Sing for Me!

GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Izuku Midoriya Katsuki Bakugo
09.03.2020
26.03.2020
4
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Also Montags und Donnerstags will ich nun Kapitel hochladen :3
Hoffe es gefällt euch hier weiterhin :3
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Skeptisch kletterte der Jüngere aus dem Bett und flüchtete ins Bad. >>Was zur… Er hat mich nur beobachtet<< wunderte er sich und sah in den Spiegel, er sah scheiße aus. Also begann er erstmal damit sich etwas her zurichten für den Tag, während er weiter grübelte.
So ein Verhalten hatte er nicht von Katsuki erwartet, auch von einem noch müden Katsuki nicht. Hatte er Morgens noch keine Kraft zu schreien? Er hatte ihn nicht einmal böse angeschaut… Wie war das mit der Decke passiert und wo waren die Kissen hin?

Als er nach einiger Zeit das Bad wieder verließ, fielen ihm die Kissen vor dem Bett auf. >>Er hat sie also weg genommen?<< stellte er überrascht fest. >>Aber wieso..?<< Sein Blick wanderte zu dem Blonden, der immer noch auf die Seite gedreht dar lag. >>Ist er wieder eingeschlafen?<< überlegte der Grünhaarige und spähte zum Bett. >>Kann mir eigentlich egal sein…<< erinnerte er sich selbst an den vorherigen Abend und an sein Notizheft.
Auch jetzt fing sein Magen an zu schmerzen, wenn er an die verlaufenen Zeilen dachte.

Er ging zu seinem Schrank um sich umzuziehen und grade als er sich sein T-Shirt über den Kopf zog, klingelte erneut der Wecker des Blonden. Schnell zog Izuku es bis über seinen Bauch, denn der noch schläfrige Ältere drehte sich grade um, um das nervige klingeln ab zustellen. Er blinzelte den Jüngeren an und setzte sich dann auf.

Mit schnellen Schritten ging Izuku um ihr Bett und schnappte sich sein Handy auf dem Nachtschränkchen. Kurz stockte er. War er nicht beim Musik hören eingeschlafen? Misstrauisch beobachtete er den Rücken von Katsuki, der sich grade streckte. >>Was zur Hölle ging hier ab… was hab ich verpasst?<<. In seinen Gedanken verloren stopfte er sein Handy schließlich in seine Hosentasche und zog seine Schuhe an.

Er wollte grade aus der Tür verschwinden, um ja kein Wort mit dem Blonden wechseln zu müssen >>Am besten nie mehr!<< kam es ihm traurig in den Sinn, als ihm einfiel, dass er dieses Mal besser seinen Schlüssel mitnehmen sollte. Also machte er auf dem Absatz kehrt, schnappte sich seinen Schlüssel, der immer noch im Safe steckte und verließ dann fluchtartig ihr Zimmer.
Zurück blieb ein mehr als irritierter Katsuki, der bemüht war seine Gedanken zu ordnen. Überall im Raum hing noch der Geruch von Izukus Parfüm. Aus unerfindlichen Gründen machte es ihm das Ganze nur noch schwerer. >>Verdammt wozu braucht man, wenn man selbst schon so gut riecht, noch so ein scheiß verlockendes Parfüm?<< dachte er genervt und überlegte sich, ob er das jemals zuvor an ihm gerochen hatte. Ihm fiel keine Situation ein, aber vielleicht auch nur, weil er auf sowas nicht achtete?

Es war einfach zum Mäuse melken. Erst träumt er von diesem Idioten und jetzt lässt er ihn nicht mal im wachem Zustand in Frieden. Er raufte sich frustriert die Haare. >>und er hat mir seit gestern nicht mehr absichtlich in die Augen geschaut<< Er musste an dieses wunderschöne grün denken, mit dem er wach wurde. >>Nur da, aus Versehen<<
Katsuki wusste, dass er Mist gebaut hatte, aber wie sollte er das grade biegen? Sich entschuldigen? Nein! Er war Katsuki Bakugo! Er entschuldigte sich nicht.

Zur Hölle! Was war nur los mit ihm? Er war nie jemand gewesen der viel grübelte. Er war immer der Macher-Typ, also was passiert hier mit ihm? >>Genug!<< ermahnte er sich selbst und seufzte, bevor aufstand und sich zuerst mal Alltagstauglich machte.

Grade wollte er grade aus der Tür, als eben diese auch schon von seinen Freunden aufgerissen wurde. “Aufstehen Sonnenschein” brüllte Denki bevor er sah, dass ihr Liedsänger schon längst auf den Beinen und bereit zu gehen war. >>Wie kann man Morgens schon so gut drauf sein? Oder generell?<< dachte der Ältere genervt und schob die beiden und sich selbst aus der Tür und schloss dann ab.

Im Speisesaal angekommen, lief er Izuku mit Ochako zusammen über den Weg und wieder sah ihn der Kleinere nicht mal kurz an sondern nur stur zu seiner Freundin. Sie lachte über irgendwas und in Katsukis Inneren machte sich ein unbequemes Gefühl breit. >>zwischen denen läuft doch was<< dachte er und aus für ihn unerfindlichen Gründen reizte ihn der Gedanke nur noch mehr. Er biss die Zähne aufeinander. >>Verdammte Scheiße!<<.

Izuku ging mit Ochako zusammen in den Gemeinschaftsraum zu Momo und Kyoka.
Bis sie Mittags in die Stadt ins weltberühmte Haus der Musik fahren sollten, hatte ihre Klasse Freizeit.
Er hatte der Brünetten natürlich vom Morgen berichtet, b.z.w. von allem was ihm seltsam vorkam, allerdings hatte sie dieses eine Mal selbst keinen Rat für ihn.

Die vier hatten alle zusammen in der Sofaecke Platz genommen und sich eine Weile über belanglose Sachen unterhalten.
Nach einem Moment des Schweigens, stupste Ochako ihren Freund an. “Du Deku… Ich sagte ja gestern ich kriege das mit dem Heft wieder hin…” Murmelte sie. Die beiden anderen Mädchen wurden aufmerksam. “Welches Heft?” fragte Momo neugierig. Izuku winkte ab, doch Ochako erklärte den Mädchen, dass sein Song Buch einen Wasserschaden erlitten hatte und die Texte unrettbar verschmiert waren.

Der Grünhaarige presste seine Lippen zu einer Linie zusammen. >>unrettbar also…<< frustriert wanderte sein Blick zur Tür durch die grade Katsuki mit seinen Bandkollegen trat. >>Natürlich… genau jetzt<< und als hätte er den Blick auf sich gespürt, wanderten Katsukis rote Augen zu ihm. Schnell sah der Jüngere wieder weg. Er wollte eigentlich gar nicht mehr an ihn denken.
“Du schreibst selbst Songs? Das ist ja cool Izuku” Lobte Kyoka ihn und Momo nickte zustimmend. Er lächelte traurig “bis gestern zumindest…”. Schockiert sah ihn die Mädchenrunde an. “Willst du etwa aufhören?!” rief die lilahaarige schockiert und die ganze Aufmerksamkeit des Raumes lag auf ihnen.

Etwas verlegen blickte Izuku um sich. Jup, alle starrten ihn an, inklusive Katsuki. Wie peinlich. “Ähm… ich weiß nicht…” nuschelte er beschämt und nur langsam widmete sich jeder Schüler wieder seiner vorherigen Tätigkeit zu. Erleichtert atmete der Junge aus, als er das sah.
“Sorry” entschuldigte sich das Mädchen, aber Izuku schüttelte nur leicht seinen Kopf und lächelte. Heute war er nicht der Mann vieler Worte. “Doch er wird weiter schreiben… denn seine Lieder sind nicht verloren…” murmelte seine Freundin, die er seit der Mittelschule kannte. Fragend sah er sie an.

Sie hielt ihr Handy hoch und sah ihn entschuldigend an “Naja… ich hab dich beim singen deiner Lieder aufgenommen und-“ er unterbrach sie “Du- … Du hast Was?! …. Ochako… wie kannst du mir sowas antun… du weißt doch ich wollte die nie veröffentlichen” er war schon etwas sauer auf sie, dass sie sein Vertrauen einfach missbraucht hatte. Das Mädchen legte entschuldigend ihre Hände zusammen und beugte ihren Kopf. “Verzeih mir… ich hab die auch nicht aufgenommen um sie öffentlich zu machen, aber du singst doch so toll und die Lieder sind so schön…” erklärte sie sich.

Der Grünhaarige seufzte und lies sich ins Sofa zurück fallen. Er konnte ihr nicht lange böse sein und sie wusste, dass er es nicht mehr war, als er seine Arme vor der Brust verschränkte und sie mit einem Lächeln auf den Lippen gespielt böse anfunkelte. “Naja … so können wir wenigstens deine Texte retten” lächelte sie lieb.
Jedoch zuckte er nur mit den Schultern und sah dann aus dem Fenster.

Das junge Mädchen musterte ihn verwundert. Sie hatte damit gerechnet, dass er erst etwas sauer wäre, aber hatte auch gedacht, dass er sich freuen würde, wenn seine Lieder gerettet waren. Allerdings lag nicht mal mehr der Anflug eines Lächelns auf seinen Lippen. Hatte er das Schreiben wirklich aufgegeben? Der Gedanke brach ihr fast das Herz. >>das ist doch alles nur die Schuld dieses Idioten!<< Ihr Blick wanderte fast automatisch, wütend zu dem Blonden, der genau in dem Moment auch zu ihr sah.

Tatsächlich war es so, dass Izuku darüber nachdachte, keine Lieder mehr zu schreiben. Katsuki hatte Recht gehabt, wer will schon dauernd Liebeslieder hören, von gebrochenen Herzen oder einer unmöglichen, verzweifelten Liebe? Richtig, Niemand! “Izuku-kun darf ich mir die mal anhören?” fragte Momo irgendwann vorsichtig und griff nach den Handy ihrer Freundin.
Der Angesprochene zog zweifelnd seine Stirn in Falten und sah das Mädchen einen Moment lang stumm an, als sich dann auch Kyoka einmischte. “Oh ja, ich würde die auch gerne mal anhören”.

Der Grünhaarige atmete einmal tief durch und sah dann zu Ochako, sie nickte und lächelte ihn aufmunternd an. “Okay… aber nur mit Kopfhörern bitte” seufze er.
Sofort zog Kyoka ihre aus der Tasche und stöpselte sie in Ochakos Handy ein. Seine Freundin lies dann eines seiner Lieder nach dem Anderen abspielen.
Währenddessen hatte er seinen Kopf auf die Rückenlehne des Sofas gelegt und war mit geschlossenen Augen seinen Gedanken nach gehangen.

Nach einiger Zeit nahmen die beiden Mädchen die Stecker wieder aus den Ohren und atmeten beide einmal tief durch. “Wow…” Momo hielt eine Hand über ihrem Herzen und hatte kleine Tränen in den Augen. Beide hatten sie die Gefühle hinter den Liedern und in den Texten gespürt. “Du solltest auf keine Fall aufhören Lieder zu schreiben, Izuku” Lächelte Kyoka aufmunternd und Momo nickte. Angesprochener lies aber nur den Kopf hängen “Ich weiß noch nicht…” dann stand er auf. “Bis Später” murmelte er und schlurfte aus dem Raum zu dem Innenhof der Herberge.

Keiner war grade hier draußen und zum Glück war heute auch wieder schöneres Wetter. Die Sonne brannte heiß auf die Erde runter und ließ nichts mehr von dem Unwetter des gestrigen Abends vermuten.
Izuku atmete die warme Sommerluft, die leicht nach Blumen und Gras roch tief ein und ging zu dem Brunnen in der Mitte des Platzes.

Er hielt seine Hände in das kristallklare, angenehm kühle Wasser und beobachtete die Blumen, Blätter und Schmetterlinge die in der seichten Sommerbrise tanzten. >>Wie ich mir dachte, ein echt romantischer Ort bei schönem Wetter<< lächelte er sanft und ging zur Bank vom Vorabend, um sich dort nieder zu lassen.

Er zog ein Bein an sich und bettete sein Kinn auf dem Knie.
Er lauschte den Vögeln, die ihre Lieder sangen, schloss die Augen und versank wieder in seinem Grübeln. Auch wenn seine Texte gerettet waren und selbst wenn es ein paar Menschen gab, die sie gut fanden, so brachte es ihm doch gar nichts. Denn wenn sie nicht bei der Person ankamen und nicht von der Person gehört wurden, an die sie gerichtet waren sondern sie auch noch von ihr verspottet wurden, dann war das doch alles Sinnlos. Oder?

Izuku war so tief in seinen Gedanken versunken, dass er es nicht mal mitbekam, als die Tür geöffnet wurde. Erst als Eijiros Stimme über den kleinen Hof zu vernehmen war, kam er in die Realität zurück. “Oh da ist ja Izuku” der Junge hob den Kopf und sah den Rothaarigen an, der natürlich wie immer in Begleitung von Denki und Katsuki war. An letzterem sah er allerdings mehr vorbei. “Hey…” antwortete er ihm schlicht und hob seine Hand zum Gruß.

Danach stand er auf und ging Richtung Tür. “Haben wir dich gestört? Das wollten wir nicht, ehrlich” meinte Denki mit einem entschuldigendem Unterton in der Stimme. Izuku lächelte nur und winkte ab “Nein, ich wollte mich bevor wir fahren sowieso noch eben umziehen”.
Einen Moment blieb er neben der Gruppe stehen, weil Eijiro ihn noch mal ansprach “geht es dir denn jetzt wieder besser?” leichte Besorgnis schwang in seiner Stimme mit.
Kurz legte sich ein Schatten auf das Gesicht des Grünhaarigen, bevor er dann aber lächelte und nickte “Ja klar, alles gut” und damit im Haus verschwand.
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Das war es dann wieder bis Montag x3
Bis danni ^-^<3