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Flaming Emotions - Feuer im Herzen

von Nakami
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Kelly Severide Matthew Casey
16.03.2020
21.08.2020
25
105.848
12
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Dieses Kapitel
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21.08.2020 3.307
 
Epilog


Entspannt streckte Matt sich auf dem breiten King Size Bett und sah zur Terrassentür, durch welche ihn wärmende Sonnenstrahlen begrüßten.
Das Wetter in Los Angeles war fantastisch und wie jeden Morgen nach dem Aufwachen spürte Matt nichts als Dankbarkeit, als er den Blick wandte und Kellys Rücken musterte, der noch immer seelenruhig neben ihm schlief.
Seit drei Wochen waren sie nun schon in diesem Traumhaften Hotel, direkt am Strand mit Blick auf das Meer und Kelly behielt recht, die entspannte Atmosphäre, vielleicht sogar die Meeresluft förderte Matts Heilung. Er fühlte sich viel besser, die Schmerzen waren erträglicher und auch wenn er es sich vielleicht nur einbildete, hatte der Feuerwehrmann das Gefühl, seine Verbrennungen würden täglich etwas mehr heilen.

Dieser Urlaub sollte jedoch nicht nur ihrer Entspannung dienen, die beiden Männer wollten sich näher kennen lernen und Matt versuchte, bis vor zwei Wochen, herauszufinden, wie es mit seinen Gefühlen für Kelly stand.
Der Rüstgruppenführer war fantastisch, liebevoll und fürsorglich. Er versorgte Matt professionell, gab ihm gleichzeitig jedoch nicht das Gefühl hilfsbedürftig zu sein und mittlerweile hatte der Captain sich daran gewöhnt, das Kelly ihm im Restaurant das Essen klein schnitt, so dass er es lediglich mit einer Gabel verputzen konnte, das er ihm einen Strohhalm für seine Getränke mitbestellte und auch an den besorgten Blick, an den etwas schlimmeren Tagen, hatte Matt sich gewöhnt.
Dieser Urlaub tat uneidlich gut und der Feuerwehrmann war überaus dankbar, tatsächlich eingewilligt zu haben, vor allem wenn man die letzten Ereignisse vor ihrer Abreise bedachte.
Wie auch immer Antonio es geschafft hatte, Gabby war nicht ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten. Irgendwie hatte der Detective die Tat drei Gangmitgliedern angehängt, welche erst kürzlich bei einem Bandenkrieg gestorben waren.
Gabby konnte sich wirklich glücklich schätzen, einen so aufmerksamen Bruder zu haben, doch an ihrem Verhalten änderte sich nichts.
Immerhin hielt sie sich an Matts Bedingungen. Durch Kelly hatte er erfahren, dass sie einen Wechsel auf der Arbeit beantragt hatte und in Kürze versetzt werden würde, sie ging Matt aus dem Weg und versuchte Abstand zu halten. Lediglich ein Mal waren sie sich noch begegnet, als Kelly und er seine restlichen Klamotten aus der gemeinsamen Wohnung geholt hatten.
Ihre Feindseligkeit dem Rüstgruppenführer gegenüber war nicht zu übersehen und auch der tief verletzte Bick, welchen sie Matt entgegengebracht hatte, musste der Captain schwer herunterschlucken.
Als nächstes würde das Unterscheiben der Scheidungspapiere anstehen, Matt hatte es bereits hinter sich gebracht und mittlerweile sollten die Papiere auch bei Gabby angekommen sein. Der Feuerwehrmann war froh, dass er gerade mehrere Flugstunden von seiner noch Ehefrau getrennt war und nicht miterleben musste, wie diese die Dokumente erhielt.

Als Kelly sich leise murrend auf den Rücken drehte, schreckte Matt auf. Er war so weit abgedriftete, das er seinen Freund für einen Moment völlig vergessen hatte. Doch als er jetzt in das unrasierte Gesicht des Rüstgruppenführers sah, dessen entspannten Ausdruck musterte und seinen Blick über Kellys Körper schweifen ließ, legte sich ein sanftes Lächeln auf Matts Lippen.
Vor zwei Wochen hatten sie sich entschlossen, es miteinander zu versuchen. Dieser eine Ausschlaggebende Moment an der Poolanlage hatte Matt überzeugt und bis heute bereute er seine Entscheidung nicht.
Kelly hatte auf einer der großen Liegesofas am Pool gefaulenzt, es war bereits dunkel und rings um die Anlage waren große Fackeln aufgestellt. Die Wasseroberfläche des Polls glitzerte hell durch die Unterwasserleuchten und im Hintergrund spielte leise Musik. Kelly sah völlig entspannt aus und Matt konnte nicht anderes, als sich neben ihn zu legen, sich an seine Brust zu kuscheln und den Kopf auf seine Schulter zu stützen. Schon Tage zuvor waren sie sich näher gekommen, hielten ab und zu Händchen, Kelly nahm ihn Nachts in den Arm und auch bei gemeinsamen Unternehmungen kam es zu Körperkontakt. Doch all diese Berührungen waren unschuldiger Natur, es war als würden sich Teenager vorsichtig aneinander rantasten.
An diesem Abend war die Initiative für diesen recht engen Kontakt von Matt gekommen, es war einfach alles stimmig. Die Atmosphäre, das Licht, die Musik und Kellys muskulöser Körper.
Sofort hatte er ihn in seinen Arm gezogen, hatte ihn fester an sich gerückt und mit geschlossenen Augen genießerisch gebrummt. Matt fühlte sich unglaublich wohl und zuerst waren ihm die Blicke der beiden Pärchen, welche auf der anderen Seite des Pools auf einem der Sofas Lagen nicht aufgefallen, doch als er die leisen Stimmen und fiesen Ausdrücke hörte, mit denen sie die beiden Männer betitelten, hob Matt den Kopf und sah schließlich die Feindseligen Blicke.

Bis dahin war es ihm völlig egal gewesen, was andere über ihn dachten. gleichgeschlechtliche Liebe war in diesem Jahrhundert völlig normal, nichts mehr worüber man hinter vorgehaltener Hand tuschelte oder das man verachteten begaffen musste. Doch bei diesen Urlaubern schien diese Tatsache noch nicht angekommen zu sein.
Plötzlich fühlte Matt sich sehr unwohl und als er es schließlich nicht mehr aussieht und sich aus Kellys Arm schälen wollte, hielt dieser ihn beständig fest. Sanft hatte er ihm über den Rücken gestreichelt, lächelnd die Augen geöffnet und ihn angesehen, „ignorier sie“, bevor er mit seiner freien Hand nach Matts Kinn gegriffen hatte und ihm einen zarten Kuss auf die Lippen hauchte. Es war nichts erotisches und Matt wusste das Kelly ihn lediglich küsste, um die Gaffer zu erzürnen, doch dieser Moment hatte etwas in Matt ausgelöst.
Kelly war es egal wie er wirkte, es war ihm egal ob andere hinter vorgehaltener Hand über ihn lästerten und es scherrte ihn auch nicht angegafft oder beleidigt zu werden. Im Gegenteil, er hatte Matt schützend an sich gezogen, hatte zu ihm gestanden, obwohl sie gar kein Paar waren und genau das, dieser Moment, hatte die Entscheidung des Feuerwehrmanns besiegelt.

Lächelnd beugte Matt sich hinab, Kelly schlief noch immer seelenruhig, obwohl die Sonnenstrahlen ihm beinah direkt ins Gesicht schienen. Doch der Captain wusste, wie er seinen neuen Partner wach bekam und ihm dabei sogar ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte.
Mittlerweile fiel ihm der Körperkontakt gar nicht mehr schwer, im Gegenteil, jetzt wo er niemanden mehr hinterging, wo er offen und ehrlich zu Kelly stehen konnte, fühlte er sich freier und genoss jeden Moment, in dem die starken Hände seinen Körper abtasteten, ihn streichelten und um den Verstand brachten.  
Langsam beugte Matt sich hinab, sah noch einmal in das entspannte Gesicht seines Freundes, bevor er mit der Zungenspitze über dessen Hals glitt, anschließend seine Lippen auf die sensible Haut legte, noch einmal mit der Zunge darüber streichelte und schlussendlich neckisch hinein biss, nur um sofort danach die Stelle erneut mit der Zunge zu bearbeiten.
Leises Murren kroch Kelly aus der Kehle und gerade als Matt ihm erneut spielerisch in den Hals beißen wollte, packten ihn die Arme des Rüstgruppenführers, drehte ihn auf den Rücken und im nächsten Moment lag Kelly auf ihm, sah ihn aus müden Augen grinsend an und ließ seine Zunge über Matts Lippen gleiten, „was wird denn das?“
Der Captain konnte sich das Grinsen nicht verkneifen und flüsterte mit angeregter Stimme ein leises, „ich will spielen“, bevor er den Kopf ein Stück hob und die Unachtsamkeit des Lieutenants ausnutzte, um seine eigene Zunge zwischen die Lippen seines Freundes zu schieben.

Kelly war für Matts Vorhaben sofort Feuer und Flamme, beherzt packte er seinen Kollegen an den Hüften, zog ihn tiefer unter sich und erwiderte den hitzigen Kuss. Dabei ließ er seine Hände über Matts Seiten gleiten, fuhr die Konturen seiner Bauchmuskeln nach, ruhte kurz auf seiner Brust um mit den Daumen die Brustwarzen seines Freundes zu bearbeiten, nur um seine Finger dann wieder tiefer sinken zu lassen und Matt von dem lästigen Stück Stoff um seine Mitte zu befreien. Kelly selbst schlief, seit sie sich für eine Beziehung entschieden hatten, meistens Nackt und Matt hatte die Vorteile dieses Umstandes mittlerweile erkannt, auch wenn er sich selbst nicht überwinden konnte, es seinem Freund gleich zu tun.
„Willst du wirklich?“, flüsterte ihm Kellys zwischen zwei Küssen in den Mund, während er Matts Knie auseinanderschob, um sich zwischen seine Beine zu legen.
Nickend wandte der Feuerwehrmann sich Kelly entgegen, drückte seine Hüften gegen die seines Freundes und keuchte ihm atemlos in den Mund, „ja, ich will dich!“
Grinsend packte Kelly erneut seine Hüften, zog ihn tiefer unter seinen Körper, stemmte sich selbst auf die Knie und zwang Matts Beine in die Höhe, um besser an dessen Hintern zu gelangen.
Die Erregung welche Matt allein durch die Vorfreude in sich spürte war jedes Mal aufs Neue unheimlich berauschend. Nur zu gern ließ er sich fallen, sah aus dem Augenwinkel wie Kelly zwei seiner Finger mit Speichel benetzte um sie ihm anschließend zwischen die Pobacken zu schieben und seine andere sich um das Glied des Rüstgruppenführers schloss um dieses selbst in geübten Bewegungen zu stimulieren.

Es war Matt unangenehm sich vor seinem Freund selbst anzufassen, was diesmal jedoch gar nicht nötig war. Kellys Anblick und die Gefühle in seinem Inneren genügten, um ihn selbst hart werden zu lassen und Kellys Finger, welcher mit sanftem Druck über seinen Eingang strich, beharrlich dagegen rieb und sich dann Zentimeterweit in ihn schob, erledigte den Rest.
Laut Stöhnend wandte Matt sich unter ihm, er liebte die Emotionen, welche Kelly im Stande war in ihm auszulösen, er ließ sich gern unter ihm fallen und genoss die, noch immer ungewohnten, Berührungen.
„Kelly bitte ich…“, keuchte Matt atemlos, öffnete einen Spaltbreit die Augen und sah den Rüstgruppenführer flehend an, welcher frech grinste und die Augenbraun in die Höhe zu, „was willst du Matt?“
„Bitte quäl mich nicht so… bitte ich… ich will dich“, flehte der Captain mit wimmernder Stimme. Normalerweise war er ein sehr geduldiger Mann, doch Kelly schaffte es, ihn bis aufs äußerste zu reizen, er spielte mit ihm, quälte ihn, ließ ihn auf eine Weise leiden, die Matt einen wollüstigen Schauer über den Rücken jagte.

Ergeben beugte der Feuerwehrmann sich tiefer, als er seine Finger aus Matt entfernte, verband ihre Lippen miteinander und legte beide Hände zurück an die Hüften seines Freundes um diese zu stabilisieren, als er vorsichtig in ihn eindrang.
Matt brauchte einen Eigenblick um sich an das ziehende reißen zu gewöhnen, doch mit jedem Mal wurde es leichter, mit jedem Mal ließ der Schmerz schneller nach und verwandelte sich nur Sekunden später in prickelnde Erregung.
Kaum hatte sich der Feuerwehrmann an das ausfüllende Gefühl gewöhnt, ließ er sein Becken rhythmisch gegen Kelly kreisen, streckte sich ihm entgegen, forderte Wortlos mehr und zeigte ihm, allein durch Blicke, wie sehr er seinen Freund begehrte.
Auch Kelly brauchte einen Augenblick um sich an die Enge zu gewöhnen, er musste all seine Konzentration aufwenden um es nicht zu früh abzuschließen und erst als er tief in Matt ankam, spürte das sein Freund bereits bereit war sich ihm hinzugeben, fing der Rüstgruppenführer an sich zu bewegen. Erst langsam, mit bedacht und geordnet, doch mit jedem Stoß nahm auch in Kelly die Ekstase zu und es dauerte nicht lang, bis er sich eng an Mett presste, immer härter und unbeherrschter in ihn stieß und seinem Freund im Eifer fest in den Hals biss.
Er spürte wie Matts Arme sich um seine Schultern schlangen und erkannte im Augenwinkel, wie sein Freund den Kopf in den Nacken riss, laut stöhnte und sich Kelly so ekstatisch entgegenschob, dass auch der Rüstgruppenführer nicht länger an sich halten konnte.
Noch einmal stieß er fest zu, als das steife Zucken ihn übermannte, seine Sicht verschwamm und er sich fest in das Kissen neben Matts Kopf krallte, bevor er sich mit angehaltenem Atem und so tief es ihm möglich war, in Matt ergoss.
Dieser stand Kelly in nichts nach, auch in ihm brannte das kribbelige Zucken, seine Muskeln vibrierten regelrecht, er konnte sich kaum noch kontrollieren und als sich die Hand seines Freundes um sein steifes Glied legte, es sanft zu massieren begann, hielt auch Matt nicht mehr stand. Wie Kelly vor ihm, erreichte auch er einen Orgasmus, der ihn kleine Sterne sehen ließ.

„Das war… unglaublich…“, keuchte Matt atemlos, als sich seine Muskeln entspannten und Kelly, nach Luft schnappend, von ihm rollte. Zustimmend nickte der Lieutenant, „ja, ein perfekter Abschluss.“
Wehleidig wandte Matt den Kopf, Kelly hatte recht, es war ihr letzter Morgen in Los Angeles, in wenigen Stunden mussten sie das Hotel verlassen, zum Flughafen fahren und sich zurück in das windige Chicago begeben. Zwar freute er sich auf zu Hause, auf den Moment, in dem sie als Paar ihre gemeinsame Wohnung betraten, doch hier war es so unheimlich ruhig und entspannend, dass er mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abreisen würde.
„Zuhause werden wir jeden Raum der Wohnung einweihen“, grinste Kelly plötzlich, woraufhin Matt ihn geschockt ansah, „wir werden was?“
„Ich sagte, wir werden jeden Raum der Wohnung einweihen. Du hast ja keine Ahnung, wie oft ich schon davon geträumt habe dich in der Küche zu verführen, auf der Waschmaschine zu nehmen und auf der Hantelbank zu vernaschen!“, das Grinsen des Rüstgruppenführers wurde immer breiter und Matt spürte, wie sein Gesicht an Farbe gewann.

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück auf dem Zimmer, einer gemeinsamen Dusche und einem letzten gemeinsamen kuscheln auf dem kleinen traumhaften Balkon fuhren die beiden Feuerwehrmänner zum Flughafen und nur wenige Stunden später befanden sie sich wieder auf Chicagoer Boden.
Matt spürte einen Anflug von Enttäuschung, doch als Kelly ihm einen Arm um die Hüften legte, liebevoll lächelte und ihre Taschen schnappte, war der Gedanke schnell verflogen. Es war egal wo sie waren, solange sie zusammen dort waren. Matt fühlte sich wie ein verliebter Teenager, und würden die Glücksgefühle in seinem Magen nicht seine Sinne benebeln, wäre ihm sein Verhalten in der Öffentlichkeit vermutlich sogar peinlich.
„Müssen wir noch einkaufen, oder fahren wir direkt nach Hause?“, fragte der Drehleiterführer beiläufig, als sich Kelly die Schlüssel seines Mustangs von der Verwahrungsstelle geben ließ und Matt die Autotür öffnete, „eigentlich müssten wir einkaufen, doch ich denke das lässt sich auch auf morgen verschieben. Wir können uns heute Abend ja was zu essen bestellen und morgen besorg ich dann ein bisschen was auf dem Wochenmarkt, einverstanden?“
Damit war Matt mehr als einverstanden, er freute sich darauf gleich in ihre gemeinsame Wohnung zurück zu kehren. Bevor sie abgereist waren, sollte Matt zwar nach wie vor als Gast bei ihm leben, doch noch im Urlaub hatten sie beschlossen, dass das Unsinn war. Sie waren jetzt ein Paar, es gab keinen Grund mehr den Gast-Status aufrecht zu halten.

„Alles in Ordnung?“, lächelte Kelly ihm entgegen und Matt nickte als der Rüstgruppenführer den Wagen vor der Wohnung parkte, die Taschen aus dem Kofferraum holte und Matt die Tür öffnete, damit dieser problemlos aussteigen konnte, „wie lang hast du noch Urlaub?“ Er hatte Kelly diese Frage schon dutzende Male gestellt und hoffte bei jeder Antwort, dass sich das Datum inzwischen auf magische Weise geändert hatte.
Dem war jedoch leider nicht so, „immer noch übermorgen. Aber wie gesagt, ich kann Boden auch bitten mir noch eine Auszeit einzuräumen und…“ Kopfschüttelnd unterbrach Matt ihn, „nein, du musst wieder zur Arbeit und es sind ja auch nur 24 Stunden. Ich freu mich einfach auf die darauffolgenden 48.“
„Ganz genau, das wird wie im Flug vergehen und sollte irgendetwas sein, rufst du mich an und ich komm sofort nach Hause“, stimmte Kelly ihm zu, beugte sich zu ihm und drückte seine Lippen auf Matts, bevor er die Haustür aufschloss und einen Schritt beiseitegetreten war.
Seufzend schälte Matt sich umständlich aus der Jacke, während Kelly ihre Taschen im Badezimmer neben der Waschmaschine verstaute und anschließend auf direktem Weg zum Kühlschrank eilte um sicher zu stellen, dass sie noch Bier hatten.
„Verbringen wir den restlichen Tag kuscheln im Bett, oder kuschelnd auf dem Sofa?“, grinste Matt plötzlich, woraufhin Kelly ihn überrascht ansah und dann ebenfalls lächelte, doch ehe der Rüstgruppenführer antworten konnte, erklang lautes Klopfen an der Haustür.

Überrascht drehte Matt sich zu Kelly, der ebenfalls irritiert zur Tür blickte, „wir sind nicht mal fünf Minuten zuhause, wer zur Hölle…“, fluchte der Rüstgruppenführer leise, als er die Tür schwungvoll aufriss und starr in dunkle Rehaugen blickte, „Dawson was…“
Doch die junge Frau reagierte überhaupt nicht auf den Feuerwehrmann, stattdessen drückte sie sich forsch an ihm vorbei, lief geradewegs aufs Sofa zu und donnerte die Scheidungspapier auf den Wohnzimmertisch.
Matt sah erst auf die Dokumente und dann seine Frau an, die eine Mischung aus Trauer und Wut in den Augen hatte, „Gabby was machst du hier?“
„Ist das dein Ernst? Du lässt mir diesen Quatsch zukommen und haust dann einfach in den Urlaub ab? Matt das geht so nicht, wir müssen noch mal über die ganze Sache reden. Du… ich… wir… du hattest jetzt Zeit Abstand zu der ganzen Situation zu nehmen, ich habe dir deinen Freiraum gelassen, doch jetzt ist es Zeit aufzuwachen und vernünftig zu werden. Komm schon Liebling, wir gehen nach Hause“, ihr Lächeln war so hoffnungsvoll das Matt ihr starr vor Schreck ins Gesicht sah.

„Gabby was redest du denn da?“, Matt war völlig verwirrt, das konnte unmöglich ihr Ernst sein, er war fest davon überzeugt, alles mit der jungen Frau geklärt zu haben.
Auch Kelly hatte sich inzwischen zu ihnen gesellt und sah Gabby mit verschränkten Armen vor der Brust an, „hast du die Abmachung vergessen?“
„Halt dich gefälligst raus Severide, du hast genug zerstört. Das geht nur Matt und mich etwas an“, fletschte sie wütend die Zähne und erhaben baute Kelly sich vor ihr auf, „das war vielleicht früher so, die Dinge haben sich geändert. Matt und ich wir…“, doch Matt fiel ihm ins Wort, „Gabby, aus uns beiden kann und wird nichts mehr werden. Ich habe damit abgeschlossen. Kelly und ich, wir sind uns näher gekommen, verstehst du?“
Er wollte es ihr selbst sagen, das war er ihr schuldig, auch wenn sie ihm unaussprechliches angetan hatte.

Mit vor Schock geweiteten Augen starrte Gabby ihren Exmann an, „das kann nicht dein Ernst sein Matthew, das kannst du nicht machen. Er ist ein Kerl!“
„Danke, ohne diesen wahnsinnig schlauen Einwand wäre mir das glatt entgangen“, fluchte Kelly ungehalten und Matt konnte ihm ansehen, das zu einer Explosion seinerseits nichts mehr viel fehlte, weshalb der Drehleiterführer beherzt das Wort ergriff, „es ist egal ob er ein Mann ist Gabby, wir verstehen uns und Kelly interessiert sich für mich und…“, doch diesmal war es Gabby, die ihn nicht ausreden ließ, „halt deinen Mund Matt, du widerst mich an. Ihr beide widert mich an, doch hier kannst du dich nicht herauswinden, übernimm gefälligst Verantwortung für dein Handeln!“
Mühsam kramte sie in ihrer Handtasche und zog ein Foto heraus, welches sie wutentbrannt auf den Wohnzimmertisch knallte und zornig die Arme vor der Brust verschränkte.
Ungläubig starrten die beiden Feuerwehrmänner das Hochglanzfoto an, auf welchem unscharfe Umrisse in schwarz-weiß zu erkennen waren, in der Ecke stand ~Gabriela Dawson~ und Matt spürte wie Übelkeit ihm die Speiseröhre empor kroch, „du bist… schwanger?“


~Ende~ (…Tbc?)


Anmerkung:
Hallo meine Lieben, es ist soweit: wir sind am Ende angekommen.
Ich hoffe ihr hattet beim Lesen der Geschichte genau so viel Spaß wie ich beim Schreiben.
Natürlich möchte ich mich in erster Linie bei den lieben Reviewer bedanken, welche mich mit ihren lieben Posts tatkräftig motivier und inspiriert haben.

Wie ihr seht habe ich mich für ein offenes Ende entschieden, was sowohl Spielraum für die eigene Fantasie lässt, als auch die Möglichkeit bietet, mit einer Fortsetzung anzuschließen.

Deshalb meine Frage an euch:
Gibt es unter euch Lesern den ein oder anderen, welche sich eine Fortsetzung zu „Flaming Emotions – Feuer im Herzen“ wünschen würde?
Wenn Ja, gibt es etwas, das ihr im Verlauf der Geschichte vermisst habt, oder einen Handlungsstrang welcher eventuell zu kurz gekommen ist und den es wert wäre noch einmal aufzugreifen? Ein Frage die noch nicht beantwortet wurde?
Habt ihr spezielle Wünsche, etwas das ihr in einer Fortsetzung gern lesen würdet?

Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen, sowohl als Review, oder aber auch als PN. Die Storyline für einen möglichen Teil 2 steht bereits, also lasst mich wissen ob es weiter gehen soll, oder ob ihr der Meinung seid, Matt und Kelly haben genug durchgemacht :-)
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