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Das Vermächtnis von Lyonesse

von smaili
GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P16
11.03.2020
29.11.2020
21
25.545
4
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16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.11.2020 2.501
 
Hallo,
hier eine flüchtige Skizze von Elisa. Ich bin mir noch unsicher, in welchem Stil die Charaktere präsentiert werden, deswegen bleibt es erstmal bei Bleistiftzeichnungen. https://www.deviantart.com/s-mai-li/art/Elisa-Sketch-861477553
oder auch auf dem Instagram Account the_lyonesse_legacy.

Die Grotte

Eigentlich war die Grotte eine Fehlkonstruktion.
Geplant gewesen war eine romantische Höhlenwelt, ein schattiger Rückzugsort, mitten in den Felsen. Durch unterirdische Gänge war das Naturgewölbe mit dem Ozean verbunden, ein Höhlensee aus Meerwasser sollte zum Baden einladen.
Doch an einem heißen Sommertag wie diesem war es in der Höhle unerträglich stickig. Außerdem rumpelte der Meereszug alle paar Minuten vorbei, der Krach hallte von den Wänden wider. Von einem romantischen Rückzugsort konnte nicht die Rede sein.
Kein Mensch wollte sich hier aufhalten.  In der schwülen Luft fiel Elisa das Atmen schwer. Trotz des leichten Badeanzugs trieb die Hitze ihr den Schweiß aus den Poren.
Aber sie musste Nadine suchen.
Barfuß lief sie auf dem steinigen Boden und rief nach dem Mädchen: „Nadine?“
Sonnenstrahlen durchbrachen die löchrige Höhlendecke und verliehen dem Gewölbe eine geisterhafte Atmosphäre. An den Felswänden reflektierte der sanfte Rhythmus der Wellen das einfallende Sonnenlicht.  Die anderen Kinder hatten Nadine bei der Grotte gesehen, das bedeutete nicht automatisch, dass das Mädchen auch in die Grotte gelaufen war. Eigentlich gab es im gesamten Park Überwachungskameras. In dieser Grotte aber waren sie kaputt und nicht gewartet worden, weil sowieso niemand freiwillig hierher kam. Elisa überlegte kurz, ob sie den Sicherheitsdienst darüber verständigen sollte, dass Nadine gesucht wurde.
Plötzlich bemerkte sie eine Bewegung im Wasser. War das Mädchen etwa in den Höhlensee aus Meerwasser gefallen?
Rasch lief Elisa zum kantigen Ufer.
Als sie glaubte, in dem dämmerigen Licht etwas erkennen, sprang jemand aus der Tiefe, packte sie am Handgelenk und zog sie mit einem gewaltigen Ruck in den See.
‚Maria‘, dachte Elisa, als sich das Wasser über sie schloss ‚So ist Maria gestorben. ‘
Sie wehrte sich. Ein Mann riss Elisa mit sich. Er war groß und kräftig. Er zog an ihrem Lederband, welches sie um den Hals trug, dem Lederband mit der knöchernen Kapsel. Gleichzeitig drückte er sie an ihrer Schulter immer weiter hinunter, so dass sie nicht auftauchen konnte.
‚Luft‘, dachte sie voller Panik ‚ich brauche Luft! ‘
Elisa meinte, in ihrem Gegner den Meermenschen zu erkennen, der sie zuvor im Park bedrängt hatte. Allerdings trug er weder Hut noch Sonnenbrille, noch Hemd. Anscheinend war er kahlrasiert. Unter Wasser konnte Elisas sehr schlecht sehen. Das war ihr im Moment ziemlich egal. Sie schlug um sich und kickte so gut sie konnte. An Land hätte sie ihn mit ein paar gezielten Tritten ausschalten können, aber unter Wasser war das eine ganz andere Geschichte.
Angst. Plötzlich war sie da, die Angst. Die Angst vor dem Tod.
Niemals hätte Elisa gedacht, dass sie solche Angst haben konnte. Sie wollte die Sonne wieder sehen, sie wollte das Schloss wieder sehen, sie wollte zu ihrem Onkel.Elisa brauchte dringend Luft. Aus Mund und Nase entwich lebensnotwendiger Sauerstoff. Der Mann zerrte weiter an ihrem Lederband, aber Elisa hielt es so fest, wie sie nur konnte. Sie würde die Kapsel nicht hergeben. Auch wenn sie jetzt sterben musste, die Kapsel wollte sie bei sich behalten.
Auf einmal spürte Elisa eine rasche Bewegung neben sich, etwas schoss im Wasser an ihr vorbei und verpasste ihrem Gegner einen mächtigen Schlag. Elisa war frei, der Mann ließ von ihr ab. Sein Körper verschwand im Irgendwo der Tiefe des Höhlensees. Elisa hatte keine Ahnung, wie weit sie gesunken war. Sie zappelte, wollte rudern und auftauchen. Doch jemand packte sie unter den Armen, zog sie rasch zur Oberfläche.
Luft!
Egal wie stickig die Höhle auch war, Elisa hatte das Gefühl, nie bessere Luft geatmet zu haben. Sie schnappte danach, stillte ihren Durst nach Sauerstoff.
„Elisa, hörst du mich?“, die Stimme war blechern, viel zu laut, unbekannt.
Und doch … . Der Jemand, der sie vor dem Meermensch gerettet hatte, hielt Elisa an den Schultern fest, hielt sie so über Wasser.
Elisa klammerte sich an den Jemand. Sie wollte nur noch atmen.
„Elisa, hörst du mich?“, wiederholte die Stimme. „Ich bin‘s. Arturo.“
Arturo.
Derjenige, der sie hielt, der sie vor dem Tod gerettet hatte, das war Arturo!? Das hier war kein elfjähriger Junge, wie in Elisas Erinnerung.
Natürlich nicht. Elisas Gedanken rasten.  Ihr Körper befahl, sich ausschließlich aufs Atmen zu konzentrieren. Aber das hier, das war Arturo. Ihr Freund, ihr Bruder. Ein erwachsener Arturo. Sie wollte ihm antworten, doch brachte sie nicht mehr raus als: „Hchh, hch … hhhh.“
Sie konnte ihn nicht richtig erkennen. Salzwasser brannte in ihren Augen, Salzwasser war immer noch in ihrem Mund. Elisa hustete.
„Elisa, bitte, hör mir zu.“ Warum sprachen alle Meermenschen so blechern? „Bitte, gib mir den Schlüssel!“, blechern und sehr, sehr ungeduldig.
Welchen Schlüssel denn?
Arturo blickte sich gehetzt um. Dabei spritzte er noch mehr Salzwasser in Elisas Gesicht.
„Hchhh …“, Elisa verschluckte sich.
„Bitte Elisa, gib mir einfach den Schlüssel um deinen Hals! Den Schlüssel, den ich dir damals gegeben habe!“
Meinte er die knöcherne Kapsel? Das war also ein Schlüssel.
Arturo packte Elisa fester an den Schultern: „Bitte!“
Immerhin zerrte er nicht rücksichtslos an dem Band, wie der mörderische Meermensch von vorhin. „Bevor jemand in die Höhle kommt! Bitte, gib ihn mir!“
Beinahe wäre Elisa gestorben. Arturo hatte sie gerettet, ihren Gegner niedergestreckt, mit einem Faustschlag? Sieben Jahre waren vergangen, seitdem sie sich gesehen hatten. Sieben lange Jahre.
Sieben Jahre, in denen Elisa täglich an Arturo gedacht hatte, sieben Jahre, in denen er Stück für Stück zu einem Phantom einer vergangenen Zeit geworden war. Jetzt war er hier, wirklich hier. Und alles, was Arturo wollte, war ein blöder Schlüssel.
Trotzig krampfte Elisa ihre Hand um den Anhänger: „Nein!“, röchelte sie.
Arturo schien sie gar nicht zu hören. Panisch wandte er sich um.
Vielleicht betrat in diesem Moment jemand die Höhle.
„Elisa?“ Rief da wer nach ihr? Offensichtlich wurde sie gesucht.
Da waren Menschen in der Grotte! „Elisa, bist du hier?“, hallte es von den Wänden.
Blitzschnell wandte Arturo sich zu Elisa: „Vertrau‘ mir einfach, ja? Du vertraust mir doch, Elisa?“
Wieder röchelte Elisa: „Hchchhh … nein!“
Anscheinend hatte er abermals nicht zugehört. Stattdessen sagte er nur: „Gut.“ Noch einmal blickte er sich gehetzt um.
Dann drückte er Elisa an den Schultern unter Wasser und tauchte mit ihr fast bis zum Grund des Höhlensees.
Schon wieder unter Wasser! Schon wieder keine Luft! Elisa hatte sprichwörtlich die Nase voll von der submarinen Schubserei. Außerdem hasste sie es, wenn sie die Kontrolle verlor. Sie wehrte sich, und zwar mit aller Kraft. Sie trat Arturo so heftig in den Bauch, dass er von ihr abließ. Schnell wollte sie auftauchen, aber blitzschnell zog er sie wieder hinunter.
Se würde ertrinken!
„Elisa, hör auf zu zappeln und vertrau‘ mir einfach!“, grunzte er wütend.
Was war das? Sie konnte ihn verstehen, unter Wasser, klar, deutlich und keineswegs blechern.
Soweit ihre Kräfte es noch zuließen, wollte sie ihn schlagen.  Aber sie fühlte, wie sie schwächer wurde, wie ihre Lungen brannten und nach Luft schrien. Arturo bemerkte ihre Schwäche, packte ihre Arme, so dass sie sich nicht mehr wehren konnte und drückte Elisa rasch an die Höhlenwand. Dann presste er seinen Mund auf Elisas. Sie konnte nicht mehr, sie musste jetzt einatmen. Sie öffneten ihre Lippen und war erstaunt darüber, dass tatsächlich Luft in ihre Lungen strömte. Arturo hielt ihre Arme immer noch fest an die Wand gedrückt, Mund an Mund, Lippen an Lippen und gab ihr so viel Luft, wie sie brauchte.
Er atmete für Elisa.
Sie waren immer noch fast am Grund des Höhlensees und Elisa bekam genug Luft. Ein neues Gefühl durchströmte sie, ein Gefühl der absoluten Sicherheit. Allmählich beruhigte sich Elisa. Als Arturo merkte, wie Elisas Anspannung abebbte, ließ er ihre Arme los, hielt sie mit der einen Hand an der Schulter, mit der anderen hielt er ihr Kinn, spendete weiterhin gleichmäßig Luft.
Nach einer Weile löste er sich plötzlich von ihr und hielt fest ihren Mund zu, so dass sie nicht aus Versehen Wasser einatmete.
„Vertraust du mir je …“, begann er.
Elisa ließ ihn nicht zu Ende reden. Schnell nahm sie seine Hand von ihrem Mund, fasste ihn am Nacken, zog ihn zu sich und presste wieder ihre Lippen an seine. Sie wollte das Gefühl der absoluten Sicherheit nicht verlieren.
Er akzeptierte das, atmete weiter für sie, entfernte aber ihren Griff von seinem Hals.
Elisa spürte etwas Raues an der Seite seines Halses, drei oder vier streifenartige Einkerbungen. Arturo wollte anscheinend nicht, dass sie diese Hautfalten berührte.
Dann fiel es Elisa wie Schuppen von den Augen: Kiemen. Arturo hatte Kiemen, mit denen er unter Wasser atmen konnte.
Schon als Kind waren ihr diese Streifen an seinem Hals aufgefallen, die erst bei Berührung mit Wasser erschienen. Aber sie hatte sie nicht zuordnen können.
Dann presste er wieder eine Hand vor ihren Mund. Für ein paar Sekunden würde sie die Luft anhalten können.
„Elisa, wir müssen weg von hier.“, sprach er, klar und deutlich. „Ich werde dir alles erklären, alles was du wissen willst. Aber nicht in dieser Höhle. Nicht in diesem Wasserpark. Hier sind zu viele Menschen.“
Weg? Wieso weg? Sie hatte ein Kind zu suchen. Sie musste zurück zu ihrer Gruppe. Sie konnte nicht weg!
Wieder brauchte sie Luft.
Nach einigen Atemzügen, fragte Arturo: „Ich werde dich von hier fortbringen. Vertraust du mir jetzt?“, fragte er.
Elisa schüttelte den Kopf. Das war gemein. Er plapperte munter unter Wasser drauf los, während sie nur blubbernd protestieren konnte.
Anscheinend nützte das Kopfschütteln nichts. „Box’ mich einfach, wenn du Luft brauchst, ja? Aber nicht so stark wie vorhin, bitte.“, redete er weiter.
Verstand er überhaupt? Sie wollte nicht mit ihm fort. Sie boxte ihn gleich.
Darauf presste er noch einmal seine Lippen auf ihre. Das war ein totales Missverständnis.
Na, das war ja ein tolles Wiedersehen. Erstens sah sie so gut wie gar nichts unter Wasser, dann verstand Arturo sie völlig falsch und außerdem war sie in dieser Situation total abhängig von ihm.
Sie deutete mit dem Daumen nach oben, dass sie auftauchen wollte.
„Also bist du bereit?“, interpretierte er ihre Geste.
Elisa schüttelte wieder den Kopf. Entweder konnte er sie nicht verstehen oder er wollte sie einfach nicht verstehen. Schnell packte Arturo Elisa, drehte sie, so dass sie ihm den Rücken zuwandte. Mit einem Arm hielt er ihre Taille, die andere Hand presste er über ihren Mund und ihre Nase. Dann schwamm er los, hielt Elisa fest.
Elisa hatte keine Ahnung, wie er das machte, mit dem Schwimmen, er schien sich kaum zu bewegen. Sie bemerkt nur ein, zwei wellenförmige Bewegungen seiner Beine. Er war sehr schnell. Plötzlich befanden sie sich in einen der Felsengänge, die die Grotte mit dem Meer verbanden.
Ohne Licht, stockfinster, Elisa geriet in Panik.
Kaum knuffte sie Arturo mit dem Ellenbogen, spürte sie bereits seine Lippen auf ihrem Mund. Dabei stieß sie im Dunkeln mit dem Kopf gegen die Felswand. Vor Schreck schluckte sie Wasser, wollte husten, aber das ging ja nicht unter Wasser.
„Verflucht“, hörte sie nur Arturo sagen.
Elisa hatte einen totalen Hustenreiz, sie zappelte, hatte Angst. Arturo drückte sie nun fester an sich, eine Hand vor ihren Mund und Nase und schwamm einfach weiter.
Elisa hatte, das Gefühl, zu ersticken. Außerdem spürte sie Arturos Herzschlag und der schien aufgeregter als ihrer. Von Vertrauen keine Spur.
Am liebsten hätte sie Arturo jetzt in die Hand gebissen, damit er sie losließ.
Aber sie hatte Angst, noch mehr Wasser zu schlucken.
Als sie glaubte, das Bewusstsein zu verlieren, durchbrachen sie die Oberfläche. Elisa sog die Luft ein, öffnete den Mund, soweit sie konnte, prustete und hustete. Zunächst dachte Elisa, sie wären auf dem offenen Meer. Aber als sich ihre Augen an die grelle Sonne gewöhnt hatten, erkannte sie Felsen. Anscheinend mündete der unterseeische Gang in diese Bucht.
Elisa war so mit Luft holen beschäftigt, dass sie gar nicht merkte, wie sie sanft zu einem kleinen Strand geschoben wurde. Erst als sie sandigen Boden unter ihren Füßen spürte, kam sie einigermaßen zur Besinnung. Sie watete, so gut ihre wackeligen Beine sie tragen konnten, durch das azurblaue Wasser zum Strand. Der Schreck steckte ihr noch in den Knochen. Und sie war wütend. So wütend.
Neben ihr tauchte Arturo aus dem Wasser auf. Auch er atmete schwer, hustete, hielt sich die Kehle.
Er würgte sogar, während er versuchte, mit Elisa Schritt zu halten. Anscheinend war er groß, nur konnte Elisa nicht erkennen, wie groß, weil er gekrümmt neben ihr durch das Wasser stolperte.
„Du Idiot“, keuchte Elisa, Schreien ging nicht, dafür fühlte sie sich noch zu luftarm. „Du … bescheuerter … Idiot!“.
Fast hatte sie den Strand erreicht. Sie hoffte, nicht vorher umzukippen, so schummrig war ihr. Ihre Beine waren schwer, das Wasser erschien ihr zäh wie Pudding.
Arturo ging es nicht besser. Er würgte und hustete, dabei massierte er seinen Kehlkopf. Elisa beobachtete ihn, wie er keuchte.
Er trug eine Hose, schlammfarben wie die des Meermenschen aus dem Aqua Antica. Seine lockigen Haare waren kurz. Die Kiemen am Hals waren deutlich zu sehen. Er hatte einen schlanken, trainierten Körper, nicht so muskulös wie der Meermensch vom Park. Seine Haut war blass. Arturo wankte gebeugt und war anscheinend kurz davor, sich zu übergeben.
„War es so schlimm, mich zu küssen, dass du kotzen musst?“, zischte sie, als sie ihn so leiden sah.
Elisa hatte nur noch wenige Schritte zum Strand.
Arturo torkelte neben ihr durch das Wasser. War sein Gesicht vorher schon so rot gewesen?
„Ich habe dich nicht geküsst“, krächzte er heiser.
Elisa sagte kein Wort mehr, stapfte wütend zum Strand.
Arturo folgte ihr.
Er massierte immer noch seinen Hals. „Vielmehr habe ich dich gerettet.“ Seine Stimme klang wieder blechern, wurde aber durch das Kneten des Kehlkopfes geschmeidiger.
Elisa setzte sich in den Sand.
Niemand außer ihnen war hier. Kein Wunder, die kleine Bucht war von steilen Felsen umgeben, keine Möglichkeit, sie vom Landweg aus zu erreichen.
„Gerettet, dass ich nicht lache“, sagte sie trotzig. „Ich wäre beinahe ertrunken.“
„Wärst du nicht. Ich war doch bei dir“, Arturo hatte sich am Strand auf die Knie fallen lassen, stützte sich vornübergebeugt mit einem Arm ab während er mit der anderen Hand immer noch seine Kehle massierte.
Elisa dachte an den Höllentrip durch den unterseeischen Gang. „Du hast doch keine Ahnung, wie sich unsereins unter Wasser fühlt, du Freak!“
„Ich bin kein Freak“, keuchte Arturo.
„Na dann eben du …, du … Meermensch.“ Ein schlimmeres Schimpfwort fiel ihr im Moment nicht ein.
Daraufhin sagte er gar nichts. Er kauerte auf allen Vieren, starrte auf den Boden. Wasser tropfte von seinen nassen Haaren auf den weichen Sand.
Nach einer Weile meinte er: „Streng genommen bin auch kein richtiger Meermensch.“
Seine Stimme war jetzt klar und deutlich, nicht mehr blechern, oder zu laut. Eigentlich fand Elisa sie ganz angenehm, warm, dunkel.
Elisa wartete.
Als er nichts weiter sagte, fragte sie genervt: „Verdammt, was bist du denn dann?“
Endlich blickte er sie an. Ja, das waren Arturos Augen, grün mit zartem Kupferschimmer: „Verdammt, was bin ich denn dann?“
Sein Stimme bebte, fast fauchte er: „Elisa, ich bin ein verfluchtes, verdammtes Experiment.“
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