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Sing for Me!

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Izuku Midoriya Katsuki Bakugo
09.03.2020
11.05.2020
18
45.208
58
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
09.03.2020 1.790
 
Meine erste FF seid bitte lieb zu mir x3
Danke meinen Betaleserinnen die mich mehrfach ermutigt haben <3
Hoffe es gefällt euch °-° Viel Spaß <3
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Die Klasse 1-A der Yuei Hochschule für Musik war auf Klassenfahrt und endlich waren sie, nach einer schier endlosen Fahrt, an ihrer Herberge angekommen.
Das erste Problem trat allerdings bereits im Bus auf, jeder wollte als erstes aussteigen und etwas frische Sommerluft schnappen. Dabei entstand dann ein Gedränge indem keiner mehr wirklich vorankam. Izuku seufzte, er hatte das schon befürchtet und war wohl weißlich auf seinem Platz sitzen geblieben.

Nach einer gefühlten halben Ewigkeit, standen alle Mitglieder der Klasse vor dem Bus versammelt mit ihrem Gepäck in den Händen, bereit die Herberge für die nächsten 5 Tage zu beziehen.
Jedoch meldete sich vorher Herr Aizawa noch einmal zu Wort:
“Ich habe mir eure Zimmergruppen-Wünsche angeschaut und sie sind soweit genehmigt. Mit Ausnahme von zwei Schülern”.

Gespannt warteten alle auf die Info, welche zwei aus ihrer Klasse betroffen waren und wieso.
“Mir wurde zugetragen, dass Zusammenhalt in einer Klasse wichtig ist, daher bekommen sie ein gemeinsames Zimmer um ihre Beziehung zu einander zu verbessern” berichtete ihnen ihr Lehrer monoton wie immer.
Im nächsten Moment lag schon alle Aufmerksamkeit auf zwei Schülern, welche ziemlich fassungslos ihren Lehrer anstarrten.

“Da ihr beiden es scheinbar schon verstanden habt, brauche ich dazu wohl auch nichts weiterzusagen. Izuku und Katsuki in dieser Woche lernt ihr mit einander auszukommen. Bitte lasst das Zimmer und alle Gegenstände darin heile. Mal abgesehen von der Badbenutzung, dem Karaoke Abend am Donnerstag und den Proben dafür, werdet ihr alles gemeinsam machen. Jede Gruppenaktivität und jede- “ erklärte Aizawa als er von einem ziemlich aufgebrachten blonden Jungen unterbrochen wurde. “Wollen Sie mich verarschen?! Ich soll mir mit diesem Nerd ein Zimmer teilen?! Was soll der Scheiß?!” Brüllte er auch gleich los.
Den Lehrer interessierte das allerdings herzlich wenig, denn er machte sich schon auf den Weg in das Gebäude. Der Rest der Klasse folgte.

Im Empfangssaal warteten sie dann erneut auf ihren Lehrer, welcher grade dabei war die Schlüssel für ihre Zimmer zu besorgen.
Izuku beobachtete bedrückt den Rest seiner Klasse. Die meisten waren hellauf begeistert und alberten rum. Wenn man sie so beobachtete, konnte man nicht glauben, dass jeder hier schon das Erwachsenenalter erreicht hatte.
Ochako unterbrach schließlich seine Gedankengänge. “Mach dir keine Sorgen Deku-kun, es wird sicher alles gut” versuchte sie ihr Glück, jedoch lies er nur den Kopf hängen.

Also, lehnte sie sich leicht zu ihm rüber und flüsterte ihm etwas ins Ohr, worauf hin der Grünhaarige rot anlief. Er machte mit den Händen eine abwehrende Geste und stotterte: “N-Nein ...so ...so ist das nicht… ich meine…. Das... kann ich nicht… ich meine…”.
Seine beste Freundin lächelte ihn wissend an.
Dann wurden sie allerdings von Herrn Aizawa unterbrochen, der dabei war jedem seinen Schlüssel zu übergeben.
Auf dem Weg zu ihrem Zimmer fixierte der Grünhaarige den Boden. Der ältere ging vor ihm her. Man konnte seine Wut fast greifen, aber er sagte nichts.
Izuku hatte einen leichten Kloß im Hals. Wie sollten sie das schaffen?
Ihre Streitereien gingen eigentlich nie von ihm aus, er war eher der ruhige Typ, allerdings ärgerte und stichelte der Blonde ihn scheinbar besonders gerne und irgendwann war auch mal jedermanns Geduld zu Ende.

Der kleinere seufzte tief. >>Ich muss einfach ein Masochist sein… dass ich mich in so einen Idioten auch noch verlieben musste…<<. Er musterte den Rücken vor ihm, dann wieder den Boden.
“Wenn du was zu sagen hast dann sag es!” grummelte Katsuki und sah den Jüngeren über seine Schulter hinweg an.
Dieser war allerdings schon so in Gedanken versunken gewesen, dass er vor Schreck zusammen zuckte. “I-Ich? Was.. sollte ich sagen?” Stotterte er nervös und hielt abwehrend seine freie Hand vor sich. Der ältere zischte abfällig und setzte seinen Weg Richtung Zimmer fort. Izuku folge.

Im Zimmer angekommen, erstarrten die beiden Jungs erneut. >>Ist das deren Ernst?<< der kleinere schluckte und schielte dann zu dem älteren.
Dieser biss seine Zähne zusammen und feuerte seinen Koffer quer durch das Zimmer.

Izuku sah sich um. Es war ein schlichtes Zimmer, hauptsächlich in weiß und grau gehalten. Weiße Wände, graue Möbel.
Es waren zwei kleine Kleiderschränke, ein Schreibtisch, ein kleiner Sofa-Tisch sowie ein graues Sofa und ein kleiner Fernseher vorhanden.
Ein kleines weiß und schlicht gehaltenes Badezimmer schloss an ihren Raum an. Allerdings gab es ein Problem, welches die beiden grade vor eine Zerreißprobe stellte… und zwar das Bett.
Es waren keine zwei Einzel-Betten in diesem Raum, sondern ein einziges großes Doppelbett!

“Das kann doch nicht wahr sein! Als ob ich mir mit einem Scheiß-Nerd wie dir das Bett teile? Schlaf auf dem Sofa!” knurrte der ältere.
‘Scheiß-Nerd’... So nannte er ihn immer wenn er kurz vor dem explodieren stand.
Izuku atmete einmal tief durch und schritt dann zu dem Kleiderschrank, den er grade zu seinem erklärt hatte. “Ey! Wag es nicht mich zu ignorieren!” keifte Katsuki ihn erneut an.
“Ich wird‘ nicht auf dem Sofa schlafen” antwortete der Junge ruhig.
“Das kannst du ruhig machen, aber ich werd‘ das nicht” Setzte er etwas patzig fort und fing an seine Kleidung und andere Gebrauchsgegenstände in den Schrank einzuräumen.
Kurz war es still im Raum.
Dann schepperte es neben Izuku. Irgendwas fand grade auf unnatürliche Weise seinen Weg gegen seine geöffnete Schranktür.

Erschrocken fuhr der Jüngere herum. Neben ihm die Reste einer Fernbedienung.
Sie war völlig zerlegt. Katsuki hatte sie wohl mit aller Kraft geworfen und so langsam kochte auch in dem Grünhaarigen die Wut hoch.
“Du schläfst auf der Couch oder draußen” grummelte der Blonde leise.
Jetzt reichte es, er hatte ja viel Geduld aber genug war genug. Er ging zum Bett und riss die Decke runter. “Bist du eigentlich bescheuert?!” fragte er lauter als beabsichtig und warf dem blonden die Decke zu, stapfte zum Sofa und krallte sich dort alle verfügbaren Kissen.
“Meinst du ich hab Lust mir mit einem Arschloch wie dir das Zimmer zu teilen?!” fauchte er, während er auf dem Bett eine Kissenwand errichtete. “Da bitte! Such dir aus wo du pennen willst! Behalt die Decke und lass mich in Ruhe!” er brüllte schon fast. Er hasste diese dauernden Machtspiele zwischen ihnen.
Er hasste es … auf welche Art ihm der Ältere weh tun konnte...  Er atmete einmal tief durch, bevor er zu seinem Schrank zurück ging und sich wieder davor kniete.

Auf so einen Wutausbruch war der ältere nicht gefasst gewesen.
“Sag mir nicht was ich zutun habe!” zischte er genervt und schmiss die Decke auf die linke Bettseite, welche somit wohl ihm gehörte.
Danach warf er sich auf das Sofa mit seinen Kopfhörern und hörte, allem Anschein nach, etwas Musik.
Entnervt blies Izuku Luft aus. Es tat ihm weh mit dem älteren immer wieder zu streiten.
>>’Ich bin ich dich verliebt, lass uns nicht mehr streiten’<< dachte Izuku sehr selbst sarkastisch und musste fast lachen. Was für ein Mobbing würde ihn erwarten, wenn er ihm das jemals gestehen würde? Er wollte erst gar nicht drüber nachdenken. >>Wie konnte das überhaupt passieren?<< etwas geknickt lies er den Kopf hängen. Ja… wie konnte es passieren, dass er sich ausgerechnet in ihn verliebt?

Sein Blick wanderte zu dem Blonden.
Er lag mit geschlossenen Augen auf dem Sofa. Sein Kopf auf einem Arm gebettet und eine Hand auf der Brust, die scheinbar den Takt seines Liedes mit trommelte.
Wenn er so entspannt da lag und sein Gesicht so einen zufriedenen Eindruck machte, konnte man es gar nicht glauben, wie gemein er sein konnte. Ja… genau durch solche Beobachtungen war das passiert. >>Selbstverliebter Arsch...<<
Das Starren des Jüngeren und seine Gedankengänge wurden durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen.
“Ist offen” rief er schlicht, während sich sein Blick der Tür widmete.

Langsam wurde sie geöffnet und herein traten Eijiro, Denki, Mina und Ochako.
“Wir haben euch gehört… und wollten nur mal sicher gehen, dass ihr beide noch lebt, nachdem es so still wurde” grinste Eijiro. Mal abgesehen von Katsuki verstand sich der Jüngere gut mit allen.
Der grünhaarige lachte nervös und hielt die Fernbedienung hoch, zumindest das was davon noch übrig geblieben war.
Die beiden Mädchen zogen schockiert ihre Augenbrauen in die Höhe, Eijiro lachte und Denki fragte, was damit passiert sei.

Izuku zog eine Augenbraue in die Höhe und zeigte nur schlicht auf den Blonden, der grade dabei war die Kopfhörer abzusetzen und sich wieder aufzurichten.
“Was wollt ihr?” grummelte er gleich darauf.
Die Mädchen grinsten. “Wir wollten nur sehen, ob ihr beide noch lebt”.
Genervt brummte der ältere. “Verpisst euch” er stand auf und machte sich daran seinen Koffer aufzusammeln und ebenfalls seine Kleidung wegzuräumen. “Hier hat man echt nie seine Ruhe” seufzte er leise, mehr zu sich selbst, als an jemanden gerichtet.

Izuku der grade damit fertig geworden war seine Sachen zu verstauen, flüchtete mit seinen übrigen Wertsachen, wie Handy, Notizheft, etc., zu den anderen.

Nach einem kurzen Moment des Schweigens, fragte Mina neugierig:
“Izuku was sollen die ganzen Kissen da?”
Angesprochener kratzte sich beschämt am Kopf. “Naja wie ihr seht, gibt es hier nur ein Doppelbett… und das” er machte eine beiläufige Handbewegung zu den Kissen. “... ist eine Schutzmauer” murmelte er den Rest verlegen.

Die Mädchen fingen an zu lachen und auch Izuku und die beiden Jungs stimmten mit ein.
“Pass lieber auf, dass ich dich nicht mit einem davon im Schlaf ersticke” zischte der Ältere und prompt blieb Izuku das Lachen im Halse stecken, während sich die anderen fast kugelten.
Unsicher, ob er das wirklich ernst gemeint hatte schielte der Grünhaarige über seine Schulter zu Katsuki, nur um sich einen Todesblick aller erster Güte einzufangen.
Ihn überlief eine Gänsehaut. >>Der meint das ernst?!<<

Er umklammerte ängstlich die Sachen auf seinem Arm. Er musste sich unbedingt überlegen, wie er sich im Ernstfall wehren konnte. In Sachen Körperkraft war er Katsuki eindeutig unterlegen.
Er ging zwar selbst auch zum Krafttraining und hatte auch einen beachtlichen Körperbau, allerdings wusste das, mal abgesehen von seiner Mutter, niemand. Nicht mal Ochako.
Aber ganz egal wie trainiert er auch war, der Blonde war trainierter und eindeutig stärker. >>Ich bin dem Tode geweiht<< dachte er frustriert.

Die Gruppe wischte sich die Lachtränen aus den Augen, nachdem sie sich endlich beruhigt hatten. “Wir sollten euch noch bescheid sagen, dass es gleich Abendessen gibt” informierte Eijiro die beiden und winkte zum Abschied, bevor die vier wieder aus dem Zimmer verschwanden. Dadurch löste sich Izuku aus seiner Gedanken-Starre und sah auf. Er bedankte sich, winkte ihnen und zog dann die Tür wieder zu. Stille.

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Lasst gerne Anmerkungen und Kritik da <3
 
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