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14. März: Ein Pathologe ist auch ein Arzt [by Rosalie18]

OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character)
14.03.2020
14.03.2020
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14.03.2020 837
 
Tag der Veröffentlichung: 14.03.
Zitat:  „Hör auf mit den Zähnen zu knirschen, das ruiniert noch dein Lächeln." – Überleben
Titel der Geschichte: Ein Pathologe ist auch ein Arzt
Autor:  Rosalie18
Hauptcharaktere: Nina (OC), Luise (OC), Dr. Maximilian Weissenböck
Kommentar des Autors: Der OS hat sich beim Schreiben anders entwickelt, als ich es wollte.




Ein Pathologe ist auch ein Arzt

Nina konnte nicht glauben, dass sie wirklich hier war. Denn eigentlich wollte sie jetzt woanders sein. Wieso ließ sie sich jedes Mal aufs Neue von Luise breitschlagen?

„Ninchen, jetzt guck nicht so. Es wird bestimmt nett werden“, sagte Luise mit einem sanften Lächeln. Nina war sich da nicht so sicher. Ihre beste Freundin wusste, dass sie Verkupplungsversuche hasste und auf genau einen solchen lief der heutige Abend heraus und darauf hatte sie nunmal keine Lust. Sie wollte keine Beziehung und wenn sie doch einen Partner wollte, konnte sie sich den alleine suchen. Dazu brauchte sie nicht die Hilfe ihrer Freundin.

„Sehr nett. Während du dich mit Dominik vergnügst, kann ich mich mit seinem Kumpel befassen. Gut möglich haben wir keine Gesprächsthemen. Ganz tolle Aussichten, Lu“, moserte die blonde Frau.
Luise hob eine Augenbraue hoch und schüttelte ihren Kopf. „Max ist Arzt, da wird es euch sicherlich nicht an Gesprächsthemen mangeln. Außerdem werden wir uns sicherlich nicht vergnügen, solange ihr noch da seid.“

„Dein Wort in Gottes Ohr“, grummelte Nina wenig begeistert.



+++




Optisch war Doktor Maximilian Weissenböck nicht zu verachten, aber seine arrogante, besserwisserische Art ging ihr gewaltig gegen den Strich. Daher beteiligte sie sich auch nicht am Gespräch und stocherte lustlos in ihrem Essen herum. Nur wenige Bissen hatte Nina zu sich genommen, obwohl das Essen köstlich war.

„In welchem Fachgebiet sind Sie denn zuständig?“, drang sie sich dann doch durch zu fragen. Zu einem weil es sie interessiert und zum anderen weil sie immer die Blicke ihrer Freundin auf sich spürte.

„In der Pathologie“, antwortete Max mit einem Lächeln. Nina verschluckte sich gerade an dem Stückchen Brokkoli, dass sie dabei war zu essen. Ein Leichenfledderer. Auch das noch. Das hatte ihre beste Freundin mit keinem Wort erwähnt.

„Nina kannst du mir bitte kurz helfen?“, riss Luises Stimme sie aus ihren Gedanken und warf ihr einen bösen Blick zu. Dankbar über die Auszeit erhob sie sich und folgte ihrer Freundin in die Küche. Kaum war die Küchentür hinter ihnen ins Schloss gefallen, funkelte sie Nina auch schön finster an.

„Was soll das?“

„Das könnte ich dich auch fragen!“, blaffte Nina.

„Du könntest ruhig etwas netter zu Max sein.“

„Du hättest mir ruhig sagen können, dass Max Pathologe ist“, zischte sie aufgebracht. Luise verdrehte ihre Augen.

„Genau aus diesem Grund habe ich dir auch nur gesagt, dass Max Arzt ist, aber nicht was für eine Fachrichtung, weil ich genau wusste, wie du reagierst“, lächelte Lu.

„Das war ziemlich hinterhältig. Nenn mir einen Grund, wieso ich nicht einfach nach Hause gehe.“ Nina ärgerte sich maßlos über diese Täuschung. Pathologen waren ihr irgendwie suspekt und auch etwas gruselig.

„Weil ich deine beste Freundin bin und du mich lieb hast.“

„Ja, du bist meine beste Freundin oder warst es zumindest bis eben. Das muss ich nochmal überdenken“, brummte Nina.

Luise legte ihrer Freundin den Arm um die Schulter. „Ein Pathologe ist auch ein Arzt.“

„Ach sag bloß. Das hätte ich jetzt nicht gewusst.“ Ihre Stimme triefte nur so vor Sarkasmus.

„So schlimm war es jetzt doch auch nicht, eigentlich ist es ein ganz schöner Abend und Max ist doch ganz nett.“

„Nett? Der Typ ist total arrogant und von sich eingenommen, aber ansonsten ist es wirklich ein ganz netter Abend.“

Luises Lächeln wurde breiter und auf ihr Gesicht legte sich ein wissender Ausdruck. „Kann es sein, dass du auf den Doc stehst?“

Nina öffnete ihren Mund und schloss ihn gleich wieder. Das war vollkommener Schwachsinn. Sie stand ganz sicher nicht auf den Doc. „Ich stehe sicherlich nicht auf ihn. Wie kommst du denn darauf?“

„Ich habe Augen im Kopf, Ninchen.“

„Dann benötigst du eine Brille.“

„Lern ihn doch erst einmal besser kennen. Wir sollten außerdem  langsam mal wieder rübergehen.“ Nina nickte. Ihre Freundin hatte Sehnsucht nach ihrem Liebsten und sie wollte nicht unhöflich sein. Dominik war wirklich nett und er tat Lu gut. Ihr zu liebe würde sie sich zusammenreißen und wenn sie ehrlich zu sich war, stand sie eventuell doch auf den Doc. Nur würde sie das Luise jetzt noch nicht auf die Nase binden, sie würde es noch früh genug herausfinden. Er hatte zwar eine arrogante, besserwisserische Art, aber irgendwie passte es zu dem Pathologen. Vielleicht waren Pathologen doch ganz okay und sie sollte Menschen nicht vorschnell verurteilen, sondern erst einmal besser kennenlernen. Damit würde sie am besten sofort beginnen.



~*~






~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine echt lustiger OS. Die SOKOs kenne ich nicht wirklich. Der Geschichte konnte ich trotzdem folgen. Es war wirklich interessant Ninas Wandlung zu beobachten. :D

Eure lula-chan
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