Oneshot Sammlung

OneshotAllgemein / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
04.03.2020
20.10.2020
12
69.804
28
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Dieses Kapitel
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20.10.2020 4.636
 
Hi:)
Nachdem sich manche Personen in meinem letzten Kapitel ein wenig angegriffen gefühlt haben, habe ich es wieder runtergenommen. Ich möchte nur kurz anmerken, dass Joko in dem alten Kapitel ein wenig hart war, das gebe ich zu, doch spätestens wenn man meine anderen Geschichten liest, dann sollte man wissen, dass er sofort aufgehört hätte, wenn Klaas nein gesagt hätte. Und ja, solche Szenen kommen nun mal auch in einer Beziehung vor.
So, jetzt Schluss mit meiner Rechtfertigung. Ich habe es wieder gelöscht, da ich mit meinen Geschichten niemanden angreifen will, meine Geschichten dienen alleine der Unterhaltung. Weswegen ich auch ein faktisch "Entschuldigungskapitel" habe, ein Kapitel in dem Joko ganz soft ist und komplett nur auf Klaas achtet.
Hoffe es gefällt euch und ihr habt ein paar (hoffentliche positive) Kommentare, immerhin möchte ich nicht schon wieder ein Kapitel löschen müssen;P




Zeitpunkt: November 2013

Alterskategorie: P6 Slash

Szene: Joko geht eine Runde joggen, während Klaas Ben zurück zu Doris bringt. Als er nach Hause kommt, ist Klaas ganz komisch drauf, anders als sonst, und Joko weiß nicht wirklich warum.

#

„Hase? Klausi? Bin zu Hause!“ Mit verzogenem Gesicht streifte ich mir vorsichtig die Schuhe von den Füßen, es hatte mitten in meiner Joggingrunde plötzlich begonnen leicht zu regnen, weshalb nicht nur ich jetzt nass war, sondern auch auf meinen neuen Laufschuhen Zentimeter dick Matsch war. Ich selbst hatte kein Problem wenn es ein bisschen dreckig war, aber Klaas hätte mir den Hals umgedreht, wenn ich so in den Flur gekommen wäre, weshalb ich sie mir gleich vor der Türe abstreifte.

„Klausi?“ Die Wohnung schien leer, vielleicht war er och bei Doris? Ben hatte die letzten beiden Nächte bei uns geschlafen, als ich losgelaufen war, wollte er Ben gerade zu Doris bringen. Ich liebte ihn wirklich über alles und er war mein kleiner Sonnenschein, doch er hatte gerade eine acht Monats Schlafkrise, die mich mehr als wach hielt jede Nacht, weshalb ich ganz froh war, wenn er dann auch mal eine Nacht bei Doris war und ich mehr oder weniger ausschlafen konnte. Oder zumindest durchschlafen.

Ich hörte schnelle Schritte bevor Klaas auch schon vor mir stand, er war anscheinend oben und hatte sich umgezogen. Denn er hatte nur eine Jogginghose und einen Hoodie an, bevor ich gegangen war, war er aber noch in Jeans und Hemd. Und soweit ich das wusste, war das auch keiner seiner sondern einer meiner Hoodies den er da trug, er war ihm auch viel zu groß. Sobald Klaas mich erreicht hatte, fiel er mir regelrecht um den Hals, legte seine Arme um meinen Nacken und drückte sich ganz fest an mich.

„Hase?“ Klaas drückte mir einen leichten Kuss auf die Wange, bevor er sich minimal von mir löste. „Und? Wo biste gelaufen?“ Er blieb ganz nah vor mir stehen und kuschelte sich weiter an mich und das obwohl ich nicht nur vollkommen nass durch den Regen war, sondern auch komplett durchgeschwitzt, ich hatte mir heute den Rest gegeben und wollte meine Grenzen erweitern, einfach mal raus und machen.

Es war komisch dass Klaas in meinem Zustand so sehr Nähe suchte, immerhin wollte er mir sonst nicht zu nahe kommen wenn ich so verschwitzt war, er schickte mich dann immer nur sofort zur Dusche. Was ich auch total verstehen konnte, immerhin ekelte ich mich vor mir selbst, wenn ich nicht gleich nachher mich waschen ging.

„Vor zum Park, dann dort eine Runde und dann hoch zum andren Park und zurück. Wollte eigentlich ein bissen länger, aber hat dann zu regnen begonnen.“ Ich drückte Klaas einen Kuss auf die Haare. „Und jetzt geh ich duschen.“ Ich wollte mich von ihm lösen und einen Schritt nach vorne machen, doch er blieb einfach stehen, löste sich keinen Millimeter von mir. Was war nur los mit ihm? „Hase? Alles ok?“ Ich kannte Klaas und das gerade, das war kein normales Verhalten. Irgendetwas musste vorgefallen sein, über das er nicht reden wollte. Oder noch nicht konnte.

„Können wir auf dem Sofa kuscheln?“ Ok, das bestätigte meine Annahme. Ich kannte Klaas lange genug um zu wissen, dass er körperliche Nähe brauchte, wenn er etwas verarbeitete, das er gerade erfahren hatte. Das war seit MTVhome so gewesen. Natürlich waren es am Anfang eher Umarmungen gewesen, die dann länger gedauert hatten, wohingegen es jetzt eher Kuscheln oder ganz sanfter Sex war, doch der Grund war der gleiche geblieben.

Er drehte seinen Kopf und sah mich von unten schüchtern und total soft an. Ich lächelte ihn an und strich ihm durch die Haare. „Lass mich doch erstmal kurz…“ Ich wollte einfach nur aus den klebenden Klamotten raus und mich duschen, doch Klaas ließ mich nicht einmal ausreden. „Bitte, ist doch egal dass du klebst!“ Ich runzelte die Stirn, wurde aber aus seinem ganzen Verhalten nicht schlau. Was war denn nur passiert?

„Ist Ben noch hier?“ Klaas nahm meine Hand und zog mich Richtung Wohnzimmer, schüttelte aber vorher noch seinen Kopf. Ok, dann musste etwas mit Ben vorgefallen sein oder auch bei Doris. Ob es wohl was Schlimmes war? Doch dann hätte er mich angerufen oder es mir gleich gesagt, dann wäre er nicht so komisch drauf gewesen. Es musste etwas Schlimmes sein, das nur für ihn schlimm war.

Als wir im Wohnzimmer waren, sah ich dass Klaas schon eine Flasche Wein mit zwei Gläsern auf den Couchtisch gestellt hatte. Ich setzte mich wie immer auf das Sofa als ich Klaas auch schon spürte, wie er sich zwischen meine Beine drängte und sich an mich ran kuschelte. Was zur Hölle war passiert? Er drehte seinen Kopf nach hinten und hauchte leichte Küsse auf meinen Hals. „Du schmeckst salzig.“ War ja auch kein Wunder, ich war mega verschwitzt und hatte noch nicht geduscht. Ich lächelte einfach nur sanft und strich ihm zart durch die Haare, die ganz weich und doch auch kräftig waren. „Und wie war’s bei Doris?“

Klaas zögerte einen Moment, bevor er sich ein wenig von mir wegdrückte und ein Glas nahm, um den Wein einzuschenken. „Schön.“ Als er fertig war, stellte er die Flasche wieder auf den Tisch und setzte das Glas zum Trinken an, doch ich stoppte ihn. Trinken machte kein einziges Problem der Welt besser. „Hei Hase.“ Ich wusste zu hundert Prozent dass da was war bei Doris. „Was war los? Rede mit mir.“ Klaas brummte nur, kuschelte sich wieder an mich ran und nahm mir sein Weinglas aus der Hand.

„Da ist nichts.“ Er nahm einen kräftigen Schluck und dann noch einen zweiten, während ich meine Arme fester um ihn schlang. Es war zwar total eklig, weil ich nur noch unter die Dusche wollte, doch Klaas brauchte es gerade. „Hase, das hilft nicht. Reden schon.“ Er trank noch einen großen Schluck. „Ist nichts Wichtiges.“ Ich seufzte, deswegen verhielt sich Klaas ja auch so komisch… „Dann kannst du es mir ja auch sagen. Also wenn's nicht wichtig ist.“

Er brummte nur wieder und wollte zu noch einem Schluck ansetzen, den ich aber verhinderte indem ich sein Glas festhielt. „Ist es wegen Doris?“ Ich streichelte seinen Bauch leicht mit meinem Daumen und sah an Klaas Mimik, dass ich genau ins Schwarze getroffen hatte. Es war also etwas bei Doris vorgefallen. „Was war denn bei ihr?“

Ich nahm Klaas das Glas aus der Hand und stellte es stattdessen auf den Tisch vor uns. „Nichts. Wir sollten mit Ben immer bestimmte Dinge machen beim Schlafengehen, sie machen grade ein Schlaftraining mit ihm.“ Ich stutzte einen Moment, bevor ich antwortete. „Sie?“ Er hatte gerade doch in der Mehrzahl gesprochen? Also war da nicht nur Doris sondern auch jemand anderes?

Ich sah wie Klaas ein wenig rot wurde und wieder nach dem Glas greifen wollte, doch ich stoppte seine Hand und verschloss unsere Finger stattdessen, drückte ihm einen sanften Kuss auf die Wange. „Hat Doris einen Neuen?“ Klaas schluckte hörbar, ich schien wohl ins Schwarze getroffen zu haben, denn er spannte seinen ganzen Körper kurz an. „Jou. Aber nichts Besonderes, war doch klar, dass sie mal einen Neuen haben wird.“

Jaja, nichts Besonderes, deswegen nahm es den Heufer auch so mit… Ganz klar. Doch ich konnte verstehen warum es ihm naheging. „Ist es wegen Ben?“ Er drehte sich ein meinen Armen ein wenig und kuschelte sich mehr an mich ran, schlang dann einen Arm um meinen Rücken und nickte fast nicht merkbar.

Ok, es war also wegen Ben. Dann hatte ich wenigstens eine Grundlage, warum er so drauf war. „Ok. Und warum?“ Klaas seufzte nur und ich ließ ihm Zeit zu antworten. Wenn er so drauf war, dann musste man ganz vorsichtig sein, was man fragte und sagte, denn wenn man zu viel wollte, dann zog er sich in sein Schneckenhaus zurück und sagte gar nichts mehr. Wobei ich nicht wusste, ob irgendjemand anderes jemals diesen Klaas gesehen hatte. „Er naja… er ist immer da und ich nicht.“ Ich strich ihm sanft durch die Haare und musste leicht lächeln, es kostete ihm ganz schön viel Vertrauen mir das so zu sagen.

„Hase, du wirst immer Bens Papa bleiben, hörst du?“ Er seufzte wieder. „Ja aber ich verpass dann alles und er ist immer bei ihr und bei Ben!“ Ich verstand ihn, immerhin hatte ich auch eine Tochter und wenn Lisa jemand anderen fand, dann sah der Neue Mia auch viel öfter als ich. Doch ich wusste, dass Mia eindeutig mich als Papa sah, weshalb ich darüber nicht so besorgt war. „Aber du bist und bleibst sein Papa und das weiß Ben auch. Und wenn du möchtest kann der Kleine auch öfter mal zu uns kommen.“ Klaas drehte den Kopf und sah hoch, seine Augen waren ganz dunkel, wie immer wenn er traurig war.

„Aber… warum… Naja ich mein, so kurz später schon?“ Ich lächelte Klaas an und dachte uns selbst. „Hase, du hattest mich viel schneller als sie den… wie heißt er eigentlich?“ „David.“ Ok, jetzt hatte er wenigstens einen Namen für mich. Ich verstand Klaas natürlich, immerhin hatte ich die gleichen Gewissensbisse wie er. Hätten wir uns nicht damals für einander entschieden, dann wären wir jetzt noch bei unseren Familien. Doch das was wäre wenn Spiel, das brachte nichts. Wir hatten uns für einander entschieden und hatten es bis jetzt noch nicht bereut, auch wenn wir dadurch unsere Familien nicht mehr so oft sahen.

„Kein Typ ist besser als du Klausi. Du bist ein perfekter Papa, ein perfekter Freund und du hast auch ganz schön was drauf im Bett!“ Ich versuchte ihn auf andere Gedanken zu bringen und da passten kleine Sexanspielungen immer, doch er ging gar nicht drauf ein. „Was ist wenn Ben Papa zu ihm sagt?“ Ich schlang meine Arme noch ein wenig fester um ihn. „Wird er nicht. Du bist sein Papa.“ Wir lagen einen Moment nur still da, ich streichelte ihn und kraulte seinen Nacken, fuhr immer wieder durch die kleinen Löckchen dort. „Ben hat dich lieb. Immer.“

Gerade als wir so still dalagen und ich zumindest das Problem von Klaas kannte, wenn ich es schon nicht lösen konnte, fiel mir wieder auf wie verschwitzt und fertig ich war. Ich war nicht mehr komplett nass vom Regen, aber sauber war auch was anderes. Und auch wenn ich eigentlich ein Bad nehmen wollte um mich aufzuwärmen und zu entspannen, Klaas wäre nicht von meiner Seite gewichen und so wollte ich eher etwas machen, zu dem ich ihn nicht überreden musste.

„Magst du mit unter die Dusche hüpfen?“ Er brummte nur, schien nicht sehr begeistert zu sein. „Komm schon Hase. Nur wir beide. Nackt. Nass. Heißes Wasser. Das wird dich auf andere Gedanken bringen oder?“ Ich sah wie Klaas ein wenig lächelte und mich sanft anfunkelte. „Aber nur kuscheln.“ Ich grinste und drückte ihm kurz meinen Lippen auf, konnte aber nicht aufstehen, da Klaas noch immer zwischen meinen Beinen saß und mich so blockierte.

„Magst du aufstehen Klausi?“ Klaas stand mit einem leisen Seufzen auf und wartete dann eben mir, bis ich ebenfalls aufgestanden war. Er schien gerade nichts alleine auf die Reihe zu bringen oder zumindest ständigen Körperkontakt zu benötigen, denn selbst beim Treppen rauf gehen hielt er meine Hand. „Danke Joko.“ Ich lächelte ihn an, eigentlich hatte ich nichts anderes gemacht als ihm einfach nur zugehört und ein wenig gekuschelt, doch Klaas hatte das anscheinend mega gut getan.

Klaas zog mich in unser Badezimmer und umarmte mich dann wieder, ich drückte ihn fest an mich, wollte ihm so zeigen, dass ich für ihn da war. Langsam streifte ich ihm sein Shirt hoch, ich wollte ihn nicht ausziehen wie sonst immer, da war absolut keine Leidenschaft, ich wollte einfach nur in die Dusche weil mir kalt war und so konnte ich Klaas symbolisieren, dass er mitkommen konnte wenn er wollte.

Seine Haare waren ganz verwuschelt und mit großen Augen sah er zu mir hoch. „Hase?“ Liebevoll legte ich ihm meine Hand an die Wange, in die er sich gleich ein bisschen reinschmiegte. „Hast du dir schon mal überlegt dass Doris dir David vorgestellt hat, weil ihr deine Meinung wichtig ist? Immerhin bist du Bens Papa und wenn du ihn nicht magst…“

Er seufzte und sah mich nachdenklich an, doch nickte dann leicht. „Stimmt…“ Er streckte sich nach oben und gab mir einen leichten, unschuldigen Kuss. „Lieb dich.“ Lächelnd legte ich eine Hand um seine Hüfte und zog ihn ein bisschen näher an mich ran. „Ich weiß Hase. Und jetzt macht dich nackig und spring unter die Dusche.“  Klaas sah fragend aber grinsend zu mir hoch. „Mach dich nackig?“ Ja, die Wortwahl benutzte ich eher nie. Wenn dann mit den Kindern, außerdem musste ich das bei Klaas auch nie sagen, immerhin… „Ja klar, das darfst du nämlich heute mal selber machen!“

Ich zog mir selbst noch die enge Laufhose aus und schmiss alles in den Wäschekorb, machte dann das Wasser an und stellte mich unter die Dusche, sobald es warm war. Ich liebte unsere Wasserfalldusche, sie war schon von Anfang an in unserer Wohnung und war einfach nur groß und schön und unverhältnismäßig.

Ich machte meine Augen zu und stellte mich unter das heiße Wasser, ließ es mir auf mein Gesicht prasseln, als ich spürte wie sich Klaas von hinten an mich anschmiegte. Seine Nähe genoss ich immer, vor allem wenn er sie von sich aus suchte, doch heute war es extrem. „Hase… das wird schon. Und du bist ein wundervoller Papa. Lass dir das von einem anderen Papa sagen.“

Langsam drehte ich mich um und nahm Klaas in meine Arme. „Ich weiß. Das ist nur… mein Kopf. Ich denk mir einfach dass ich kein guter Vater bin, weil ich nicht so viel Zeit habe, und dass der Neue meinen Platz übernimmt.“ Tja, das war Klaas. Absoluter Kopfmensch. Lieber alles hundert Mal zerdenken und Schreckensszenarien ausdenken als einfach mal abzuwarten und auf die Gefühle zu vertrauen. „Wird er nicht. Und frag Doris einfach ob Ben ein bisschen öfter bei uns sein kann, ok? Die beiden sind doch noch in der Frischverliebtenphase, da brauchen sie doch sowieso mehr Zweisamkeit.“

Klaas nickte langsam und schlang einen Arm um meine Brust. Es war echt anhänglich heute, doch wenn er von sich aus Nähe suchte, war ich der Letzte, der etwas dagegen hatte. „Komm mal her Kleiner.“ Diesmal war ich es der seine Arme um den nackten Körper vor mir schlang. „Du bist und bleibst sein Papa. Doris hat ihn dir vorgestellt weil du ein Recht darauf hast zu wissen, mit wem dein Sohn zu tun hat. Und… Naja wie hat er denn gewirkt? Also ich meine, ist er ein Gangster-Rapper oder warum bist du… so?“ Klaas schloss seine Augen und schüttelte minimal seinen Kopf. Er hatte sich an meine Brust gelehnt und murmelte etwas dagegen, das ich beim besten Willen nicht verstehen konnte. „Was?“ „Er is ‘n Anwalt!“

„Ich wette du siehst ihm Anzug schärfer aus als er.“ Klaas verdrehte nur die Augen und lehnte sich wieder an meine Brust, während ich ihm den Kopf ein wenig kraulte. „Aber das ist doch gut. Dann ist er nicht blöd, kann Ben auch was beibringen. Und das heißt nicht, dass das schlecht ist.“ Klaas brummte nur als Antwort, ich wusste dass er das alles auch so sah und sich sicher auch freute, dass Doris einen neuen Freund hatte, doch sein Kopf zerdachte wieder mal alles.

„Hase, du musst ihn einfach kennenlernen, dann wirst du ihn schon mögen oder dir zumindest nicht mehr so viele Sorgen machen. Triff dich mit ihm und guck dabei zu wie er mit Ben umgeht. Geht mal auf ein Bier zusammen. Ich würde auch Lisas Neuen kennenlernen wollen, also wegen Mia!“ Klaas nickte, guckte mich ganz liebe voll an und stellte sich auf die Zehenspitzen, bevor er mich anlächelte und mir eine Hand in den Nacken legte um mich ein wenig zu sich hinunter zu ziehen. Er gab mir einen ganz sanften Kuss, ich spürte die ganze Liebe auch wenn es eigentlich nur ein Lippenaufeinanderlegen war.

„Danke.“ Ich lächelte ihn als Antwort nur an, ich musste ihm nicht sagen dass ich ihn liebte, das wusste er auch so. Und das Ganze… das war einfach wieder mal nur Klaas, der alles zerdachte und bis in das kleinste Detail analysierte. Er war eben nicht so wie ich ein Bauchmensch.

„Magst du mir die Haare waschen?“ Klaas nickte und ich griff nach dem Shampoo, drückte es ihm in die Hand und beugte mich dann nach vorne, damit er besser an meinen Kopf rankam. Ich spürte das Shampoo auf meine Haare tropfen und brummte leise, als Klaas seine Finger in meine Haare schob und gekonnt begann meine Kopfhaut zu massieren. Ich wollte dass Klaas nie wieder aufhörte, denn das konnte er echt gut. Doch als seine Finger wieder verschwanden richtete ich mich auf und grinste ihn an.

„Also massieren kannst du, das ist schon mal klar. Und du bist auch ein besserer Friseur als er.“ Klaas lachte nur und schüttelte den Kopf. „Können wir aufhören von ihm zu reden? Bitte… Wir können ja nen Film anmachen und ein bisschen kuscheln.“ Klaas wollte echt kuscheln? Noch immer? Es beschäftigte ihn wohl mehr als er zugab… Aber wenn er von sich aus meine Nähe wollte, dann sagte ich nicht Nein, ganz im Gegenteil. Vor allem wenn ich durch meine Nähe helfen konnte. „Ok Hase.“

Klaas griff ebenfalls nach dem Shampoo und seifte seine Haare ein, doch er verzog dabei das Gesicht. „Alles ok Hase?“ Klaas nickte und wusch sich weiter die Haare. „Nur mein Rücken, bin etwas verspannt.“ Ich grinste, das Problem ließ sich leicht lösen. „Umdrehen Hase.“ Klaas seufzte, drehte sich dann ohne weiteren Widerstand um und präsentierte mir seine Kehrseite Ich griff in seine Haare und verteilte das Shampoo, versuchte dabei ihn genauso zu massieren wie er das vorher bei mir gemacht hatte.

Nachdem ich mit seinen Haaren fertig war, griff ich nach dem Duschgel und verteilte es auf seinem Rücken, benutzte es so zur Unterstützung meiner Massage. „Wo tut‘s denn am meisten weh?“ „Rechtes Schulterblatt. Und unten in der Mitte.“ Sanft strich ich mit meinen Handflächen über seinen Rücken und fing an seinen Nacken zu massieren. Ich drückte mit meinen Fingern fest zu, seine Muskeln waren wirklich richtig verspannt und hart.

Klaas war nicht oft krank oder hatte ne Verkühlung, aber verspannen tat er sich ständig, weshalb ich mittlerweile auch echt geübt darin war ihn zu massieren. Das tat ich auch schon vor unserer Beziehung, manchmal vor Drehbeginn oder vor einer Aufzeichnung, wenn er wieder nur rumjammerte. Mittlerweile waren wir bei den Massagen allerdings meistens nackt unter der Dusche oder ich saß auf seinem Arsch, wenn er im Bett oder auf der Couch lag. Dinge, die wir davor nicht gemacht hatten.

Klaas Stöhnen riss mich aus meinen Gedanken, ich spürte ein paar Knoten als ich weiter runterwanderte und massierte die gekonnt bis sie sich auflösten. Ich merkte allgemein wie er sich mehr entspannte, er hatte die Augen geschlossen und schien es echt zu genießen.

„Sollen wir unter aufs Sofa Hase?“ Ich hatte versucht seinen unteren Rücken zu massieren, doch durch das Duschgel und das Wasser rutschte ich die ganze Zeit ab und war nicht so effizient wie ich es wollte. „Aber kuscheln.“ Ich grinste und nickte wild, gegen Kuscheln hätte ich wohl nie etwas gehabt. „Versprochen.“ Ich drehte das Wasser wieder auf und zog Klaas mit drunter, er legte seine Wange wieder an meine Brust und schlang seine Arme um meine Hüfte. Es war echt schön dass Klaas so viel Nähe zuließ, denn das war nicht immer der Fall.

Ich wusch mir rasch das Shampoo von Kopf und guckte dass bei Klaas auch alles raus war, bevor ich das Wasser ausmachte und mir ein Handtuch nahm. Ich schlang es mir um die Hüfte während Klaas sich mit einem anderen die Haare trocken rubbelte, bevor er es sich ebenfalls um die Hüfte schlang. „Und welchen Film willst du sehen Hase?“ Klaas guckte mich mit großen Augen an, er sah so unverhältnismäßig heiß aus mit den abstehenden Haaren und dem nassen Oberkörper… „Mir egal.“

Ich trat einen Schritt näher an Klaas ran, grinste frech und hob sein Kinn ein wenig an, sodass er mich anschauen musste „Weißt du eigentlich wie heiß du aussiehst?“ Ich wollte ihn ein bisschen aufmuntern und ablenken und außerdem konnte ich ihm nicht oft genug sagen wie heiß er war. „Kann’s mir vorstellen, hab ja da ein Beispiel vor mir.“ Klaas drehte sich weg und versuchte sich so etwas wie einen Scheitel zu machen, während ich zu meinem Schrank im Bad ging und meine Nachtcreme rausholte. Es war zwar noch nicht Zeit zum Schlafen, doch wenn ich schon mal hier war…

Klaas steckte gerade den Föhn ein, als ich ihm den Tiegel hinhielt. „Magste?“ Klaas rollte mit den Augen und schüttelte dann den Kopf. Ich sagte immer, dass wir in der Fernsehbranche waren, das hieß, dass jeder jede Falte sehen konnte, doch das brachte ihn nicht dazu mehr auf sein Äußeres zu achten. Weshalb wir genau wie jeden Abend nebeneinander standen, Klaas machte seine Haare und ich cremte mir mein Gesicht ein.

Ich war fertig und stellte den Tiegel zurück, bevor ich Klaas einen kleinen Klaps auf den Hintern gab. „Soll ich nen Wein aufmachen? Und ne Pizza bestellen?“ Klaas lachte und schrie über den Föhn hinweg. „Alter wir essen nur Pizza! Vor allem, wieso gehst du laufen, wenn du dir dann ne Pizza reinschiebst?“ Tja, da hatte er recht, aber Pizza war nun mal das Einfachste. „Naja, du kannst auch gerne noch zum Supermarkt laufen und mir nen Salat holen, aber ich denke du bist zu faul also bestelle ich Pizza!“

Klaas lachte wieder und machte den Föhn aus, kämmte sich dann die Haare durch und ich stand an den Türrahmen gelehnt und beobachtete fasziniert wie sich seine Muskeln am Rücken immer wieder abzeichneten. Klaas fing meinen Blick im Spiegel ein und grinste mich frech an. „Fang nicht an zu sabbern Winterscheidt.“ Ich grinste nur und machte provozierend den Knoten des Handtuchs um meine Hüfte auf, nahm es in die Hand und ließ es zu Boden fallen, sodass ich nackt vor ihm stand. „Das hängst du aber schon noch auf oder?“ Ok. Nicht direkt die Reaktion die ich wollte. „Entspann dich mal Hase.“

Ich schickte ihm einen Luftkuss, bevor ich zu meinem Teil des Kleiderschrankes ging und mir eine Boxershort und ein Shirt nahm. Rasch bestellte ich die Pizzen beim üblichen Lieferanten, sie kannten uns schon und es war kein großes Drama wenn einer von uns beiden die Türe aufmachte.

Als ich mich auf dem Sofa niederließ, kam auch schon Klaas ins Wohnzimmer getapst. „Hast du schon bestellt?“ Ich brummte bestätigend und genoss wieder mal den Anblick, denn Klaas hatte genau wie ich nur ein Shirt und seine Boxershort an. Naja, nicht ganz, denn im Winter trug er dazu immer noch dicke Kuschelsocken. Er setzte sich zu mir aufs Sofa und legte seine Beine über meinen Schoß, ich begann gleich damit seine Füße zu massieren. Eigentlich mochte Klaas das gar nicht, also Füße an sich, doch durch die dicken Kuschelsocken hindurch, da ging es.

„Also was wollen wir schauen? Netflix oder Fernsehen?“ Klaas sah nicht wirklich überzeugt aus. „Weiß nicht, was spielt’s denn?“ Ich nahm mein Handy, das ich hinter mich geschmissen hatte, und scrollte mich durch das TV-Programm. „Nichts Gutes. Also Netflix? Netflix and Chill?“ Ich wusste und verstand dass Klaas heute keinen Bock auf Sex hatte, doch so ein bisschen fummeln war immer drin.

Wir entschieden uns für Netflix und guckten zusammen einen romantischen Film, aßen dazu unsre Pizza bevor plötzlich aufstand und sich auf den Bauch legte. Ich hatte keine Ahnung was er damit plante, weshalb ich ihn einfach nur sehr skeptisch ansah. „Hallo? Massieren?“ Ach daher wehte der Wind. Grinsend schüttelte ich den Kopf und hob dann seine Beine an, befreite mich umständlich und setzte mich dann auf seinen Hintern, was mit einem leisen Stöhnen kommentiert wurde.

Nachdem seine Schultern wieder verspannt waren begann ich wieder oben und drückte fest zu, was von Klaas abermals mit einem genüsslichen Brummen unterlegt wurde. Sanft wanderte ich wieder seine Wirbelsäule hoch und runter und massierte wieder die Schultern, bevor ich mich einfach nach vorne fallen ließ und somit auf Klaas lag. „Du Fettsack! Ey, du bist wie eine Heizdecke!“ Klaas kicherte unter mir, was mir auch ein Grinsen auf mein Gesicht zauberte. „Ey, ich bin nicht fett!“

Wir lachten beide und ich schlang meine Arme unter Klaas Brust durch, hauchte kleine Küsschen in seinen Nacken und knabberte leicht an seinem Ohrläppchen. „Joko? Ich mag heute nicht ok?“ Ich brummte nur, ich wusste gar nicht ob ich überhaupt genug Kraft dazu gehabt hätte. Der Kleine hatte mich ganz schön gefordert heute Morgen und dann auch noch die große Runde joggen…

„Geht klar Hase. Aber ein bisschen fummeln ist ok?“ Klaas lachte wieder leise. „Ein bisschen fummeln ist ok. Aber dann will ich auch fummeln.“ Er bewegte sich unter mir und versuchte sich umzudrehen, doch ich hielt ihn fest und hauchte weiterhin kleine Küsse in seinen Nacken, sodass er dort eine leichte Gänsehaut bekam. „Ey ich will auch fummeln!“ Ich richtete mich wieder auf, sodass ich auf seinem Arsch saß und legte meine Hände auf seinen Rücken. „Was ist wenn ich dich weiter massieren und dann gehen wir hoch und fummeln im Bett ein bisschen rum?“ „Deal.“

Er neselte etwas unter mir rum, doch dann lag er wohl bequem da, er schloss seine Augen und legte seinen Kopf auf seinen Armen ab. Nachdem ich mit seinen Schultern fertig war, massierte ich wieder seinen Nacken und wanderte nach und nach tiefer zu dem unteren Rücken, bei dem ich die ganze Zeit abgerutscht war in der Dusche. Ich massierte seinen Steiß und zog nach und nach seine Boxershort ein wenig runter, sodass ich besser rankam. Klaas blieb ganz entspannt, er sagte nichts, doch ich wollte es auch nicht übertreiben, weshalb ich bei dem unteren Rücken blieb und nicht noch tiefer wanderte.

Nachdem ich fertig war, hauchte ich ihm noch einen Kuss auf den Rücken. „Und jetzt hoch und fummeln?“ Ich wartete ein wenig, doch von Klaas kam keine Reaktion. „Hase?“ Leise beugte ich mich nach vorne und sah, dass er seinen Augen geschlossen hatte. „Klaas? Nicht einschlafen! Du musst noch Zähne putzen und wir müssen doch hoch ins Bett!“ Ich rüttelte sanft an seiner Schulter, doch er schien schon vor einiger Zeit eingeschlafen zu sein. Noch dazu sah er so friedlich und zufrieden aus, dass ich beschloss ihn einfach schlafen zu lassen.

Sanft strich ihm noch einmal durch die Haare, er war wohl doch müder als er gesagt hatte. Was kein Wunder war, immerhin ließ er mich heute Nacht mehr oder weniger schlafen und stand immer selbst auf, wenn Ben wieder einmal schrie. Darauf bedacht ihn nicht aufzuwecken stand ich auf, nahm leise die Decke von der Lehne des Sofas und breitete sie über ihm aus. Klaas brummte leise und mummelte sich darin ein, während ich vor ihm in die Hocke ging und ihm einen leichten Kuss auf die Wange hauchte. „Gute Nacht Hase.“
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