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Flaming Emotions - Feuer im Herzen

von Nakami
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Kelly Severide Matthew Casey
16.03.2020
21.08.2020
25
105.848
12
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11.07.2020 4.089
 
Kapitel 17 – im Rausch gebeichtet


Angestrengt schloss Kelly die Augen, in seinem Inneren herrschte ein kleiner Tornado und alles in ihm schrie, auf Matts Angebot ein zu gehen, doch die kleine Stimme der Vernunft stemmte sich eisern gegen den Wunsch.
Er durfte sich nicht fallen lassen, durfte nicht nachgeben. Wenn er es täte, würde er niemals Gewissheit erlangen, vermutlich könnte er sich dann für den Rest seines Lebens fragen, ob Matt auch nur annähernd so fühlt wie er.
Doch diese warmen weichen Lippen, direkt auf seinen brachten, sein Herz regelecht zum Schmelzen. Auch wenn Matt sich nicht bewegte, wenn ihre Münder regungslos aufeinander lagen, spürte Kelly Emotionen in diesem Kuss, die ihn regelrecht um den Verstand brachten. Seine Ohren rauschten, sein Herzschlag beschleunigte sich und als Matt nach weniger Sekunden zurückwich, folgte ihm der Feuerwehrmann, versuchte die Lippen seines Freundes noch einmal einzufangen, ihn einen Augenblick länger zu spüren und dieses sanfte, zärtliche Kribbeln ein länger genießen zu dürfen.

Der Kuss welchen Matt ihm gerade gegeben hatte, überwältigte Kelly regelrecht. Es war nichts Wildes, nichts Leidenschaftliches oder Unbeherrschtes. Es war so sanft und überraschend, dass es dem Rüstgruppenführer die Sprache verschlug.
Wie gern hätte er ihren Lippenkontakt in die Länge gezogen, wie gern hätte er sich richtig darauf eingelassen und Matt gezeigt, wie es in seinem Inneren aussah.
Kelly war kein Mann großer Worte, er ließ Taten sprechen. Das wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, der perfekte Moment und gleichzeitig der denkbar ungünstigste.
Matt hatte ihn mit diesem Kuss lediglich zu beruhigen versucht, was den Feuerwehrmann auch endlich zum Ursprung des wirren Gedankenstrudels zurücktrieb.

Der Entführungsversuch, so sehr Kelly sich auch bemühte Matts Worten Gewicht zu schenken, es ging nicht. Zwar hatte der Drehleiterführer sich tatsächlich alleine einem unüberlegten Risiko ausgesetzt, doch letztendlich war es Kelly gewesen, der ihn zu dem Einkauf überredet hatte. Wäre es nach Matt gegangen, wären sie zuhause geblieben, der Lieutenant hätte sich allein darum gekümmert. Wieso hatte Kelly darauf bestanden? Wieso forderte er von seinem Kollegen solche Elefantensprünge?
Tat er es für Matt, um diesem den Weg in die Normalität, welcher zwangsläufig irgendwann kommen musste, leichter zu machen, oder hatte er es für sich selbst getan?
Es war zum Haare raufen, auf der einen Seite wollte er sich beruhigen und auf der anderen fühlte er sich schuldig, diesen Gedanken überhaut in Erwägung zu ziehen.
Matts Angebot machte die Sache nicht einfacher, im Gegenteil, ständig brachte der Drehleiterführer ihn in Versuchung, so als wollte er Kelly provozieren.
Nein! Er würde nicht nachgeben, er würde nicht einknicken, er würde Matt keine Ausrede für dessen Gefühle geben!

„Ich weiß das zu schätzen Matt, glaub mir. Doch wie ich dir schon mal gesagt habe, ist das nicht nötig. Es geht schon wieder, ich hab mich im Griff“, seufzte Kelly schließlich schwermütig und als er den Blick hob um seinem Freund in die Augen zu sehen und seinen Worten dadurch Nachdruck zu verleihen, erkannte er eine Enttäuschung in Matts Augen, welche er sich nicht erklären konnte.
Wollte der Captain ihn etwa ablenken, beziehungsweise beruhigen? Wollte er Kelly nahkommen? Wieso sonst sah er ihn aus diesen großen, strahlend blauen, beinah wehleidigen Pupillen an?  
Auch wenn Kelly sich wünschte, seine Gedanken würden der Wahrheit entsprechen, konnte er es sich nicht wirklich vorstellen. Andererseits könnte es sein, dass Matts Gefühle längst den seinen glichen und der Feuerwehrmann einfach nicht wusste, wie er sie zum Ausdruck bringen sollte. Kelly ging es schließlich genauso.
„Bist du sicher das…“, setzte Matt plötzlich an, rutschte näher an ihn heran und legte Kelly eine seiner bandagierten Hände auf die Brust.
Das plötzliche Gewicht fühlte sich an als würde es ihm den Brustkorb zerquetschen, Kelly konnte kaum atmen. Je tiefer er Luft holte, desto intensiver stieg ihm Matts Körpergeruch in die Nase, dieser liebliche, sanfte und gleichzeitig unheimlich männliche Geruch, der Kellys Sinne beinah vollständig benebelte.
Wie sollte er dieser Nähe widerstehen, wie sollte er dieses Angebot standhaft ausschlagen, wenn der Mann, welchen er mit jeder Faser seines Körpers begehrte, ihm so unglaublich nah war und ihn berührte?

Atemlos sprang Kelly auf die Beine, sah sich, beinah panisch, im Raum um und schüttelte wild den Kopf, „NEIN!“
Er wollte nicht schreien, der Ausruf hatte seinen Gedanken, seinem Verstand gegolten, nicht Matt, doch das konnte dieser unmöglich wissen, weshalb er Kelly verstört ansah und reflexartig einige Zentimeter zurückwich.
Das hatte der Rüstgruppenführer ja wieder fantastisch hinbekommen!
Schnell setzte Kelly ein Lächeln auf, wandte sich Matt zu und zwang seinen Geist dem hellen Blau standzuhalten, welches sich regelrecht in seine Augen bohrte, „ich werde dir ein bisschen was zu Essen für morgen vorbereiten. Wir haben die Einkäufe zwar nicht mitgenommen, aber sicher finde ich noch etwas in den Tiefen der Schränke, was du dir morgen warm machen kannst, während ich bei der Arbeit bin.“
Wieso war ihm der Gedanke nicht viel früher gekommen. Auch wenn kochen nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählte, so war es die perfekte Ablenkung.
Matt würde ihm bei dieser Tätigkeit keine Hilfe leisten können, eigentlich war seine bloße Anwesenheit in der Küche eher störend als hilfreich. Also die Perfekte Gelegenheit wenigstens für einen Moment dem irrwitzigen Treiben in seinem Kopf den Sauerstoff zu entziehen und es damit ruhig zu stellen.

Schnell drehte Kelly ihm den Rücken zu und verschwand, ohne ein weiteres Wort, oder eine Antwort abzuwarten, in der offenen Küche, wo er sich unnötig lang in die Schränke beugte und quasi alles hervorkramte, dass er finden konnte.
Der Feuerwehrmann spürte, dass Matt ihn beobachtete, dass er jede seiner Bewegung genaustens studierte, doch die Blicke erwidern konnte er nicht. Plötzlich fühlte er sich in seinem eigenen Körper gefangen.
Wie angewurzelt blieb Kelly stehen, straffte die Schultern und richtete seinen Oberkörper auf volle Größe aus. Was sollte das alles, was war mit ihm los?
Ja, er hatte Gefühle für Matt, er hatte sich in seinen besten Freund verliebt und wünschte sich, dass dieser seine Gefühle erwiderte, doch dieses Verhalten, es war lächerlich.
Er war doch kein zurückziehender Feigling der sich vor einer Konfrontation fürchtete, er war doch kein Weichei, das es nicht schaffte seinem Gegenüber standhaft in die Augen zu blicken und ganz sicher war er kein verfluchter Angsthase, der sich einer Situation nicht wie ein Mann stellte!
Nein, so konnte es nicht weitergehen, zwar nagten die Vorwürfe noch immer beharrlich an seinen Nerven, doch davon würde er sich nicht kleinkriegen lassen. Wie oft war er in den vergangenen Jahren in unschöne Situationen geraten und hatte sie problemlos gemeistert?!
Er wollte das Matt Gefühle für ihn entwickelte, wollte das sich sein bester Freund in ihn verliebte, doch wie sollte dieser das tun, wenn er im Augenblick selbst nichts als Verachtung für sein Verhalten empfinden konnte?
Schluss mit diesem Trauerspiel, er war Kelly Severide, jüngster Lieutenant einer Rüstgruppe beim CFD, Feuerfresser und ein Kerl durch und durch. Er ließ sich nicht unterkriegen, weder von dem wirren Chaos in seinem Kopf, noch von den erdrückenden Gefühlen in seiner Brust!

Selbstbewusst hob Kelly den Kopf, sah Matt fest in die Augen und lächelte, „ich werde dir für morgen eine Milchnudelsuppe vorberieten. Sicher keine Delikatesse, aber es wird dir bestimmt schmecken.“
Als sich Matts Gesichtsausdruck änderte und eine tiefe Falte seine Stirn zierte musste Kelly grinsen, „du kennst Milchnudelsuppe nicht? Meine Mom hat sie mir früher, wenn ich krank war, gemacht und ich habe sie geliebt. Kleine Hörnchennudeln in Wasser gekocht, davon die hälfte abgeschüttet und mit Milch aufgefüllt. Noch mal aufkochen, ein verquirltes Ei dazu und schon fertig. Lass dich überraschen, es wird dir bestimmt schmecken und du kannst das Ganze gut mit einem Löffel essen.“
Matt sah wenig überzeugt aus, nickte jedoch und wandte endlich den Blick ab, „freust du dich auf die Schicht morgen?“
Irritiert sah Kelly ihn erneut an und schüttete Nudeln in das kochende Wasser, „ob ich mich freue? Wie meinst du das?“ Auch wenn ihm dieser plötzliche Verhaltenswechsel schwerfiel, fühlte es sich gut an ein kleines bisschen mehr er selbst zu sein.
„Naja, ein bisschen Ruhe vor mir und diesem ganzen Mist“, nuschelte Matt und sofort legte Kelly den Kochlöffel beiseite, „ich brauche keine Ruhe vor dir. Hey, was hast du denn plötzlich?“ Als sich ihre Blicke erneut trafen und er darin den matten Glanz erkennen konnte, seufzte der Feuerwehrmann. Scheinbar verloren die Beruhigungsmittel ihre Wirkung und auch der Drehleiterführer wurde wieder mehr er selbst.
„Ich freue mich immer auf die Arbeit, so wie du auch, aber ich bleibe auch gern hier bei dir, wenn du dich damit wohler fühlst? Wie gesagt, Boden versteht das und in Anbetracht der jüngsten Vorkommnisse wäre das vermutlich auch keine schlechte Idee“, Matt wirkte nicht direkt depressiv, eher als hätte sich ein Schatten auf sein Gemüt gelegt, doch bei Kellys Worten schüttelte er eilig den Kopf, „nein, das möchte ich nicht. Bitte geh zur Arbeit, aber wenn du nichts dagegen hast… als wenn es dir recht ist würde ich… ich würde dich anrufen wenn…“
„Natürlich ist es mir recht und ich bitte dich sogar darum. Wir haben doch schon darüber gesprochen Matt, du kannst mich jederzeit anrufen“, versicherte der Rüstgruppenführer, ehe Matt den Satz beenden konnte und schüttelte die hälfte des Nudelwasser ab, bevor er den Topf mit Milch auffüllte, ein Ei in die Masse rührte und die Mischung ein letztes Mal aufkochte.

„Willst du probieren, oder lässt du dich morgen überraschen?“, grinste Kelly um die Stimmung zu lockern und schaffte es tatsächlich Matt ein schnelles Lächeln auf die Lippen zu zaubern, „ich lass mich lieber überraschen. Bist du jetzt fertig in der Küche?“
Fragend sah Kelly ihn an, „ja, brauchst du etwas?“
Plötzlich wirkte Matt etwas verlegen und kurz glaubte der Lieutenant sogar einen beschämten Schleier um seine Nase zu erkennen, „magst du dich vielleicht ein bisschen zu mir setzen?“
Kaum hatte Matt die Frage ausgesprochen, spürte Kelly wieder den dicken Kloß in seinem Hals, der ihn brutal am Atmen hintern wollte. Natürlich würde er sich gern zu Matt setzen, doch war das eine gute Idee? Gerade schaffte er es sich zusammen zu reißen, wenigstens äußerlich wie der alte, normale Kelly Severide zu wirken, auch wenn es in seinem Inneren vollkommen anderes aussah. Doch vielleicht war das seine ganz persönliche Prüfung, wenn er ein paar Stunden dich neben Matt sitzen konnte, ohne über den Captain herzufallen, dann würde ihn vermutlich nichts mehr aus der Ruhe bringen können.

Mit klopfendem Herzen ließ sich Kelly auf das Sofa neben Matt fallen, nachdem er die vorbereitete Suppe ordentlich verpackt und kaltgestellte hatte, so dass der Feuerwehrmann sie morgen lediglich in der Mikrowelle aufwärmen musste.
„Sollen wir einen Film schauen?“, stehts darauf bedacht Abstand zu seinem Freund zu halten streckte sich Kelly nach der Fernbedienung und schaltete durch die Kanäle, bis er irgendwann einen alten Western gefunden hatte.
Matt nickte Stumm, doch es dauerte nicht lang, bis er etwas näher an Kelly heranrückte, ihn dabei jedoch nichts ansah, „ein ganz schön alter Film, läuft nichts aktuelleres?“
Ohne wirklich auf den Fernseher zu achten schaltete Kelly erneut durch die Kanäle, bis er auf irgendeiner Reality Soap hängen blieb. Aus dem Augenwinkel beobachtete er jede von Matts Bewegungen und versuchte in seinem Kopf bereits einen Plan zu erarbeiten, wie er diesem bei weiteren Annäherungsversuchen unauffällig ausweichen konnte.

Als hätte der Rüstgruppenführer es vorhergesagt dauerte es nur wenige Minuten, bis Matt, augenscheinlich zufällig, noch ein Stück dichter an ihr rückte, so das sich ihre Schultern berührten.
Kellys Herz raste regelrecht, immer weder versuchte er sich ins Gedächtnis zu rufen, wie wichtig es war sich normal zu verhalten und gleichzeitig schwirrte ihm die Frage durch den Kopf, wieso sein Kollege ihm auf die Pelle rückte.
Wollte er Kelly reizen? Oder testete er seine eigenen Grenzen? Matt war kein Spieler, er handelte stehts bedacht und überlegt, es musste also einen Grund für sein seltsames Verhalten geben.
Wie sollte er hier wegkommen, ohne seinen Freund vor den Kopf zu stoßen? Vielleicht mit Getränkenachschub? Doch sowohl seine, als auch Matts Bierflasche war noch fast komplett voll. Etwas zu knabbern? Er hatte nichts im Haus. Eine schneller Badezimmerbesuch? Das war zu auffällig.
Es war zum verrückt werden, je mehr Fluchtmöglichkeiten Kelly in den Sinn kamen, desto schneller fand er Gründe um sie wieder zu verwerfen.

Plötzlich wandte Matt sich ihm zu, starrte ihn solang von der Seite an, bis auch Kelly den Kopf drehte und erst jetzt bemerkte der Rüstgruppenführer, dass ihre Gesichter nur Zentimeter von einander entfernt waren.
Wann war Matt ihm so nah gekommen? Wieso hatte er sich mit Gedanken an eine Flucht beschäftigt, ohne zu handeln?
Der Lieutenant spürte den Atem seines Freundes auf den Lippen, wie er heiß und süßlich an seine Oberlippe prallte, sich in seine Nase zog und als die Gänsehaut in seinem Nacken sich seine Schultern hinab, bis auf die Arme zog, hielt der Feuerwehrmann angespannt die Luft an.
„Du bist immer noch so aufgewühlt“, flüsterte Matt mit erhitzter Stimme und Kelly musste Schlucken, „nein ich bin… mein Kopf… ich…“ Egal wie überzeugt er von seinem Plan, sich normal zu verhalten, war, Matts Nähe, sein Duft und dieser heiße, reizvolle Atem auf seiner Haut waren zu viel.
„Versuch dich zu entspannen, Kelly“, noch immer war Matts Stimme ein leises Flüstern, ansprechend, vielleicht sogar mit einem Hauch Erotik.

Länger würde er nicht durchhalten, Kelly musste weg, weit weg. Er musste diesem strahlenden Blau entkommen, musste dem betörenden Geruch ausweichen und einen klaren Kopf bekommen, doch ehe der Feuerwehrmann einen einzigen Muskel rühren konnte, spürte er, wie Matts Lippen sich hauchzart auf seine legten.
Sofort schmeckte er das süße Bitzeln, die erfrischende Sanftheit und die erfahrene würze, sie drangen in sein inneres, betteten sich um sein Herz und benebelten seine Sinne.
„Es war nicht deine Schuld Kelly, versuch es aus deinem Kopf zu bekommen, versuch nicht mehr darüber nach zu denken“, säuselte Matt verheißungsvoll, als er sich für wenige Zentimeter zurücklehnte und endlich verstand der Rüstgruppenführer.
Matt hatte sein aufgewühltes Inneres wahrgenommen, er hatte seine Zwiespältigkeit gespürt und bezog sie noch immer auf das Ereignis beim Einkaufen. Der Captain hatte keine Ahnung woher das wirre Chaos wirklich stammte.
Kelly musste ihn auf aufklären, er musste Matt erklären, das der Wirbel in seinen Gedanken längst nicht mehr den Erlebnissen geschuldet war, doch wie sollte er das tun ohne sich selbst zu verraten und wie sollte er noch länger standhaft bleiben, wenn diese weichen, vollen, anziehenden Lippen auf seinen lagen?!
„Lass mich dir helfen Kelly, nur dieses Mal“, flüsterte Matt erneut, bevor er sich vorlehnte und erneut seine Lippen auf Kellys legte.

Es war zu viel, das Fass lief über, der Vulkan brach aus, Kelly konnte sich nicht mehr zügeln. Matts sanftes Flüstern, der erotische Klang in seiner Stimme und dieser alles berauschende Geruch.
Er hatte es versucht, hatte sich ernsthaft Mühe gegeben und alle ihm mögliche Widerstandskraft aufgebracht, doch er konnte nicht länger standhaft bleiben.
Nur ein einziges Mal, Matt war so beharrlich, er wollte ihm wirklich helfen. Ein einziges Mal, was sollte das schon ausmachen?!

Ohne länger darüber nachzudenken packte er Matt an den Hüften und setzte ihn auf seinem Schoss ab. Der Captain war äußerst Hilfreich, rutschte näher an Kellys Oberkörper und schlang seine Arme um dessen Genick, während dieser seine Hände auf Matts Rücken schob, dort kurz auf und ab fuhr, um sie dann zu Matts Hintern zu schieben.
Matt fühlt sich fantastisch an, trotz der Ruhephase spürte Kelly die Härte in seinen Muskeln, fühlte die Kraft in seinen Armen und genoss die straffe, feste Haut unter seinen Fingern, als er seine Handflächen unter den Bund der Jogginghose schob, um Matt durch den nackten Körperkontakt noch intensiver wahrzunehmen.
Noch bevor sich ihre Lippen ein weiteres Mal trafen, auch wenn ihre Gesichter nur Zentimeter von einander entfernt waren, spürte der Rüstgruppenführer die Bewegung der Hüften seines Freundes.
Ohne Zeit zu verschwenden hatte Matt sein Becken ins Spiel gebracht, ließ es rhythmisch auf Kellys Schoss kreisen, streifte mit dem Hintern immer wieder über sein Glied und der Lieutenant war sich sicher, dass sein Freund längts gemerkt haben musste, welche Auswirkungen seine Bewegungen auf ihn hatten.

Dem Rüstgruppenführer wurde immer heißer, die Gänsehaut in seinem Nacken stärker und das Kribbeln in seinem Magen, schob sich beharrlich hinab, bis es klopfend in seinen Lenden zum stehen kam.
„Matt ich…“, setzte Kelly an und spürte bereits, dass ihm die Atmung allmählich versagte und er in angehaltenes Keuchen überging. Doch Matt reagierte auf den Einspruch nicht, stattdessen beugte er sich vor, legte seine Lippen hauchzart auf Kellys, bevor seine Zunge sich beharrlich voran tastete um in der Mundhöhle des Lieutenants einzutauchen.
Sofort schoss Kelly ein Mix aus bitterem Bier und erfrischender Minze auf die Geschmacksnerven und für einen Augenblick fragte er sich, wann Matt einen Atemerfrischter genommen hatte, doch der Gedanke verflog, ehe er richtig angekommen war.
Es war der Moment indem Kellys Verstand sich abschaltete, sein Kopf leerte sich, seine Empfindungen stumpften ab und ein animalisches Lustgefühl ergriff Besitz von ihm.
Er wollte Matt, alles an ihm wollte den Feuerwehrmann spüren, schmecken und verführen.
Es war sowieso zu spät, wieso sich weiter in Zurückhaltung üben, Matt musste längst gemerkt haben wie nötig er es hatte und wie sehr er ihn wollte, über die Konsequenzen könnte Kelly sich auch später noch Gedanken machen.

Unbeherrscht zog Kelly seine Hände von Matts Hintern, packte mit festem Griff sein Becken und presste es sich hart auf den Schoss, während er begann Matts Bewegungen zu lenken. Er wollte ihn viel intensiver spüren, wollte das Matt ihm die Härte entgegenbrachte, nach der sein Körper sich sehnte.
Seine Zunge fuhr voran, umkreiste die seines Freundes hektisch, glitt an ihr auf und ab, bevor sie sich gänzlich aus dem Mund des Captains zurückzog, jedoch nur um ihm wild über die Lippen zu lecken.
Kelly war in seinem Element, nichts konnte ihn stoppen, er fühlte sich frei, war erregt und genoss die Lust die sich in ihm sammelte und bereit war sich in jeder Faser seines Körpers auszubreiten.
Unbeherrscht sah er Matt für einen kurzen Moment in die Augen, bevor er mit den Lippen zu seinem Hals wanderte, fest in die sensible Haut biss und dann beherzt darüber leckte. Immer wieder neckte er Matt an dieser Stelle, genoss die Laute, welches diese Behandlung in dem Feuerwehrmann auslösten, bis er sich schließlich festsaugte und einen dunklen Fleck hinterließ.
Der Rüstgruppeführer konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal in ein so alles erfüllendes Vergnügen gekommen war. Zwar hatte das wilde Treiben im Bett, welches sie erst vor kurzem geteilt hatten, ebenfalls eine Unmenge an Erregung in ihm ausgelöst, doch diese Erfahrung war um Längen besser und Kelly wusste woran das lag.
Matt war von sich aus gekommen, er bewegte sich eigenständig, trieb die Handlung immer weiter voran und auch wenn es Kelly war, der seine Hüften kontrolliert, spürte der Feuerwehrmann den Willen hinter Matts Bewegungen.

Das die animalische Lust auch an Matt nicht spurlos vorüber ging, bemerkte Kelly, als der Drehleiterführer plötzlich stillhielt, seine Mitte gegen Kellys Unterbauch presste und dieser Matts volle Härte spüren konnte. Sie zitterte, zuckte und wandte sich hinter dem störenden Stoff. Es war ihm nicht aufgefallen, dass auch Matt in eine solche Ekstase geraten sein musste, dass er bereit war sich vollkommen gehen zu lassen, trotzdem wunderte Kelly sich über die Geschwindigkeit, in welcher Matt zum Höhepunkt gelangen konnte.
Auch wenn die Erregung in ihm selbst allgegenwärtig war, gab es noch Luft nach oben. Für Matt jedoch offensichtlich nicht. Der Captain beugte sich auf, verschloss seinen Mund erneut mit Kellys, schob ihm seine Zunge tief in den Rachen und stöhnte ihm so kraftvoll in den Mund, dass selbst die Nachbarn gehört haben mussten, wie er sich seinem Orgasmus hingab.
Erst als der junge Mann sich keuchend zurück auf den Schoss seines Freundes sinken ließ, seine Stirn gegen Kellys drückte und ein befriedigtes Lächeln auf seinen Zügen erschien, begriff der Rüstgruppenführer das er den Absprung verpasst hatte.
Auch wenn Matt diese Aktion startete um vorzugsweise Kelly einen Gefallen zu tun, war es doch er, der nun befriedigt wurde.

Gerade als sich ein Hauch von Enttäuschung in dem Lieutenant ansammelte und er sich versuchte mit dem Gedanken, ~die Sache selbst zum Ende zu bringen~ anfreundete, räusperte Matt sich leise.
Seine Stimme war noch immer atemlos und das Sprechen fiel ihm eindeutig schwer, „deine Hose… zieh sie runter!“
Ungläubig starrte Kelly seinen Freund an, „was?“ Doch als Matt, ohne zu antworten, von seinem Schoss kletterte, sich vor das Sofa zwischen Kellys Beine kniete und ihn vielsagend anstarrte, begriff der Feuerwehrmann, worauf sein Freund hinaus wollte, „Matt du musst nicht… ich kann selbst…“
„Jetzt mach schon, ich will das, ich will wissen wie es ist… wie du schmeckst“, flüsterte Matt mit erneut erotischem Klang in der Stimme, doch es war seine Wortwahl, die Kellys Verstand zum wiederholten Mal beiseitedrängten. Matt wollte es, er wollte wissen wie Kelly schmeckt, wie es sich anfühlt?
Nur zu gern würde er ihm diese bitte erfüllen! Ohne eine weitere Sekunde darüber nachzudenken packte Kelly den Bund seiner Jeans, riss sie regelrecht auf und zerrte sie sich über den Hintern bis an die Fußknöchel. Das er seine Shorts gleichzeitig entfernt hatte war zwar nicht geplant, doch durchaus von Vorteil.

Kellys steife Männlichkeit richtete sich verheißungsvoll vor Matt auf und für eine Millisekunde spürte der Feuerwehrmann einen Anflug von Scharm, sie so entblößt seinem Freund zu präsentieren. Doch als Matt seine Lippen auf die feucht glänzende Eichel legte, sie mit der Zunge umschlang und genüsslich den losen Tropfen auf ihrer Spitze aufnahm, war das Gefühl schnell in Vergessenheit geraten.
Je tiefer Matt ihn in sich aufnahm, je berauschender sich die feuchte Enge um sein Glied schmiegte, desto steifer wurde der Lieutenant und es dauerte nicht lang, bis er Matt mit einer Hand in die Haare griff um ihn bestimmen hinab zu drücken und die andere an seinen Schafft legte um seinem Kollegen behilflich zu sein.
Matt konnte seine Hände nicht benützen und Kelly hatte beiläufig registriert, das diesem seine Härte immer wieder aus dem Mund glitt, da er sie nicht stabilisieren konnte, doch mit Kellys Hilfe klappte es problemlos.
Wann er das letzte Mal auf diese Weise befriedigt wurde wusste der Rüstgruppenführer nicht, doch er genoss es in vollen Zügen, ließ all seine Gedanken los und als sich sein Kopf komplett gelehrt hatte, wurde der Druck übermächtig.
Zitternd hielt er inne, stemmte sein Becken nach vorn, drückte Matts Kopf tiefer hinab, so dass dieser ihn bis fasst zum Schafft in den Mund nehmen musste und ergoss sich in der Kehle des Drehleiterführers.
Keuchend entließ er Matt aus seinem Griff, bevor er seinen Kopf gegen die Rückenlehne prallen ließ und atemlos keuchend an die Decke starrte. Kein klarer Gedanke manifestierte sich in seinem Kopf, seine Muskeln gaben die Spannung auf und Kelly genoss die wenigen Minuten grenzenlose Freude, die ihn nach jedem Orgasmus vergönnt waren.

Beiläufig bekam er Matts Husten mit, registrierte im Augenwinkel sein Schlucken und spürte ein erneutes Ziehen in seinen Lenden als ihm, auch ohne sein Gehirn zu benutzen, bewusstwurde, dass Matt sein Sperma gerade heruntergeschluckt hatte.
Ein befriedigtes Grinsen zog sich auf seine Lippen, als der Drehleiterführer neben ihm auf dem Sofa Platz nahm, seine bandagierte Hand auf Kellys Brust ablegte und mit den Lippen hauchzarte Küsse auf seinem Hals verteilte.
„Hat es dir gefallen?“, Matts Stimme war nur ein leises flüstern, doch gleichzeitig war es der betörest Klang den Kelly je vernommen hatte. Seine Lippen bewegten sich automatisch und seine Antworten waren ein Reflex seines Gehirns, da dieses noch immer nicht in der Lage war, die Arbeit wieder aufzunehmen, „Ja!“
„Wie sehr hat es dir gefallen“, flüsterte Matt weiter und Kelly säuselte ein leises, „unglaublich, fantastisch, magisch!“
Er wollte nicht sprechen, wollte den Moment einfach genießen, doch Matt flüsterte weiter, „Wie siehst du mich?“, es war eine Frage auf die es tausend Antwortmöglichkeiten gab, doch zu Kellys Leidwesen entschied sich sein Mund das auszusprechen, was ihm als erstes in den Sinn kam „du bist der unglaublichste, heißeste, anziehendste, wichtigste Mensch in meinem Leben!“
Für einen Moment herrschte Ruhe zwischen ihnen und als Matts Stimme erneut an sein Ohr drang, klang sie um Längen verunsicherter, doch Kelly registrierte den Stimmungsbruch kaum, „Was empfindest du für mich?“
Es war eine einfache Frage und wieder sprach der Rüstgruppenführer ohne nachzudenken, „ich bin in dich verliebt!“

Das war der Moment, indem sich sein Gehirn endlich wieder aktivierte. Verdutzt und über seine eigenen Worte schockiert riss Kelly die Augen auf, wandte seinen Kopf in Matts Richtung, doch zu spät. Sein Freund hatte sich bereits erhoben, lief mit gestrecktem Rücken und hohem Schritttempo zum Gästezimmer und ließ die Tür lautstark ins Schloss fallen.
Nicht fähig sich zu Rührern starrte Kelly ihm mit offenem Mund nach. Was hatte er gesagt, wie zur Hölle konnte das passieren?!
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