Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Saved by him

GeschichteSuspense, Liebesgeschichte / P18 / Het
15.03.2020
11.06.2021
14
16.885
3
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
11.06.2021 1.031
 
Ich muss kämpfen!
[]
Sicht Sarah
Mist! Ich schaue runter und dort steht eine Kiste, die ich übersehen habe. „Was war das, Boss?“, fragt Dieters Freund. Ich höre wie sie aus dem Zimmer kommen und ich humple weiter zur Tür. Doch als ich die Tür aufmachen will hält mich jemand an meinem Arm fest. Es ist Dieter. Er zieht von der Tür weg und lässt mich los. Ich falle auf den Boden und schaue verängstig Dieter an. „Wo wollten wir denn hin? Habe ich nicht gesagt du bleibst in deinem Zimmer heute?“, fragt er mich. Dieter gibt seinem Freund irgendein Zeichen und merke, wie er mich hochzieht und mich festhält. Ich schaue weiterhin Dieter an. Mich zu entschuldigen wird wahrscheinlich nichts bringen wie immer. Dieter ballt seine Hände zu Fäusten und fängt an mich zu schlagen. Dann wird alles schwarz.

Ich wache langsam wieder auf. Mein Kopf und Bauch tun mir weh. Erst jetzt schaue ich mich um und sehe, dass ich im Keller auf dem Boden liege. Meine Hand wandert zu meinem Kopf und dann fällt mir ein was Dieter und sein Freund besprochen haben. Dominik! Ich muss zu ihm! Langsam stehe ich auf und gehe die Treppe nach oben. Ich versuche die Tür zu öffnen aber es geht nicht. Ich bin wieder eingesperrt. Ich versuche erst gar nicht zu rufen. Sofort gehe ich wieder runter und fange an zu weinen. „Ich hoffe dir geht es gut Dominik und findest mich. Ich vermisse dich so sehr.“, sage ich leise in den Raum. Ich setze mich an eine Wand und schaue mich wieder um. Das ist das Einzige, was ich hier machen kann.

Immer noch bin ich im Keller eingesperrt. Niemand kommt rein oder öffnet die Tür. Aus dem kleinen Kellerfenster scheint die Sonne rein, womit ich erkenne, wie viele Tage ich schon hier unten bin. Wenn ich mich nicht verzählt habe ist das jetzt das dritte Mal Tag, also bin ich schon vier Tage hier. Mir geht es von Tag zu Tag immer schlechter. Am liebsten würde ich die ganze Zeit nur schlafen. Ich kann nicht mehr wach bleiben ich bin müde, durstig und hungrig. Vor zwei Tagen habe ich es schon mal versucht, ob jemand mit etwas zu Essen und Trinken geben kann aber ohne Erfolg. Ich lausche immer wieder an die Tür, aber man hört nichts. Sind alle weg? Aber wo sollen sie denn sein? Meine Hoffnung, dass Dominik mich rettet, habe ich auch schon längst losgelassen. Langsam fallen meine Augen zu und ich schlafe wieder ein.
Nach ein paar Stunden wache ich wieder auf und gehe im Keller hin und her. Wo könnten denn alle sein? Ich muss hier irgendwie raus, wenn nicht bald jemand kommt. Immer wieder gehe ich zu den Regalen gegenüber von mir und suche, ob es etwas gibt was ich essen oder trinken könnte. Aber immer wieder muss ich feststellen, dass dort nichts ist. Ich gehe zum Fenster und versuche ans Fenster zu kommen. Leider ist es zu weit oben und hier im Keller gibt es nichts, wo ich mich draufstellen kann. Mal wieder versuche ich die Tür. Ich klopfe, hämmere gegen die Tür. Schreie so laut wie ich nur kann aber nichts passiert. Langsam gehe ich wieder die Treppe runter und rutsche an der Wand runter auf den Boden. „Ich hätte auf Kara und Dominik hören sollen. Ich hätte zur Polizei gehen sollen, wo ich es noch konnte.“, sage ich in den Raum. Der Raum dreht sich und ich verliere mein Bewusstsein.

Ich sehe ein helles Licht vor mir. Was ist das? Wo bin ich? Ich stehe auf und gehe zum Licht. Es ist so schön, dieses Licht. Immer weiter gehe ich, bis ich auf einmal auf einer Wiese stehe. Um mich herum ist nur Wiese, Blumen und Bäume. „Was ist das hier?“, frage ich mich laut. „Das ist der Ort vor dem Tod.“, sagt eine Frauenstimme hinter mir. Ich drehe mich um und sehe eine Frau vor mir in einem weißen Kleid. „Mach dir keine Sorgen Sarah. Ich weiß du kennst mich nicht, aber ich kenne dich und ich muss dir etwas erzählen.“, berichtet mir die Frau. „Wer bist du? Und woher kennst du mich?“, frage ich nach. „Ich bin die Mutter von Dominik. Ich habe euch beide beobachtet von oben. Danke, dass du ihm das Licht im Leben zeigst. Nach unserem Tod war er nur noch vom dunklem umgeben. Du hast ihm geholfen und ich bitte dich die Hoffnung nicht aufzugeben. Dominik wird dich finden du musst nur weiterkämpfen, wie du es schon dein ganzes Leben langmachst. Sei stark für ihn und auch für dich.“, erzählt sie mir und langsam wir alles um mich rum wieder dunkel.

Ich wache langsam wieder auf. Was war das? War das wirklich Dominiks Mutter? Sie sah ihm schon ähnlich. Und sie hat recht ich darf nicht aufgeben, das habe ich noch nie. Ich habe immer gehofft hier rauszukommen und das werde ich. Dominik findet mich und rettet mich aus diesem Ort. Solange muss ich kämpfen und das werde ich. Langsam stehe ich wieder auf. Mein Kopf tut weh und mein Körper schmerzt, aber ich setzte Schritt vor Schritt zum Fenster. Ich schaue mich um und sehe eine Waschmittel Flasche. Wenn ich das Etikett abbekomme, könnte ich daraus ein Schild machen! Also nehme ich die Flasche und versuche das Etikett abzureißen. Nach einer Weile ist es ab. Wieder gucke ich mich im Keller um. Wo finde ich jetzt einen Stift oder so? Das Einzige, was ich finde, ist eine Schere. Ich nehme mir die Schere und fange an.
Nur ein paar Minuten später ist mein Schild fertig, aber ich komme nicht ans Fenster dran also, wo soll ich das Schild hintun? Dann fällt mir die Tür ein. Ich könnte den Zettel drunter durchschieben. Es hört sich ja so an als wäre ich alleine. Vorsichtig und langsam mache ich mich auf den Weg zur Tür und schiebe den Zettel drunter durch. Danach gehe ich wieder runter und setzte mich wieder hin. Dominik findet mich, da bin ich mir sicher! Ich muss mich nur etwas ausruhen und dann versuche ich weiter irgendwie Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Dann fallen mir auch schon wieder die Augen zu.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast