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08. März: Ein Versprechen [by Emmice]

OneshotAllgemein / P12 / Gen
Abby Maitland Connor Temple
08.03.2020
08.03.2020
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08.03.2020 1.185
 
Tag der Veröffentlichung: 08. März 2020
Zitat: "Ich habe dir doch gesagt, dass ich zu einem Mann werden will, auf den du dich verlassen kannst." (K)
Titel der Geschichte: Ein Versprechen
Autor: Emmice
Hauptcharaktere: Abby Maitland, Connor Temple
Pairings: Abby x Connor
Kommentar des Autors: Das Zitat hätte zu so vielen Ideen gepasst, letzten Endes habe ich mich für eines meiner Lieblingsfandoms entschieden, das viel zu wenig Leute kennen <3



Ein Versprechen


»Sid! Nancy!«

Halb amüsiert, halb genervt, stemmte Abby ihre Hände in die Hüfte. Zu ihrer Belustigung schauten die beiden Diictodons beinahe schuldig zu ihr auf. Wahrscheinlich erkannten sie mittlerweile am Tonfall, wenn sie sich falsch benommen hatten (nicht, dass sie sich danach jemals besser verhalten hätten).

»Seht nur, was ihr gemacht habt, ihr – Banausen!«, kommentierte sie halbherzig das Chaos, in dem das Gehege der kleinen Urzeitwesen sich befand. Sie wusste nicht wie, aber irgendwie schafften es die Diictodons über kurz oder lang alles, was in ihrem Gehege nicht niet- und nagelfest war, zu zerstören.

Sie seufzte und entschied sich, einem anderen Mitarbeiter der Menagerie zu beauftragen, dieses Chaos zu beseitigen (und machte sich mental die Notiz, eine Lösung für dieses Problem zu finden). Sie hatte nur kurz ihren morgendlichen Routinerundgang durch die Menagerie machen wollen (der wohlgemerkt nicht ihre Aufgabe war, die sie sich dennoch nicht nehmen ließ) und eigentlich war es ihr klar gewesen, dass kurz bei Sid und Nancy nie reichte.

Nichtsdestotrotz musste sie sich jetzt beeilen, um noch rechtzeitig zur Teambesprechung zu kommen. Aus Erfahrung wusste sie, dass Matt es recht ungern sah, wenn einer von ihnen zu spät kam. Mit einem letzten Blick auf die Diictodons ließ sie das Chaos hinter sich und machte sich zügig auf den Weg, wobei sie beinahe den nächsten Mitarbeiter umlief.

(»Wohin so eilig, Abby?«, rief er ihr hinterher und sie drehte sich im Laufschritt halb zu ihm herum.

»Sorry, keine Zeit – Teambesprechung«, rief sie zurück und eilte schon weiter, bevor sie noch einmal stoppte. »Ach, Simon, könntest du-?«, sie wedelte unbeholfen mit ihren Händen Richtung Diictodon-Gehege, was ihn aufstöhnen ließ.

»Was haben die beiden jetzt schon wieder-?«

»Danke!«, rief Abby und sprintete weiter.)

Erst kurz vor Matts Büro, als sie Jess einholte, schaltete sie einen Gang runter. Jess schmunzelte, sagte aber nichts. Sie bogen zusammen in den nächsten Flur ab und hörten ihre Kollegen aus dem Büro schon reden.

»Ich bin ja dafür, dass der Mitarbeiter des Monats -«

»Wir verleihen keinen Mitarbeiter des Monats-Titel, Becker«, lachte Matt.

»Ja, aber wenn wir ihn verleihen würden, wäre ich dafür, dass Connor ihn bekommt.«

»Was? Wieso ich?«, fragte Connor leicht abgelenkt.

»Du hast erstaunlich lange keinen Blödsinn mehr verbrochen – autsch! Emily, was soll das?«

Als Abby mit Jess in das Büro einbog rieb Becker sich den Ellenbogen, Emily grinste verschmitzt, Connor war über einen halb auseinandergebauten Handanomaliendetektor gebeugt und Matt klatschte in die Hände.

»Wenn wir dann alle vollzählig sind …«

~*~

Nach der Teambesprechung kam Connor mit hinunter in die Menagerie. Das machte er oft, um entweder Rex oder Sid und Nancy einen Besuch abzustatten (oder um sie zur Mittagspause abzuholen). Er schlenderte neben ihr her und redete unermüdlich auf sie ein (sie hatte gerade noch mitbekommen, dass es um den Anomaliendetektor ging, aber mit den ganzen technischen Feinheiten kannte sie sich nicht wirklich aus). Sie war jedoch mit ihren Gedanken woanders. Schlussendlich schien das auch Connor zu merken.

»Hey, bist du noch bei mir?« Er schnipste mit seinen Fingern vor ihrem Gesicht herum. Sie schob seine Hand beiseite. »Alles in Ordnung, Abby?« Jetzt schien er sich doch tatsächlich Sorgen zu machen. Sie lächelte ihn sanft an.

»Ja alles in Ordnung«, versicherte sie ihm. Er schien nicht überzeugt zu sein. »Ich dachte nur … «, setzte sie nochmal an, dann brach sie ab.

»Du dachtest nur …?«, half er ihr auf die Sprünge.

»Naja, Becker hat Recht, oder?«

»Womit?«

»Mit dem, was er vorhin gesagt hat.«

»Dass es weniger gefährlich sei, die Tiere zu beseitigen, anstatt sie einzufangen und hierher zu transportieren? Abby, wirst du krank?«

»Nein! Davor!«

Langsam zeichnete sich Verwirrung auf Connors Gesicht ab. »Wovon redest du?«

»Als er vorhin sagte, dass du erstaunlich lange keinen Blödsinn mehr verbrochen hast. Ich weiß, er meinte das als Scherz, aber ich hab' drüber nachgedacht und du hast erstaunlich lange keinen Blödsinn mehr gemacht.« Seit der New Dawn-Geschichte, vor etwa einem Jahr, um genau zu sein, fügte sie in Gedanken hinzu.

Connor hielt inne und blinzelte sie erstaunt an. Sie kam neben ihm zum Stehen.

»Ich habe dir doch gesagt, dass ich zu einem Mann werden will, auf den du dich verlassen kannst«, sagte er.

Abby lachte, bis sie den ernsthaften Ausdruck auf Connors Gesicht bemerkte. »Connor, ich – ich bin mir sicher, ich würde mich dran erinnern, wenn du das zu mir gesagt hättest«, versicherte sie ihm und fühlte sich zugleich ganz unsicher. Sie hatte ein gutes Gedächtnis. Sicherlich würde sie sich an so etwas erinnern.

Ihre Anspannung löste sich, als Connor sie anlächelte. »Ist schon ein bisschen her«, sagte er, zwinkerte ihr zu und bog in den Gang zu Rex' Gehege ab.

~*~

100 Millionen Jahre zuvor

Drei Wochen in der Vergangenheit waren viel länger als man dachte. Ganz langsam klangen die Geräusche in der Nacht nicht mehr ganz so bedrohlich, wie in den ersten zwei, drei Nächten. Immer noch ungewohnt, aber sie würden es überleben.

Connor zog seine Knie an seinen Körper und schaute auf Abby herab, die sich auf dem Boden neben ihm zusammengerollt hatte. Er würde für ein paar Stunden aufbleiben und über sie wachen, damit sie in Ruhe und unbeschwert schlafen konnte. So unbeschwert sie es in dieser Zeit konnte.

Sie hatte, seit er von dem Baum gefallen war und sich seinen Knöchel angeknackst hatte (und vielleicht auch die ein oder andere Rippe), mit Argusaugen über ihn gewacht, hatte ihn viel länger schlafen lassen, als sie es tat, hatte teils allein die Gegend ausgekundschaftet, um ihn nicht unnötig zu belasten. Er wusste, dass Abby ihr Leben lang eher eine Einzelkämpferin gewesen war (und wahrscheinlich immer sein würde), aber zu sehen, wie sie sich um ihn sorgte, ohne, dass er ihr in diesem Moment etwas zurückgeben konnte, machte ihn ganz krank. Er wollte keine Last für sie sein. Er wollte, dass sie sich genauso auf ihn verlassen konnte, wie er sich auf sie verlassen konnte.

Sie drehte sich unruhig im Schlaf, als der Wind an ihrer Decke zerrte. Er zog sie vorsichtig wieder hoch, bedacht, sie nicht zu wecken und strich er ihr vorsichtig eine Strähne aus dem Gesicht. »Ich versprech's dir Abby, dass ich ein Mann werde, auf den du dich verlassen kannst«, flüsterte er. Dann lehnte er sich gegen den Baumstamm in seinem Rücken und richtete seinen Blick fest in die Dunkelheit.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Ein interessantes Kapitel zu einem Fandom, das ich - mal wieder - nicht kenne. Es war trotz dessen sehr unterhaltsam - und echt süß. Das Zitat hat hier super gepasst. Das hat mir sehr gefallen

Eure lula-chan
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