Inkferno

GeschichteAbenteuer, Humor / P16
Agent 3 Callie Inkling Marie OC (Own Character) Octoling
07.03.2020
13.10.2020
31
25.985
3
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Dieses Kapitel
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07.03.2020 637
 
Von ViridianGreengrass

Inkferno
Vom Klecksen und Klotzen

© Story by ViridianGreengrass
©
Character Design by Nintendo Entertainment, Analysis & Development & Group No. 2

Vorwort:
Das hier ist ein Pilotprojekt, bei dem ich einfach ausprobieren möchte, jeden Tag ein Kapitel zu schreiben. Die Kapitel werden entsprechend kurz sein, dafür soll ein täglicher Upload folgen können.
Grundsätzliches: Der Humor in dieser Fanfiction wird etwas „spezieller“ sein. Teilweise geht die Geschichte wohl in Richtung Parodie, aber so arg will ich's nicht übertreiben.
Ich hoffe, ich kann mein Vorhaben, jeden Tag Kapitel zu liefern auch einhalten.

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Prolog – Aus den Korallenwäldern

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The world I knew seems like a trap.
I'm drawn now to the strange and new.
Would my old friends think me a sap?

~ Kamabo-Souvenir-Gedicht Wassup 8-Ball Station“ ~

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»Bist du ein Junge oder ein Mädchen?«
»Willst du meine Faust ins Gesicht oder in den Magen?!«
Jaah, Tarja war nicht unbedingt das, was man unter einem zarten Inklingmädchen verstand. Sie trug ihre orangefarbenen Tentakel zwar lang, aber ihre Kleidung war schon sehr jungenhaft gewählt. Die Kapuze ihres Marine-King-Kurzmantels hatte sie sich tief ins Gesicht gezogen, sodass ihre grünblauen Augen kaum zu sehen waren. Der Rilax-Mundschutz verdeckte den Rest. Ihre Hose war lang und die Schuhe blaue Biker-Stiefel, von denen man gar nicht denken würde, dass Tarja sie auch hochbekam.
Dem jungen Inkling, der es gewagt hatte zu fragen, gefror das Lächeln auf den Lippen. Tarja lachte laut.
»Ich mach nur Spaß!« Sie boxte ihn brüderlich, aber kräftig gegen die Schulter.
Im Grunde versuchte sie schon seit geraumer Zeit ihre Unsicherheit über Inkopolis zu verstecken. Tarja kam aus den Korallenwäldern, eine ländliche Gegend. Dort gab es viel Grün, viel Vieh und wenig Aufregendes. Es war Tarjas erster Sommer, in dem sie ihre Verwandten in Inkopolis für einen längeren Zeitraum besuchen durfte.
„Du bist jetzt 14, Kind.”
„Ich bin kein Kind mehr, verdammt!“
„Richtig. Deswegen darfst du nun auch an den Revierkämpfen in Inkopolis teilnehmen.“
„Geiler Scheiß!“

Tarja fühlte sich wohl, wenn sie rebellisch reden durfte. Sie war ein Haudrauf-Inkling, aber eigentlich war sie jetzt ganz klein mit Hut.
Inkopolis war so verdammt riesig. Selbst der Zugbahnhof, auf dem sie mit ihrem Koffer stand, überforderte sie.
Wo muss ich denn hin, verdammte Alge?!, dachte sie, bevor man sie fragte, welches Geschlecht sie hatte.
Der Junge, der verlegen seine schmerzende Schulter rieb, fragte höflich: »Kann ich dir helfen?«
Es war ihm anzusehen, dass er sich durchaus vor der Antwort fürchtete.
Tarja nickte ruckartig. Es war ein schöner Sommertag, furchtbar heiß, wolkenloser Himmel, brennender Sonnenschein. Ihr Hirn schmolz förmlich, aber weder Kapuze noch Mundschutz wollte sie abnehmen.
»Ich suche diese Adresse!« Sie drückte dem Jungen förmlich einen Zettel ins Gesicht, den er ihr schließlich aus der Hand nahm. Er konnte wohl nichts lesen, wenn es ihm im Auge klebte.
Er nickte. »Ja, die Klecksergasse kenne ich. Das ist ein Stück weg von hier.«
Richtig, Tarjas Verwandte wohnten ja eine Ewigkeit vom Bahnhof entfernt. Weil sie so selten in Inkopolis war, vergaß sie regelmäßig, wo sie eigentlich hin musste.
»Warum benutzt du eigentlich nicht dein Squidphone?«, wollte der Junge neugierig wissen.
Tarja grunzte undamenhaft. »Es ist ein Arctic S5 von Sumsang.«
»Oh je, dieses Sumsang hat keinen guten Akku!«
»Weiß ich selber! Hilfst du mir oder wolltest du nur meinen Zettel angrabbeln?«
Der Junge gab ihr mit erhobenem Kinn den Zettel zurück. »Mein Name ist Coby.«
»Tarja«, stellte sie sich kurz angebunden vor. Der Koffer war derbe schwer, wenn Coby nicht bald in die Gänge kam, fielen ihr noch die Arme ab.
Wohlwollend musterte der Junge sie. »Soll ich dir Inkopolis zeigen, Neuankömmling?«
Tarja zog sich den Mundschutz vom Gesicht und grinste wie ein Haifisch. »Trägst du meinen blöden Koffer?!«
»Öhm …«
Und so begann eine wunderbare Freundschaft.
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