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Edrian - Teil 1: Einheit

GeschichteFantasy / P12 / Gen
OC (Own Character)
05.03.2020
05.03.2020
5
5.211
 
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05.03.2020 603
 
Große Halle
Ein schmales Gesicht mit den feinen Gesichtszügen eines Edrianers blickte auf die anderen hinunter. Die perfekt gleichmäßig geformten, schmalen, geschwungenen Augenbrauen zog sie weder herausfordernd noch erschrocken hoch, mehr war es eine elegante Geste, begutachtend. „So?“,erklang ihre Stimme sanft, hell, vielleicht einen Tucken zu hoch. Die weißlichen beinahe farblosen Haare schimmerten durch das Licht der Lampe in einen hellen honigfarbenen Ton. „Wenn dies euer Wunsch is...“, sie unterbrach ihren Satz und machte mit der Hand eine allumfassende Geste, „..dann werde ich mit Freuden die neue Leiterin unseres Volkes. Wir sind alle ein Volk. Eine Einheit. Im Gegensatz zu anderen Völkern, sind wir noch mehr als sie in unseren Herzen geeint. Wir sind alle einander von Aussehen Bruder und Schwester, aber ebenso würde jeder von uns füreinander einstehen als wären sie wirkliche Geschwister. Ich bin stolz, ja, ich bin stolz, euch und uns führen zu dürfen. Wir Edrianer, wir sind eins. Lasst uns noch mehr zusammen wachsen!“ Die Edrianer jubelten, alle im gleichen Takt, der rhythmisch durch die Halle halte und leicht auch im Boden zu spüren war.

Krankenhaus
Ihre Augen hatte sie noch leicht geschlossen und das Haar lag wirr über ihre Schultern. Langsam öffnete sie die Lider und ein Lächeln umspielte ihre Lippen als sie ihr Kind sah. Sie liebte es, wie eine Mutter ihr Kind liebte. Und zugleich von ersten Moment an, war es befremdlich für sie und sie verspürte eine gewisse Abneigung. Die Haut des Kindes war nicht ebenso sanft wolkengrau wie die Hautfarbe der Mutter, ebenso wenig hatte es das außergewöhnliche aber gerade so akzeptable dunkelgrau wie der Großvater, nein, es war ganz und gar anders. So jung erschien die Haut noch beinahe gläsern, schien im Licht zu funkeln, alle Farben des Lichts tanzten über die Haut. Die kleinen Augen waren noch geschlossen, für einen Moment. Vorsichtig hob die Mutter die Hand und berührte leicht die Wange des Babys, schloss für einen Moment die Augen und öffnete sie wieder. „Das kann nicht wahr sein.“, wisperte sie, „Warum muss ausgerechnet meines anders sein?“ Da öffnete das Baby die Augen. Augen mit der Farbe von einen Sonnenuntergang, flammend, und damit war es geschehen.


Am Rande des Waldes
Die Gräser wiegten sich, da wo noch welche wuchsen im Schatten der Bäume, im Wind. Äste warfen schützend Schatten und der Wald versprach angenehmere Temperaturen. Dennoch erfüllte eine gewisse Stille den Wald. Zwischen den Wurzeln der alten Eichen wand sich ein Schatten entlang. Bis zum Gesicht war die Gestalt in schwarze Tücher gekleidet, ein Gürtel umschloss die Hüfte und einer verlief quer über den Oberkörper. Das beinahe waldgrüne Haare war verborgen unter einer Kapuze, die leicht über die ovale Maske, die das Gesicht zierte, hing. Das leichte erschüttern des Waldbodens und seine Verfolger trieben ihn zu mehr Eile. Bis zum Waldrand, und nicht weiter. Die Gestalt sprang auf eine Wurzel, rutschte ab, doch bevor sie umfallen konnte drückte sie ein Windstoß sie wieder aufrecht und gab ihr einen zusätzlichen Schub. Gefährliche nahten schon die Schatten, immer zahlreicher erklang ihre Rufe, ihr Geheul. Das was er transportierte näher an die Brust gedrückt, warf er sich hinaus ins Sonnenlicht und landete auf seinen Rücken. Grimmig blickte er zum Wald, dann hinunter. Aus den leblosen Hautton wurde ein dunkles, schimmerndes Schwarz. Die Haare waren durchzogen von einen schneeweiß wie der Gipfel des südlichen Bergs, weiß wie die Wolken, die man heute nicht sehen konnte. Als er die Augen aufschlug, waren sie pupurn, mit einen Funken pink im rechten Auge und einen kalten blauen Abteil im linken. Die Gestalt erhob sich, nickte nochmal zum Abschied und verschwand wieder in den Wäldern - das Kind zurücklassend.
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