trug kein Shirt und durch die nach vorn gesackten Schultern, stach seine Rückenmuskulatur selbst in ungespanntem Zustand deutlich hervor. Die Bettdecke ruhte locker auf seinen Hüften, ließ die Shorts darunter nur erahnen und verdeckte seine muskulösen Beine.
Kelly wirkte vollkommen entspannt und schien noch immer fest zu schlafen, was in Matt einen Anflug von Erleichterung auslöste.
Wieso lag er in Kellys Bett? Der Lieutenant hatte am Vortag quasi darauf bestanden, dass er bei ihm schlief, hatte Matt seine Meinung im Delirium geändert?
Die weiche Decke fühlt sich gut an auf seiner Haut, sie schien seinen Körper regelrecht zu umschmeicheln und als Kelly sich murrend auf den Rücken drehte, jedoch weiter schlief, drängte sich ein Schwall Kiefernholz, gemischt mit Aftershave in Matts Nase.

Reflexartig schloss Matt die Augen, nahm einen tiefen Atemzug und spürte wie sich ein sanftes Kribbeln in seinen Magen zog. Er mochte Kellys Körpergeruch, das hatte er in der Vergangenheit schon oft festgestellt. Wenn der Lieutenant für einen kurzen Plausch in seinem Büro war, sich dort locker auf das Bett fallen ließ und die Arme hinter dem Kopf verschränkte. Später roch die Bettwäsche dann nach dem Rüstgruppenführer und Matt hatte sich schon mehr als einmal dabei erwischt, wie der beruhigende Duft ihn schnell hatte einschlafen lassen.
Anfangs hatte er sich sorgen gemacht, geglaubt das diese Vorliebe eine tiefere Bedeutung hatte, doch letztendlich redete er sich erfolgreich ein, das er sowohl Kiefernholz, als auch Kellys Aftershave, einfach mochte und es mit Kellys Person absolut nichts zutun hatte.
Ungelenk zog er seine bandagierte Hand unter der Decke hervor, legte sie auf seine Brust und hielt überrascht den Atem an. Er trug kein Shirt und jetzt wo seine Sinne etwas klarer wurden, spürte er die weiche Decke auch auf seinen Beinen. Wie hatte er es in seinem Zustand geschafft sich aus den Klamotten zu schälen? Durch die Verletzung fiel ihm das Entkleiden schon in nüchternem Zustand schwer, wie schaffte er es dann völlig betrunken aus seiner Kleidung. Hatte Kelly ihn etwa ausgezogen?

Was zur Hölle war letzte Nacht passiert?
Angestrengt versuchte der Captain, trotz des hämmernden Drucks in seinem Kopf, noch einmal seine letzte Erinnerung aufzugreifen und hielt erschrocken den Atem an, als sich sein Gedächtnis in Gang setzte.
Er spürte warme Lippen auf seinen, schmeckte bitteren Alkohol, als sich seine Zunge nach vorn schob und auf etwas feuchtes traf. Es fühlte sich rau und heiß an und Matt erinnerte sich an den Drang das fremde Objekt genauer zu erforschen. Seine eigene Zunge schlang sich um den Fremdkörper, tauchte in feuchte Dunkelheit ein, tastete über Zähne, spürte den Wiederstand von fleischiger Haut und schlang sich erneut um das feuchte Objekt in seinem Mund.
Er küsste jemanden, es fühlt sich gut an, berauschend und dann drang auch die Erinnerung an das feine Kribbeln in seinem Unterleib in sein Gedächtnis.
Jemand streichelte ihn, Fingerspitzen auf der empfindlichen Haut seines Penis, die diesen an Härte gewinnen ließen. Druck staute sich in seiner Mitte und er spürte wie das feinfühlige Körperteil zu pochen begann.
Die fremden Finger fuhren tiefer an ihm hinab, legten sich auf seinen Hoden, liebkosten ihn, berührten ihn auf sanfte, zärtlich Weise. Sie streichelten seine Haut, ließen ihn etwas spüren, auf das er schon viel zu lange hatte verzichten müssen.
Es fühlte sich unbeschreiblich an und Matt erinnerte sich, mehr zu wollen, spürte den Drang die Empfindung tiefer in sich auf zu nehmen. Er wünschte sich das die Finger tiefer wanderten, sich zwischen seine Pobacken schoben und auf die gleiche Weise, wie sie seine Hoden liebkosten, auch über seinen Eingang streicheln würden.
Seine Nippel waren hart, die Erregung allgegenwärtig und der Druck in ihm wuchs mit jedem Herzschlag.
Die fremde Hand erfüllte ihm seinen Wunsch nicht, sie löste sich von seinen Hoden, glitt hinauf, zurück zu seinem mittlerweile steifen Glied, umschloss es erneut, streichelte es erneut, berührte ihn erneut auf sinnliche weiße.
Noch immer schlang sich die fremde Zunge um seine eigene, immer mehr Speichel sammelte sich in seinem Mund, floss ihm aus dem Mundwinkel, das Kinn hinab und hinterließ eine brennende Spur.

Wann war er das letzte Mal so erregt gewesen, wann wurde er das letzte Mal auf diese Weise berührt, wann wurden ihm das letzte Mal beinah all seine Wünsche erfüllt.
Die Haut um seinen steifen Penis war zum Zerreißen gespannt, er würde nicht mehr lange durchhalten, würde das Gefühl nicht länger auskosten können.
Wer brachte ihn um den Verstand, wer berührte ihn so sinnlich und liebevoll, wer löste diese Gefühle in ihm aus? Die Finger der fremden Hand fühlten sich rau und sanft zu gleich an, sie waren groß, größer als die seiner Frau.
Matt konnte es nicht mehr stoppen, er hörte sein eigenes keuchen, das leise Stöhnen und streckte sich der fremden Hand entgegen. Er wollte in ihr kommen, wollte ihr zeigen, wie sehr ihm die Berührungen gefielen, dass jede Faser seines Körpers die Behandlung genoss, doch vorher musste er erfahren, wem sie gehörte.
Die fremde Zunge löste sich von seiner, zog sich zurück und verschwand aus seinem Mund. Matt erinnerte sich, den Augenblick genutzt zu haben, um seine Lider einen Spalt breit auseinander zu drücken.
Kelly lehnte über ihm, seine Wangen waren gerötet, Schweiß stand ihm auf der Stirn, er keuchte und seine Mimik zeigte die Erregung auf seinen Zügen. Aus dem Augenwinkel glaubte Matt zu erkennen, dass sich Kellys Schulter bewegte. Hatte er selbst Hand angelegt? Befriedigte er sie beide?
Es fühlte sich gut an, erfüllend und Matt konnte nicht anders, als Lustvoll den Namen seines Kollegen zu stöhnen, als er sich keuchend ergoss.

Starr vor Schreck riss Matt die Augen auf, was waren das für Erinnerungen? Was für Bilder schoben sich vor seine Lider?
Hatte Kelly ihn angefasst? Hatte er ihn zärtlich gestreichelt, ihn sanft berührt?
Nein! Völlig unmöglich, Kelly war sein Kumpel und auch wenn es nicht das erste Mal gewesen wäre, das Matt dank seinem Freund zum Orgasmus gekommen war, würde Kelly niemals so weit gehen. Diese Erinnerung hatte nicht mit freundschaftlicher Hilfe zutun, sie war erregend, verschlingend und betäubend.
Es konnte nicht wirklich sein, das war nicht passiert, nicht real!
Angestrengt schloss Matt die Augen und drückte den Kopf in das weiche Kissen unter sich, als er sich auf seine Mitte konzentrierte und flehend versuchte ein klebriges Ziehen in seinen Shorts zu spüren. War es wirklich ein feuchter Traum gewesen, dann mussten Überreste zurückgeblieben sein, könnte er doch nur mit den Fingern unter den Baumwollstoff fahren um die Beweise zu ertasten.
Umständlich schob der Feuerwehrmann sein Becken von rechts nach links, drückte den Hintern in die Matratze und ließ seine Bandagierte Hand über seine Mitte fahren.
Erleichtert keuchte Matt auf, als er ein winziges Zwicken in seiner Schambehaarung fühlte. Es war nicht viel, nicht stark, doch es war da.
„Ein Traum“, flüsterte Matt leise und konnte sich das erleichterte Lächeln nicht verkneifen.

Es war tatsächlich nur ein Traum gewesen, ein völlig unrealistischer, absurder Traum!
Doch wieso mit Kelly, wieso ausgerechnet mit seinem Kollegen und wie war es möglich, dass ein einfacher Traum sich so unglaublich realistisch anfühlte? Es war nicht das erste Mal gewesen, das sein Unterbewusstsein ihn nachts in ferne Welten entführt hatte, doch niemals zuvor fühlte es sich so echt angefühlt. Er schmeckte noch immer den bitteren Alkohol auf seinen Lippen, erinnerte sich an das Gefühl von Kellys Zunge in seinem Mund, als wäre es erst wenige Sekunden her und spürte das sanfte Kribbeln zwischen seinen Beinen, als Kellys Fingerspitzen über seine gereizte Haut streichelten.
Hatte es mit der Aktion in der Badewanne zutun? Wieso stellte er sich nicht die Hände seiner Frau vor, wieso sah er, im Moment des Höhepunktes, nicht ihr Gesicht?
War er noch immer sauer auf Gabby? Matt erinnerte sich an das Stechen in seiner Brust, als Kelly ihm am Vortag erzählte, wie gut sie sich mit dem Vertretungs-Captain auf der Wache verstand. Das sie ihm unnötig nah kam und seine Gesellschaft suchte. Kurz hatte er Eifersucht empfunden, doch diese war schnell dem Gefühl der Wut gewichen.
Erst hatte sie ihn allein gelassen, wobei er sich noch versuchte einzureden, dass dies seine Schuld gewesen war und jetzt lachte und scherzte sie mit diesem Typen, der scharf auf seinen Job war, anstatt sich um ihren Ehemann zu sorgen und ihre Beziehung vielleicht doch noch retten zu können?
Vielleicht wollte sein Unterbewusstsein ihn mit diesem Traum auch bestrafen, er hatte den Orgasmus in der Badewanne, ausgelöst durch Kelly, genossen, auch wenn es ihm unangenehm war. Er hatte keine Reue empfunden, kein schlechtes Gewissen und kaum einen Gedanken daran verschwendet, dass er seiner Frau in gewisser Weise untreu gewesen war.
Sein Geist wolle ihn strafen und ihm mit diesem Traum aufzeigen, wie falsche allein der Gedanke an die Befriedigung durch Kelly war. Er sollte sich schlecht fühlen, Schuldgefühle spüren und ein schlechtes Gewissen bekommen, doch da war nichts.
War sein Unterbewusstsein wirklich so clever? Oder spann er sich gerade eine Erklärung für diesen seltsamen Traum zusammen?

Doch selbst wenn sein Unterbewusstsein ihm einen Streich spielte, so konnte es doch nicht seine Empfindungen kontrollieren, oder seine Gedanken. Die rauen, schwieligen Finger auf seiner Haut hatten sich gut angefühlt, er hatte sich gewünscht sie würden tiefer gleiten, sich zwischen seine Pobacken schieben und seinen Ausgang streicheln. Er wollte dort die gleichen Berührungen fühlen, wie auf seinem Glied und seinen Hoden. Wollte er sie in sich spüren? Wollte er das Kelly seine Finger in ihn führte und damit sein Lustgefühl in unermessliche Höhen trieb? Waren diese Gedanken normal für einen Heterosexuellen Mann?

Keuchend hielt Matt inne, wann hatte ihn der Traum übermannt? Als sie gemeinsam auf dem Sofa saßen und er eingeschlafen war, oder nachdem ihn Kelly ins Bett gebracht hatte.
Lag der Feuerwehrmann neben ihm, als es passiert war? Hatte Matt im Schlaf gestöhnt und seine Hüften in rhythmischen kreisenden Bewegungen gegen die Matratze gedrückt? Hatte sein Kollege etwas mitbekommen?
Schon am Vortag hatte Kelly ihn um ein Haar erwischt, als er sich seinen schmutzigen Gedanken widmen wollte. Es war ihm unsagbar peinlich gewesen, wie sollte er seinem Freund in die Augen sehen, wenn dieser neben ihm gelegen hatte, während er sich lustvoll einem feuchten Traum hingab?
Matt konnte ihn schlecht darauf ansprechen, sollte Kelly nichts mitbekommen haben, würde er sich mit einer Frage verraten. Allerdings war der Rüstgruppenführer nicht auf den Mund gefallen und liebte es seine Mittmenschen zu reizen und ihnen Scharm in Mark und Bein zu treiben. Also müsste Kelly ihn von sich aus ansprechen, er würde beiläufige Kommentare von sich geben, Sprüche fallen lassen, welche Matt die Röte ins Gesicht trieben.
Doch wie war das am Vortag gewesen? Matt war sich sicher, Kelly hatte ihn durchschaut und wusste, was er auf dem Sofa getrieben hatte. Doch der Lieutenant hatte sich zurückgehalten, nur ein kurzer Kommentar, nichts das Matt unnötig in Verlegenheit brachte.
Also musste ein eventuelles Schweigen Kellys nicht zwangsläufig bedeuten, dieser hätte die erregenden Träume nicht mitbekommen. Könnte Matt mit der Ungewissheit leben?

Erschrocken zuckte Matt zusammen, als der Körper neben ihm sich plötzlich bewegte. Kelly hatte sich erneut auf die Seite gerollte, doch diesmal drehte er Matt nicht den Rücken zu, sondern wandte ihm sein, noch immer schlafendes, Gesicht entgegen.
Die Lider des Rüstgruppenführers wirkten entspannt, Matt konnte ein winziges Zucken in seiner Augenbraun erkennen und konnte nicht umhin, seinen Kollegen zu mustern.
Kellys Lippen standen leicht auseinander, bei jedem einatmen blähten sich seine Nasenflügel auf und sein unrasiertes Kinn lies ihn trotz des ruhigen Schlafes nicht kindlich oder unschuldig wirken.
Der Bartansatz stand Kelly gut, wie Matt feststellen musste, er passte zu seinem Gesamtbild, unterstrich den frechen Reitz in seinen Augen, wenn er seine Kollegen voller Schalk aufzog.
Matts Blick glitt hinab, fixierte Kellys muskulöse Oberarme, seine trainierte Brust, den dunklen Haaransatz unter seinem Bauchnabel, welcher in einem geraden strich unter der Bettdecke verschwand und als Kelly abermals mit den Beinen strampelte, so das die weiche Decke hinab rutschte, versuchte Matt gegen den immer größer werdenden Kloß in seinem Hals anzukämpfen.
Auch Kelly trug Boxershorts, diese waren durch die ständigen Drehungen jedoch verrutscht und ließen einen großzügigen Blick auf seinen Beckenknochen zu. Sogar Kellys Taille wirkte muskulös und Matt spürte wie ihn eine ungewollte Hitze ergriff.
Noch einmal versuchte er zu schlucken, als sein Blick an Kellys hervorstehendem Beckenknochen hinabwanderte. Seine Augen fixierten den Unterleib seines Kollegen, erkannten dort den Ansatz seiner Scharmbehaarung, ließen ihn in seinen Traum zurückgleiten, als Kelly mit den Fingern durch seine eigene gestrichen war und ein unbeschreibliches Kribbeln in ihm ausgelöst hatte.
Schnell schüttelte Matt den Kopf und musterte den Stoff der Shorts seines Freundes. Dieses dunkle Grau stand Kelly ausgesprochen gut, es ließ seine gebräunte Haut noch dunkler wirken und ehe es sich Matt versah, ruhten seine Augen auf Kellys Mitte.
Auch durch den Stoff konnte er die Konturen des Glieds seines Freundes erkennen.
Der Lieutenant war nicht schlecht bestückt und Matt konnte nicht verhindern, dass seine Gedanken erneut abdrifteten. Im Augenwinkel, kurz vor seinem Höhepunkt, hatte sich Kellys Schulter bewegt und Matt war unwillkürlich der Gedanke gekommen, Kelly befriedigte sich selbst.
Die Haut um Matts Nase wurde dunkler, als er versuchte sich vorzustellen, wie Kelly sein eigenes Glied umschloss und es zwischen seinen Fingern an Größe und Umfang gewinnen ließ.

NEIN! Schrie Matt sich in Gedanken selbst entgegen. Was war nur los mit ihm, drehte er jetzt völlig durch? Es war doch nicht normal sich einen anderen Mann beim Masturbieren vorzustellen, vor allem keinen Kollegen. Er durfte seine Gedanken nicht mehr in diese irrsinnige Richtung gleiten lassen.
Sicher hing das mit seinem Exzess am Vorabend in Zusammenhang, sein Hirn musste immer noch völlig benebelt sein, was ihn zwangsläufig auch an das Hämmern hinter seiner Stirn erinnerte.
In den Vergangenen Minuten hatte er den Schmerz ausgeblendet, doch je verworrener die Gedanken wurden, desto stärker wurde auch der Druck in seinem Gehirn. Zu allem Überfluss fingen auch seine Hände langsam wieder an zu brennen. Sicher würde ihn schon bald eine fiese Schmerzwelle erfassen, so wie es in der Vergangenen Woche regelmäßig passiert war.
Der Arzt im Med hatte ihm ziemlich starke Schmerztabletten verschrieben, ob er diese, mit dem Restalkohol in seinem Blut, bedenkenlos nehmen konnte?  

„Morgen“, drang ein leises Murmeln an sein Ohr und sofort versteifte sich Matts gesamter Körper. Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen, wie Kelly zwinkernd versuchte sich an die Helligkeit zu gewöhnen und ihn anlächelte.
In all den Jahren ihrer Freundschaft, hatten sie niemals das Bett geteilt, waren niemals nebeneinander eingeschlafen, oder aufgewacht. Was fühlte Matt gerade? Welche Emotionen durchfluteten ihn?
Freude? Anspannung? Unsicherheit? Oder war es Angst?
„M… Morgen“, murmelte er verhalten und schaffte es nicht den Kopf zu drehen um Kelly anzuschauen. Sofort meldete sich sein Unterbewusstsein zu Wort. Kelly wusste es, er hatte es gesehen, hatte mitbekommen, wie Matt sich seinen Träumen hingegeben hatte.
Scharm legte sich auf das Gemüt des Captains und er konnte den roten Film, welcher sich auf seinen Wangen platzierte, nicht verhindern.
„Wie geht’s dir?“, Kellys Stimme klang noch immer nicht richtig wach, als er sich mit der Hand übers Gesicht fuhr und die Arme über den Kopf streckte.
Also wollte der Lieutenant tatsächlich tun, als hätte er nichts mitbekommen? Matt war sich nicht sicher, ob er mit dieser Reaktion leben konnte. Würde immer, wenn er den Kollegen in Zukunft ansah, der Gedanke in seinem Kopf spuken, dieser hätte ihn in unkontrollierter Ekstase erlebt?
In der Badewanne hatte Matt zwar ebenfalls kurzzeitig die Kontrolle verloren, aber wenn die Erinnerung an seinen Traum mit der Wirklichkeit seiner Handlung übereinstimmte, dann war er in dieser Nacht regelrecht außer sich gewesen.
Wieso hatte Kelly ihn nicht einfach in das Gästezimmer gebracht, hätte der Lieutenant seine Wünsche respektiert, wäre er jetzt nicht in dieser Lage.

Ein kleiner Schatten zog sich auf Matts Gemüt, als eine Spur Zorn in ihm aufflammte.
Ja, Kelly hatte ihn in diese Lage gebracht, seit dem Aufwachten quälte er sich nur wegen seines Kollegen mit diesen wirren Gedanken!
„Wie soll es mir schon gehen?“, giftete Matt unbeabsichtigt und wandte endlich den Kopf, so dass er Kelly in die Augen sehen konnte.
Dieser grinste breit, „vermutlich nicht besonders gut. Kopfschmerzen? Du hast gestern echt tief ins Glas geguckt.“
Machte dieser Arsch sich jetzt auch noch über ihn Lustig? Wer war an seiner Misere den schuld? Wer hatte ihm ständig nachgeschenkt, seine Hemmschwelle auf den Tiefpunkt getrieben und sich auf seine Kosten amüsiert?
„Und du nicht?“, noch immer klang Matts Stimme giftig, beinah feindselig, doch Kelly schien seine Stimmung gekonnt zu ignorieren, „nicht so tief wie du. Ich habe dich oft genug gefragt, ob du wirklich weiter trinken willst.“
Hatte er das? Matt erinnerte sich nicht, aber bis auf seinen Traum, war der gesamte Abend verschwommen. Er wusste nicht mal mehr über was sie sich unterhalten hatte, nur das es ihm heute unangenehm war. Vermutlich hatte er irgendein wirres Zeug von sich gegeben, Dinge, welche er in nüchternem Zustand niemals laut aussprechen würde.
„Wieso lieg ich in deinem Bett? Wieso nicht im Gästezimmer?“, fauchte Matt eine Spur zu heftig, trotz seines Pegels hätte Kelly seine Wünsche respektieren müssen.
Mit hochgezogenen Augenbraun stützte Kelly sich auf die Ellbogen und musterte Matt, „jetzt komm mal wieder runter. Ich hatte Angst das du an deiner eigenen Kotze erstickst, deshalb liegst du hier!“

Augenblicklich warfen sich Gewissensbisse auf Matts Gemüt, als sich sein schlechtes Gewissen meldete. Kelly war ihm, seit seiner Verletzung, stehts freundschaftlich und hilfsbereit entgegengetreten, wieso warf er ihm seine Sorge jetzt vor?
Es war doch sein Problem, sich nicht kontrollieren zu können, das konnte er seinem Freund doch nicht übelnehmen.
Natürlich schlief er neben Kelly, damit dieser ein Augen auf ihn werfen konnte. Der Lieutenant versuchte nicht, sich auf Matts Kosten zu amüsieren, er wollte ihm nur helfen, hatte sich lediglich Sorgen um ihn gemacht.
Der starre Blick in Kellys Augen traf ihn wie ein Sperrwurf. Er konnte nicht wütend auf den Lieutenant sein, weil dieser sich um ihn kümmerte, ihn versuchte abzulenken und für ihn da war und er konnte nicht sauer auf Gabby sein, weil sie seine Hilflosigkeit nicht länger ertrug und sich in die Nähe eines anderen, stärkeren Mannes flüchtete.
Ein demütiger Schatten drückte sich auf sein Inneres und betroffen sah er seinen Kollegen an, „tut mir leid.“

Lächelnd schüttelte Kelly den Kopf und der empörte Ausdruck war aus seinen Augen vollständig verschwunden, „schon in Ordnung Casey.“
„Wie dämlich habe ich mich benommen? Habe ich irgendwas Peinliches getan, oder gesagt?“, fragte Matt kleinlaut und fürchtete sich innerlich bereits vor der Antwort.
Er hatte erwartete, sein Kollege würde anfangen zu grinsen, sich über ihn lustig machen oder ihn mit einem Spruch aufziehen, doch Kelly setzt sich abrupt auf, so dass der Blickkontakt abbrach und starrte seltsam nachdenklich an die Wand vor dem Bett, an welcher die Fotos seiner Familie und auch von Leslie hingen, „du erinnerst dich nicht?“
Nein, er hatte absolut keine Ahnung, doch Kellys Reaktion zu Folge musste er irgendetwas schreckliches getan haben, „hab nen Filmriss. Wie schlimm war ich?“
Ein paar Minuten sagte Kelly keinen Ton, bis er sich plötzlich zu ihm drehte und lächelte. Matt kannte Kelly viel zu gut, um nicht hinter die Fassade sehen zu können. Zwar lächelten die Lippen des Lieutenant, doch sein Blick war eingefroren. Er wirkte bedrückt, oder viel eher belastet, „gar nicht schlimm, wirklich.“
Seufzend richtete sich auch Matt umständlich auf. Als er versuchte die Hände in die Matratze zu drücken um einen besseren Halt zu erlangen, kniff er schmerzhaft die Augen zusammen. Wie lang würde es noch dauern, bis er sich an die Wunden gewöhnt hatte?!
Sofort sah der Rüstgruppenführer ihn besorgt an, doch bevor er etwas sagen konnte, schnitt Matt ihm das Wort ab, „hab ich im Schlaf irgendwas komisches gesagt, oder getan?“ Er brauchte Gewissheit, auch wenn die Vorahnung ihn mehr ängstigte, als in ein brennendes Gebäude zu rennen.
Kelly ließ sich für seine Antwort quälend lange Zeit, doch dann sah er ihm direkt in die Augen, lächelte erneut und schüttelte den Kopf, „nein, nachdem ich dich ins Bett gebracht habe, bin ich selbst, nur kurze Zeit später, eingeschlafen.“
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