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Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte aller Anmaßungen

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dr. Elena Eichhorn Dr. Kathrin Globisch Dr. Rolf Kaminski
07.03.2020
05.06.2020
3
2.337
5
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07.03.2020 991
 
Die Geschichte handelt von den Ärzten der Sachsenklinik, im Speziellen jedoch von Dr. Elena Eichhorn und Dr. Rolf Kaminski. Als Dr. Kaminski neu an die Klinik kommt, nimmt er sich vor zu den Kollegen eine gewisse Distanz zu halten und private Probleme nicht in der Klinik und auch nicht mit einem seiner Kollegen zu bereden. Doch Widererwarten versteht er sich mit einer seiner Kollegen, Frau Dr. Eichhorn, besser als mit den anderen und es entsteht eine Bindung zwischen den beiden. Sie ignoriert seine zynischen Kommentare nicht, sondern hat immer passende Antworten parat und wahrscheinlich ist es genau das, was ihn so an ihr fasziniert. Können sie es schaffen Freunde zu werden, entgegen der Kommentare aller Kollegen oder ist vielleicht sogar mehr zwischen ihnen als nur Freundschaft?


Kapitel 1 - Der neue Arzt

Da die Sachsenklinik in immer größer werdenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte, fasste die Verwaltungschefin Sarah Marquart den Entschluss einen Belegarzt an die Klinik zu holen.

Weder Professor Simoni, noch Dr. Heilmann waren begeistert über diesen Vorschlag, doch schließlich war es eine gute Lösung und der Arzt sollte bereits in den nächsten Tagen anfangen zu arbeiten. Zwei Tage später betrat der neue Belegarzt, Dr. Rolf Kaminski, die Sachsenklinik und wurde bereits beim Eingang von Sarah Marquart empfangen. „Dr. Kaminski!“ „Der bin ich, und wer sind Sie, wenn ich fragen darf?“ „Die Verwaltungschefin, kommen Sie, wir gehen in mein Büro.“

Auf dem Weg zu dem besagten Ort, stieß er mit einer hübschen Ärztin zusammen. Der Ärztin fielen jede Menge Akten auf den Boden und als sich beide nahezu gleichzeitig danach bückten, berührten sich für einen kurzen Moment ihre Finger. Seiner zukünftigen Kollegin war es sichtlich unangenehm und sie verschwand mit einem leisen „Danke“. Ganz im Gegensatz zu Dr. Kaminski. Dieser blieb wie vom Donner gerührt stehen und sah der Ärztin nach. Er wusste nicht, was gerade mit ihm geschah, hatte er sich doch schon viel zu lange nicht mit diesen Themen beschäftigt.

Sonderlich lange konnte er allerdings ohnehin nicht darüber nachdenken, da seine Gedankengänge durch die Verwaltungschefin unterbrochen wurden und so sie setzten den Weg zu ihrem Büro fort. „Was war denn gerade mit Ihnen los?“ „Was geht Sie das an?“ Etwas perplex über seine Antwort öffnete sie ihre Bürotür und sie klärten die Formalitäten.

Nachdem dies erledigt war, gingen sie zusammen ins Ärztezimmer, in dem reger Betrieb herrschte. „Ich will sie wirklich nur ungern von Ihrer Arbeit abhalten, will es mir aber trotzdem nicht nehmen lassen, mich als Ihr neuer Kollege vorzustellen. Mein Name ist Dr. Kaminski und ich bin der neue Belegarzt der Klinik, sozusagen Ihr Retter in der Not.“

Für diese Aussage erntete er einen bösen Blick von Frau Marquart. Als ihm alle die Hand geben wollten wimmelte er dies ab. „Geschenkt, ich werde ja wohl oder übel sowieso irgendwann mit Ihnen das Vergnügen haben.“ Kurz bevor er den Raum verließ, ließ er seinen Blick über die gesamte Ärzteschaft schweifen und blieb bei einer Ärztin hängen.

Irgendwo hatte er diese schon gesehen. Nach ein paar Sekunden wusste er auch wo und wann. Es war diejenige, mit der er heute Morgen schon einen Zusammenstoß hatte. Kurzerhand lächelte er sie freundlich an, als er jedoch sah, dass Dr. Stein ihr einen Kuss gab, wandte er sich ab und verließ schnellen Schrittes den Raum. Die Belegschaft wusste nicht, was sie von ihrem neuen Kollegen halten sollte und dem Großteil war Dr. Kaminski bereits jetzt ein Dorn im Auge.

„Was ist das denn für ein komischer Kauz? Arrogant, besserwisserisch und zynisch, das kann ja was werden.“ Dr. Stein, der sich als einziger traute, seine Meinung auszusprechen, wurde von seinen Kollegen angeschaut und alle, nein fast alle, nickten. Nur Frau Dr. Eichhorn pflichtete ihrem Freund nicht bei und überlegte ihm zu widersprechen, ließ es dann aber. Was sie aber alle nicht wussten war, dass ihr neuer Kollege nicht weit entfernt auf dem Gang stand und alles mitbekam.

Ihm war es egal was seine Kollegen über ihn dachten, er wollte nur mit ihnen zusammenarbeiten und nicht neue Freunde finden. Ohne weiter darüber nachzudenken, machte er sich auf den Weg zu seiner ersten Patientin, die er bereits am nächsten Tag operieren wollte. Er setzte die OP für 8:00 Uhr an, doch ihm fehlte noch eine geeignete Assistenz. Deshalb machte er sich auf den Weg ins Ärztezimmer, um zu fragen, ob morgen um 8:00 Uhr jemand Zeit für eine OP hätte.

Obwohl der Raum mit vielen Ärzten gefüllt war, meldete sich niemand. Auch als er noch einmal fragte, kam keine Antwort. Die Kollegen schienen sich gegen ihn verbündet zu haben. Als er schon die Hoffnung aufgegeben hatte, erklärte sich Frau Dr. Eichhorn bereit, die Assistenz zu übernehmen, gab jedoch zu bedenken, dass sie einen Eingriff dieser Art noch nicht sehr oft durchgeführt hatte und dass das letzte Mal schon mehrere Jahre zurücklag.

Er rang mit sich selbst, bot ihr dann allerdings an, die OP nach Feierabend mit ihr genau durchzugehen. Fragend schaute Dr. Eichhorn ihren Lebensgefährten an, welcher es mit einem genervten Augenrollen und einem Nicken zur Kenntnis nahm. „Dann um 20:00 Uhr im Ärztezimmer“ Dr. Kaminski lächelte zur Antwort und verließ daraufhin den Raum.

Bis zum Dienstschluss dauerte es noch eine ganze Weile und so beschloss Dr. Eichhorn, um bei ihrem neuen Kollegen einen guten Eindruck zu machen, die Mittagspause zu nutzen um sich bereits über die Operationsmethode zu informieren. Sie nahm sich das Fachbuch und setzte sich, aufgrund des schönen Wetters, in den Klinikgarten. Dort suchte sie sich einen ruhigen, schattigen Platz und legte sich auf die Bank. Nach einiger Zeit spürte sie allerdings die Erschöpfung und sie schlief mit dem Kopf auf dem Fachbuch ein.

Sie wurde erst wach, als jemand sie berührte. Dieser jemand war niemand geringerer als Dr. Kaminski und ihr war es peinlich einfach eingeschlafen zu sein. „Na Frau Kollegin, haben Sie zuhause kein Bett?“


Gefällt euch der Beginn der Geschichte oder habt ihr Verbesserungsvorschläge? Lasst doch gerne ein Review da - ich würde mich sehr darüber freuen :)
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