Dir gehört mein Herz <3

GeschichteRomanze / P12
OC (Own Character) Trafalgar Law
14.03.2020
26.03.2020
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Schweigend und umhüllt in großer Sorge um ihre Hündin folgte Mariella dem Fremden. Ihr war durchaus bewusst, in welch einer Gefahr sie sich begeben könnte. Wer sagte ihr, dass sie diesem Fremden trauen könnte? Das er instande dazu war, ihrem Hund zu helfen? Wer sagte ihr, dass er nicht womöglich noch gefürchteter als der Blonde vorhin sei?
Eine kleine innere Stimme. Winzig klein und doch so entschlossen und überzeugend. Diese kleine innere Stimme sagte ihr, dass sie ihm vertrauen könnte. Das Cassy womöglich nirgendwo in besseren Händen sein könnte als bei ihm. Und mit dieser Intuition drückte sie den braunen Hund noch näher an sich.
Nachdem sie einige Zeit stumm mehrere Straßen überquert haben, kamen sie Schluss endlich am Hafen an. Es waren nicht viele Schiffe vor Anker. Wenige, kleinere, unbekannte. Teilweise sogar mehr Handelsschiffe als Piratenschiffe. Doch jenes Schiff, welches der Mann zusteuerte, erweckte alle Aufmerksamkeit. Mit der grellen gelben Farbe hob es sich deutlich von den anderen anliegenden Schiffen hervor. Doch bereits bei einem ersten Blick fiel auf, dass dies kein gewöhnliches Schiff ist. Es wirkte viel mehr wie ein U-Boot. Desweiteren fiel Mariella die Zeichnung auf dem Boot auf. Das selbe Bild wie jenes, welcher der Mann als Tattoo auf seiner Brust trug. Es schien somit etwas zu bedeuten. Hinter diesem Gebilde schien mehr zu stecken. Nicht umsonst würde dieser Mann dieses Bild an jeder erdenklichen Stelle verewigen. Sie traute sich jedoch nicht nachzufragen, sie sollte sich auf Cassy konzentrieren und nicht darauf, dass Wesen dieses Mannes zu erforschen.
Kaum das sie bei dem U-Boot angekommen waren, betrat der Schwarzhaarige dieses augenblicklich und zögernd folgte sie ihm. Am Deck ankommen musste sie sich erst einmal eine Musterung mehrere Crewmitglieder unterziehen, welche durchaus überrascht wirkten. Es erweckte beinahe den Eindruck, als seien sie es nicht gewohnt, dass dieser Mann einen Gast mit an Board brachte. Sie schienen nicht nur überrascht, sondern regelrecht sprachlos, nein, fassungslos. Fassungslos über die Anwesenheit dieser Frau. Fassungslos über eine weibliche Begleitung. Fast schon schüchtern blickte Mariella sie an, ehe sie nichts sagend an ihnen vorbei lief und dem Mann in das Innere folgen wollte. An der Tür ankommen drehte er sich plötzlich um.
„Von hier an gehe ich alleine. Überreiche mir deinen Hund, den Rest erledige ich dann.“
Geschockt, ja beinahe schon fassungslos weiteten sich die Augen des Mädchens, ehe sie augenblicklich zum Protest ansetzte.
„Moment mal! Ich überreiche dir doch nicht einfach meinen Hund und werde hier Löcher in den Boden starren und darauf warten, dass du sie mir hoffentlich lebendig wiedergibst!“

Trafalgar Law seufzte schwer aus. Dieser Morgen war ganz anders geplant gewesen. Seine Berechnungen wirkten so fehlerfrei und richtig. Und doch war es anders gekommen. Er war in einen Hinterhalt von De Flamingo getreten und diese brachte ihm die derzeitige Situation ein. Es ärgerte ihn ohnehin schon, dass er seinen alten Kameraden nicht überwältigen konnte, doch diese Frau mit ihrem verletzten Hund schien ihn wirklich noch um den Verstand bringen zu wollen. Warum hatte er sich darauf nur eingelassen?
Ja, sie hatte sich aufgeopfert und mit vollem Wahnsinn sich seinem Feind entgegengestellt, doch war nicht er es gewesen, der sie beide Schluss endlich gerettet hat? Wieso musste er jetzt nochmals den Held retten und diesen Hund retten? Wieso überließ er sie nicht einfach ihr eigenes Schicksal?
Genervt sagte er lediglich:
„Hier auf dem Schiff läuft es nach meinen Regeln. Entweder du befolgst meinem Wort und ich werde dein Haustier retten, oder du verlässt mein Schiff und suchst dir einen Tierarzt.“
Und da war es plötzlich. Ein kleines Funkeln in ihren blau-grauen Seelenspiegeln. Es war fast, als würde ein Feuer in ihren Augen aufleuchten. So entschlossen und mutig. Hinter dieser zurückhaltenden Fassade steckte mehr. Er sah es nun deutlich. Doch noch ehe er diese Augen weiter ergründen konnte, mischte sich mit einem Mal Bepo ein, welcher der Frau beruhigend eine Hand auf die Schulter legte:
„Wenn ich mich einmischen darf. Vertrauen Sie ihm ruhig. Er ist der beste Arzt den ich kenne!“
Law rollte lediglich seufzend mit den Augen. Doch...

„Also gut, bitte kümmere dich gut um sie.“
Und damit überreichte Mariella Law vorsichtig Cassy. Sie schenkte ihrer Hündin noch einen letzten Kuss auf das kleine Köpfchen, ehe ihre Augen beinahe erneut einen tränenden Ausdruck annahmen. Augenblick wand sie sich ab und verschränkte die Arme vor der Brust. Nachdenklich, mit dem Blick in die Ferne gerichtet, lehnte sie sich an die Reling und blickte auf den Hafen hinab. Sie konnte es sich nicht erklären. Woher dieser plötzliche Sinneswandel kam. Diese plötzliche Einverständnis und dieses Vertrauen in Fremde. Doch der Eisbär hatte etwas vertrauenserweckendes an sich. Er war es, der ihr Misstrauen und Ängste in den Hintern trat und sie damit vorerst verscheuchte. Zurück blieb nur noch die Sorge. Die Sorge, dass ihr Hund diese Operation überstehen würde. Gesund und vollkommen zufrieden.
Der Bär gesellte sich mit einem Mal zu ihr und lächelte sie mit einem großen Grinsen an. Allein dieses Grinsen steckte Mariella an und erwärmte ihr Herz.
„Hab keine Angst, Law kümmert sich gut um ihn.“
„Es ist eine sie – Cassy. Law?“
„Trafalgar Law, er ist unser Kapitän. Wir sind nämlich die gefürchten Heart-Piraten!“
Mariella lächelte leicht, ehe sie sich vorstellte und Bepo und noch einige weitere Mitglieder kennenlernte. Der Bär war voller Elan dabei, sie sämtlichen Crewmitglieder vorzustellen, als mit einem Mal ein starker Ruck das Schiff durchzog und die Blonde dadurch zu Boden stürzte. Mit einem Mal brach nackte Panik auf das Schiff aus. Alle Männer eilten hastig über Deck, riefen sich irgendwelche Anweisungen und Warnungen zu. Es wirkte wie Chaos und Ordnung zugleich. Obwohl alles so schnell und hektisch vor sich ging, wusste dennoch jeder was zu tun war und wo sich sein Platz befand. Mariella konnte sich das gesamte Geschehen nur überfordert ansehen, als mit einem Mal Penguin sie packte und hochzog.
„Ich muss dich unters Deck bringen, Mariella! Wir müssen abtauchen!“
„Was?“
Sie hatte nicht einmal die Zeit bekommen, einen klaren Gedanken zu fassen, da führte dieser sie bereits unter das Deck. Und kaum das hinter ihnen die Tür ins Schloss fiel, da ruckelte es erneut und das Schiff setzte sich in Bewegung. Sie hörte nur vereinzelt Stimmen, welche wirr durch den Flur hallten. Und eine davon lautete „Sagt dem Captain Bescheid, dass wir davon düsen!“
Verwirrt blickte Mariella von Penguin zum Fenster. Das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein. Sie musste doch mit Cassy zurück an Land. Zurück auf ihre Insel, zu ihrer Familie, zu ihren Freunden. Sie gehörte doch hierher. Kaum das diese Gedanken ein Ende gefunden hatten, da stürmte sie auch bereits auf das Fenster zu und tatsächlich...
Das Schiff setzte sich in Bewegung.
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