Be(a)st Friend

von Kasa
GeschichteDrama, Krimi / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf Matthias Schweighöfer OC (Own Character)
03.03.2020
26.03.2020
3
3073
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hello Leute :)
ja, da ist nun endlich wieder mal ein Kapitel.
Habe nach langer Zeit wieder Zeit und vor allem Lust dazu gehabt. Momentan ist es echt schwierig, da die Welt da draußen
auch irgendwie Kopf steht.
Dann drei Kinder zu Hause. Da fehlt einem die Kraft und Motivation dazu. Aber genug gejammert xD
Andere haben es leider zur Zeit schlimmer.

Zum Kapitel: Ich hoffe es gefällt allmählich. Meine beiden Kapitel zuvor haben doch mehr zu Verwirrung als zu Freude geführt xD
Doch nach und nach wird sich alles etwas lichten
Vorab möchte ich aber mal darauf aufmerksam machen, dass diese Geschichte nicht mit vielleicht einmal 10 Kapitel abgeschlossen sein wird. Mir schwebt da schon was größeres vor. Ob es so wird, weiß ich aktuell nicht. Würde mich aber wundern :D

Nun viel Spaß und falls ich es noch schaffe, kommt heute auch schon das nächste Kapitel :D
_______________________________________________________________________________

Kapitel 2: Aufmerksamkeit

Uns war damals schnell klar geworden, dass Klaas unser neuer Mitbewohner sein würde. Er war hellauf begeistert von dem kleinen Zimmer und humorvoll uns beiden gegenüber und statt einer sturen Kennenlernphase entwickelte sich an diesem Abend eine normale Konversation zwischen drei Männern, die nach außen hin wirkend sich schon immer gekannt hatten.
Es dauerte keine zwei Monate, da zog Klaas schon bei uns ein und richtete sein Zimmer lediglich mit einem Bett, einer kleinen Kommode und einem Schreibtisch ein.
"Keine Pflanzen, Bilder oder ähnliches?" fragte ich ihn mit hoch gezogener Augenbraue. Wie immer lächelte er süffisant und schüttelte nur mit dem Kopf.
Irgendwie hatte ich bei ihm schnell heraus gefunden, dass es keinen Sinn machte ihn mit Fragen zu durchlöchern. Entweder waren seine Antworten sehr allgemein gefasst, oder bestanden nur aus Gestiken.
Doch ich gestand, dass mir das an ihm gefiel. Und seine stahlblauen Augen.
Zwar wusste Klaas selbst noch nichts davon, doch Matthias war seit Jahren mein bester Freund und wusste somit auch von meiner Neigung zu Männern.
Ich hatte noch nie einen Mann mit in die WG genommen. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht war der Gedanke daran einen Mann als meinen Partner vorstellen zu müssen noch zu absurd. Obwohl ich schon seit meinem 15ten Lebensjahr von meiner Neigung wusste, wollte ich es einfach noch nicht offen ausleben.
Selbstverständlich gefiel es meinen Partnern nicht. Somit beschränkte ich mich die letzten Jahre nur auf kleine One Night Stands oder mit Kontakten, deren SMS Inhalt nur aus "?" und "!" bestand.
Mir gefiel Klaas. Seine Statur entsprach genau meinem Schema, seine Augen stachen unter seinen dunklen Haaren und dem leichten Bart hervor, nahmen mich meistens in Gefangenschaft und veranlassten in mir eine Ruhe, die ich zuvor noch nie wirklich an mir gekannt hatte.
Und ja verdammt, er roch so unglaublich gut. Auch wenn sein Körperkontakt zu mir oder Matthias immer auf eine Armlänge Abstand gehalten wurde, so roch doch der ganze Haushalt, den er anfasste oder an dem er sich anlehnte nach ihm.
Ich hörte Klaas in seinem Zimmer die letzten Kisten auspacken. Wir hatten ihm unsere Hilfe dabei angeboten, doch wollte er es alleine machen. Somit saß ich nun alleine auf der Couch weil Matthias auf die Wache gerufen wurde.
Er war seit drei Jahren als Kriminalbeamter tätig und sehr stolz darauf. Verständlich. Für ihn. Ich hingegen konnte mir nicht vorstellen einen solchen Beruf auszuüben. Klar, er half dabei die bösen Jungs oder Mädchen zu fangen doch zeitweise gelang es nicht und es wurde zu einer Hetzjagd gepaart mit abscheulichen Tatorten, die er als DIN A4 Format mit nach Hause nahm.
Einmal, als ich mal wieder den Haushalt alleine schmiss weil Matthias von morgens bis abends mit einem Fall beschäftigt war, hatte ich auch sein Zimmer aufgeräumt. Zumindest wollte ich nur die gefühlt 30 Kaffeetassen und Teller aus seinem Raum raus holen und abwaschen, doch wurde ich von einer großen Pin-Tafel, worauf fein akkurat die ganzen Tatort Fotos und Berichte dran gepinnt waren, begrüßt.
Das brachte mir erst einmal drei Albträume ein und Konzert auf der Toilette.
Ich bin zwar keine zarte Pflanze, doch kommt mir bei vielen Dingen, ob Gerüche oder Bilder, schnell die Kotze hoch.
Somit bestand seither die oberste WG-Regel "jeder räumt sein Zimmer selbst auf".
Während ich gelangweilt das TV Programm hoch und runter schaltete kam Klaas in das Wohnzimmer und setzte sich auf das lange L-Stück unserer Couch. "Geschafft" sagte er lächelnd und wisch sich zwei Schweißperlen von der Stirn. Sexy.
"Matti nicht da?" wunderte er sich und schaute abwesend auf den Fernsehr.
"Ne, der musste zur Arbeit. Gab wohl wieder einen Mord" sprach ich, als wäre es das normalste von der Welt das da draußen Kreaturen gibt die eine solch abscheuliche Tat ausübten.
"Er ist also Polizist" stellte Klaas mehr fest als das er fragte und da fiel mir auf, dass wir damals bis heute noch nie darüber gesprochen hatten, wer was beruflich machte.
Ohnehin kam ich nicht drum rum zu erkennen, dass er sich etwas anspannte, was meine Neugier weckte "ist das ein Problem?". "Nein, find es nur erstaunlich, dass man sich freiwillig damit beschäftigen möchte. Die Welt ist sowieso schon so abartig, das man am liebsten die Augen davor verschließen will". Wie recht du doch hast.
"Was machst du nun hier beruflich" wollte ich nun doch wissen, immerhin interessiert es mich auch womit er seinen Mietanteil hier finanzieren will und was ihn dazu veranlasste von Oldenburg? Ja Oldenburg nach Berlin zu ziehen.
"Hab erst einmal einen Job in einer Bar angenommen. Schreibe aber noch Bewerbungen."
Er musste meinen skeptischen Blick bemerkt haben denn sofort ergänzte er "keine Sorge. Die Miete wird pünktlich bezahlt".
Kann er Gedanken lesen? Vielleicht bin ich aber auch nur ein zu offenes Buch.
"Und wohin schreibst du Bewerbungen?". Klaas sah nun mir direkt in die Augen und ließ meine Welt mal für einen Moment aussetzen. Wieso sind diese Augen nur so schön?
Wieder lächelte er mich an "Frisör-Salons" gab er knapp preis.
Er ist Frisör? Wow. Hätte nun mit allem gerechnet, doch nicht damit. Warum nicht? Ist schließlich ein Beruf wie jeder andere auch.
Aber Klischees machen sich auch in meinem Kopf breit und ein kleiner Hoffnungsschimmer keimt in mir auf.
Halt, bitte nicht. Hör auf damit Joko.
Um die Kirmes in meinem Kopf nicht noch auf den Lippen zu spüren antwortete ich nur mit einem "Cool".
Das reichte auch ihm. Wieder drehte er den Kopf zum Fernsehr und schaute mit mir zusammen sinnlos fern.
Ich weiß nicht woran es lag, an mir, der Situation das er gerade müde vom Kisten auspacken  war oder einfach weil es nichts gab worüber man reden wollte. Er nicht reden wollte.
Doch genau in dem Moment vermisste ich irgendwie den rede freudigen Klaas, den ich bei unserer ersten Begegnung kennen gelernt hatte.
Ich hoffe er hat uns damals nichts vorgemacht.

Der Abend gestaltete sich ebenfalls mit sinnlosem Anschweigen und führte dazu, dass ich mich in mein Zimmer verkroch und mich über meine Bücher hermachte.
Man, war ich jetzt echt beleidigt weil er nicht wissen wollte was ich beruflich mache?
Ja, ich stehe gerne mal im Vordergrund aber das spielte hier für mich gerade keine Rolle.
Irgendwie wollte ich für ihn mehr präsenter sein, doch scheinbar war mein Wunsch einseitig.
Frustriert nahm ich mir mein Handy und ging meine Kontakte durch.
Tobi, nein den hab ich letzte Woche schon gesehen. Micha? Kein Bock. Lars? Klingt fast wie Klaas, also auch nicht.
Jim! Ja, den könnte ich mal anschreiben. Somit öffnete ich den Chat mit ihm und schrieb nur "?".
Es dauerte keine 5 Minuten, da schrieb er "!" zurück. Damit wäre mein Abend wenigstens in der Hinsicht geregelt.
Da ich wusste das er vor 22 Uhr nicht zu Hause ist, nahm ich mir die Zeit und suchte mir ein passendes Outfit aus. Auch wenn ich wohl wahrscheinlich nur eine Jogginghose und ein Shirt angezogen hätte, hätte das auch zum Sex geführt. Aber ich hab nun mal Stil.
Nachdem ich mir eine Jeans, ein Hemd und dazu passende Sneaker angezogen hatte, klopfte es an meiner Tür.
Klaas steckte nach meinem auffordernden Grunzen seinen Kopf zwischen die Türspalte und schaute mich fragend an "gehst aus?".
"Ja, wollte mich gleich mit jemanden treffen" gab ich trocken zurück.
"Achso, schade" sagte er und wollte gerade zum Rückzug antreten.
"Wieso, was ist los?" scheiß Neugier.
"Ich hab gekocht und dachte du hättest Lust mit mir zusammen was zu essen und zu quatschen".
Na toll, Zwickmühle. Was also sollte ich tun? Mich mit meinem neuen Mitbewohner zusammen hinsetzen und besser kennen lernen, oder mein Sex-Abend ausgiebig genießen? Zudem denke ich, dass wenn ich jetzt bei Jim nicht erscheinen werde, ich seine Nummer dann wohl auch direkt aus meinem Handy streichen kann.
"Du musst dich nun nicht dafür entscheiden Joko" lachte Klaas und schloss die Tür.
Hä? Ich werde echt nicht schlau aus dem Typen!
Grummelnd entledigte ich mich meiner Sneaker, zog mein Hemd aus und tauschte es gegen ein gemütliches Shirt.
Dann wird es wohl Zeit ihn besser kennen zu lernen! Sorry Jim.
Review schreiben