Change the Moment

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Harry Styles Louis Tomlinson OC (Own Character)
13.03.2020
03.07.2020
32
37.613
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30.06.2020 1.075
 
Harry

Ich sehe sofort, dass Louis geweint hat. Und nicht wenig. Außerdem ist er immer noch offensichtlich betrunken, halbnackt und ziemlich verwirrt.
„Was ist hier los? Und wagt erst gar nicht zu behaupten nichts. Ich will die Wahrheit und zwar sofort.“
Zayn sieht mich an. Ich sehe Zayn an.
Ich öffne den Mund, aber weiß nicht was ich sagen soll. Da war ich gerade erleichtert, dass Zayn mich nicht komplett für verrückt erklärt und bereit war mir zuzuhören und jetzt soll ich wieder von vorne anfangen? Ich bin nicht bereit es Louis zu erzählen. Mein Mund fühlt sich plötzlich trocken an.
Zayn hilft mir aus der Klemme.
„Lauren sagt, dass sie eigentlich Harry ist.“
Einen Moment herrscht überraschte Stille.
Dann bricht Louis in fast hysterisches Gelächter aus.
Zayn zuckt mit den Schultern. Er hats versucht.
„Was soll das für eine dumme Geschichte sein?“
„Naja, Lauren ist erstaunlich gut informiert dafür, dass sie nur eine alte Freundin von Harry sein soll.“
„Achja?“ fragt Louis.
Ich seufze und erzähle ihm Details von unserer ersten Tour, weil ich nicht persönliche Geschichten vor Zayn ausbreiten will.
„Das hat Harry dir bestimmt erzählt.“
„Hat er nicht, weil ich Harry bin und ich Lauren bis vor ein paar Tagen nicht mal kannte.“ rutscht es mir heraus.
„Wie?“
Zayn ist jetzt auch wieder verwirrt.
„Es sieht aus, als sollte ich besser vorne anfangen, oder?“
Louis setzt sich an Ort und Stelle auf die Fliesen.
„Ich bin ganz Ohr.“
„Wollen wir vielleicht in mein Zimmer gehen?“ macht Zayn einen äußerst vernünftigen Vorschlag.
Ich nicke.
Zayn bietet Louis seine Hand an und zieht ihn wieder hoch.
Dann entdeckt das Glas, dass Louis am Beckenrand hat stehenlassen.
Ohne Zögern kippt er es herunter. „Nüchtern ertrage ich das nicht.“
Louis nickt nur zustimmend.

Irgendwann haben wir es geschafft. Alle in trockenen oder überhaupt mal Klamotten sitzen wir auf Zayns Hotelbett. Der reicht mir noch ein Handtuch für meine nassen Haare. Louis lehnt sich an das Kopfteil des Bettes.
„Versprecht ihr mir mich nicht zu unterbrechen?“
Zayn nickt
„Wenns sein muss.“ murmelt Louis.
Beide sehen mich aufmerksam an. Dann fange ich an zu erzählen.
Wie wir hier im Hotel angekommen sind, wie Liam ins Zimmer gestürmt gekommen ist um uns mitzuteilen, dass er feiern gehen wollte und kein Nein erlauben würde. Wie er sich entschuldigt hatte einfach so hereingeplatzt zu sein.
Louis wirft mir einen Blick zu.
Auch er weiß, dass Liam uns bei nichts hätte unterbrechen können. Wir hatten schon länger keinen Sex mehr gehabt.
Ich erzähle, wie Louis nach dem Abendessen plötzlich über starke Kopfschmerzen geklagt hatte und ich zwar die Musik ausgestellt, aber mich ansonsten weiter für die Party zurechtgemacht hatte.
„Es tut mir leid, dass war blöd von mir. Ich hätte bei dir bleiben sollen.“ entschuldige ich mich.
Louis winkt nur müde ab. Er sieht aus, als würde sein Gehirn auf Hochtouren laufen.
Zayn mustert uns neugierig, hält aber den Mund.
Ich erinnere mich an die ersten Drinks in der Hotelbar, den Song, den Niall lautstark angestimmt hatte. An das Taxi. An Liam der mir ohne Vorwarnung auf den Rücken gesprungen war und wollte das ich ihn trage. An eine schummrige Bar, an die ersten Shots. Danach fühlt sich meine Erinnerung immer mehr an wie ein Film. Wir tanzten wie die Bekloppten auf der Tanzfläche, orderten noch mehr Drinks. Niall tanzte mit einem Mädel, dass Marie gewesen sein musste. Lauren kam dazu.
„Wir haben getanzt.“
Louis‘ Augen verengen sich.
Ich erinnere mich daran, dass ich Lauren an er Hand von den anderen weggezogen habe. Aber das musste ich ja nicht erwähnen, dass würde alles noch viel schlimmer machen.
„Dann hast du mich angerufen, oder?“ frage ich meinen Freund.
Louis nickt langsam.
„Harry hat mich weggedrückt. Mehrmals.“ antwortet er dann.
Ich registriere natürlich, dass er sich immer noch weigert mich als Harry anzusehen.
„Oh. Tut mir…“
„Lass gut sein. Was ist dann passiert?“
„Ich weiß es nicht.“
Und ich weiß es ehrlich nicht. Das nächste was ich weiß, dass ich in einem fremden Bett aufgewacht bin. In einem fremden Körper.
Ich erzähle von meiner Panik, von Maries Weigerung mir zu glauben. Wie wir uns dann einen Plan zurechtgelegt haben und es geschafft haben ins Hotel zu kommen.
„Und den Rest kennt ihr ja.“
„Wow.“ bringt Zayn hervor. Der Junge ist baff.
Aber das ist nichts im Vergleich zu Louis.
„Das kann nicht sein.“
„Ich weiß, aber das ist die Wahrheit.“
„Aber das kann nicht sein.“
„Wieso nicht? Willst du mir erzählen, dass Harry – ich setze den Namen mit meinen Händen in Gänsefüßchen – sich völlig normal verhalten hat?“
„Nein, aber…“
Er verbirgt den Kopf in seinen Händen.
„Das kann einfach nicht wahr sein.“
„Ich glaube dir.“ sagt Zayn jetzt, an mich gewandt.
„Danke.“
„Ich meine es ist völlig verrückt, aber sowas denkt sich doch keiner aus. Und diese ganzen Informationen kann doch sonst auch keiner haben.“
„Aber…“ Louis ist immer noch völlig verstört. „Wie??“
„Das würden wir alle gerne wissen.“
„Wir müssen rausfinden, was an diesem Abend noch passiert ist.“ beschließt Zayn. „Vielleicht sollten wir Liam und Niall suchen und sie fragen?“
„Nein!“
„Warum nicht?“
„Ich will nicht alle auf einmal einweihen…ich weiß nicht, dass fühlt sich nicht richtig an…“
„Hmm…aber wenn ich sie einfach so frage, was an dem Abend passiert ist? Ist das okay für dich?“
Zayn ist wirklich ein Goldstück. Ich bin gerührt, dass er mich in dieser Situation danach fragt, ob es okay für mich ist.
„Klar.“
„Okay.“ Er springt auf und eilt aus dem Raum.
Zu spät fällt mir auf, dass es vielleicht keine gute Idee ist, mit Louis alleine hier zu sein. Er war die letzten Momente ganz still. Ich habe keine Ahnung was in seinem Kopf vorgeht.
„Wie geht’s dir?“ frage ich ihn.
„Du meinst außer beschissen und verwirrt und jetzt schon verkatert?“
„Ja.“
„Ich habe keine Ahnung. Was soll ich denn davon denken, hm?“
„Glaubst du mir denn?“ frage ich leise.
Louis mustert mich.
„Keine Ahnung.“ wiederholt er.
Ich rutsche etwas unruhig auf der Matratze herum.
„Das vorhin…der Kuss…“ fange ich vorsichtig an.
„Ich will nicht darüber sprechen.“ unterbricht er mich barsch.
„Louis…bitte. Guck mir in die Augen und sag mir, dass du dich nicht zu mir hingezogen fühlst. Ich bin im Körper einer Frau, verdammt. Aber irgendwas in dir wusste sofort, dass ich Harry bin.“
Louis blinzelt.
„Ich vermisse dich.“ sage ich leise.
Meine Hand rutscht ganz von alleine seiner entgegen.
Wenn er sie jetzt wegziehen würde hätte ich verloren.
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