DNA #Kürbistumor #Glpalle

von EntenFan
GeschichteSchmerz/Trost / P16 Slash
GermanLetsPlay Paluten
06.03.2020
26.03.2020
8
19016
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Samuel arbeitete als ein Synchronsprecher, sehr erfolgreich sogar und hatte einen Mann Namens Daniel, welcher im Musikbusiness unter dem Pseudonym Taddl tätig war, auch sehr erfolgreich. Ich hatte seinen Namen gegoogelt und sofort verschiedene Hörspiele vorgeschlagen bekommen, gefolgt von Fotos und Videos, manchmal auch mit seinem Mann zusammen. Dieser hatte im Moment blau gefärbte Haare, welche perfekt zu seinen blauen Augen passten. Er war ein bisschen größer als Samuel, jedoch nicht wirklich viel, vielleicht fünfzehn Zentimeter oder sogar weniger. Was Daniel wohl für ein Mensch war? Er sah mir irgendwie extrem nach Rapper aus, schon allein wegen seiner vielen Tattoos und den blau gefärbten Haaren. Das ganze würde auch dazu passen, dass er im Musikbusiness war. Ich hatte mir nie etwas von ihm angehört, immer hin war ich eher jemand, der sich Podcasts anhörte.

Lange hatte ich überlegt und formuliert, bis ich schlussendlich eine Email geschrieben hatte, in die ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit diesem Labor verewigt hatte. Dazu hatte ich noch zwei Fotos rausgesucht, die meine beiden Quatschköpfe geschossen hatten. Das eine zeigte mich und Manuel, wie wir kuschelten und das andere zweigte Emanuel und Immanuel, welche eine dumme Grimasse schnitten. Mir war absolut klar, diese Email konnte dieses ganze Experiment zerstören und wenn dieser Samuel nicht der war, von dem ich dachte, dass er es war, dann könnte er das ganze an viele Personen schicken und Menschen würden etwas davon mitbekommen, die das ganze nie erfahren sollten. Doch trotzdem würde ich dieses Risiko eingehen, um meinen drei Schützlingen ihren Vater wiederzubringen. Es war scheiße ohne beide Elternteile aufzuwachsen und diese drei Jungen hatten noch nicht Mal ein Elternteil! Sie hatten keine wirklichen Freunde, waren immer nur unter sich, außer mein Vater oder andere Wissenschaftler machten Experimente an ihnen. Das war ein sehr trauriges und schreckliches Leben, aber ich hatte mir geschworen, dass ich den drei Klonen lebenswert machen würde.

"Könnt ihr ein Geheimnis für euch behalten?", fragte ich ernst und sah den beiden Brünetten, welche sich neben mich gelegt hatten um zu kuscheln, fest in die Augen. Sofort nickten die beiden und musterten mich gespannt. "Das nächste Mal, wenn ich hier her komme, werden wir alle gemeinsam rausgehen! Ich habe mit meinem Vater gesprochen und er meinte, dass das ok wäre, wenn ihr euch gut benehmt und keinen Ärger macht...verratet Manu bitte nichts, das wird eine Überraschung für ihn! Und auch für euch habe ich dann noch eine Überraschung, allerdings muss ich dazu sagen, diese ist noch nicht ganz sicher...habt ihr vielleicht ein Paar Wünsche, wo ihr gerne hingehen würdet? Wir haben fast ganz Hamburg zur Verfügung, allerdings sollen wir spätestens um siebzehn Uhr wieder hier im Gebäude sein...", sagte ich und sah Immanuel fragend an, welcher staunend seine Augen aufriss und sich abrupt aufrichtete. Sein Bruder tat genau das gleiche, sodass beide sich gegenüber saßen und sich gegenseitig angrinsten. In irgendeiner Weise sah das gruselig aus, wie sie beide ihre Köpfe zeitgleich zu mir drehten und sich grinsend auf mich drauf warfen. Erschrocken schrie ich auf und klang dabei nicht gerade männlich, was beide lachen ließ. "Können wir in einen Zoo gehen? Ich würde mir echt gerne Mal Affen aus der Nähe ansehen, statt sie mir immer nur in Büchern anzugucken...", fragte Emanuel mich glücklich lachend, während er seinen Kopf auf meiner Brust ablegte, genau sein Bruder. "Können wir einkaufen gehen? Ich würde so gerne Mal in einen Laden gehen, so einen, wo man Bücher kaufen kann...also, ich weiß, ich habe kein Geld, aber ich möchte mir ja auch bloß Mal ansehen was es so für Bücher gibt...", fragte Immanuel mich lieb und sah mich aus großen, glänzenden Augen an, was mich sanft lächeln ließ. Mit solchen Wünschen hatte ich eigentlich schon gerechnet, immerhin hatten sie ihr ganzes Leben diese ganzen Dinge nicht sehen können. Das nun allerdings in einen Laden gehen und einkaufen das erste war, was Immanuel einfiel, fand ich echt traurig. Einkaufen war eines der normalsten Dinge der Welt, doch diese drei Menschen hatten nie diese Möglichkeit.

"Ihr seid beide so goldig...natürlich können wir in den Zoo gehen und in eine Bücherei! Aber...habt ihr vielleicht eine Ahnung, was Manu gerne machen wollen würde? Mir fällt auf diese Frage nämlich nichts ein...", fragte ich überlegend, da eine Antwort darauf zu finden echt schwer war. Manuel hatte bisher keine Interessen gezeigt, für nichts. Gesellschaftliche Spiele lehnte er stets ab, mit seinen Brüdern sprach er praktisch gar nicht und das einzige, mit dem er zumindest ein bisschen Zeit verbracht hatte, war mein Nintendo. Er schien mir ein wenig faul zu sein oder unmotiviert, doch was würde er noch am ehesten mitmachen? Vielleicht den Hamburger Dungeon? Wobei, das konnte ich mir nicht vorstellen, besonders mit seinen vielen Krankheiten nicht.

"Er wollte als kleines Kind Mal Kapitän seines eigenen, kleinen Bootes sein. Vielleicht können wir ja ein Boot mieten und er darf mal ans Steuer! Gibt es sowas?", schlug Emanuel vor, was mich nicken ließ. "Es gibt sowas ähnliches, was wir sicherlich machen können! Ich danke euch Jungs, echt Mal...", bedankte ich mich und gab beiden einen Kuss auf die Wange, so wie ich es bei Manu gemacht hätte. Sie waren mir wirklich eine Hilfe, denn ohne die beiden, wäre ich wahrscheinlich einfach in ein Schwimmbad gegangen oder Eis essen. Stattdessen konnte ich aber Mal wieder meine Beziehungen spielen lassen und eine Hafenrundfahrt buchen, nur für mich, die drei Klone und vielleicht meine Freunde.

Stillschweigend lagen wir drei nebeneinander und planten unseren Ausflug, als sich die Tür zum Zimmer öffnete und uns ein vollkommen verheulter Manuel ansah. Seine Haare waren komplett zerzaust, gebeugt stand er da und musterte gedankenverloren die Wand. Was war mit ihm passiert? Nach einem Besuch bei einem Psychologen sah das nicht aus, eher, als ob er gerade aufgestanden war.

Sofort stand ich auf und ging auf den kleineren zu, welcher jedoch sofort einen Schritt nach hinten tat und mich ängstlich musterte. Entschuldigend sah ich ihn an und setzte mich, statt ihn zu umarmen, auf sein Bett. Diese Reaktion zeigte mir, dass dieser Psychiater etwas gemacht haben musste, was definitiv nicht ok war. Manuel sah aus, als würde er sich bald übergeben und gebeugt lief er auch. Sein Körper zitterte stark, er kämpfte mit sich selbst.

Langsam kam der Brünette auf mich zu, setzte sich mit großem Abstand neben mich und kugelte sich kurz darauf ein. Er sogte dafür, dass so wenig wie möglich von seinem Körper das Bett berührte. Geschockt stellte ich fest, dass rote Spuren auf den Handgelenken des jüngeren zu sehen waren. "Er hat dich geschlagen, oder?", fragte ich leise und stand auf, um mich vor das Bett zu knieen und meinen Schützling vorsichtig zu mustern. Seine Augen hatte er zusammengekniffenen und ich sah, wie stark er seine Hände zusammenballte. Tränen flossen ihm über die Wangen, hinterließen nasse Spuren auf ihnen. "Darf ich Doktor Williams holen, damit er sich dich ansehen kann? Ich lasse dich die ganze Zeit auch nicht allein, falls du Angst hast...", fragte ich vorsichtig und stützte mein Kinn auf meinen Armen ab, welche ich auf die weiche Matratze gelegt hatte, sodass mein Gesicht vor dem des jüngeren war. Schluchzend schüttelte Manuel seinen Kopf.

"Immanuel? Könntest du vielleicht zu Doktor Williams gehen und ihm sagen, er solle doch bitte Mal hier her kommen? Ich lasse Manuel lieber nicht allein...", sagte ich und blickte dem Opfer des Psychologen in sein Gesicht, welches geziert war von kleinen Schrammen. Die Lippen des kleineren wirkten so wund, doch konnte ich mir das, wegen des schlechten Lichts auch nur einbilden. Schon wieder kam mir eine ganz miese Vorahnung in den Sinn, doch wollte ich es nicht wahrhaben. "Natürlich, ich bin sofort wieder zurück!", bestätigte der Brünette und verließ das Zimmer, sodass wir nur noch zu dritt waren.

"Darf ich dich berühren?", fragte ich vorsichtig und hob schon meine linke Hand, doch schüttelte Mnauel heftig den Kopf und schluchzte noch mehr als zuvor. "Ist gut...", murmelte ich und legte meine Hand wieder auf meinem Arm ab, um zu zeigen, dass ich nichts tun würde. "Ich werde mir diesen Mann vorknüpfen, ok? Du musst nie mehr wieder zu ihm und er wird dich auch nie mehr wieder in irgendeiner Weise anfassen...", versprach ich und sah zu, wie die Augen des Brünetten sich ganz langsam öffneten, mir ihre Röte zeigten. Ich sah seinen Schmerz und sein Leid, musste mich wirklich zusammenreißen, um ihn nicht tröstend zu umarmen. Dieses Monster von Psychologe würde meinen kleinen nie mehr wieder auch nur ansehen, das schwor ich mir. "Nicht...", krächzte Manuel und wollte mir seine kleine, zitternde Hand reichen, doch kam er nicht weit. Noch während er versuchte nach mir zu fassen, zischte der Brünette schmerzerfüllt auf und kugelte sich wimmernd ein. Erschrocken versuchte ich zu erkennen, was ihm diese Schmerzen bereitete, doch sah ich nichts. "Hast du Angst, dass Doktor Michael wieder herkommen könnte? Die brauchst du wirklich nicht zu haben, ich passe auf dich auf und wenn ich dafür meine freien Tage opfern muss...bitte Manu, sag mir zumindestens wo genau du Schmerzen hast! Ich möchte dir helfen, kleiner...", flüsterte ich und legte meine rechte Hand so hin, dass er sie halten konnte, wenn er wollte.

Er schien wirklich zu überlegen, doch schüttelte er seinen Kopf. "Er hat mir nichts getan...lass Doktor Michael bitte zu frieden, Patrick! Ich würde mich bloß noch mehr hassen, wenn er unschuldig seinen Job wegen mir verlieren würde, als ich es jetzt schon tue...", sagte der Grünäugige und sah mich flehend an. Überrascht zog ich meine Augenbrauen hoch. Der Blonde war unschuldig? Wie wollte mir Manu seine ganzen Wunden erklären? Er war sicherlich nicht irgendwo gegen gelaufen und sich selbst verletzt konnte er auch nicht haben. Ich war der Überzeugung, Manuel würde sich vor dem selbstverletzen hilfe suchen, wenn nicht bei mir, dann bei meinem Vater oder Doktor Williams. Er musste nicht allein mit seinen Problemen fertig werden, wir waren da und würden ihm mit allem helfen, was wir können. Allerdings hatte ich schon feststellen müssen, dass Manuel mich in solchen Sachen nicht anlog.

"Ich glaube dir...", sagte ich mit fester Stimme und nickte dem kleineren zu, welcher mich dankbar musterte. "Tust du mir einen Gefallen? Ich möchte nicht mehr an diesen Vorfall denken, wirklich nicht, also könntest du ihn auch nicht mehr ansprechen?", fragte mich der Brünette vorsichtig, legte dabei zaghaft seine Hand in meine. Gänsehaut breitete dich über meinem Körper aus, als ich die Kälte bemerkte, welche seine Hand ausstrahlte. "Ich weiß nicht, wovon du redest...aber du bist definitiv unterkühlt, kleiner! Warte, ich gebe dir mal eine Decke...", sagte ich und schnappte mir kurzerhand Immanuels Decke, welche ich über dem Brünetten ausbreitete. "Darf ich mich vielleicht zu dir setzen?"

Vorsichtig nickte der Mann und hob seinen Kopf an, damit ich meine Beine neben dem Körper des Brünetten ablegen konnte. Erschöpft legte Manuel seinen Kopf auf mein Bein. Behutsam fing ich an ihm durch sein Haar zu fahren, sah ihn von obend überlegend an. Wer konnte sonst der jenige sein, welcher meinem Manu wehtat? Was genau hatte dieser jemand getan, denn nach nur schlagen sah mir das ganze nicht aus. Wie lange ging das schon so und konnte das ganze vielleicht der Grund für Manuels depressives Auftreten sein? Er fühlte sich vielleicht minderwertig, wer wusste schon so genau, was der Täter zu ihm sagte. Seine Aussage, er würde sich selbsthassen, passte perfekt dazu, dass ihm so etwas eingeredet wurde. Sobald ich irgendwie herausfinden würde, wer diese schreckliche Person war die Manu sowas einredete, ich würde sie schlagen. Niemand hatte so etwas verdient, nicht mal mein schlimmster Feind.

Die Tür öffnete sich und Immanuel kam zusammen mit Doktor Williams in das Zimmer gestürmt. Erschrocken schrie Manuel und richtete sich auf, drückte sich an die Wand. Meine Fingerspitzen legte ich sanft unter das Kinn des Brünetten, zog somit seine Aufmerksamkeit auf mich und von den Eindringlingen weg. Ich sah ihm fest in die Augen. Wie bei seiner ersten Panikattacke fing ich an tief durchzuatmen und danach langsam auszuatmen. Es dauerte zwar einen kurzen Moment, doch fing auch er mit dieser Übung an und lehnte sogar kurz danach seine Stirn an meine.

"Was genau ist vorgefallen, Manuel?"


Ich schaffe es gerade zeitlich nicht mich perfekt an meine Upload Pläne zu halten, die Schule drückt mir immer wieder neue und zeitaufwendige Arbeiten rein, deshalb bitte ich um Verständnis, dass ich nicht sofort auf Reviews antworten kann! Danke <3
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