Lieber lang, oder doch lieber kurz?

KurzgeschichteHumor, Fantasy / P16
Aaron "Hotch" Hotchner David Rossi Derek Morgan Dr. Spencer Reid Penelope Garcia
14.03.2020
14.03.2020
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14.03.2020 951
 
Eine liebe Freundin hat mich auf eine Challenge im Forum aufmerksam gemacht. Daran möchte ich mich jetzt mal versuchen.

„SUPERKRÄFTE“: Wähle eine Zahl und du erhältst von Nymphen, eine Superkraft.
Wie es genau abläuft, könnt ihr im Forum nachlesen. UND, es gibt auch noch Zahlen! Also ran an den Speck!!

Hier wird es gleich total albern, bescheuert und was weiß ich alles noch!!
                                                                      Spence-Love

A ja, meine Superkraft lautet: Haarkontrolle: (seine Haare wachsen lassen und wieder verkürzen können; die gezielte Kontrolle über die Bewegung der Haare)
****************          *************        ***********     ***********

„Morgan, hast du die Karte??-MORGAN???!!“
„Ja, ja, ich komme doch schon! Hier, fang auf! Ich bin gerade sehr beschäftigt.“

Spencer verdreht die Augen, während Morgan, wie ein geölter Blitz wieder zu dem Zimmermädchen zurück galoppiert.

Na ihm kann es ja gleich sein, aber wenn Hotch erfährt, was sich der gute Derek Morgan da während seiner Dienstzeit herausnimmt, wird es nicht gerade erfreulich für Morgan werden.

Spencer öffnet mit Hilfe der Karte die Türe zum Hotelzimmer, welches er sich NATÜRLICH mit Morgan teilt.

Seufzend wirft der junge Mann seine Tasche auf das Doppelbett und peilt mit müden Schritten das Badezimmer an.
<Geht es vielleicht auch etwas weniger grob?>
„Ach, halt den Rand! Ich…..“
Spencers Schlurfgang wird gestoppt, von ihm selbst. Klar, von wem auch sonst?

„Hallo??-Morgan, bist du das?!“
Spencer lauscht in die Stille hinein. Nichts zu hören.

„Wahnsinnig witzig, Derek Morgan, ha, ha! Gehe mal lieber wieder zu deiner Wischmopp-Trulla zurück.“
Recht verärgert und mit einem etwas schnelleren Tempo als vorhin, setzt Spencer seine Wanderung, mit dem Ziel: Badezimmer, fort.


<Ich weiß ja, dass du einen anstrengenden Tag hattest, aber so ein Rohling warst du echt noch nie!>
„SO, ES REICHT!! Wo hast du dich versteckt??!!“
Schwungvoll reißt Spencer die Türe zum Badezimmer auf. Aber kein Morgan hockt da lachend auf dem WC-Deckel. Vielleicht kauert er ja im Kleiderschrank? Oder…

<Nein, unter dem Bett hat sich der Gute auch nicht verkrochen. Wie könnte er dieses auch bewerkstelligen, er würde da ja gar nicht darunter passen.>

Spencers  Gesicht verzieht sich zu einer grotesken Maske des Leidens.
„Bitte nicht!! Bitte lasse es nicht meine Tasche sein, die da gerade mit mir redet.“

<Ist das denn wirklich so schlimm, Spencer?? Hallöchen auch, wie geht es dir? Würde es dir etwas ausmachen, mich ordentlich über eine Sessellehne zu hängen, so wie du es immer handhabst?>

Zuviel, viel zu viel, für zart besaitete Seele. Wimmernd schleudert Spencer die Hotelzimmer Türe auf und rast blindlings den Gang entlang.

„He, Junge, was ist denn los mit dir?“
Gerade noch so, kann Rossi, den völlig aufgelösten Spencer am linken Arm packen, eher dieser an ihm vorbeisausen kann.

„Die…die Tasche, sie…. sie hat….“
Mit einem warmen Lächeln legt Rossi seine Hände auf Spencers Schulter.
„Welche Tasche meinst du, Reid?“
„NA WELCHE TASCHE WERDE ICH SCHON MEINEN??!! MORGANS SCHMINKTÄSCHEN NATÜRLICH!!“, bellt Spencer jetzt nicht gerade leise und mit beißendem Spott, Rossi ins Gesicht.

„Kann ich demnach davon ausgehen, dass es deine Tasche ist, über die du mir etwas erzählen möchtest?“
„JAHAAAA!!“, brüllt sich Spencer jetzt fast die Seele aus dem Leib.

Und bevor Rossi nun irgendwie reagieren kann, macht Spencer kehrt und eilt zu seinem Zimmer zurück. Kopfschüttelnd blickt Dave dem jungen Mann nach. Der Arme ist völlig überarbeitet.


In der Zwischenzeit hat sich auch Morgan im Zimmer eingefunden. Mit einem schmutzigen Grinsen, jedenfalls interpretiert das Spencer so für sich, liegt er auf seiner Seite im Doppelbett.

So unauffällig wie möglich, linst Spencer zu seiner Tasche hin, auf der jetzt tatsächlich das linke Bein von Morgan ruht.

„Würdest du das bitte sein lassen?? Du tust ihr weh.“
Etwas verwirrt, richtet sich Morgan auf. Doch dann bleckt er auf wölfische Art seine Zähne.

„Keine Sorge, Kleiner. Sie mochte die etwas ruppigere Tour. Aber ganz abgesehen davon, ist es wohl etwas zu spät, mich darum zu bitten, wenngleich es aber auch wieder total süß von dir ist und….“
„Von was faselst du da eigentlich??!“, unterbricht Spencer Morgan ungehalten.
„Na von was werde ich wohl reden??! Natürlich über mein kleines Vergnügen, welches ich mit Babette vorhin erleben durfte.“

ARRRRR, DU HORNOCHSE!!!!! ICH SPRECHE VON MEINER TASCHE!!!! SIE HAT HALLÖCHEN ZU MIR GESAGT UND…….!“

                                                               „CUT!!!!!!“

Lachend boxte Matthew Shemar in den Bauch.“
„Man, wir hatten es doch fast!“
„Tut mir leid, aber ich kann einfach nicht anders, wenn du mit Leichenbitter Miene vor mir stehst und etwas von einer sprechenden Tasche brüllst. Sorry, aber da bin ich echt raus, Leute!“

Noch immer vor sich hin giggelnd, wischte sich Shemar die Lachtränen aus seinen Augenwinkeln weg.

„Ach komm schon, Honey, das wird bestimmt ganz großartig werden!“, mischte sich nun auch Kirsten ein.
„Was habt ihr beide denn nur geschluckt, als ihr euch diese Story ausgedacht habt??“
Über Shemars Kommentar musste nun die gesamte Crew lachen.

„Aber okay, da ich weder dir, noch unserem Alleskönner etwas abschlagen kann, probieren wir es eben noch einmal. Nur könnte mich Matthew nicht so intensiv ansehen, während er mir etwas von seiner sprechenden Tasche erzählt?“


                                                                   Ende: Kapitel 1