Kollision ~♥~

von Sasl
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18 Slash
der Rote Shanks Marco der Phoenix Monkey D. Ruffy Puma D. Ace / Gol D. Ace Smoker "der Weiße Jäger" Thatch
06.03.2020
23.10.2020
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18.10.2020 4.231
 
Chapter XX - Chasing



„An.. Aus.. An.. Aus“, flüstere ich, während abwechselnd die Lichter der Kerzen, auf welche meine Wahl fällt, mein Gesicht oder Rücken beleuchten.
„Aus.“
Es wird komplett dunkel.
„An.“
Und plötzlich leuchten alle zehn Kerzen im Raum, unabhängig wie weit sie von mir entfernt sind, während ich grinsend meine Unterarme auf die Stuhllehne gestützt hab. Meine grün leuchtenden Handflächen nach oben gerichtet, verstärke ich die Flammen, höre das Zischen und lass das Kerzenwachs massiv hinab brennen.
Weiter und weiter, bis ich auf einmal stoppe, exakt in dem Moment, in dem die Türklinke runtergedrückt wird.
Verkehrt herum sitzend, steige ich schleunigst wieder vom Möbelstück und komm auf Marco zu, der mir bei meinem spitzbübischen Gesichtsausdruck umgehend einen weiteren misstrauischen Blick zuwirft.
„Möchtest du mir jetzt verraten, was das Grinsen vorhin zu bedeuten hatte?“
Die Tür unserer Kajüte fällt ins Schloss, natürlich in der Hoffnung, dass ich meinen eigentlich zugeteilten Raum am Schiff nie beziehen werden muss.
„Mh ne“, grins ich aufgrund seiner Frage schon wieder spielerisch vor mich hin, während ich meine Arme um seinen Nacken leg, weswegen ich auch sofort seine Hände an meiner Hüfte spür. Und ich glaub, nein ich weiß, dass Marco niemand ist, der schnell aus seiner Haut fährt, aber nun reizt es ihn sichtlich nicht zu wissen, wieso ich mich so anzüglich verhalte.
Könnte ja auch an der eben erst untergegangenen Sonne liegen, oder?
„Ace..“, seine Stimme ist rauer geworden, was mir einen erregten Schauer verpasst.
„Ich bin einfach nur verdammt glücklich.“ Klar, ich hab Luffy und Sabo wieder, hatte 'nen megageilen Tag mit ihnen, darf weiterleben und zwar wegen Marco sowie seiner Familie, wovon ich nun ein Teil bin. Übrigens.. „Ich muss mich noch ausdrücklich für deine geniale Rettungsaktion bedanken. ..Und für gestern“, zieh ich mit den Fingerkuppen Kreise über seinen Nacken, wofür er mir ein genüssliches Brummen schenkt.
„Glaubst du, dass du noch fit genug dafür bist?“, streift er mir liebevoll die eine Seite meiner Strähnen ins Haar zurück, wenn ich auch seine Mordslust auf richtigen Sex mit jeder Pore spüren kann, „Du siehst wirklich extrem müde aus, yoi.“
Aber mein Körper ist noch willig.
„Ich zeig dir, wie munter mein Mund noch ist“, daraufhin stell ich mich auch schon auf die Fußballen, um meine Lippen mit seinen verschließen zu können.
Er schmunzelt in unseren ersten Kuss hinein, bevor er seine Finger sanft in meinem Hinterhaar vergräbt und mich mal wieder nach all seinen Künsten verführt.
Wahnsinn. Ich liebe es einfach, wenn ich allein durch unsere Küsse zu spür'n bekomm, wie verflucht sehr er mich und nur mich will.
Wohlig schließ ich die Augen, drifte immer mehr in dieser unglaublich schönen Berührung ab.
„Wirst du zukünftig nun immer oben ohne herumlaufen?“, raunt er zwischen unserem Akt, woraufhin ich zur Antwort nur kurz grinse und er ein kehliges Knurren von sich stößt, „Du bist wirklich brandgefährlich für mich. Ich kann für nichts garantieren.“
Mhm.. gefällt mir. Gefällt mir sehr. Und ich würd lügen, würd ich behaupten, dass ich's nicht auch irgendwie darauf abgezielt hab.
Seine Bewegungen werden intensiver, ich geb mich voll und ganz hin, so sehr, dass ich gar nicht wirklich merk, wie sie ausklingen.
„Ace?“
Meine Lider zucken kurz auf. „Oh man, sorry..“, nuschel ich, als ich merk, dass ich doch tatsächlich grade eingenickt bin. Marco ist zum Glück nicht sauer, lächelt sogar leicht.
„Wir können auch-“
Oh und wie wir mit- und nicht nebeneinander schlafen werden!
Ich unterbrech ihn, als ich ihn erneut küsse, diesmal wesentlich energischer, sodass er mich kurzum auf sein Becken hochhebt und uns ins Bett manövriert.
Kaum lande ich in der weichen Matratze unter ihm, fühl ich seine angenehme Körpertemperatur, die mich umschließt und meinen Mund immer wieder aussetzen lässt. Ich seufze wohlig, während ich versuch den Kampf gegen meine Schlummersucht zu gewinnen, was mir auch gelingt, als Marcos Zunge mir einmal langsam und einheizend durch den Mundraum gleitet.
Dann allerdings beendet er den Kuss und streichelt mir mit seinem Daumen einmal liebevoll über die leicht geöffneten Lippen.
„Träum schön“, lächelt Marco einsichtig, während er mir anschließend manipulierend den Nacken krault, was meine Lider erst recht wieder runterzieht.
Saboteur..!
Ich wehre mich, doch nur anfangs.
Verzögert geb ich noch einen widerwilligen Laut von mir, dann..


.


„Wieso hast du mich einschlafen lassen?“, beschwer ich mich halbherzig bei Marco, kaum dass ich ihn im Gemeinschaftsraum unter Deck gefunden hab.
„Weil es die richtige Wahl war. Zu wenig Schlaf ist ungesund, viele unterschätzen es. Du hattest noch einiges an Schlaf nachzuholen und das nicht nur wegen deinem Herumgetolle gestern, sondern auch noch von deiner tagelangen Gefangenschaft.“
Ich murre leicht, wenn er natürlich auch recht hat und ich mich glücklich schätzen kann, dass er nicht so schwanzgesteuert ist wie ich manchmal bei ihm.
Zudem bin ich dankbar, dass er nichts von meinem brandgefährlichen Training mitbekommen hat, denn wenn ich nicht wirklich wie geschaffen für meine feurige Teufelskraft wär, hätt' die Moby Dick jetzt definitiv ein riesiges Blasloch.
„Glaub mir, für mich war es schwerer“, fixiert mich Marcos gieriger Blick starr, der mir verdeutlicht, dass er meinen Hintern bei der nächstbesten Gelegenheit sättigen wird.
Scheißeja..
Unweigerlich muss ich schlucken.
„Jetzt dürftest du allerdings reichlich gedöst haben, du hast immerhin die gesamte Reise zum Sabaody Archipel verschlafen“, lächelt mich Thatch hingegen amüsiert an und stimmt, dass wir nicht mehr auf See sind, sondern bereits dort angelegt haben, hab ich auch schon bemerkt.
Kommt's eigentlich nur mir so vor, als würd ich die Hälfte meines Lebens im Bett verbringen?
Zum Schlafen natürlich.
Wir sind also wieder am Sabaody Archipel sowie der anderen Seite der Redline. Da der Weg oben drüber, durch die heilige, zerstörte Stadt Mary Joa nicht infrage kommt, weil wir weder unser Schiff zurücklassen wollen, noch die gefährlichere Variante wählen, statten wir der Fischmenscheninsel, die unter Paps' Schutz steht demnächst also einen Besuch ab.
Ich bin schon total gespannt drauf.
„Frühstück?“, fragt mich mein Lieblingssmutje und wir wissen beide, dass ich das Frühstück sonst verpenn und das erste Essen für mich immer mein eigentliches Mittagessen ist. Aber sonst geh ich ja auch nicht dermaßen früh schlafen.
„Klar, danke“, freu ich mich selbstverständlich drüber, setz mich zu meinen Mates und Marco an den Tisch und nimm anschließend den Teller entgegen, um mich am Morgenbuffet zu bedienen.
„Wir werden eine Weile hierbleiben müssen, damit die Moby Dick und anderen Divisionen fertig umgewandelt werden können.“
Und ich glaub, ich weiß, was Marco mir damit sagen will, da ich diesmal ruhig offiziell als Pirat geseh'n werden kann, also auch was den Rummel angeht.
Ich grinse. „Erst zeigst du mir die vergnüglichen Attraktionen hier und danach..“, lass ich den Satz absichtlich offen, woraufhin er seine Brauen hebt, dem selben verschmitzten Lächeln nach aber genau weiß, worauf ich hinaus will.
„Marco!“, platzt Kinga auf einmal in die Messe rein und derart aufgebracht, wie er zu unserem Tisch heraneilt, schlägt die Stimmung augenblicklich um.
„Was ist los?“, hakt der Phönix alarmiert nach.
„Teach wurde gesichtet, er nimmt Kurs auf Banaro Island.“
Stuhlgerücke ertönt.
„Teach?!“, kommt es gleichzeitig von der Hälfte der Anwesenden, auch von mir, ehe die Unruhe samt Lärmpegel deutlich ansteigt.
„Das ist nicht sonderlich weit von hier“, werf ich sofort ein.
„Was hat Vater gesagt?“, bewahrt Marco jedoch die Ruhe, weshalb auch Kinga wieder einen Gang runterschaltet.
„Dass die Ummantelung der Schiffe nicht einfach so abgebrochen werden kann, vor allem weil die Marineoffiziere uns bereits auf den Fersen sind und das Sabaody Archipel abriegeln würden. Deshalb müssen wir warten, bis Teach ebenfalls in die Neue Welt kommt.“
„Aber wenn er so gefährlich ist und wir wissen wo er ist, dürfen wir ihn nicht weiter umherzieh'n lassen“, dreh ich mich Marco zu. „Er wird sicher noch mehr Schaden verursachen, immer mehr Crewmitglieder sammeln und-“
„Ace. Vater hat sich entschieden, es gibt keine Diskussion darüber, yoi“, versucht er nun auch mich wieder in Zaum zu halten.
Mein Blick geht kurz zu Thatch, der zwar still, jedoch besorgt dasteht.
„Wir dürfen nicht abwarten, sonst werden wir's letztendlich bereuen“, werf ich weiter ein.
„Glaub mir, wir würden nun alle nichts lieber tun, als ihn abzufangen, doch es geht einfach nicht, Ace.“
„Auf der Insel hier gibt’s Striker“, erwähn ich, während Marcos Augen entsetzt aufzucken, „Ich schnapp mir einen und-“
„Vergiss es!“, unterbricht er mich sofort scharf, „Du wirst nicht – und ich wiederhole mich – nicht Teach im Alleingang verfolgen!“
„Ich könnte ihn aber noch erreichen, lass mir die Chance, vertrau mir!“
„Hier geht es nicht um Vertrauen, Ace.“
„Wir wissen, dass du stark bist, Taiki, aber Teach ist einfach zu mächtig“, redet nun auch Thatch energisch auf mich ein. „Es war nur ein kurzer Moment, doch diese Teufelskraft ist das Unheimlichste, was ich jemals gesehen und gespürt habe“, meint er mit größter Ehrfurcht davor, aber..
„Es ist eine Teufelskraft“, stell ich klar, „Wie schlimm kann diese Kraft also schon sein?“
„Oh Taiki, du hast keine Ahnung..“
„Ich bin auch ein Logia-Nutzer und auch ohne mein Feuer ein sehr guter Kämpfer, der in der Marine sogar die Formen des Hakis einzusetzen gelernt hat. Zudem-“, unterbrech ich sofort Marcos als auch Thatchs kommenden Einwurf, „Hab ich nicht vergessen, dass dieses Arschloch dich umbringen wollte!“
„Deshalb wollen wir auch alle Rache an ihm nehmen“, verdeutlicht mir Marco nochmal.
„Aber dann kann es zu spät sein!“, halte ich dagegen, „Ich schaff das, Rayleigh hat mir von einer erweiterten Form meiner Teufelskraft erzählt. Sie ist gewaltig und trotzdem kann ich sie bereits beherrschen. Mit dieser Fähigkeiten, dem brennenden Zorn und dem neuen Lebensgefühl in mir bin ich stärker als jemals zuvor!“
„Hitzkopf!“, reißt Marcos Geduldsfaden nun zum ersten Mal, „Willst du dich gleich wieder in die nächste Gefahr stürzen? Soll ich dich erneut aus der Schlinge ziehen müssen?!“
Bitter beginn ich zu schlucken, erwidere jedoch trotzig seinen Blick, bevor er tief durchatmet, sich kurz den Nasenrücken reibt und noch einmal mit einer etwas leiseren Stimme ansetzt.
„Ace, ich weiß wie du dich fühlst. Als ich in deinem Alter war hat mir genau dieses Verhalten selbst beinahe mehrmals das Genick gebrochen, auch wenn du mich nun skeptisch ansiehst, es ist die Wahrheit. Doch zum Glück hatte ich ebenfalls Menschen um mich, die mich beschützten und auf die ich dann zu hören begann.“
Schon, aber..
„Du schuldest uns nichts, genauso wenig, wie du dich noch weiter beweisen musst“, trifft Marco einen weiteren wunden Punkt bei mir, doch bin ich da andrer Meinung.
„Luffy könnte diesem Bastard und seinem Ziel irgendwann in die Quere kommen, obwohl wir jetzt die Gelegenheit dazu bekommen hätten Teach abzufangen. Ich hatte bereits Glück, als er meinte, dass er ihm in Alabasta begegnet ist, dass sie nicht aneinander geraten sind. Doch Luffy wird nicht mehr zögern oder überhaupt überlegen einen Rückzug zu machen, vor allem nachdem er von mir erfahren hat, was Blackbeard für ein Stück Scheiße ist.“ Und das ist mein letztes Wort. „Ich werd mich auf den Weg machen.“
„Das verbiete ich dir!“
Ignorierend wende ich mich von ihm ab, da ergreift er meinen Arm und zieht mich zurück.
Unsere feurigen Blicke kreuzen sich.
„Du wirst hier bleiben! - Das ist ein Befehl!“
Und ich halte inne..
„Ein Befehl deines ersten Kommandanten.“
..macht er mir nochmal klar, während ich ihn nun fassungslos anstarre.
Dann lässt er mich los und richtet sich an unsere Mates. „Lasst ihn nicht aus den Augen und vor allem nicht vom Schiff.“
„A-..Aye, Marco“, kommt es überfordert von ihnen, hingegen ich mich wieder fange und mein Gesicht sich schlagartig verdüstert.
„Was denn, keine Seesteinfesseln?!“, zische ich ihm giftig zu, als er mir seinen Rücken zudreht und eiskalt den Gemeinschaftssaal verlässt.
„Taiki..“, Thatchs Kopf neigt sich versöhnend, „Er will doch nur-..“
„Schon klar“, raunz ich trotzdem abwertend, bevor ich mich wieder auf den Stuhl setz, doch in erster Linie nur, damit nicht alle zuseh'n können, wie ich grade vor Frust meine Unterlippe malträtiere.
Verdammt..


.


„Darf ich fragen, was du denn letztendlich damit vorhast?“
„Na ich will damit über die Wellen reiten“, erklär ich Thatch nüchtern, während ich weiterhin an einen der abgenutzten Striker, die sich hier in dem alten Transportmittellager der Moby Dick eingefunden haben, rumschraube.
„Du weißt was ich meine“, seufzt Marcos rechte Hand, bevor er nun die Beine wechselt und somit nun das linke über das rechte Bein geschlagen, am Sitz des Hovercraft Boards sitzt. „Der Logpot, den du dir geschnorrt hast und der nun dein linkes Handgelenk schmückt, ist mir nicht entgangen, mein Kleiner.“
Ich antworte nicht, sondern funktioniere das letzte Teil meinen Vorstellungen entsprechend um, ehe ich es schließlich ebenfalls an meinem neuen Gefährt montier.
„Ace..“, ermahnt er mich abermals. „Marco hat früher als Jugendlicher immer offen Gefühle gezeigt. Die Jahre auf See haben ihn erfahrener aber auch gesinnter werden lassen. Hör auf ihn, er hat seinen Posten nicht umsonst bekommen und das weißt du.“
Ja weiß ich.
„Bin fertig.“
Aber ich hab ihn auch nicht umsonst bekommen.
Mein Werkzeug beiseite gelegt, richt ich mich wieder auf, streck mich einmal kurz nach hinten und hiev mir anschließend auch schon das schwere Teil auf die Schulter.
„Und wohin willst du nun damit?“, erhebt sich auch Thatch nun wieder. „Mein Lieber, Marcos Wort ist Gesetz und jeder wird seinem Befehl nachgehen, wenn du versuchst vom Schiff zu kommen, auch ich“, wird auch er nun zum ersten Mal ernst, doch lächle ich nur leicht überheblich.
„Nicht jeder, einer nicht.“
Irritiert sieht er mich an, doch als mich meine Schritte daraufhin nicht nur einfach an Deck, sondern zu Paps Quartier führen, begreift er mein Vorhaben.
„Oh Ace, das solltest du wirklich nicht tun und zwar nicht, weil Vater es dir ohnehin nicht erlauben wird, sondern wenn Marco das erfährt, dann..“
Unbeeindruckt leg ich meinen Striker ab, ehe ich gegen die Tür klopf.
„Chichi?“
Ein befürwortendes Grollen ertönt, weshalb ich kurzum eintrete, dicht gefolgt von Thatch.
„Was gibt es, Sohn?“
„Ich weiß von Teach, der sich Banaro Island nähert und dass unsere Schiffe aufgrund der Ummantelung keinen andren Kurs setzen können“, setz ich mich auf die Kante seines Betts, auf dem er lässig mit überschlagenen Beinen liegt, wenn sich der Zorn bei der Erwähnung des Verräters auch deutlich in seinem Gesicht widerspiegelt. „Ich hab einen der Striker repariert, mit dem ich in kürzester Zeit dort und vor Mitternacht zurück sein könnte. Bitte gib mir die Erlaubnis, ihn zu stell'n.“
Er brummt nur. „Das One Piece gibt es wirklich, doch Teach ist nicht derjenige, auf den es wartet. Er ist nicht würdig das 'D.' im Namen zu tragen und ebenso wenig ist er es wert gegen ihn im Kampf zu fallen.“
„Das werd ich nicht! Auch wenn seine Teufelskraft anders und so unglaublich stark ist, hat auch sie eine Schwäche. Also lass mich für euch kämpfen! Für meine Familie!“, werd ich eine Spur energischer.
„Wenn es um Teach geht, kämpfen wir als Familie.“
„Ich weiß, dass ich mir deine Anerkennung noch nicht wirklich verdient hab“, unterbrech ich keine Sekunde unsren Augenkontakt, „Aber bitte glaub an mich, Paps! Lass mich dich zum König der neuen Ära machen!“
„Gurarara“, lacht er plötzlich auf, während ich das verdammt ernst mein und daher abwarte, bis auch seine Belustigung wieder fällt. „Du versuchst hier gerade Marcos Befehl zu umgehen“, ertappt er mich natürlich, „Du bist der Erste, der sich das traut. Deine Stärke ist bestimmt nicht nur auf deine körperliche Kraft begrenzt.“
Lange sieht er mich daraufhin an. Nachdenklich.
„Vater“, meldet sich Thatch plötzlich doch total überrascht zu Wort, „Du wirst ihn doch nicht wirklich-!“
„Einverstanden“, grollt Paps dann auf einmal.
„Vater!“
Wirklich?
Ein glückliches Grinsen ziert mein Gesicht, bevor auch mein Ausdruck wieder Willensstärke zeigt, kaum dass ich mich von seinen riesigen Bett erheb. „Ich werd dich nicht enttäuschen!“
„Das kann nicht dein ernst sein! Mèrde, Marco tickt aus!“
„Ace.“
An der Türschwelle halte ich inne, ebenso wie Thatch, der immer noch Einspruch erheben will und dreh mich nochmal zu Paps um, dessen sturmgraue Augen mich starr fixieren.
„Du hast bereits meine Anerkennung.“
Ein unheimliches Glücksgefühl kribbelt rasend schnell meinen Körper rauf, eine Wärme, die auch schlagartig meine Mundwinkel hebt, bevor ich mit diesem Hoch aus der Kajüte trete und meinen Striker zur Reling rüberbring.
„Taiki“, hält mich Thatch umgehend am Arm fest, kaum dass ich mein Fahrzeug darüber hinab in die seichten Küstenwellen werf.
„Vaters Entscheidung ist endgültig, richtig?“, erinner ich ihn an Marcos Worte von vorhin, weswegen er mich böse ansieht, da ich ihn so mit ihren eigenen Waffen schlage.
„Dann komme ich mit dir!“
„Geht nicht, kein andres Fahrzeug ist so schnell wie das hier, was ich extra auf meine Feuerkraft ausgelegt hab und deswegen könntest du auch keine so lange Strecke zurücklegen, es sei denn du könntest einen riesigen Kanister Benzin mitschleppen.“
Und ehrlich gesagt ist mir das auch lieber, weil ich irgendwie viel zu viel Angst hätte, dass Thatch was passieren könnte. Noch einmal.
„Hey Ace!“, eilen auch schon ein paar weitere unserer Mates herbei, „Laut Marco darfst du das Schiff nicht verlassen, sorry.“
„Paps hat mir die Erlaubnis gegeben und sein Wort steht über den des ersten Kommandanten, nich'?“ - eine rein rhetorische Frage, deren offensichtliche Antwort auf der Hand liegt.
Verblüfft wechseln sie ihre Blicke mit Thatch aus, dessen bedrücktes Schweigen und Ratlosigkeit ihnen jedoch nur die Bestätigung gibt.
„Ace!“, will der Smutje sofort nachgreifen, doch kaum hab ich die Chance genutzt, mich aus seinem Griff zu winden, spring ich auch schon seitlich über die Reling, um im nächsten Moment treffsicher auf meinem Striker zu landen.
„Warte noch einen Augenblick, hörst du?!“, ruft er gehetzt runter, hingegen ich eines meiner Beine bereits vorne hinstell und sichergeh, dass das Segel auch anständig verschnürt ist, da es sonst gleich nur Gegenwind geben würde.
Ich warte bewusst nicht ab, bis Marco von seinem Inseltrip zurück ist, Thatchs panische Blicke in den Himmel hab ich bereits bemerkt und sicherlich wird er ihn auch sofort suchen geh'n also..
Das Letzte, was ich mitbekomm, ist Thatchs flehende oder fluchende Worttirade, dann geb ich auch schon Feuer und muss mir schleunigst den Hut festhalten, bei der unerwartet starken Beschleunigung, die mich beinahe von Welle zu Welle katapultiert.
Wild pfeift mir der Wind um die Ohren, während ich grinsend einen Blick nach hinten werf, wo sich das Sabaody Archipel plus Moby Dick extrem schnell minimieren.
Ich schalte 'nen kleinen Gang runter, da ich schließlich nicht im Wasser landen oder meinen Striker demolieren möchte. Beides würde zum selben Ergebnis führ'n und wäre ein echt bescheuerter Tod. So leicht werd ich's sicherlich keinem machen, auch wenn mein zweiter Vorname mal eben gern 'Gefahr' heißt. Irgendwann darf mich das Meer gern mal schlucken, aber zuvor will ich noch tausendmal davon fasziniert werden.
Der Nervenkitzel, den ich nicht nur aufgrund der Geschwindigkeit, mit welcher ich über es und diverse Seemonster hinwegfeg, spür, ist jedenfalls mal wieder atemberaubend. Der vermutlich bevorstehende Kampf heizt mich so richtig auf, doch auch wenn sich die Sonne auf meiner Haut oder die Luft, die wild an meinen Haaren sowie meiner Hose zerrt, einfach himmlisch anfühlen, nimmt mich der Durst nach Vergeltung immer mehr ein.
Er wird eine Seite an mir zu seh'n bekommen, die keine Gnade kennt. Mit dieser riesigen Rachesucht, ihn bis auf die Knochen hinab zu brennen, komm ich dem Ziel immer näher, dessen Richtung mir der Logpot, vor allem aber auch meine Grandline-Kenntnisse zeigen.

Die nächste Insel, die der Logpot anzeigt ist bereits mein Ziel, da das Umfeld der Thriller Bark die magnetischen Felder stört. Banaro ist der Ort, an den wir vorbeigesegelt sind, um die Marine in Water Seven zu umgeh'n. Und auch jetzt steuer ich nicht direkt auf die Wasserstadt zu, sondern shipper lieber am Rand der dichten Nebelsuppe hindurch, in dessen Gebiet vor kurzem noch Moria sein Unwesen getrieben hat.
Ich frag mich, ob Luffy irgendwo war, wo er nicht im Gedächtnis geblieben ist, allerdings kenn ich die Antwort selbst bereits.
Er hat den Ärger nun mal schon immer angezogen. Oder zieh'n wir den Ärger an? Wieder was, worin wir uns nicht allzu viel unterscheiden. Ob das mit dem 'D.' zusammenhängt? Vielleicht ist das aber einfach nur so, weil wir die dreifache Kombi an Chaosbrüdern sind, die auf die Welt losgelassen wurde.
Der Dunst lichtet sich immer mehr, bis ich das Gewässer endgültig verlassen hab und ich in der Ferne die Spitze des riesigen Brunnens von Water Seven sehen kann.
Eine wirklich sehr schöne, aber auch historische Wasserstadt und auch auf der sogenannten Westerninsel hab ich mich sonst immer wohl gefühlt. Jetzt jedoch beunruhigt mich ihr Anblick, der sogar schon wesentlich näher ist, als die Insel, welche die besten Schiffsbauer besitzen soll.
Das Wetter sollte auch das letzte Stück noch durchhalten, die Wellen sind ruhig, in mir tobt der wahre Sturm.
Und er trägt mich mit dem nächsten Luftzug unmittelbar nach..


.


Banaro Island.
Ich drossel das Tempo allmählich, als ich nun umso deutlicher die grauen, bananenförmigen Felsen erkenne, von denen vor allem drei weiter aus der Insel hinausragen.
Die ausklingenden Wellen treiben mich das Reststück zum Ufer hin, ehe ich meinen Striker dort ein wenig versteckt zwischen den Steinen platziere, um anschließend über ihnen mittels paar Seitensprüngen zum grünen Festland zu jumpen.
Kaum hab ich den ersten Schritt gesetzt erwachen die Instinkte eines Jägers in mir.
Leicht vereng ich die Augen, da ich zwar noch nicht oft hier auf dieser Insel war, man aber bisher immer die typische Mundharmonikamusik, gepaart mit dem blechernen Gitarrenspiel gehört hat. Und spätestens, wenn man in Stadtnähe war, war auch das rege Treiben sowie die Klänge aus dem Saloon zu hören.
Ich hab das immer genossen. Dieses Inselfeeling war eines meiner Favoriten.
Aber jetzt?
Ich passiere den kleinen Wald und nähere mich so immer mehr der Wild-West-Stadt, in der soeben ein ganz anderer Tumult herrscht, da die Bewohner unter anderem auch in meine Richtung hinaus fliehen.
Ich dachte, dass ich es eventuell mit ein paar der versammelten Kopfgeldjäger hier zu tun bekommen würde, doch selbst die geh'n mir vielmehr aus dem Weg, kaum dass sie mich erblicken.
Und dann begreife ich es erst – dass Vaters Jolly Roger, der von Whitebeard auf meiner Haut, mir vielmehr ein unsagbar wertvolles Schutzzeichen bietet.
Den verletzten Leuten hier nach, glaub ich aber leider, dass ein gewisses ehemaliges Mitglied von Paps ihnen vorhin schon den Grund uns zu Fürchten gelehrt hat.
Mir kann's jedenfalls nur recht sein, dass die Bewohner sich grade versuchen aus meiner Reichweite zu bringen, denn hier wird definitiv gleich ein Showdown stattfinden. Einer, bei dem sie mir nur in die Quere gekommen wären, weil ich so für ihre Sicherheit garantieren hätt' wollen.
Mit ein paar wenigen Handgriffen befördere ich mich auf's nächstbeste Holzdach hoch und verschaff mir 'nen genauen Überblick über das nun nahezu menschenleere Geisterdorf, welches an manchen Stellen bereits ordentlich ramponiert wurde.
Zur Not könnte ich mich auch auf einen der Wassertanks hochangeln, doch was ich seh, reicht mir bereits.
Der Wind pfeift durch die aneinander gereihten Holzhäuser sowie stückweise schon verlassenen Läden. Er lässt hin und wieder ein paar Dielen der Veranda knarzen oder eine der lockeren Saloontüren quietschen, bevor er das Windrad des Wetterhahns zum Rotieren bringt.
Nur verschiedene Stimmen und ein seltsames Lachen zerstören diese trügerische Stille, weswegen ich instinktiv meinen Kopf dreh und einige Schritte über das flache Dach des Barbershops geh, um ihren Urquell zu überprüfen.
Dumpf hallen meine Schuhe am Holz wider, bevor ich einen Satz zu einem Haus auf der andren Straßenseite mach und dort auch schon in der Hocke am Ende des Lattendaches sitzen bleibe.
Die Mittagssonne steht hoch, weswegen ich meine Hand auf den Hut leg und ihn etwas zurecht rücke, um die fünf Gestalten plus weißem Pferd anzuvisieren, die auch noch in aller Ruhe durch das Dorf schlendern, nachdem sie einen am Boden liegenden Mann einen Kick verpasst haben.
Meine Augen verengen sich.
Jesus Burgess, gerät zuerst der Größte unter ihnen in mein Blickfeld, was auch sehr gut zu seinem Riesenego sich gern 'Champion' zu nennen und dem breiten dämlichen Grinsen, das sich unter seiner Wrestlermaske befindet, passt.
Anschließend nehme ich das eigenartig krankhaft trabende Pferd und seinen augenscheinlich sturzbetrunkenen Reiter unter die Lupe, welcher der Länge nach seinen Rausch auszuschlafen scheint. Kaum zu glauben, dass Doc Q ein Schiffsarzt sein soll.
Unter ihnen erkenn ich auch Raffit, den Navigator, der auch besser bekannt als Dämonensheriff ist, nur dass ich ihm die gentlemanhafte Erscheinung des Stepptänzers in Kombination mit Zylinder und Gehstock genauso wenig abkaufe, wie ich's bei Sabo tu.
Er ist durchaus gefährlich, insofern die Gerüchte über seine Hypnosefähigkeiten wahr sind.
Und dann wäre da noch der Typ mit dem Monokel im Gesicht, Wan Oger, der seinen Titel als hervorragender Scharfschütze vermutlich alle Ehre macht.
„Ey, warte“, stoppe ich die Schritte der kleinen Crew, die soeben an mir vorbeizieh'n will, woraufhin ich ihre Aufmerksamkeit bekomm. Doch sind sie mir allesamt absolut egal, als sich meine Augen letztendlich in die dreckig schwarzen ihres Captains bohren, dessen komplette Erscheinung bereits förmlich nach Verrat und Fäulnis schreit.
„Ich hab dich gesucht..“
Mit brennender Brust und klirrender Kälte starre ich auf diese gigantische Ansammlung an Abfall hinab, das mieseste Stück Scheiße, das unsre Welt jemals ausgespuckt hat.
„..Teach.“



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Ein ♥liches Willkommen an meinen neuen Leser und ein großes Dankeschön für meine zwei neuen Empfehlungssternchen ♥
Es ist immer noch superschön, euch allesamt bei mir zu haben c:
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