Alpha Wolf #Kürbistumor #Glpalle

von EntenFan
GeschichteÜbernatürlich / P12 Slash
07.03.2020
26.03.2020
7
8433
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Mein Herz war komplett außer Rand und Band, wäre der Ofen nicht an, würde ich wahrscheinlich erfrieren und das erste was ich tat war, ich betrachtete meinen Körper. Das letzte Mal, als ich mich in einen Menschen verwandelt hatte, war mittlerweile schon einige Jahre her und ich war anscheinend gewachsen. Meine Arme waren muskulös und ich hatte ein Sixpack bekommen, war also sogar als Mensch trainiert und dazu fähig, mich gut zu verteidigen. Interessiert begann ich damit meine Hände zu betrachten, die immer wieder zu drehen und meine Finger immer wieder auseinander zu strecken, testete ob sie noch funktionierten. Es faszinierte mich und als ich mich irgendwann aufrichten wollte, fingen meine Knochen an zu knacken. Meine mangelnde Bewegung als Mensch war die Ursache dafür und deshalb streckte ich mich erstmal ausgiebig, bevor mein Blick zu der Person schwiff, wegen der ich mich überhaupt verwandelt hatte.

Seine zwei grünen Augen waren ganz groß und er musterte meinen Intimbereich, wandte seinen Blick jedoch dem Boden zu und schamesröte stieg ihm auf, als er meinen Blick bemerkte. Er musste doch wissen, dass man immer Nackt war, wenn man sich von seiner Werwolfsgestalt in seine Menschengestalt wandelte und ich verstand nicht so wirklich, weshalb er mich dann so staunend betrachtete. Mein Körper war doch normal, oder war ich anders? Ich hatte noch nicht viele Menschen in meinem Leben gesehen, maximal fünfzig und das einzige was anders war, war die Tatsache, dass sie Klamotten trugen und ich eben nicht. Woher sollte ich diese denn auch haben? In einem Dorf oder einer Stadt war ich noch nie, da ich mich stets von Menschen ferngehalten hatte und so war ich niemals an Klamotten gekommen.

Wortlos kniete ich mich neben den Mann und betrachtete ihn kurz. Er hatte sich eingekugelt, so wie ich es als Wolfsjunges gerne getan hatte und versuchte mich nicht mehr anzuehen. Ob es ihm peinlich war, dass er mir in meinen Intimbereich gestarrt hatte? Dieser Mann war mir suspekt, immer hin war es meiner Meinung nach nicht schlimm, wenn man mir auf den Schritt guckte, er schien aber gleich den Teufel an die Wand zu malen. "Setz dich aufrecht hin, dann helfe ich dir dich wieder richtig hinzusetzen!", forderte ich den größeren auf und sogleich versuchte er sich mit seinen Armen hochzudrücken, würdigte mich dabei keines Blickes. Er zitterte vor Anstrengung und ich merkte, dass es ihm sichtlich schwer fiel. So jemand unsportlichen hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ich wusste nicht so recht, wie genau ich mit dem schmächtigen, jungen Mann umgehen sollte, da er offensichtlich behindert war.

Behutsam legte ich meinen einen Arm unter seine Kniekehlen und den anderen um seinen Rücken, somit gab ich ihm ein wenig Halt, während ich mich mit ihm auf dem Arm aufrichtete. Nicht mal so bewegte sich der Grünäugige viel, er schlang seine Arme nicht um meinen Nacken und suchte nach Halt, sondern verschränkte sie vor seiner Brust. Wieso bloß hatte ich vor dem schalfen gehen so eine Angst vor ihm, wenn er sich sowieso nicht traute sich irgendwie zu bewegen oder mit mir zu sprechen? Wirkte ich so angsteinflößend? Ich versuchte doch schon nicht grob zu sein und ihm so zu zeigen, dass ich ihm nichts tun würde und er zeigte mir nichts anderes als Furcht.

So stand ich mit ihm da, unsere Herzen schlugen beide schnell und irgendwie gefiel es mir jemanden so auf meinen Armen zu tragen, ihn so zu tragen. Der Brünette war leicht und warm, jede Stelle meines Körpers fing an heiß zu werden und auf einmal schien alles taub zu sein. Es war, als würde die Zeit still stehen und als der größere irgendwann doch seinen Kopf drehte, sodass ich seine glänzenden Augen von der Seite sehen konnte, da färbten sich auch meine Wangen rot. Ich konnte nicht abstreiten, dass mir diese schüchterne, ängstliche Seite an dem jungen Mann nicht gefiel und irgendwie weckte diese sogar den Wunsch in mir, ihn zu beschützen und ihm zu zeigen, dass ich ihm nichts tun würde.

Vorsichtig setzte ich den Brünetten am Rand des Bettes ab, sodass er mit eingesunkenen Schultern und gesenktem Kopf da saß. Schüchtern versuchte er noch immer der Versuchung auszuweichen, auf meinen Körper zu starren und ich machte ihm sein Leben nicht gerade einfacher, als ich mich neben ihn setzte und interessiert musterte. Er schwieg, traute sich nicht etwas zu sagen und ich hatte keine Ahnung was ich tun sollte. Der größere verhielt sich noch ängstlicher als es ein Omega tat und ich wusste nicht, wie ich ihm ein besseres Gefühl geben sollte. "Darf ich deinen Namen wissen?", fragte ich vorsichtig, dabei nahm ich mir reflexartig seine linke Hand und begann leicht diese zu kneten. Sie war schwitzig und nun nahm ich das erste Mal richtig wahr, wie er zitterte. Er war sichtlich nervös, kaute unterbewusst auf seiner Unterlippe herum. "Manuel...", hauchte er leise und undeutlich, doch dank meinen Ohren war es für mich kein Problem ihn zu verstehen. Dieser Name passte irgendwie zu ihm, ich wusste nicht wieso, doch er hörte sich einfach perfekt an, wenn ich ihn in Gedanken aussprach. Meiner hingegen hörte sich recht normal an, irgendwie nicht so schön und er ging auch nicht so leicht von der Zunge, wie es sein Name tat.

"Ich heiße Patrick...tut mir übrigens leid, dass ich dich vorhin so sehr angeknurrt habe! Menschen gegenüber bin ich eher scheu und vorsichtig. Eigentlich bin ich ein wirklich lieber Kerl und tue niemandem etwas, also bitte verzeih mir meinen ersten Eindruck! Du brauchst keine Angst vor mir zu haben und sieh mich ruhig an, ich beiße ja nicht...", stellte ich mich nun auch beim Namen vor und wäre ich in diesem Moment in meiner Wolfsgestalt, hätten sich meine Ohren angelegt und ich hätte wahrscheinlich gewinselt. In mir stieg das starke Bedürfnis auf den jungen Mann zu umarmen, ihm irgendwie zu zeigen, dass ich doch einfach bloß gemocht werden wollte und doch hielt ich mich im letzten Moment noch auf. Es würde ihn bloß noch mehr verschrecken und das war das letzte was ich wollte.

Manuel nahm in diesem Moment wohl all seinen Mut zusammen und umschloss meine Hand mit seiner, schielte bloß zu mir herüber und ich erkannte, wie seine Wangen noch einen stärkeren Rotton annahmen, als sowieso schon. "Ist schon gut...ich meine, du warst übermüdet und bist bestimmt noch immer hungrig und verwirrt! Wenn ich so über deine Worte nachdenke, wirst du wohl noch nicht allzu oft unter Menschen gewesen sein, denn bei uns ist es eher keine so gute Sache, wenn man nackt vor jemand anderem steht! Es wird eher als peinlich angesehen und deshalb vermeide ich es dich anzusehen...außerdem bin ich ein bisschen ängstlich gegenüber Fremden, also bitte verzeih mir mein unterwürfiges Verhalten. Irgendwann werde ich dir erklären, warum genau ich mich so benehme, aber davor würde ich dich vielleicht gerne erstmal besser kennenlernen! Es fällt mir eher schwer vertrauen zu anderen zu fassen, seit meinem Unfall...", murmelte der Grünäugige leise, wobei er mir das erste Mal von allein in die Augen sah und erst bei seinem letzten Satz den Blick wieder senkte. Bei seiner kleinen Rede drehte er sich mir leicht zu und ich spürte die Vibration seines Herzens, wenn es pumpte. Was hatte dieser Mann bloß erlebt, dass er so vorsichtig mit mir umging? Und wollte er mich wirklich besser kennenlernen? Wie zeigte man jemandem so ängstlich, dass man absolut nichts tun würde? Es gab sicher viele Möglichkeiten. Miteinander sprechen war eine davon, doch sah ich tatsächlich nur eine einzige, bei der ich den Brünetten nicht in Verlegenheit bringen würde.

"Kraul mich so, wie du den Welpen gestern gekrault hast!"
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