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10. März: Freunde für alle Lebenslagen [by ladyfangirl]

OneshotHumor, Übernatürlich / P12 / Gen
Anthony J. Crowley Erziraphael
10.03.2020
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Tag der Veröffentlichung: 10.03.2020
Zitat: „Alles ist eines Tages dem Untergang geweiht.“ - Chroniken der Unterwelt - City of Glass
Titel der Geschichte: Freunde für alle Lebenslagen
Autor: ladyfangirl
Hauptcharaktere: Anthony J. Crowley, Erziraphael
Nebencharaktere: -
Pairings: -
Kommentar des Autors: Lange bevor es zur Apokalypse kommt, sind ein Engel und ein Dämon fast schon so etwas wie beste Freunde. So kann ein Wunsch nicht abgeschlagen werden, auch wenn es noch so sehr versucht wird ...

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Freunde für alle Lebenslagen

*****

"Das muss aufhören", so genervt wie nur möglich setzt sich Crowley auf die Parkbank und versucht so desinteressiert wie nur machbar auszusehen. "Es kommt sonst noch irgendwann jemand auf die Idee, das wir Freunde sein könnten."
"Unsinn, wir sind es doch schon lange", ein weiteres Stück Brot findet den Weg zu den Enten und der Fütterer lächelt vor sich hin. "Wir kennen uns schon sechstausend Jahre und treffen uns immer mal, das kann man zu recht als ´Freunde´ bezeichnen, mein Lieber."
"Nur weil wir uns kennen, muss es doch nicht heißen, dass wir auch befreundet sind."
"Ich würde es aber schon so sehen", die letzten Krümel vom Brot werden verfüttert und so bekommt der dunkelangezogene Mann auf der Bank die volle Aufmerksamkeit. "Immerhin bist du ja sofort hergeeilt, als ich dich darum bat." Mit einem umwerfenden Lächeln wird Crowley gemustert.
"Es klang wie ein Notfall und ich käme in die Hölle, wenn ich einem Engel die Hilfe verweigere."
"Du bist aus der Hölle, Crowley, würde also keinen großen Unterschied machen, richtig?"
"Müssen wir das jetzt ausdiskutieren? Ich bin da, also, was gibt´s?"
"Ich brauche jemanden, der für eine kleine Weile auf den Laden aufpasst."
"Eher geht die Welt unter."
"Alles ist eines Tages dem Untergang geweiht. Also zählt das nicht. Und es ist auch noch nicht so weit. Außer du lässt mich im Stich, dann könnte der Weltuntergang schneller kommen, als gedacht. Es sind nur für zwei, maximal drei Tage." Erziraphael lächelt seinen dämonischen Freund gewinnbringend an, mit einem Hauch Flehen im Blick.
"Dann friert eben eher die Hölle zu." Crowley winkt ab und versucht dem Blick seines Sitzbanknachbarn zu ignorieren.
"Ließe sich als Wunder sicher einrichten, und ich denke mal, Gabriel würde das ziemlich witzig finden."
"Ja, witzig würde es auf jeden Fall sein. Genauso zum Lachen wie Weihwasser im guten Höllenkristall." Crowley verdreht die Augen. "Warum kannst du nicht selber auf dein seltsames Hobby aufpassen?"
"Ich habe Nachricht bekommen. Ein Sammler seltener Bücher ist verstorben und seine Erben wollen den Nachlass zu Geld machen, da sie keinen Nutzen in den beschriebenen Schriften sehen. Und bevor sie die Sachen verbrennen, will ich retten, was zu retten ist."
"Du willst also nur noch mehr von dem nutzlosen Krempel anschleppen?"
"Bücher sind nicht nutzlos. Sie helfen dir, wenn es schlecht geht, oder sie bringen dich zum Lachen, wenn du es brauchst. Bücher sind wundervolle Weggefährten, sie machen dich bereit für das nächste Abenteuer."
"Für das ich aber so gar nicht bereit bin", theatralisch winkt der Dämon ab und scheint sich für die Wolken am Himmel brennend zu interessieren. Sein Blick kommt von dort gar nicht mehr los.
"Dann sieh es doch als Chance diese Abenteuer zu entdecken, wenn du auf den Laden aufpasst. Vielleicht findest du etwas für dich, ein Buch, was dich fesselt."
"Ich denke du hast das Dämonenfesslungswerk und die Bannkreise nicht in deinem Laden?"
"Natürlich nicht, ich bin doch kein schlechter Freund. Ich meinte das Fesseln ja auch mehr im metaphorischen Sinne." Erziraphael strahlt sein bestes Engelslächeln. Denn er hat seinen Freund am Haken, und Crowley wird es auch gleich erkennen. "Du weißt genau, wie ich es meinte und du würdest mir den Wunsch auch nicht ausschlagen, oder?"
"Ich wüsste nicht, wie", resigniert gibt Crowley auf. "Wird ja schon nicht das Ende der Welt bedeuten, oder?"
"Nein, das haben wir noch lange nicht vor uns. Es ist nur ein kleiner Gefallen zwischen Himmel und Hölle." Zufrieden reicht der Engel seinem Freund einen kleinen Schlüssel. "Um die Blumen brauchst du dich nicht kümmern, ich habe sie erst gegossen. Um es dir etwas angenehmer zu machen, habe ich dir eine Kiste Wein aus dem Keller geholt. Einen 1967er Spätburgunder, ein guter Tropfen. Fühl dich wie Zuhause, nur kein offenes Feuer. Danke." Damit springt Erziraphael auf und macht sich auf die Jagd nach den neuen Büchern, seine Alten sind ja in besten Händen ...

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~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Mal wieder ein Fandom, das ich nicht kenne. Zum Verständnis dieser Geschichte war das aber auch nicht nötig. Ladyfangirl hat hiermit eine echt humorvolle Geschichte geschaffen, die mich zum Schmunzeln gebracht. Das Zitat wurde wirklich gut eingebaut. Das hat mir gut gefallen.

Eure lula-chan
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