Dissensio

KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P12
Alex Blake Derek Morgan
09.03.2020
09.03.2020
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Hallo meine lieben Leser! :D

Hier nun eine weitere, neue Story von mir im Rahmen der wiederaufgenommenen „3-Wörter-Challenge“! :)

Die Vorgaben kamen diesmal von ladyfangirl.
Sie gab mir folgende Kriterien:
Personen: Alex und Derek
Rating: P 16
Genre: Humor/Freundschaft
Wörter: Staubsauger, Marienkäfer, Bleistift

Einzig die Vorgabe des Ratings konnte ich nicht einhalten.
Ich hoffe, es sei mir verziehen. ^^

Desweiterem ist vielleicht eine kleine Out of Character-Warnung angebracht! :)


Nun aber genug der langen Vorrede!
Viel Spass beim Lesen! :D



Vlg Lady Duchess



Titel: Dissensio

„Das wagst du nicht!“, sagte er.
„Und wie ich es wage!“, entgegnete Alex und rief „Crucio!“, aus.

Gerade so noch hinter Spencers Schreibtisch in Deckung gehend, spähte er gleich darauf um dessen Ecke, um die Lage zu überblicken.
Alex war nur noch wenige Schritte von ihm entfernt.

Verdammt, was sollte er jetzt tun?, überlegte er fieberhaft, als auch schon die Stimme seiner Kollegin erklang: „Komm raus, Derek, dann werde ich dir ein gnädiges Ende bereiten!“
„Davon träumst du wohl! Noch gebe ich nicht auf!“, war seine Erwiderung und schleuderte ihr mit erhobenem Zauberstab ein doch eher gewagtes „Impedimenta!“ entgegen, wo sie diesem in letzter Sekunde ausweichen konnte und hinter einem der Büroschränke in Deckung ging.

„Du sitzt trotzdem in der Falle, Derek! Gib auf!“, ertönte Alex’ Stimme wieder und klang triumphierend.

„Nein! Niemals!“, entgegnete er automatisch und sah sich hektisch nach einem anderen Versteck um, während sein Verstand gleichzeitig auf Hochtouren arbeitete, wie er das Blatt zu seinen Gunsten wenden konnte.

Gerade als er ein gutes Versteck erblickte, sah er jedoch noch etwas anderes.
Ausgerechnet jetzt!
Musste diese blöde Klatsch-Reporterin ausgerechnet jetzt auftauchen und ihn um ein Interview bitten?
Verdammt!

„Ich warne dich ein letztes Mal! Gib endlich auf, Derek!“, sprach seine Kollegin erneut und klang ziemlich nahe.

Sich blitzschnell umwendend, bewahrheitete sich seine Befürchtung.
Sie war verdammt gut!

Doch Aufgeben lag nicht in seiner Natur.

Mit dem letzten Mut der Verzweiflung und der Aufrichtigkeit dem Tod aufrecht gegenüber zu treten, erhob er sich aus seiner hockenden Position und sah ihr direkt in die Augen.

„Das war es dann wohl!“, war sich Alex absolut siegessicher und erhob ein letztes Mal die Stimme, in dem sie sagte: „Avada Kedavra!“, wo er zeitgleich den Konter: „Expelliarmus!“ ihr entgegenschleuderte und die Funken um sie herum nur so flogen.

Voll konzentriert aufeinander, bemerkten die beiden nicht, dass sie wenige Minuten später nicht mehr allein waren und plötzlich ein ziemlich lautes und energisches: „Finite Incantatem!“, ihre Konzentration brach, sie zusammenzucken ließ und sich beide in die Richtung umwanden, aus der diese laute Stimme gekommen war.

Und sie beide plötzlich ihren restlichen Teamkollegen gegenüber standen.

Erschrocken und sich sofort anspannend, starrten sie fünf Augenpaare teils verwundert, teils irritiert oder gar ein wenig amüsiert an.

Kaum hatten sie sich alle gegenseitig angesehen, ging ihr beider Blick wie automatisch zu Hotch, der ziemlich ernst dreinschaute, für wenige Sekunden seinen Blick umher schweifen ließ und dann gefährlich ruhig fragte: „Darf ich fragen, was ihr hier treibt?“, und ließ ein weiteres Mal seinen Blick kurz umher schweifen.

Und diesmal folgten Alex und er dessen Blick und wurden augenblicklich von ihrem Gewissen geplagt.

Da Alex schwieg, sah er seinen Chef direkt an und sagte: „Ich kann das erklären!“
„Darauf bin ich gespannt!“, konterte Hotch sarkastisch eine Aussage und verschränkte seine Arme vor der Brust, während er sie beide mit seinem intensiven Blick durchbohrte.

„Also Alex und ich haben…“, begann er, doch seine Kollegin fiel ihm ins Wort und erklärte nüchtern: „Derek und ich hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit bezüglich der Harry Potter-Saga. Als uns die Argumente ausgingen, haben wir uns eben mit unseren Zauberstäben, ganz nach Harry Potter-Manier, duelliert.“

Auf diese Erklärung folgte ein paar Sekunden lang, wortloses und sehr verwirrtes Schweigen, wobei Rossi so aussah, als ob er sich gleich nicht mehr halten konnte vor Lachen, während die anderen dreinblickten, als ob ihnen gerade jemand weiß machen wollte, dass der Himmel von Natur aus grün ist.

„Mit euren BLEISTIFTen als Ersatz, wie ich sehe.“, kommentierte Hotch trocken und Alex und er tauschten einen schnellen Blick.

Doch noch bevor der Chef der BAU eine weitere Frage stellen konnte, kam ihm Garcia zuvor und fragte neugierig: „Und? Wer hat nun gewonnen?“
„Ich!“, und „Keiner!“, war die zeitgleiche Antwort darauf, wo er daraufhin wieder sofort zu Alex sah und sagte: „Du hast noch nicht gewonnen! Ich war nur kurz abgelenkt, weil Rita Kimmkorn uns mal wieder nachspioniert hat!“

Ein etwas unsicherer Blick wurde seitens seiner Teamkollegen getauscht, ehe JJ sich ein wenig aus der Gruppe löste und zu dem Schreibtisch ging, der neben Spencers stand, etwas auf die Hand nahm, es den anderen hinhielt und beinahe ungläubig fragte: „Meinst du diesen MARIENKÄFER hier?“, und hielt diesen ihm dann direkt unter die Nase.

„Nun ja, ähm…“, versuchte er sich zu rechtfertigen, doch der ehemalige Staatsanwalt unterbrach ihn, in dem er ein weiteres Mal das Wort ergriff: „Aha. Und was ist mit all den zusammengeknüllten Papierkugeln, den herumliegenden Büroklammern, den durcheinandergebrachten Aktenordnern, wie auch den teils umgeworfenen Bürostühlen? Ist eine Horde Hippogreifs da durch getrampelt oder hat sich Hagrid im Frühjahrsputz versucht?!“, und hätte er genauer darauf geachtet, hätte er gesehen, dass sein Chef erhebliche Mühe hatte, sich das Lachen zu verkneifen.
Stattdessen, antwortete er wahrheitsgemäß: „Nein. Die Papierkugeln waren der Lähmzauber ‚Impedimenta‘ von mir, genau wie der Fluch des ‚Petrificus Totalus‘, in Form der Büroklammern.
Alex hat mit dem Sprengfluch die Aktenordner in alle Richtungen verteilt, und die umgeworfenen Bürostühle kommen von den abgeprallten Schockzaubern!“

Hätte er sich gerade selbst zugehört, hätte er verstanden, warum JJ sich auf einmal den Bauch hielt vor Lachen und Rossi ihn breit angrinste.

Hotch, der sich nun sichtlich zusammenreißen musste, um nicht laut los zu lachen, brachte noch hervor: „Okay. Als Strafe für diesen Verstoß gegen die Hausordnung, werdet ihr beide das ganze Büro aufräumen! Und zwar nicht mit dem Reinigungszauber oder irgendwelcher anderen Magie, sondern mit einem ganz gewöhnlichen Besen, Schaufel und Kehrblech, wie auch einem nicht-magischen STAUBSAUGER! Und kommt gar nicht auf die Idee es den Hauselfen, ähm, den Reinigungskräften zu überlassen!“, und sah beide nun mit seinem todbringenden Hotchblick an, der keine Diskussion oder Widerworte duldete.

Wortlos nickten sie beide als Einverständnis.

Doch der Leiter der BAU war noch nicht ganz fertig und fügte noch hinzu: „Und für die nächsten drei Monate gilt für euch ein absolutes Harry Potter-Lese- und Film-Schau-Verbot!“, und sah sie ein weiteres Mal mit einem bohrenden Blick an.

Alex‘ knappe Antwort darauf war einfach nur ein ruhiges: „In Ordnung.“
Doch in ihm regte sich Widerstand.

Den Älteren ansehend, erhob er doch Protest und sprach: „Aber Hotch! Ich kann doch nichts dafür, wenn…“, doch in diesem Moment ließ Reid ein lautstarkes und superfalsches Niesen erklingen, und nachdem die kurze Aufmerksamkeit darüber verflogen war, sah dieser ihn mit einem warnenden Blick an.

Die wortlose Botschaft verstehend, hielt er dessen eindringlichen Blick.
War ja klar! Er saß in der Patsche, und sein bester Freund, wie auch Garcia wollten unter gar keinen Umständen zugeben, dass sie nicht ganz unschuldig an dem Geschehen sind.
Wer hatte ihn denn gezwungen, mit den beiden die ganzen Harry Potter-Filme anzusehen und das mehr als einmal?!
Okay, Gerechtigkeit halber, hatte er die Bücher selbst weitergelesen. Aber nur, weil er so lange gebraucht hatte Spencer davon wegzukriegen und sich auch mal anderen Dingen, außer Büchern, zu zu wenden, wenn sie allein waren.
Und entgegen seiner Erwartung, hatten sie ihm doch sehr gefallen.


Aus seinen Gedanken kommend, und nun erst Garcia, dann Reid eindringlich ansehend, nahm er sich fest vor, dass die beiden für diese kleine Aktion bezahlen würden!
Bei Garcia würde er sich etwas einfallen lassen müssen, aber für seinen Pretty Boy würde er sich eine besondere Strafe einfallen lassen.
Vielleicht hatte er ja diese Nacht schon die Gelegenheit dazu…
Nun leicht lächelnd, wo Reid ganz sicher die Hinterlist darin bemerkte, hielt er den Blickkontakt zwischen ihnen weiter aufrecht.

Sich wenige Augenblicke später davon losreißend, sah er nun Hotch wieder an, und stimmte seiner Strafe mit dem Aufräumen, kopfnickend, zu.

Als sein Chef dies nickend zur Kenntnis nahm, glitt sein Blick fast sofort wieder zurück zu Reid.
Dieser hatte ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen, schien aber nun ein wenig nachdenklich.

Gut so!, dachte er nur.
Sein Pretty Boy würde seine Strafe bekommen!
Nicht umsonst steckte in ihm ein Teil Slytherin!, und mit einem nun diabolischen Grinsen zu seinem Freund, begann er sich schon einmal etwas für diesen zu überlegen.



-Ende-
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