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More than just a Death Eater

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Albus Dumbledore Bellatrix Lestrange Draco Malfoy Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle OC (Own Character) Severus Snape
09.03.2020
28.01.2021
37
69.589
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09.03.2020 1.938
 
Theodora saß beim Frühstück und schaute sich nervös um.
Die anderen waren verhaftet worden. Bellatrix würde eher sterben, als einen Deal zu machen. Severus war begnadigt worden. Hatte er wirklich die ganzen Zeit für Dumbledore spioniert? Viele andere waren bereits freigesprochen worden. Sie behaupteten unter dem Imperius gestanden zu haben, aber Theodora wusste es besser. Der dunkle Lord vergab sein Mal nicht an Zauberer, die ihm nur wegen einem Fluch folgten.
Unbewusst huschte ihre Hand zu ihrem linken Unterarm. Sie überflog die Zeitung in ihrer linken.
Sirius war verhaftet worden, weil er die Potters verraten haben soll. Sirius ein Todesser? Wie dumm das Ministerium doch war. Die Tatsache, dass Karkaroff verhaftet wurde, bereitete Theodora jedoch Sorgen. Karkaroff war nicht zu trauen. Er würde jeden verraten um seinen eigenen Arsch zu retten.
Theodora seufzte und legte die Zeitung beiseite. Sie hätte gehen sollen, als sie noch eine Chance hatte und jetzt würde sie als Todesser nach Askaban geschickt werden. Ihr Blick huschte zu dem leeren Stuhl des Schulleiters. Seit die Prozesse begonnen hatten war Dumbledore selten in der Schule gewesen. Das Ministerium wollte die ganze Angelegenheit so schnell wie möglich klären. Sie fragte sich, ob Dumbledore wirklich nichts gemerkt hatte. Und dann war da noch die Sache mit dem dunklen Lord selber. War er wirklich-? Nach allem was er getan hatte war er einfach verschwunden? Besiegt von einem Baby, dass er nicht töten konnte? Wenn es so einfach war, warum hatte das Ministerium ihn nicht früher aufhalten können? Nein, so einfach konnte es nicht sein…
Theodora stand auf und schulterte ihre Schultasche. Sie hatte die letzte Woche immer wieder mit dem Gedanken gespielt, einfach zu verschwinden. In ihrer Schultasche hatte sie alles was sie dazu brauchte. Wenn sie jedoch weglaufen würde und das Ministerium noch nicht über sie bescheid wusste, würden sie es spätestens dann wissen.
»Ms. O`Brian?« Sie schaute auf. Vor ihr stand Dumbledore, der sie über seine Halbmondbrille hinweg musterte. Hinter ihm standen drei Auroren. Der mittlere zog eine zusammengerollte Pergamentrolle aus seinem Umhang. »Auf ein Wort, bitte«
»Ich muss in den Unterricht, Sir. Professor McGonagall wird nicht erfreut sein, wenn ich mich verspäte.«
»Lassen sie Professor McGonagall meine Sorge sein.« erwiderte der Schulleiter. Theodoras nervöser Blick huschte zu den Auroren.
»Worum geht es?«
»Das sollten wir nicht hier besprechen.«
»Warum nicht?« Aus den Augenwinkeln konnte sie sehen, wie die Auroren die Hände zu ihren Zauberstäben zucken ließen. Sie spürte die Anwesenheit alter Magie. Magie, mit der ihre Sippe keine guten Erfahrungen gemacht hatte. Theodora reagierte schnell. Sie sprang auf den Ravenclaw-Tisch und auf der anderen Seite wieder runter um Abstand zwischen sich und die Auroren zu bringen und rannte los. Die Auroren waren ihr dicht auf den Versen. Sie wagten jedoch nicht ihr Zauber auf den Hals zu hetzen, sie könnten andere Schüler treffen. Sie stieß Adam aus ihrem Jahrgang aus dem Weg und rannte aus der großen Halle.
Sie wussten es. Wie hatten sie es erfahren? Sie hatte ihr Mal immer sorgfältig versteckt gehalten und sie hatte sich auch ganz bestimmt nicht verplappert. Man musste sie verraten haben!
Sie rannte aus dem Schlossportal und über die Ländereien. In den Wald oder durch das schmiedeeiserne Tor? In Hogsmead waren zu viele Zauberer. Mit Glück würden die Auroren sich nicht in den Wald trauen. Sie kannte den Wald und die meisten Kreaturen waren ihrer Sippe wohlgesonnen. Links und rechts von ihr schossen Zauber an ihr vorbei, die sie nur knapp verfehlten. Sie strauchelte, fing sich jedoch schnell wieder. Für den Bruchteil einer Sekunde war sie abgelenkt und dieser Bruchteil reichte aus um Theodora fluchtunfähig zu machen. Sie spürte wie sich Seile um sie schlangen und sie fiel schmerzhaft zu Boden. Zwei Zauberer packten sie und zogen sie auf die Beine.
»Lasst mich los ihr verdammten Dreckskerle!« Theodora wand sich so sehr die Seile es zuließen. »Ich habe nichts getan!«
»Wieso bist du dann weggelaufen?« fauchte einer der Auroren. Dumbledore und McGonagall hatten inzwischen zu ihnen aufgeholt.
»Seit Jahrhundert jagt und tötet ihr meines gleichen als Sport. Was erwartet ihr, tue ich wenn ihr mich bedroht, mit dem Ding, das ihr da unter dem Umhang versteckt!«
»Meine Herren« begann Dumbledore. »Ich bin mir sicher, dass wir diese Situation anders klären können.«
»Wir haben eine Zeugenaussage, die sie beschuldigt. Mehr brauchen wir nicht um sie mitzunehmen.« erwiderte der Auror.
»Aber-« begann der andere in einem beschwichtigenden Ton. »Wir können uns zumindest vorher vergewissern ob sie das Mal trägt, angesichts der Vergangenheit, die das Ministerium und die O`Brians haben.« Der erste Auror schnaubte, sagte jedoch nichts weiter. Der zweite Auror befreite Theodoras linken Unterarm und mit vor Schreck geweiteten Augen beobachtete Theodora wie der Auror ihren Ärmel hochkrempelte. Sie schloss die Augen. Sie wollte Dumbledores Reaktion nicht sehen.
»Was sagt man denn dazu? Noch irgendwelche Einwände Dumbledore?« sagte der erste Auror und packte grob Theodoras Unterarm. Unter seinem Umhang holte er eine Metallmanschette mit Metallstacheln, die nach innen zeigten, hervor. Er legte sie Theodora an, die aufschrie, als die Metalldornen sich in ihr Fleisch bohrten. Blut floß in dünnen Rinnsalen über ihre Hand und tropfte zu Boden. Vor dem Schlossportal hatten sich inzwischen die gesamte Schüler- und Lehrerschaft Hogwarts versammelt. Theodoras Blick traf den von Dumbledore. Der alte Zauberer sah geschockt aus. Sie konnte spüren wie die Manschette ihr die Kraft entzog. Zu schwach um sich zu wehren wurde sie von den Auroren weggeschliffen. Der Ausdruck in Dumbledores Augen ließ sie nicht mehr los.

Sie spürte die Hilflosigkeit trotz des Patronus der vor ihnen her durch den halbdunklen Gang lief. Die Dementoren flankierten sie und warteten nur darauf ihr neustes Opfer zu quälen. Theodora war durch die Manschette sehr geschwächt und würde sie nicht von den Auroren durch den Gang geschliffen werden, wäre sie schon umgekippt. Die Dementoren machten die Situation auch nicht besser. Dumbledores Blick verfolgte sie jedes Mal wenn sie die Augen schloss.
Die Auroren ließen sie unsanft in einen Holzstuhl fallen und fast augenblicklich zogen sich schwere Metallketten um ihre Arme und Beine und fixierten sie an Ort und stelle. Theodora keuchte auf, als die Kette sich um die Manschette zog und die Dornen tiefer in ihr Fleisch jagten.
Der Raum, in dem sie saß, war nur schwach beleuchtet. Stufenweise zogen sich Bänke an den Wänden hoch, die bis zum letzten Platz mit Hexen und Zauberern gefüllt waren. Sie schauten angewidert auf Theodora herab.
»Theodora O’Brian. Wissen Sie warum Sie hier sind?«
»Weil das Ministerium und ihre Mitarbeiter verdammte blutrünstige Monster sind, die meine Leute zum Spaß jagen und abschlachten?!« zischte sie und ein schockiertes, missbilligendes Raunen ging durch die Reihen. Crouch, der Zaubereiminister, rümpfte die Nase.
»Sie sind hier« sagte er lauter, um über das Raunen hinweg zu hören war. »weil Sie von einer vertrauenswürdigen Quelle beschuldigt wurden ein Gefolgsmann von Sie-wissen-schon-wem zu sein.«
»Und von wem? Karkaroff? Und das nennen Sie zuverlässig?« Theodora lachte laut auf.
»Bei der Verhaftung haben Auroren das dunkle Mal auf ihrem Arm entdeckt. Was haben Sie zu ihrer Verteidigung zu sagen?«
»Egal was ich sage, Sie haben ihre Meinung über mich schon gebildet. Ihr habt eure Meinung über mich gebildet, an dem Tag an dem ich geboren wurde!« schrie sie der Menge entgegen. »Ihr habt alles getan, das in eurer Macht stand um mich davon abzuhalten Hogwarts zu besuchen. Als meine Mutter mir einen Zauberstab kaufen wollte, habt ihr uns verhaftet! Weil es meiner Sippe immer noch nicht erlaubt ist einen Zauberstab zu tragen! Wir wurden vor den Ausschuss zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe geschliffen, als wären wir Hauselfen! Wenn meine Sippe von Zauberern ermordet wird, können wir nach wie vor keine Gerechtigkeit durch euch erwarten!« Theodora riss an den Ketten, die sie fesselten. »Ja, ich habe mich dem Dunklen Lord angeschlossen. Und ich würde es wieder tun. Er ist der erste, der meiner Sippe Gerechtigkeit gebracht hat.« Die versammelten Hexen und Zauberer fingen an laut mit einander zu reden. Theodoras Blick huschte über die Menge und traf den Dumbledores. Sie spürte wie ihr Magen sich um sich selber drehte. Crouch rief den Zauberergamot zur Ruhe.
»Wie alt sind Sie jetzt Theodora?« fragte der Schulleiter während er sich von seinem Platz erhob. »16?«
»17.«
»Und wann haben Sie sich Lord Voldemort angeschlossen?« bei dem Namen des dunklen Lord zuckte der gesamte Zauberergamot zusammen. Theodora machte keine Anstalten dem Schulleiter zu antworten. »Nur der Vollständigkeitshalber.«
»Vor 2 Jahren. Vielleicht 3.«
»Also ungefähr in Ihrem dritten Schuljahr?« Theodora nickte. »Mr. Crouch. Wollen Sie wirklich ein Kind das gerade so die Volljährigkeit erreicht hat nach Askaban schicken? Noch dazu eins, dass mit 14 eine Fehleinschätzung gemacht hat?« zustimmendes Raunen ging durch den Raum. Crouchs Miene blieb stur.
»Theodora, ich kenne Sie seit ihrer Geburt. Sie sind kein schlechter Mensch und haben einen hohen Gerechtigkeitssinn. Verstehe ich es richtig, dass Sie sich Lord Voldemort anschlossen um ihrem Clan zu helfen?« Sie blieb stumm. »Und das gegen Ende ihres dritten Jahres einer ihrer Cousins auf brutale Weise hingerichtet vorgefunden wurde? Ich erinnere mich gut, wie wütend Sie damals waren, dass das Ministerium so wenig Aufwand in die Untersuchung des Vorfalles steckte. Ist dem nicht so?«
»Ja« presste Theodora durch ihre Zähne hervor.
»Und ist es nicht auch so, dass sie einige Wochen danach in einem Korridor auf Hogwarts von einer Gruppe älterer Schüler angegriffen und schwer verletzt wurden, weil sie ein Teil ihres Clans sind?« Sie nickte. »Mr. Crouch, für mich ist die Sache offenkundig. Dieses Kindhat sich aus jugendlichem Leichtsinn einem Mann angeschlossen, der ihr versprach der Grausamkeit und Ungerechtigkeit durch die Zauberergemeinschaft Einhalt zu gebieten. Wahrscheinlich konnte er sie auch noch zu den Männern führen, die ihren Cousin töteten. Theodora sollte aufgrund dieser Fehler nicht in Askaban einsitzen.«
»Ich bin kein Kind!« zischte Theodora und riss an den Ketten. Ein spitzer Schrei entfuhr ihr, als die Dornen sich erneut in ihr Fleisch bohrten.
»Sie sehen, Mr. Crouch. Sie ist keineswegs erwachsen, auch wenn sie die Volljährigkeit erreicht hat.«
»Du haben doch keine Ahnung, Albus!« fauchte Theodora. »Du weißt nicht was ich getan habe! Wen ich gefoltert und getö-. Du weißt nichts«
»Sind das Tränen in deinen Augen?« Tatsächlich liefen Theodora Tränen die Wangen hinab und es war nicht wegen den Schmerzen, die die Manschette durch ihren Körper jagte. »Du schämst dich. Du willst bestraft werden, weil du meinst es zu verdienen.«
»Ich hatte Zweifel« flüsterte sie. Ihre Stimme wurde von den Wänden zurück geworfen, denn keiner im Raum wagte es etwas zu sagen. »aber ich konnte niemandem vertrauen.«
»Er kann dir nicht mehr weh tun. Er ist nicht mehr da.« ein Schluchzen drang aus Theodoras Kehle, das sie nicht aufhalten konnte. »Sie können sie nicht für diesen Fehler einsperren, Mr. Crouch. Dann müssten Sie auch mich einsperren. Es war meine Pflicht sie zu beschützen. Und Sie müssten sich selber einsperren, weil sie ebenfalls versagt haben, diesen Teil der magischen Bevölkerung zu schützen und angemessen zu vertreten. Wir alle haben versagt, aber Ms. O`Brian sollte dafür nicht in ihrem jungen Alter nach Askaban kommen.«

Dumbledore geleitete Theodora wortlos durch das Atrium des Zaubereiministeriums. Man hatte sie von allen Anklagepunkten freigesprochen. Auch hatte man ihr ihren Zauberstab zurückgegeben und ihr die Manschette abgenommen. Das angetrocknete Blut auf ihrer Hand zog an ihrer Haut, wenn sie die Hand bewegte. Vor einem der Kamine blieb Dumbledore stehen.
»Geh nach Hause zu deiner Familie. Ruh dich aus, lass die Gerüchte in Hogwarts etwas abkühlen und komm nächste Woche wieder. Wir reden dann.«
»Hasst du mich?« fragte Theodora ihn. Dumbledore schaute sie traurig über seine Halbmondbrille hinweg an. Er antwortete nicht und das was schlimmer als wenn er ja gesagt hätte. Sie stieg in den Kamin und war kurz darauf verschwunden.
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