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Ozean Love

von Kazume
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character) Trafalgar Law
10.03.2020
29.09.2022
64
86.930
62
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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25.05.2020 1.604
 
Bepo rannte durch die Korridore, bis er endlich die Tür des Käpt’ns erreicht hatte und nun dagegen hämmerte.
„Was ist denn so dringend, Bepo?“, rief Law genervt aus seinem Büro. Er erkannte nach so vielen Jahren die Schritte jedes einzelnen Crewmitglieds.
„E-Entschuldige die Störung, Käpt’n. Aber das solltest du dir ansehen.“ Der Eisbar überreichte dem ehemaligen Samurai die Tageszeitung, die auch aus der Ferne erkennbar den Titel ‚Der neue Piratenkaiser‘ trug.  Genervt überschlug Law die Beine und begann zu lesen. Er wusste was in diesem Artikel stehen würde, schließlich hatte er dessen Inhalt selbst konzipiert.
Aber nach dem ersten Absatz schüttelte er kaum merklich den Kopf und begann erneut mit dem Lesen. Das war schlecht. Ganz schlecht.

~

„Ruffy?“, fragte die Navigatorin ihren Kapitän. Die gesamte Crew  hatte mittlerweile die News studiert und unterhielt sich seitdem lautstark drüber.
„Das war doch von Anfang an der Plan von diesem albernen Plüschkopf!“, schrie Zorro wütend.
„Und ich sage es dir zum hundertsten Mal: war es nicht!“, erwiderte Majikku.
„Deine Meinung interessiert hier keinen, Zauberfee. Und du solltest deinen Geliebten vielleicht nicht so in Schutz nehmen, schließlich reitet dich das hier ganz schön in die Scheiße.“, dabei wedelte er herausfordernd mit der Zeitung vor ihrem Gesicht.
„Nenn ihn noch einmal meinen Geliebten und ich schieb die diese Neuigkeiten dahin, wo die Sonne niemals hinscheint!“
„Wenn du nicht gerade ‚vor Liebe blind‘ bist, kannst du es ja mal probieren.“, lachte der Grünhaarige laut und äffte somit den Wortlaut des Artikels nach. Aufgebracht riss Majikku ihm das Papier aus der Hand, rollte es und zog es ihm kraftvoll über den Hinterkopf.
„Du bist wirklich nicht klug, wenn du dich mit jemandem anlegst, dessen Kopfgeld so viel höher ist als deines.“, bohrte sie in der Wunde, schließlich hatte sie ihn nun überholt.
„Mal sehen wie viel Geld du noch wert bist, wenn ich dich erst einen Kopf kürzer gemacht habe.“, drohte der Schwertkämpfer und ging in Kampfhaltung über. Ebenso die Blauhaarige.

Plötzlich schossen unzählige Arme aus dem Boden und machten beide Piraten bewegungsunfähig.
„Das reicht jetzt. Wenn ihr euch nicht bald vertragt, stecke ich euch in eine kleine Kammer und warte bis nur noch einer lebendig herauskommt. Notfalls helfe ich nach. Habt ihr das verstanden?“, Robin richtete ihre eisblauen Augen mordlustig auf die beiden Streithähne und war dabei so überzeugend, dass diese nur wortlos nickten.

„Ruffy?“, fragte Nami erneut und tippte dem Strohhutträger auf die Schulter. Er hatte den Artikel gelesen und seitdem nur stumm geradeaus gestarrt.
„Das macht keinen Sinn. Ich habe das Ganze höchstpersönlich an Morgans übergeben und jetzt –“, ein bekanntes Klingeln riss ihn aus seinen laut ausgesprochenen Gedankengängen. Mit herabhängendem Kopf schlurfte er ins Innere des Schiffes.
Die Orangehaarige blieb zurück und biss die Zähne zusammen. So missmutig war er selten und sie hasste es ihn so zu sehen. Ruffy machte sich seit ihrer Abreise Vorwürfe, weil er gegen Kaido nichts hatte ausrichten können. Und das obwohl Majikku ihm mehrfach erklärt hatte, dass auch Law nur aufgrund ihrer Magie wirksame Attacken hatte landen können.
Darüber hinaus hatte er in Morgans einen Freund gesehen,  zumindest seit ihrer Auseinandersetzung mit Big Mom und ihm bezüglich der Berichtserstattung absolut vertraut. Und das war wohl ein Fehler gewesen.  Nami seufzte. Womöglich fand Ruffy es nun sogar gerechtfertigt, dass nicht er den Titel des Kaisers verliehen bekam.



Beim Abendessen hatte die gesamte Crew am Tisch Platz genommen. Ruffys Laune schien sich gebessert zu haben, nachdem er mehrere Stunden mit verschiedenen Telefonaten verbracht hatte. Gemeinsam mit Nami hatte er ein neues Ziel erwählt und es soeben den anderen vorgestellt, worauf jedoch nicht alle begeistert reagierten. Denn es sollte sich um eine sehr heiße Insel handeln.
„Wenn ich mich dann auch einbringen dürfte.“, erhob Robin die Stimme, welche  sich bezüglich der Route eher selten zu Wort meldete. „Ich finde wir befinden uns an geeigneter Position für einen kleinen Abstecher. Nach Kilauea.“
„Kilauea? Was soll das denn sein?“, fragte Sanji.
„Klingt langweilig. Ich bin dagegen.“, bemerkte Lysopp.
„Kilauea ist eine Insel ganz hier in der Nähe auf der eine große Auktion stattfinden soll. Es gibt dort mehrere Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert…“, dabei begannen die Augen der Archäologin zu strahlen, „…und es soll ein bisher verschollen geglaubter Porneglyph gezeigt werden.“
„Das ist noch langweiliger als vermutet. Ich bin dagegen.“, Lysopp verschränkte die Arme vor der Brust.
„Kulturbanause.“, raunte Robin ihm zu.
„Woher hast du diese Info, Robin?“, fragte der Strohhutträger interessiert, während er sich ein Stück Gemüse in den Mund schob.
„Aus der Zeitung. Da war eine Anzeige.“, erklärte sie.
„Das dir sowas auffällt.“, bemerkte Zorro anerkennend.
„Sowas passiert eben, wenn man nicht nur die Titelseite liest.“, schaltete sich nun Majikku ein, woraufhin die restlichen Strohhüte leise kicherten. Oder auch lauter.
„Willst du mir damit irgendwas sagen, Hexe?“, fragte Zorro genervt, wobei bereits seine Schläfe pochte.
„Ja will ich, also hör gut zu: Es täte dir gut mehr zu lesen.“, die Blauhaarige fixierte ihn mit ihren türkisen Augen.
Nami schlug sich einen Augenblick später mit der flachen Hand gegen die Stirn, als das Geschrei begann. Die zwei waren wie Katz und Maus. Kaum zwei Sätze konnten sie miteinander wechseln, bis es körperliche Gewalt gab. Und obwohl sie Majikku am Anfang nicht hatte ausstehen können, musste die Navigatorin zugeben, dass sie hervorragend in ihren Haufen ausgewählter Irrer passte.

Robin hatte sich zurückgehalten, aber dieser Porneglyph könnte ihnen wirklich den Durchbruch bringen, weshalb sie dieses Thema mit der nötigen Ernsthaftigkeit hatte angehen wollen.
Aber durch diese elende Streiterei schien das Ganze wieder in den Hintergrund zu rücken. Sie konnte einfach nicht untätig herumsitzen und die Chance verstreichen lassen. Sie lächelte. Vielleicht würde es auch ein wenig Spaß machen. Sie kreuzte ihre Arme.
Ihre Teufelskraft reagierte sofort auf ihren Ruf. Die von ihr gesteuerten Arme schossen aus dem Boden und griffen sich Zorro und Majikku, die überrascht aufschrien. Sie versuchten sich zu wehren, aber der Schwertkämpfer war unbewaffnet und die Blauhaarige bewegungsunfähig, sodass es ein Leichtes war, sie in die Besenkammer zu stopfen und diese anschließend zu verschließen.
„Ey mach sofort die Tür auf!! Was soll der scheiß Robin?!“, maulte Zorro aus dem Inneren.
Das Türblatt wackelte. „Lass uns bitte raus!“, rief Majikku. Wow anscheinend waren sie sich endlich mal einig.
„Ich hab euch gewarnt. Das habt ihr nun von dieser ewigen Zankerei.“, antwortete Robin, wobei sie versuchte ihr Lächeln zu verbergen. Dann nutzte sie ihre Kräfte, um eines der Sofas direkt vor die Tür zu verfrachten, sodass kaum noch etwas von den Stimmen im Inneren zu vernehmen war.

Mehrere erschrockene Augenpaare waren auf die hübsche Archäologin gerichtet.
„So Ruffy. Um noch einmal zu meinem Anliegen zurückzukommen…“
Lautes Gelächter erfüllte den Raum. Dass sich die sonst so ruhige und erwachsene Frau einen solchen Spaß mit ihren Crewmitgliedern erlaubte, war eine Rarität.
Und da der Kapitän bereits milde gestimmt war, dauerte es nicht lange bis sie ihn überzeugt hatte.
Ihr nächstes Ziel war also die Kunstausstellung auf der Insel Kilauea.


~


Die Heart-Piraten hatten sich in kleinen Gruppen im U-Boot verstreut und spielten entweder Poker, tranken Sake oder hatten sich bereits in ihre Kojen zurückgezogen, als Law die Tür zur Küche aufriss. Das Metall schlug mit einem lauten Knall an die gegenüberliegende Wand. Sofort standen Uni und Clione kerzengerade in der Kombüse, wo sie soeben mit dem Abwasch fertig geworden waren.
Law war seit Tagen schlecht gelaunt und seine Augenringe schienen sich von Tag zu Tag zu verschlimmern. Grimmig sah er die beiden an, als er wortlos an ihnen vorüber ging und sich am Kühlschrank bediente. Als er wenig später den Raum verließ, bemerkten die beiden Männer erst, dass sie die Luft angehalten hatten.

„Sein Zustand ist nicht mehr tragbar, Männer. Wir müssen etwas unternehmen!“, versuchte Shachi  später Penguin und Bepo zu überzeugen. Er war inmitten einer angeregten Pokerrunde mit den üblichen Verdächtigen.
„Er hatte schon früher schlechte Phasen, das geht schon wieder vorüber.“, beschwichtigte Penguin, während er seinen Einsatz in die Mitte schob.
„Aber zu den Zeiten hat er wenigstens noch normal gegessen.“, bemerkte Uni und setzte sich ungefragt zu den anderen. Dann berichtete er von seinem Aufeinandertreffen in der Küche.
„Vielleicht ist er krank?“
„Meinst du, Clione? Müssen wir uns etwa um den Käpt’n sorgen?“, Bepo beteiligte sich normalerweise nicht an Mutmaßungen bezüglich Law, aber auch er hatte eine Veränderung bemerkt.
„Das glaube ich nicht, Bepo. Vermutlich liegt es daran, dass der Plan von ihm und dem Strohhut nicht so recht funktioniert hat.“, bemerkte der Rothaarige, wobei ihm gleichzeitig noch ein anderer Gedanke kam. Aber das wäre wohl zu abwegig.
„Aber Law ist jetzt der neue Piratenkaiser! Das ist ja wohl ein Grund, um ordentlich zu feiern und nicht um Trübsal zu blasen.“, stellte Penguin richtig.
„Natürlich wär es das. Aber falls es dir noch nicht aufgefallen ist: wir hatten keine Party.“
„Danke für das Offensichtliche, Uni.“
„Wie können wir dem Armen denn nun helfen?“, der Eisbär schien verzweifelt.
„Ich hätte da so eine Idee…“, begann Shachi und zog die Zeitung des Vortages hervor. Während er auf ein Bild von mehreren goldenen Gegenständen tippte fuhr er fort.
„Ein klassischer Raubzug mit fetter Beute hat doch bisher jeden Piratenkapitän glücklich gestimmt.“
Interessiert näherten sich nun auch die anderen Anwesenden.
„Und Kilauea liegt quasi direkt auf unserem Weg.“


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Was Kazume wohl plant? Nein, überhaupt nicht absehbar, niemand ahnt etwas :D

Hoffentlich fühlt ihr euch noch unterhalten! Ein paar spätere Kapitel habe ich bereits fertig, aber der Weg dorthin dauert mir eigentlich zu lange. Es kribbelt mir quasi in den Fingern. Das wird so toll ♥ (Oh scheiße, Eigenlob stinkt. Aber ihr wisst hoffentlich wie es gemeint ist)
Hihi liebe Grüße und lasst mir ein paar Kommis da :)
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