Meine Affäre mit einem der berühmtesten Männer der Welt

von DeboraLi
GeschichteRomanze / P18
OC (Own Character) Richard Kruspe Till Lindemann
10.03.2020
28.04.2020
3
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10.03.2020 1.622
 
Hallo liebe Leser,

Ich kläre euch lieber gleich darüber auf, dass ich noch nicht so lange im Rammstein-Fandom bin. Ich habe mich dem erst vor ein paar Monaten geöffnet und wurde dann kopfüber mit Haut und Haaren hineingesaugt. Daher vergebt mir bitte die ein oder andere Unwissenheit oder Ungenauigkeit. Außerdem ist das meine erste Geschichte und ich bitte auch diesbezüglich um einen gnädigen Blick. Immer her mit konstruktiver Kritik und Tipps. Ich hoffe sehr, dass euch meine verrückten, wilden, verträumten und verruchten Gedankengänge doch irgendwie gefallen.

Viel Spaß!

                           

Ich stehe in unserem Bad und mache mich gerade fertig. Ich kämme meine braunen Haare, die mittlerweile wieder bis knapp über meine Schultern fließen. Dabei sehe ich in den Spiegel, überprüfe meinen Hintern und meinen üppigen Ausschnitt und mir gefällt was ich sehe. Ich singe ein Lied aus dem Radio mit und bin bester Laune.
„Lou!“ höre ich ihn auf einmal schon laut von der Treppe zu unserer Wohnung rufen. Mein Mann scheint sehr aufgebracht zu sein und ich frage mich, ob er irgendwas über mein Geheimnis herausgefunden hat, aber nein, wie sollte er? „Lou!!“ ruft er mich noch einmal. Ich öffne die Badezimmertür und da steht er schon vor mir  und gestikuliert heftig mit einer Klatschzeitung. Ich beiße mir auf die Unterlippe und seufze, ‚Ups‘ denke ich.
„Kannst du mir das erklären, ich schnall es nicht“, sprudelt es aus ihm heraus „Oder warte, sag mir einfach, dass du das auf dem Bild nicht bist und, dass die dir einfach sehr ähnlich sieht.“
„Darf ich es vielleicht erst mal sehen?“ frage ich vorsichtig. Ich kann mir zwar ungefähr denken, was auf dem Bild zu sehen ist, aber gesehen habe ich es noch nicht. Er knallt mir die „Frau von heute“ hin und ich sehe, dass sich meine Befürchtung bewahrheitet. Auf der Titelseite prangt in großen Lettern der Titel: „Sprießen Liebestriebe im Paradies? –Exklusive Fotos von Rammstein-Frontmann Till Lindemann – Wer ist seine neue?“ Außerdem ziert ein Paparazzi Schnappschuss von besagtem Sänger die Titelseite des Klatschblattes. Er spaziert einen langen weißen Palmenstrand mit klarem blauem Wasser entlang. Seinen Arm hat er dabei um eine brünette Frau im Bikini und weißen Strandumhang aus Spitze gelegt- um mich.
„Ähm, ich bin nicht die Frau auf dem Bild und sie sieht mir einfach sehr ähnlich“ versuche ich es mit gequältem Gesichtsausdruck. ‚Diese verdammten Fotogeier‘ denke ich dabei. „Verarschen kann ich mich selber!“ schreit Manu mir aufgebracht entgegen. „Komm Schatz, ich kann dir alles erklären, okay?“ frage ich und bin in dem Moment unendlich froh, dass unsere beiden wunderbaren Mädchen im Kindergarten sind.
„Ich verstehe es aber, wenn du Zeit brauchst um es erst mal zu verarbeiten, komm einfach zu mir, wenn du bereit bist. Ich wollte es dir echt sagen“ flüstere ich noch. Er ist immer noch sehr aufgebracht und ich sehe, wie sich Wut, Unglauben, Trauer, Verwirrtheit und auch Interesse in seinem Gesicht abwechseln. „Ach komm“, schleudert er mir entgegen: „Lass mich einfach!“ Und damit stürzt er aus unserer Wohnung. Ich seufze „Scheiße! Verdammte Scheiße!“. Ich wollte nie, dass er es so erfährt. Dann muss ich weinen.

                                                                                                    ***

Es ist Abend geworden und Lotta spielt gerade mit Runa auf ihrer Spieldecke, als er zurückkommt. Ich lächle ihn schwach an. Wir reden nicht viel miteinander während wir unsere wunderbaren Mädchen bettfein machen und ihnen noch etwas vorsingen. Als die beiden eingeschlafen sind, setzen wir uns zusammen aufs Sofa. Ich warte, bis er bereit ist und nach ein paar Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, fragt Manu: „Was zur Hölle Lou? Ich erfahre aus einem Klatschblatt, dass du eine Affäre hast?! Und das nicht mit irgendwem, sondern mit Till fucking Lindemann!“
Ich sehe ihn gequält an: „Ich wollte wirklich nicht, dass du es so erfährst. Darf ich es dir bitte erklären?“ Er nickt und sieht mich mit verschränkten Armen an. Dann fragt mein Mann mich: „Hat er dich gefickt??“ Ich werde leicht rot weil mir auf einmal Bilder ins Gedächtnis gerufen werden. Bilder davon, wie Tills Finger über mein Brustbein zu meinem Hals wandern. Bilder davon wie sich seine großen Hände in meine Schultern graben. Und Bilder von diesem einen mal, als er mich beim Kochen überrascht hat. Er steht hinter mir, eine Hand an meiner Hüfte, er lüftet meinen Rock und..
„Ja“ sage ich leise „Wir haben miteinander geschlafen.“ Er schüttelt den Kopf halb angewidert, halb fasziniert. „Lass es mich dir doch bitte erklären!“ Er sieht mich auffordernd an. „Ich war doch mit Lara in Hamburg-„ „Ach das hat also gestimmt? Ich hab ja keine Ahnung wo du dich in letzter Zeit so rumgetrieben hast, wenn du angeblich mit Freundinnen unterwegs warst!“ Mein schlechtes Gewissen wiegt Tonnen, ich blicke schuldbewusst drein und muss mich zurückhalten, nicht wieder zu weinen.

„Ja, du hast Recht. Dieses Mal war ich wirklich mit Lara in Hamburg, da kannte ich Till ja noch nicht.  Sie hatte über ihren Bruder und seine Band irgendeinen Kontakt, der uns in so einen Nobelclub reingebracht hat. Das war echt krass dort: die einen Promis trinken Champagner und die anderen Koksen sich gleich die Birne weg. Naja, auf jeden Fall saßen wir da an so nem Ecktisch und haben an unserem sündhaft teuren Wodka genippt. Da hab ich ihn dann zum ersten Mal gesehen. Ich hab Lara angestoßen und gesagt ‚Boah schau mal, das ist doch der Sänger von Rammstein‘. Sie hat rüber geschaut und gemeint ‚Stimmt, das ist der echt.‘ Auf jeden Fall hatte er einen seiner Kollegen dabei, Richard-„

„Du hast Till Lindemann und Richard Kruspe getroffen? Alter!“ sagt er  ungläubig. Manu ist ein riesengroßer Rammstein-Fan. Er hat ihre Musik und ihre Texte schon seit frühester Jugend geradezu inhaliert. Ich habe mich erst vor ein paar Monaten von ihm überzeugen lassen, dass die sechs Männer, wirklich liebenswert sind und geniale Musik machen.

„Naja jedenfalls hatte Richard an diesem Abend die falschen Drogen, oder zu viel davon genommen. Okay, Lara und ich haben da ja überhaupt nicht reingepasst, und das hat man uns auch angesehen. Er ist auf jeden Fall total zugedröhnt oder besoffen oder sonst was, zu uns rüber gekommen und wurde echt ausfallend. Er hat uns teilweise sehr anzüglich angemacht und auch beleidigt, das war echt nicht schön! Till war das wohl sehr unangenehm. Er erhob sich und kam zu uns rüber. Erst hatte er seinen Freund zu einem leeren Platz im Lounge-Bereich begleitet und ihn dort mit einem Glas Wasser abgesetzt. Richard sackte dort zusammen und Till kam zu uns herüber. Ich war so aufgeregt. Er entschuldigte sich ganz oft und fragte ob er uns einen Drink ausgeben dürfe. Wir nickten und bestellten über ihn zwei Wodka-Energy. Er brachte uns die Getränke mit und setzte sich zu uns. Wir redeten kurz über seinen Freund, der mittlerweile auf dem Sofa eingeschlafen war und leicht sabberte. Immer wenn Tills Blick auf mich fiel wurde ich tiefrot. Er hat es in dem gedämpften Licht bestimmt nicht gesehen. Sein Blick war einfach so intensiv und eindringlich, als würde er ganz tief in mein innerstes schauen wollen. Ich habe mich gleich sehr gut mit ihm verstanden. Er hatte links von mir Platz genommen, so dass Lara und er sich gegenüber saßen und ich übereck zu ihm. Während wir immer angeregter miteinander ins Gespräch kamen und Lara nur noch hin und wieder etwas einwarf, rutschten wir unbewusst näher zueinander.
Unsere Hände und Unterarme berührten sich immer wieder zufällig. Wir sprachen über Reisen und aufregende Städte. Über Musik und über Hamburg. Über das Meer und wieder über Reisen. Die Zeit verging und wir tranken währenddessen immer weiter. Ich lachte über eine Bemerkung, die Till über einen koksenden Jüngling gemacht hatte, der sich beim dabei total verschluckt hatte. Auch Till musste herzhaft lachen und seine Hand legte sich für einen Moment auf meinen Oberschenkel. Dann blickte er zu seinem Kumpel, der sich augenscheinlich zu übergeben drohte. ‚Meine Lieben, ich muss wohl aufbrechen‘ sagte er mit einem Seitenblick zu Richard, der zu würgen begonnen hatte. ‚Sehr schade‘ sagte ich, da ich den Abend echt genossen hatte. Ich beschloss aufs Ganze zu gehen und schrieb meine Handynummer auf einen Bierdeckel, den ich Till zuschob.
Wir verabschiedeten uns mit Küsschen links und rechts, so wie er sich auch von Lara verabschiedete. Von seinem herben Duft wurde mir ganz schummerig. Er stützte Richard auf dem Weg nach draußen. Dann war er weg. Ich konnte den restlichen Abend nur noch an ihn denken und von ihm reden. Lara war schon ziemlich genervt. Bald darauf fuhren wir auch zurück in unser Hotel. Wir Tranken noch einen Absacker und legten uns schlafen. ‚Er meldet sich bestimmt nicht. Ist doch voll der Promi‘ denke ich ‚War aber immerhin voll cool ihn zu treffen‘ ist mein letzter Gedanke bevor ich, in das weiche Hotelbett gekuschelt, einschlafe.
Als ich wieder aufwache, ist nur etwa eine Stunde vergangen. Ich weiß zunächst nicht, wo ich bin, doch dann orientiere ich mich und weiß auch gleich, was mich geweckt hat: Mein Handy klingelt. Im Affekt nehme ich ab und melde mich verschlafen.
‚Hallo, hier ist Till.‘ Diese tiefe, angenehme Stimm! Auf einmal bin ich hellwach. ‚Hi‘ murmle ich dennoch schlaftrunken und versuche dabei so cool wie möglich zu klingen. ‚Unser Gespräch vorhin hat mir sehr gefallen und ich musste ja leider Richard in seine Wohnung bringen. Darf ich dich abholen?‘ Ich reibe mir verwundert die Augen ‚Jetzt?‘ frage ich. ‚Ja jetzt‘…