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Comfort Grunge

von Anander
GeschichteAllgemein / P18 Slash
06.03.2020
01.12.2020
22
36.032
10
Alle Kapitel
85 Reviews
Dieses Kapitel
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06.03.2020 4.293
 
“Komm, Alter, du hast genug gehabt. Ich bring dich nach Hause.“ Ich lehne mich über die Tischplatte, die zwischen den Kerben im Holz speckig glänzt. Mac sieht mich mit undeutbarer Miene an, antwortet aber nicht und nimmt stattdessen einen Schluck aus seinem Glas. Ich ziehe es zu mir rüber und schnüffle dran, bevor ich es Mac wieder hinschiebe. Von der bernsteinfarbenen Flüssigkeit geht der scharfe, torfige Duft von Scotch aus. Definitiv nicht Macs übliches Gift.

Normalerweise bleibt er bei einem Bier nach Feierabend. Ich kann die Male an einer Hand abzählen, die ich ihn in den fünf Jahren, seit wir uns kennen, angetrunken erlebt habe. Jetzt sind seine Augen glasig, die Schultern nach vorne gesunken, und seine Unterarme liegen überkreuzt auf dem Tisch. Aus der Jukebox neben der Bar tönen die ersten Zeilen von Audioslaves Revelations. Inzwischen hat Mac dieselbe Mähne wie Chris Cornell um 2011 und trägt sie im Nacken zusammengebunden. Sein Bart versteckt einen Teil seiner Gesichtszüge, aber ich kann trotzdem sehen, dass er schlecht drauf ist. Ich warte, bis sich eine Gruppe Biker neben uns in Richtung Pool Table bewegt und gleite dann aus der Nische, in der Mac sich versteckt hat, um sich in Ruhe zu besaufen. Dumm für ihn, dass ich ihn gesehen habe. „Machst du das hier öfter? Dich alleine volllaufen lassen?“

Mac grunzt missmutig in sein Glas. Ich kenne die Antwort auf meine Frage, deshalb hake ich nicht nach. Seit Mac seiner jahrelangen On-Off-Freundin Prudence vor drei Monaten endgültig den Laufpass gegeben hat – Halleluja - verbringen wir so viele Abende beim Pool spielen, auf dem Basketball-Platz oder in Macs Werkstatt, dass es mir aufgefallen wäre, wenn er ein Problem hätte. „Komm jetzt, Mann, sonst hol ich Wicker und Raz dazu und wir tragen dich raus.“ Das war der richtige Schalter. Mac nuschelt noch was in seinen Bart und drückt sich dann von der Bank hoch. Sein tiefer Bass geht im Mix aus Gesprächen und Musik unter.

Wieviel er genau zu trinken hatte weiß ich nicht, aber er schwankt nicht und scheint auch sonst ganz gut beieinander zu sein, wenn man von seiner Grabesstimmung absieht. Vielleicht war das sein erstes Glas. Dann wiederum bringt er bei einem Meter neunzig gut hundert Kilo auf die Waage. Da verträgt man mehr als die Kinderportion Nesquik. Um sicher zu gehen fische ich seinen Schlüsselbund aus der Hosentasche. Da er weiterhin stoisch den Ausgang vom Tray ansteuert bleibt mir eine Diskussion erspart. Unsere Stammkneipe ist passend benannt.  Hier wird noch mit derselben Intensität am Glimmstängel genuckelt wird wie in den Achtzigern. Der Qualm wabert dicht unter der Decke und setzt sich gnadenlos auf der Haut und im Haar fest. In einer Ecke stehen Wicker und Raz, jeder mit einem Bier in der Hand, und sehen mich schief an. Ich hebe kurz die Schultern und folge Mac dann aus der Tür.

Wir gehen über den Parkplatz, an Macs Ford Pickup vorbei zu meinem Range Rover. Hinter uns leuchten bunte Lichterketten an der Holzfassade der Bar, und der Tiefe Bass von Eddie Vedders Reibeisenstimme wummert dumpf durch die Wände. Mac trägt noch seine Arbeitskleidung. Die schweren Sohlen seiner McAllisters knirschen auf dem Boden, den er bei jedem Schritt bearbeitet, als hege er persönlichen Groll gegen den Kies. „So, großer, Kopf einziehen, damit du dich nicht stößt“, weise ich Mac an, als ich den Wagen aufschließe und auf den Fahrersitz gleite. Er wirft mir einen düsteren Blick zu, setzt sich dann aber neben mich und legt den Gurt an.

Ich drehe den Schlüssel im Zündschloss, und der Motor des Rovers erwacht mit leisem Schnurren zum Leben. Ich rolle im Schritttempo an den geparkten Wagen links und der dunklen Baumgrenze rechts von uns vorbei zur Straße und biege dann nach Süden ab. Die Anhöhen um uns herum sind dicht mit Bäumen bewachsen und zeichnen sich schwarz vor dem dunkelblauen Nachthimmel ab, an dem der Mond groß und blass nah über den Wipfeln hängt. Eine Weile fahren wir schweigend die leere Straße entlang, dann hat meine Geduld ein Ende. „Wenn du beim Saufen nicht gestört werden willst solltest du dir nicht unbedingt das Tray dafür aussuchen. Es gibt also keinen Grund, jetzt sauer auf mich zu sein.“

Schweigen.

„Was ist überhaupt los? Ist das verspätet einsetzende Reue wegen Pru? Vermisst du sie oder hast du nur Samenstau?“ Schweigen. Ich drehe den Kopf. „Ist irgendwas passiert, Mac? Ist was mit deiner Familie oder der Werkstatt?“

Unerkennbares Nuscheln.

„Was war, Mac?“ Ich nehme den Blick kurz von der leeren Straße vor mir und werfe ihm einen Seitenblick zu. Hinter Macs Bart bewegen sich seine kantigen Kiefermuskeln, aber ich kann immer noch nur ein tiefes Murmeln hören. „Ich spreche kein Bär, Mackie. Sag’s nochmal richtig. Für mich.“

Ich muss den Blick wieder auf die Straße richten, um in den Serpentinen nicht am nächsten Baum zu landen, aber ich spüre Macs entnervten Blick auf mir. „Es ist nichts. Ich hatte schon ne Weile ne scheiß Zeit, und als ich vorhin im Tray auf ne Partie Pool gehalten hab, habe ich mir spontan nen Drink gegönnt. Wenn mir dein penetrantes Klangorgan keinen Riss ins Trommelfell genölt hätte, würde ich jetzt entspannt an meinem Tisch sitzen mit nem guten Scotch in der Kehle.“

„Autsch. Sorry, Alter. Aber du sahst aus, als wäre gerade deine Welt untergegangen. Warum bist du nicht selbst gefahren, wenn du nur einen Drink hattest?“ Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Mac die Achseln zuckt. Dann sieht er ein, dass er mich so nicht los wird. „Waren vielleicht zwei oder drei.“ Ich hebe eine Braue. Oder vier oder fünf. Wer weiß das schon? Also war er doch auf dem Weg in einen einsamen Vollrausch. Eigentlich ist es eher seine Art, ne schwere Phase mit Bankdrücken und Halbmarathons zu überbrücken.

Ich werfe ihm noch einen Blick von der Seite zu. Er sieht bei genauerer Betrachtung tatsächlich aus, als wenn er ganz schön Gewicht gepumpt hätte. Das Flanellhemd spannt an den Schultern und Oberarmen. Mehr kann ich im Halbdunkel nicht erkennen. Ist mir bisher nicht aufgefallen. Ich habe aber auch nicht gemerkt, dass Mac irgendwie schlecht drauf war in letzter Zeit, von der üblichen Grummelei abgesehen, die es nach jeder Trennung von Prudence gibt.

Ich biege auf den unbefestigten Waldweg ein, der die Straße mit Macs Haus verbindet. Rechts steht die Werkstatt, in die Mac den Pferdestall der heruntergekommenen Farm konvertiert hat. Unter der Woche repariert er dort alles, was einen Motor hat und auf fossilen Brennstoff steht. An den Wochenenden basteln wir an einem 1958er Impala, den er im Schuppen irgendeines Farmers gefunden hat, als er dessen Traktor verarzten musste. Der Wagen besteht im Grunde nur noch aus Rost, aber wenn einer die Seele aus der Schrottkarre rauskitzeln kann, dann Mac.

Ich parke quer vor dem breiten Tor der Werkstatt und öffne die Wagentür. Bis auf die Rufe einer Schleiereule und dem leisen Rascheln von Wind in den Baumkronen ist alles still. Mac ist schneller als ich und schon auf halbem Weg über den Hof zum Wohnhaus bis ich aus dem Rover gestiegen bin. Der Lichtmelder springt an und beleuchtet den Eingang. Mac fummelt nach seinem Schlüssel und tastet sich verwirrt Brust- und Jeanstaschen ab. Ich halte den Schlüsselbund in die Höhe, als ich die Distanz zwischen uns schließe.

„Suchst du die hier?“ Mac schießt einen vorwurfsvollen Blick in meine Richtung. “Was zum Teufel, Zero?“ „Hey, das heißt ‚danke fürs Nachhausebringen‘“.

Mac öffnet die Tür und wird schwanzwedelnd von zwei monströsen Wolfshunden begrüßt, die unter struppigem Fell hindurch aus seelenvollen Augen zu ihrem Herrchen aufschauen. Mac begrüßt die beiden, die er treffsicher Grohl und Cobain getauft hat, mit einem sanften Klaps auf die zottigen Schädel und geht zu ihnen ins Haus. „Ja, danke. Wir sehn uns“, grollt er, ohne sich umzudrehen.

Statt zum Auto zurückzugehen folge ich Mac in den großzügigen Wohnraum, der direkt hinter der Eingangstür beginnt. Vor zwei Jahren haben Wicker, Raz, Mac und ich alle Wände rausgerissen, nachdem Mac das kleine, heruntergekommene Haus für zehn Monatslöhne erstanden hat. Die fallen im Militärdienst niedriger aus, als man glauben möchte. Ich kann verstehen, dass er sich entschieden hat, nach drei Jahren den Dienst zu quittieren um als Mechaniker fast gleich gut zu verdienen. Deswegen, und weil sein Bruder bereits im Dienst gefallen ist und seine Mutter Mac zur Adoption freigeben würde, wenn er sich freiwillig für eine weitere Runde verpflichtet hätte. Nach unserer Radikalrenovierung gehen nur noch zwei weitere Türen von dem jetzigen Hauptraum ab, eine zum Schlafzimmer mit angrenzendem Bad, die andere zum Hauswirtschaftsraum mit Treppe in den Keller.

Mac ist beschäftigt damit die Schränke seiner Küchenzeile zu durchsuchen und bemerkt erst, dass ich ihm gefolgt bin, als er sich mit einer halbvollen Flasche Scotch und einem Glas zur Kücheninsel wendet, die genau zwischen uns steht. Seine Augen verengen sich. Ich lehne mich mit dem Rücken gegen die Wand und verschränke die Arme vor der Brust. „Warum scheiß Zeit?“ Mac starrt mich missbilligend an, dreht die Kappe von der Flasche, schenkt sich einen Fingerbreit ein und leert das Glas in einem Zug. Dann wiederholt er das Spiel. Er schenkt sich ein drittes Mal ein, trinkt aber nicht. „Sind wir jetzt das Teekränzchen TK Seelenheil, oder was? Mein letzter Stand war, dass sich jeder um seinen eigenen Scheiß kümmert und dem anderen nicht auf den Sack geht.“

Mac trinkt und schenkt sich wieder nach, aber ich bin inzwischen genervt, stoße mich von der Wand ab und greife mir die Scotch-Flasche, während Mac seinen Drink ext. „Was zur Hölle, Zero?“ bellt er mir hinterher, als ich zur braunen Ledercouch am anderen Ende des Raumes gehe und mich draufsetze. Das Leder ist schon ordentlich eingesessen und verströmt immer noch einen angenehm erdigen Duft. Grohl und Cobain haben es sich auf dem Berber-Teppich bequem gemacht, der das neue dunkle Holzparkett von der Sitzecke bis zum Kaminofen verdeckt.

„Mehr Tee gibt’s erst, wenn du der Tante erzählst, was dir solche Hämorriden macht“, verkünde ich und wedle lockend die Flasche in der ausgestreckten Hand. Mac kommt in der Mitte des Raumes zum Stehen und bläht wütend die Nase. Seine Nackenmuskeln spannen sich als er die Fäuste ballt. Seine Stimme ist aber schon wieder ruhig. „Du bist ein Arschloch, Zero. Ich geh ins Bett. Du brauchst morgen nicht hier aufzutauchen, ich arbeite ne Weile alleine am Impala weiter.“ Damit dreht er sich um und geht. Ich schüttle den Kopf, um mir den Sand aus den Ohren zu wedeln, denn das hört sich so wenig nach Mac an wie eine Wagner-Oper nach Eminem. Ich springe von der Couch auf und bin in zwei schnellen Schritten bei Mac, lege ihm eine Hand auf die Schulter und halte ihn fest. Diesmal fühle ich mich dazu genötigt, lauter zu werden, als ich gewohnt bin. „Moooment, Alter. Was geht hier ab? So lass ich dich hier nicht zurück. Jetzt reiß dich zusammen und rede Klartext mit mir!“ Mac fährt herum und starrt mich wütend an. Er ist nur einen oder zwei Zentimeter größer als ich, und ich habe keine Hemmungen, genauso wütend zurückzustarren. Mac spannt wieder die Muskeln und öffnet den Mund. Ich bereite mich auf die nächste Beschimpfung oder eine Faust am Kinn vor und lockere schnell meinen Griff um die Whiskeyflasche, um nicht aus Reflex etwas zu tun, dass ich später bereuen würde. Ich hätte mir keine Sorgen machen müssen. Mac schließt den Mund, atmet tief durch und verliert die aggressive Pose. Dann gleitet der Scotch aus meinen Fingern und fällt polternd zu Boden, als Mac seine Hand in meinen Nacken legt, mich zu sich zieht und seine Lippen auf meine presst. Mit geweiteten Augen frieren wir in dieser Position ein.

Nach ein paar Sekunden ist es Mac, der sich mit einem Ruck von mir entfernt, auf dem Absatz umdreht und die Schlafzimmertür hinter sich zuknallt. Ich stehe immer noch erstarrt im Raum und blinzle wie ein Rennradfahrer, dem bei Tempo 100 eine Fliege ins Guckloch geflogen ist. Dann reißt Macs gebrülltes „FUUUUUUUCK!“ mich aus meiner Schockstarre. Ich öffne den Mund und mache einen Schritt auf die Schlafzimmertür zu, drehe mich um und gehe stattdessen an der Kücheninsel vorbei zum Ausgang. Meine Stiefelspitze prallt dabei gegen die Flasche, die dumpf über das Parkett rollt.

Mein Hirn ist nach dem Kurzschluss immer noch mit einem Reboot beschäftigt als ich über den Hof zum Rover gehe und mich auf den Fahrersitz fallen lasse. Ich lasse den Motor an und lege die Hände um das Lenkrad, fahre aber nicht los, sondern starre das geschlossene Rolltor vor mir an. Als ich tief Luft hole schmecke ich Scotch auf den Lippen. „Fuuuuuuuuuck“, keuche ich heiser.


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Ein Bonus für alle, die den Story-Verlauf in Mac und Zeros Muttersprache erleben wollen: Das erste Kapitel auf Englisch - nicht wortwörtlich übersetzt, sondern so, dass der Fluss nicht durch 'Denglisch' gestört wird. Enjoy! (Ja, du, SmileSmile ;))

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“Come on, my man, you’ve had enough. I’ll take you home.” I lean over the greasy table top that boasts deep, rugged notches in the dark wood. Mac looks at me with an unreadable expression but doesn't dignify my words with an answer. Instead, he takes a sip from his glass without lifting his moody gaze. I drag the drink towards me and take a sniff before I slide it back over to Mac. The amber liquid carries the tart and peaty scent of Scotch. Definitely not Mac’s usual poison. Usually he sticks to beer after work. I can count on one hand the times I’ve seen him drunk in the five years I’ve known him. Now his eyes are glassy, and his massive shoulders droop. He’s got his arms crossed over the table.

From the jukebox next to the bar Audioslave’s ‘Revelations’ sounds through the room. Mac’s hair has grown out and he now carries the same thick waves as Chris Cornell did in 2011. Mac ties the stuff back, though. He’s also grown a beard that hides part of his facial features, but I can still see enough to know that he’s in a bad place. I wait until a group of bikers standing next to us moves to the pool table. Then I slide out of the booth in which Mac’s been hiding to get plastered in solitude. Too bad for him my middle name is 'Eagle Eyes'.

“Do you pull this shit often? Getting drunk here all by yourself?”

Mac grunts into his glass. I know the answer to my question anyway, so I don’t stress the topic. Since Mac and his on-off girlfriend Prudence split for good three months ago - hallelujah! – we've spent enough time hanging out playing basketball or fixing up cars in his garage for me to notice if he had a drinking problem.

“Come on, man, or I’m gonna get Wicker and Raz to help me carry you out!” I pulled the right lever with that threat. Mac mumbles something and pushes off from his seat. His deep voice gets drowned out by the higher pitched sounds of music and conversations  that flood the place. I don’t know how much he’s had to drink up to this point but he’s not swaying and seems to have a good enough grip on himself. If you overlook his sour attitude, that is. Maybe this was his first glass. Then again, he does weigh about sixteen stone at six foot three. That means he can hold more than the average cup of hot chocolate.

Just to be safe, I grab his keys from his pocket. Mac keeps stoically heading towards the Tray’s exit and spares me another argument. Our regular hang-out is aptly named. Here, people still consume their cancer sticks with the same passion and frequency as they did back in the eighties. The smoke wafts beneath the ceiling and sticks to hair and skin and pretty much everything else. In a corner I spot Wicker and Raz, each with beer in hand. They give me odd looks. I shrug and follow Mac out the door.

We walk across the parking lot, past Mac’s Ford Pickup and on towards my Range Rover. Behind us colorful fairy lights illuminate the Tray’s wood-paneled front that looks rough and battered, and the walls muffle Eddie Vedder’s powerful baritone that's now playing. Mac is still wearing his work clothes. With every grumpy step, his heavy McAllisters noisily crunch the gravel as if he holds a personal grudge against it.

“Okay, buddy, mind the head, don’t want to make a dent”, I instruct Mac when I unlock the car and slide onto the driver seat. He shoots me a resentful glare but gets in and fastens his seat belt. I turn the key and the Rover’s engine comes to life with a rich purr. I slowly drive past parked cars to the left and the forest edge to the right, towards the road, then take a turn South. The hills around us appear black before the dark blue sky where the moon hangs pale above the treetops.

We drive in silence along the empty road, until lose patience. “If you prefer to get trashed in peace you shouldn’t pick the Tray to do it. So, no reason to be mad at me now. Feel me?” Silence. “What’s the problem, anyway? Late regrets about Pru? You miss her for real or is it just a case of blue balls?” Silence. I turn my head to face him. He keeps his gaze straight ahead. “Did something happen, Mac? Something wrong with your family or the garage?” Indistinct mumbling. “What’s that, Mac?” I cast him another glance. Behind his beard his sharp jaw moves but I still can't make out any comprehensible words. “I don’t speak Bear, Mackie. Say it again. For me.” I have to focus on the road again but feel Mac’s irritated glare on me. “It’s nothing. Was a shit time, lately, is all. I came to the Tray to play pool and then decided to have a drink instead. I was fine until your obnoxious vocals perforated my ear drum. If not for that I’d still be relaxing in my booth, with my Scotch.”

“Ouch! Sorry, man. But you looked like someone pissed on your favorite torque wrench. Why didn’t you drive yourself home if you had only one drink?” From the corner of my eye I can see Mac shrug. He realizes I’m not going to let him off the hook. “Might have been two or three”, he admits grudgingly. I lift a brow. Or four? Five? Who knows. So he was on his way into drunken stupor after all. Usually it’s more his style to battle hard times with bench pressing and sit-ups. I glance at him again. At closer inspection, he does look pumped up. His shirt is tight around his arms and shoulders. On careless flexing of the biceps and it will tear at the seams. I hadn’t noticed until now. Then again, I also hadn’t noticed he was in a shitty mood lately, apart from the usual grumbling that follows each breakup with Pru.

I turn onto the dirt road that leads to Mac’s house. To the right are the stables that Mac converted into his garage. During the week he does maintenance and repairs on everything with an engine and a hunger for liquefied fossils. On the weekends I join him and we work on a 1958 Impala that he dug out from the barn of some local farmer whose tractor he had to patch up. The car is basically a rust bucket, but if someone is able to lure a soul back into this thing, it’s Mac. I park in front of the garage’s gate and open the car door. Aside from the subdued cry of a barn owl and the calm rustling of wind in the trees, everything is quiet.

Mac is faster than I am and has crossed half the distance to his house before I even manage to get out of the Rover. The light detector comes to life and illuminates the porch and front door. Mac fumbles in his pockets, confused. I dangle keys from my hand as I close the distance between us. “Looking for this?” Mac shoots an accusing stare in my direction. “What the fuck, Zero?”

“I think you mean ‘Thank you, Zero, my friend, for taking me home’”, I correct him. Mac opens the door and is greeted by two rugged monsters with wagging tails and soulful eyes that look up at him from behind bangs of coarse fur. Mac fittingly baptized the two wolf hounds Grohl and Cobain. He pats their massive skulls and enters the house. “Yeah, thanks. See you”, he mutters without looking back.

Instead of going back to the car, I follow Mac inside. A small vestibule connects the entrance with a large open living area. Two years ago, Mac, Wicker, Raz and me tore down most walls, after Mac bought the tiny, derelict farm for a small sum that equaled a meager ten months’ pay. I get that he left the army to work as a mechanic and make almost the same amount of money he earned as a soldier. And anyway, his mom would have set him up for adoption if he hadn’t, as his brother has already died on duty.

After our radical, sledgehammer-assisted renovations, there are now only two more rooms connected to this one. One is a bedroom with adjoining bath, the other a utility room with a staircase to the basement.

Mac is busy rummaging through his kitchen cabinets and only realizes that I’ve followed him when he turns around and sets a bottle of Scotch and a glass on the kitchen island between us. His eyes narrow to disapproving slits. I lean back against the wall and cross my arms in front of my chest. “Why a shit time?”

Mac scrutinizes me disapprovingly and opens the bottle. Pours two fingers of Scotch into the glass and empties it in one gulp. He repeats the move. Pours himself a third glass but doesn’t drink. “Have you started a career in spiritual welfare or what? Is it all healing by talking for you now? Last I knew everybody minded their own damn business and didn’t get on each other’s balls.”

Mac drinks and pours, but he’s getting on my nerves by now so I push off the wall and grab the bottle while he throws back his drink. “What the hell, Z?” he barks as I walk over to the brown leather couch on the far end of the room and sit. The leather is worn-in and soft and still carries an earthy scent. Grohl and Cobain lie stretched out on the carpet that stretches from the couch to the fireplace on the adjacent wall.

“You get more after you tell your friendly neighborhood therapist all your troubles”, I announce and wag the bottle in my outstretched hand. Mac positions himself in the center of the room and flares his nostrils. His neck tenses as he clenches his fists. His voice is calm, though. “You’re an asshole, Zero. I’m going to bed. Don’t show up tomorrow. I’ll work on the Impala on my own.” With that he turns and makes for his room. I shake my head to get rid of the sand that’s apparently stuck in my ears because this sounded as much like Mac as a Beethoven sonata sounds like Tupac. I jump off the couch and am behind Mac in two long strides. I put a hand on his shoulder and stop him in his tracks. This time, I’m getting louder than usual. “Hold on a sec! What is going on here? I’m not gonna leave like this! Get a grip and open up, asshat!”

Mac turns on his heel and glares at me angrily. He’s got a mere few inches on me, and I have no trouble staring back with equal irritation. Mac flexes his muscles and opens his mouth. I get ready for another verbal shitstorm or a fist in my face, and Iloosen my grip around the bottle to keep myself from doing something stupid out of reflex.

I needn’t have worried. Mac closes his mouth, takes a deep breath and loses his aggressive stance. Then the bottle drops from my fingers and hits the wooden floor with a dull thud as Mac lays his hand on the back of my neck, pulls me to him and presses his mouth on mine.

We freeze in this position, eyes wide. It’s Mac who pulls away with a jolt after a few seconds. He turns around and slams his bedroom door shut behind him. I’m still out of order and stare at nothing. Then Mac’s roar of “FUUUUUUUUUUUUCK!” pulls me out of my shock. I open my mouth and make a step towards the bedroom door, stop mid-track, turn around and head out of the house in slow motion. The tip of my boot makes contact with the discarded Scotch bottle. It rolls toward the kitchen island and hits the corner with a clonk.

My brain is still rebooting when I cross the yard. I drop onto the driver seat, start the engine and place my hands on the steering wheel. Instead of leaving I keep staring at the garage wall in front of me. I lick my lip and taste Scotch. “Fuuuuuck”, I whisper, hoarsely.
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